In dieser Autobiografie der Autorin (geb. 1933 als viertes von zehn Kindern) begleitet der Leser die junge Maria Fischer durch ihre Kindheit und Jugend bis hin zum Kennenlernen des Bildhauers Rico Galizia, ihrem späteren Ehemann. Ihr Leben in der Familie ist geprägt durch religiöses Brauchtum und gelebten Glauben. In dieser tiefen Frömmigkeit ist der absolute Höhepunkt für Maria ihre Erstkommunion sowie die allererste Beichte im Alter von elf Jahren. Als Selbstversorger lebt die Familie auf einem Bauernhof im erzkatholischen Merenschwand im Oberfreiamt, einer Gemeinde im Schweizer Kanton Aargau. Obwohl sie nicht arm sind, ist das Geld doch knapp. Trotzdem ermöglichen die Eltern Maria und ihren Geschwistern eine Ausbildung.
Der geneigte Leser erhält Einsicht in das Leben einer Großfamilie, zu der auch die Großmutter und ihre Schwester Babette gehören. Ebenso die Tante Frieda (Schwester der Mutter) und der geistig beeinträchtigte Knecht Vinzenz. Der absolute Mittelpunkt der Familie ist die Mutter Anna, mit ihrer Klugheit, ihrem Humor und ihrer Offenheit.
Es sind beeindruckende Erinnerungen, die Maria Galizia-Fischer hier aufgezeichnet hat. Doch leider hatte ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten. Denn mir unbekannte Schweizer Ausdrücke und Mundartpassagen erschwerten immer wieder das Lesen und unterbrachen meinen Lesefluss, da ich jedes Mal die Übersetzung am Ende des Buches nachschlagen musste. Dieses wurde mit der Zeit mühsam und trübte meinen Lesegenuss erheblich.
Trotzdem ist diese Autobiografie lesenswert. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.



