Ernst Jünger

 4.1 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor von In Stahlgewittern, Auf den Marmorklippen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Annäherungen
 (4)
Neu erschienen am 25.09.2018 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.
Sämtliche Werke - Band 12
Neu erschienen am 12.08.2018 als Taschenbuch bei Klett-Cotta. Es ist der 12. Band der Reihe "Ernst Jünger Sämtliche Werke".

Alle Bücher von Ernst Jünger

Sortieren:
Buchformat:
Ernst JüngerIn Stahlgewittern
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
In Stahlgewittern
In Stahlgewittern
 (37)
Erschienen am 14.07.2015
Ernst JüngerAuf den Marmorklippen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Auf den Marmorklippen
Auf den Marmorklippen
 (21)
Erschienen am 01.05.2001
Ernst JüngerDer Waldgang
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Waldgang
Der Waldgang
 (9)
Erschienen am 28.06.2017
Ernst JüngerKriegstagebuch 1914-1918
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kriegstagebuch 1914-1918
Kriegstagebuch 1914-1918
 (5)
Erschienen am 15.08.2014
Ernst JüngerDas abenteuerliche Herz
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das abenteuerliche Herz
Das abenteuerliche Herz
 (6)
Erschienen am 01.10.2010
Ernst JüngerAfrikanische Spiele
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Afrikanische Spiele
Afrikanische Spiele
 (5)
Erschienen am 01.01.1987
Ernst JüngerAnnäherungen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Annäherungen
Annäherungen
 (4)
Erschienen am 25.09.2018
Ernst JüngerAuswahl aus dem Werk in fünf Bänden
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Auswahl aus dem Werk in fünf Bänden
Auswahl aus dem Werk in fünf Bänden
 (3)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Ernst Jünger

Neu

Rezension zu "Auf den Marmorklippen" von Ernst Jünger

Das Zusammenbrechen der Kultur - das Aufkommen des Faschismus - Bekenntnisse eines Nationalisten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Das Zusammenbrechen der Kultur. Das Aufgehen der Gesellschaft in der Barbarei, getragen durch die Wildheit des Mobs. Die Riege der Intellektuellen und Adligen setzt sich zur Wehr. Nicht konkret, um damit etwas Universelles zu sagen. Die Unterdrückten, der Mob begehrt auf, angeführt von einem Oberfürsten, eine Referenz an den Faschismus, denn er ist es, der das Wilde delegiert und in geordnete, zerstörerische Bahnen lenkt, und die bisher Freien in Knechtschaft treibt. Jünger malt sich die Freiheit des Einzelnen als Ziel aus. Die Freiheit des Einzelnen, die nichts für jeden ist und nur durch Abgrenzung des großen Mobs gelingt. All das wird getragen von einer aristotelischen Arroganz, die Analyse aber ist treffsicher. Ein Eingeständnis, selbst vom Faschismus eingenommen geworden zu sein, und dadurch seine Integrität aufzugeben. Für sich selbst. Was bleibt ist schwarz oder weiß. Die Masse oder die Spiritualität des Einzelnen, der sich gegen sie seine Freiheit erkämpfen muss. Mit allen Mitteln.

Kommentieren0
8
Teilen

Rezension zu "Der Waldgang" von Ernst Jünger

Der Anarch, der sich jeglichem Herrschaftsbereich entzieht. Ein intellektualisierter Traum?
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ein Essay, kein Roman, aber auch eigentlich keine Fachliteratur, beginnend mit dem Verlust der Wahlmöglichkeit, der sich uns nur noch als Fragebogen darstellt und nur noch Zustimmung oder kalkulierte Abstimmung kennt, welcher auch die Sicherung der Herrschaftsform garantiert. Die Diagnose Deutschlands in der Nachkriegszeit. Aber noch mehr: es wird fortgefahren mit der Bestimmung des Menschen, der sich dem Kollektiv, der Vermassung und der Automatisierung des Daseins entzieht. Der Wald ist sein Topos, eine Art platonische Idee, die den Menschen in seiner Existenz zum universalistischen Sein zurückführt, in einer Zeit, in der sich der Nihilismus in Form der Frage nach der Technik und der geistigen Leere offenbart. Jünger spricht sich für ein Zurückkehren, also ein Rückbesinnen auf den Weltensinn aus, ein Wille zum eigentlichen Begriff der Freiheit, welcher den freien Willen und den mechanischen Begriff der Notwendigkeit vereint. Dies ist keine Abkehr, sondern eine Zusammenkunft. Der Anarch ist die Idee des Helden, der dorthin zurückkehrt. Fraglich ist, inwieweit dieser Prozess nicht rein intellektualistisch ist und eine besondere Stellung der Besitzendenden und Wohlbehüteten beschreibt aus einer Position im Elfenbeinturm die unpolitische Position des Anarchen, also desjenigen, der sich einfach so von Werten frei machen kann, zu beschreiben. Inwieweit ist die Bestimmung tatsächlich bestimmt? War Jünger der Begriff der Leistung als eine Subsumption bekannt?

Kommentieren0
8
Teilen
J

Rezension zu "Annäherungen" von Ernst Jünger

Im Gehege der Zeit
jamal_tuschickvor 4 Jahren

Zu einer Zeit, als Drogen in allen Boutiquen der Anschauungen Gegenstände der Gegenwart sind, rückt sie Jünger in einen überzeitlichen Rahmen. Er fängt an mit dem Wein, der Wein habe „Europa stärker verändert als das Schwert.“ Jünger vermutet, dass die Jahrhunderte Wirkungen des Weins schwächten. Er erinnert an Weinfeste der Götter, die wie Koksorgien über den Horizont gingen. Er betrachtet den gelinden Rausch wie ein kultivierendes Moos auf den Findlingen der Gewalt, die zu Völkern und Staaten führen. Jünger stellt Wein als eine Sache heraus, die Eroberungszüge überdauert. Tabak ist ein „großes Geschenk Amerikas an Europa“. Auch beim Tabak spekuliert Jünger auf einen Niedergang von Euphorie & Weisheit „in der Sphäre der Alkaloide“. Den Autor interessieren Übergänge zwischen „gemeinem Schlaf“ (Shakespeare) und seinen (profanen) Träumen und zitierten „Visionen & Prophezeiungen“.

Jünger geht von einem beseelten Universum aus, das mit Antennen aus Feinstofflichkeit vermessen werden kann. Insofern sind Drogen so etwas wie Radioteleskope. Jünger betont die Bedeutung der „rezeptiven Bereitschaft“ des Probanden, vor allem jedoch unternimmt er Abgrenzungen von „mechanistischen Theorien“, der Grobheit des Gesetzgebers und Säufern so wie Kettenrauchern - und, um ein Wort der Dekade anzubringen, vom uncoolen User. „Annäherungen“ erschien 1970 als empirisches Dokument mit autobiografischem Charakter. Jünger schrieb vermutlich das kenntnisreichste Buch zu einem Thema, das alle interessierte, Bewusstseinserweiterung war Mode. Die Acid-Adepten, Jünger nannte sie „Lehrlinge“, pilgerten zum Meister nach Wilflingen auf die Schwäbische Alb. 

Jünger lotet Chancen der Askese aus, er meditiert über erhöhte Empfänglichkeit in Exerzitien. Er nennt die Pole der Zeit animalisch und vegetativ. Er führt die zur Beschwörung fantastischer Zustände taugenden Drogen im Spektrum zwischen Stechapfel und Bilsenkraut an. Das zählt zum Hexenwerk und Mittelalter und zur Groteske, die stets eine Verkümmerung darstellt. Der Leser ahnt Reserve des Autors im Nachtschattendschungel. Diese Räusche gehören dem Themenkreis Hokuspokus und Rummelplatz, während man mit Kokain die „Titanenwelt“ erreicht. Für Jünger sind Drogen Transportmittel, Raumschiffe, die keinem Süchtigen an Bord Platz bieten. Jünger kommt auf die Differenz immer wieder zurück, sein Bild ist die Morgenzigarette des Genussrauchers.

Kokain weicht aus „einer der Büchsen der Pandora“ unserer Gattung. Die von Kokain freigesetzten „Kräfte“ sind „natürlich“, sie übersteigen lediglich das ständige „Fassungsvermögen“. Jünger spricht von der Gewinnung „strahlender Materie aus organischer Substanz“.

„Der geistige Hunger ist unstillbar.“ Jünger fängt Träume und durchschreitet Blakes/Huxleys Pforten der Wahrnehmung als Abenteurer auf der Suche nach Satori. Den allgemeinen Drogenhunger von 1970 erklärt er mit dem im Maschinenzeitalter zur Zentrallinie des Lebens gewordenen, zeitfressenden Wettbewerbs. Die Theologie sei um ihre Mittel gekommen, als trostlose Wissenschaft. Nun hält man Drogen für Paragleiter der Metaphysik. Jünger exponiert seine Skepsis vor der Masse, die richtig abgefahrenen halluzinogenen Stunts sind nach seinen Begriffen eine aristokratische Angelegenheit. Er rollt seine von bürgerlichem Stolz lodernde und sich zugleich über das Bürgerliche setzende Geschichte auf, seit den Tagen des Leutnant Jünger, den Verletzungen anfällig machen für Entspannung im Rausch. Zwei Dinge hält der Erfahrene fest: „Die Flucht (in den Rausch) ist als Bewegung verhängnisvoll“ und „der Rausch enthüllt, als ob ein Vorhang aufgezogen würde“ einen tieferen Charakter des (im Rausch wahrgenommenen) Geschehens. Klar ist hier nicht die Rede von Schnaps als Schlüssel zum Schloss Bill Blake`scher Türen: „If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, Infinite. For man has closed himself up, till he sees all things thro' narrow chinks of his cavern.“  

Ernst Jünger, „Annäherungen“, Klett-Cotta, 450 Seiten; 21.95 Euro

 

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 165 Bibliotheken

auf 21 Wunschlisten

von 12 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks