Ernst Jünger Kriegstagebuch 1914-1918

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(5)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kriegstagebuch 1914-1918“ von Ernst Jünger

Ernst Jüngers Frontbericht »In Stahlgewittern« ist neben Erich Maria Remarques Roman »Im Westen nichts Neues« das berühmteste deutschsprachige Buch über den Ersten Weltkrieg. Die »Stahlgewitter« sind jedoch kein rein fiktionales Werk, sondern basieren auf den fünfzehn Tagebuchheften, die Jünger während des Krieges von der ersten Fahrt an die Front am Jahreswechsel 1914/15 bis zu seiner letzten Verwundung im August 1918 kontinuierlich führte. Der Verlauf vieler Tage wird nur in kurzen Notizen festgehalten, die Kampfeinsätze in den großen Schlachten werden hingegen erzählerisch vergegenwärtigt: Persönliches steht neben Militärischem, Empfindsames neben Martialischem, Amouröses neben Barbarischem, Anrührendes neben Abstoßendem. Und bei alledem lässt sich genauestens mitverfolgen,wie die Erfahrungen des Krieges von Jünger psychisch verarbeitet und stufenweise literarisiert wurden.

Klingt gut, sollt ich vlt mal lesen.

— Stundenblume
Stundenblume

Stöbern in Biografie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

Farbenblind

Tragisch, ergreifend und wissenswert werden hier Einblicke in das Apartheidsystem Südafrikas gewährt, mit etwas Humor gewürzt.

sommerlese

Heute ist leider schlecht

Witzig, intelligent und unterhaltsam

I_like_stories

Paula

Keine leichte Lektüre

19angelika63

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Kriegstagebuch 1914-1918" von Ernst Jünger

    Kriegstagebuch 1914-1918
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    23. February 2011 um 23:08

    Ein Buchschuber, der die Leseraugen auf sich lenkt. Ein Buchcover, was die Leseraugen auf sich lenkt. Ernst Jünger - erster Weltkrieg - ein Buch mit bedeutender Geschichte, ein Mann der eine große Geschichte in sich trägt und in Tagebuchform nieder geschrieben hat. Seine Tage im Krieg, seine persönlichen Erlebniss und Sichtweisen, untermalt mit Plänen und Auszügen aus Dokumenten. Sein damaliges Kriegstagebuch für unsere heutige Zeit lesbar gemacht. Im Anhang eine umfangreiche Sammlung von Erklärungen zu den Aufzeichnungen und Fremdwörtern aus dem Tagebuch. Gemeinsam mit Mr. Rail habe ich dieses Buch in der Hand gehalten, darin gelesen, darüber gesprochen. Mr. Rail drückt in seiner Rezension und in seinem Bericht zu Ernst Jüngers Kriegstagebuch auf dem Blog.Lovelybooks genau das aus, was dieses Buch ausmacht, welche Botschaften zu uns als Leser gelangen sollen. Wir haben gemeinsam zwei Bücher über die Jugend im Krieg gelesen, zwei Berichte geschrieben - eine Brücke von über hundert Jahren gebaut. Hier findet ihr sie - die Brücke von der Jugend aus dem ersten Weltkrieg bis zur Jugend von heute - http://blog.lovelybooks.de/2011/02/22/ernst-junger-eine-jugend-im-krieg-eine-brucke-uber-100-jahre-bis-zur-jugend-von-heute/

    Mehr
  • Rezension zu "Kriegstagebuch 1914-1918" von Ernst Jünger

    Kriegstagebuch 1914-1918
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    23. February 2011 um 17:53

    In dem bei Klett-Cotta erschienenen Kriegstagebuch aus dem Ersten Weltkrieg werfen wir einen ungeschönten Blick auf das Gefühlsleben eines Menschen, seiner Motive und naiven Hoffnungen im tobenden Sturm der Jahre 1914 – 1918. Jünger ist hier der große Diarist seines eigenen Lebens, schildert frei von ideologischem Pathos oder verbrämten Leitbildern den unvorstellbaren Alltag in den Schützengräben eines Zermürbungskrieges. Seine erste Flucht vor dem gestrengen Vater führte ihn in den Dienst der französischen Fremdenlegion. Schnell platzten die Wunschträume von Abenteuer und Reisen um die Welt im brutalen Einsatz der Legionäre in Afrika. Nur seinem Vater (welche Ironie) konnte es gelingen, seinen Sohn unbescholten aus der Legion herauszuholen. Nur um dann sofort mitzuerleben, wie sich dieser junge Mann dann erneut an die Front des vor der Haustür tobenden Krieges wirft – wieder freiwillig und wieder getrieben von Fluchtgedanken und Abenteuerlust. Sachlich und protokollartig beschreibt Jünger seine Tage in den Schützengräben. Soldatenjargon und die Banalitäten des Kriegslebens von der Ernährung bis zum Ungeziefer bilden hier den Rahmen der Darstellungen. Auch das Töten selbst ist hier eine Banalität. Sein schneller Aufstieg zum Offizier ist den hohen Verlustraten des Gefechts geschuldet. Und Jünger schreibt und schreibt und schreibt. Seine Sichtweise auf den allgegenwärtigen Tod, auf Verlust und Angst lassen klar werden, was die jahrelange Zermürbung aus einem jungen Menschen macht kann. Abstumpfung und Verlust von Ethik und Gefühl können klare Folgen des Kampfes sein – eines Kampfes der um des Kampfes willen gefochten wird. Und doch finden wir hier erstaunlicherweise nichts anderes als den Rohstoff für Jüngers spätere Werke. Den Extrakt der Erlebnisse, komprimiert in Tagebuchform und Jahre danach mit allen Bestrebungen aufgegossen, dem Sterben und den unzähligen Toten doch noch einen Sinn zu geben. Ein verlorener Krieg war unerträglich genug – verlorene Schicksale und ein verlorenes Leben wollte und konnte Jünger nicht riskieren. “In Stahlgewittern” kann man dies nachlesen, aufspüren und fühlen. Jüngers Blick zurück war mit den frischen Erlebnissen aus seinen Lebensprotokollen unglaublich geschärft und für Außenstehende mehr als greifbar. Jüngers Kriegstagebuch ist genau das geworden, was er beim Verfassen der Zeilen sicher nicht beabsichtigte: ein großes Werk gegen den Krieg, dessen Sinnlosigkeit und Menschenverachtung. Die Lektüre dieser mit ausführlichen Anhängen ergänzten Ausgabe zeigt ein völlig neues Bild des bis zu seinem Tod im Jahre 1998 eher abgeklärt wirkenden Autors. Er war selbst hitziges und kaltblütiges Opfer des Krieges. Die Botschaften tragen bis in die heutige Zeit. Große Autoren, wie auch Erich Maria Remarque, haben sich Gehör verschafft. Sie haben einerseits verarbeitet und andererseits sind ihre Bilderfluten zu wortgewaltigen literarischen Wogen geworden, die ohne eigene Erlebnisse niemals so entstanden wären. Der klare und ungeschminkte Blick auf die Realität und das menschliche Sein wäre niemals in dieser Ausprägung entstanden. Dabei ist Krieg nicht nur Teil der Vergangenheit oder abstrakter Gegenstand der Literatur, die wir im Laufe des Jahres lesen. Er ist auch in diesem Jahrhundert Bestandteil unserer modernen Gesellschaft. Das Wort beginnt wieder „salonfähig“ zu werden. Politiker verlieren zunehmend die Scheu und Fassungslosigkeit, das beim Namen zu nennen, was keinen anderen Namen verdient. Und damit stehen sie den Betroffenen und Angehörigen näher als die bequemen Weichspüler, die lediglich an die Sicherheit ihrer Ämter denken! Unsere Sprache greift zurück auf das unfassbar Fassbare – auf Worte, die keinerlei Interpretation mehr bedürfen und trotzdem nicht leicht über die Lippen kommen. Keinesfalls. Wir finden keinen Gefallen am “Gefallen” – aber das Wort ist wieder da! Auch heute kehren junge Menschen aus Kriegen zurück. Auch heute versuchen sie sich wieder Gehör zu verschaffen oder schreibend von Erlebtem zu befreien und vielleicht sind auch unter ihnen die zukünftigen Literaten zu finden, deren klarer Blick sich in ihren noch zu schreibenden Werken wiederfindet. Wir sollten ihnen zuhören, so wie man Ernst Jünger zugehört hat, so wie man Erich Maria Remarque zugehört hat – anfangs um zu lesen, wie es jungen Männern und Frauen im Krieg erging und dann schließlich um zu lesen, welch große Worte dort entstanden, wo tiefste Sprachlosigkeit herrschte. Nichts wird beschönigt, nichts dramatisiert und niemand schreibt, um sein Ego auszuleben. Und einen Krieg verherrlicht schon lange niemand mehr! Es sind Nachrichten aus der Ferne an diejenigen, die sich – in sicherer Distanz zum Geschehen – vor dem Fernseher mal kurz zurücklehnen und für den Bruchteil einer Sekunde zwischen dem dramatischen Schicksal eines Unfallopfers bei “Wetten dass… ” und der nächsten Sportsendung daran denken, dass “DA” ja auch noch was war… “DA” ja auch was passiert und “DA” gottlob ganz schön weit weg ist. Nicht jedoch für diejenigen, die sich dort befinden.

    Mehr
  • Rezension zu "Kriegstagebuch 1914-1918" von Ernst Jünger

    Kriegstagebuch 1914-1918
    affler

    affler

    Das Buch geht unter die Haut! Dieses Tagebuch, wunderbar aufgearbeitet von Helmut Kiesel, beschreibt den Kriegsverlauf des ersten Weltkrieges aus den Augen von Ernst Jünger, damals Kriegsfreiwilliger und später sogar Offizier im großen Kriege. Ernst Jünger hat den Krieg vom ersten Tage an miterlebt. Das Tagebuch gibt Aufschluss über den Krieg, Verluste, Freundschaften, Kriegsaltage, psychologische Kriegsführung und viele weiteren Facetten mehr. Dieses Buch lässt niemanden kalt! Es fängt vom Kriegseintritt des Kriegsfreiwilligen Jünger an und endet mit einem vom Kriege gezeichneten Manne. Am Anfang merkt man noch wie euphorisch und voller Abenteuerlust der junge Ernst Jünger in den Krieg zieht. Er kann es, wie er selbst schreibt, nicht abwarten auf den Feind zu schießen! (Zitat: 4.1.1915 / Seite 9 „Leider sehen wir keinen Franzmann, sonst könnten wir auch mal knallen.“) Doch diese Abenteuerlust und diese Euphorie ändert sich mit dem voranschreiten des Krieges. In den nächsten Tagen, Monaten und Jahren erlebt und sieht Jünger viel Leid, die Kehrseite des Krieges. Er sieht wie um Ihn herum seine Freunde und Kameraden sterben und auch er wird öfters verwundet und muss, z.B., Tage- / Wochenlang mit klammen Klamotten in einem Stollen verbringen unter dem Beschuss des Feindes. Ernst Jünger wird vom Krieg gezeichnet. Mit voranschreiten des Krieges fragt sich E. Jünger nun nicht mehr wann er auf einen „Franzmann“ schießen kann wie er es noch am Anfang tat, sondern er fragt sich nur noch eins: „Wann hat dieser scheiß Krieg ein Ende?“. Dieses Buch ist anspruchsvoll geschrieben und zieht jeden in seinen Bann. Für Historiker und Geschichtsinteressierte ist dieses Buch ein absolutes Muss und eine hervorragende Empfehlung. Das Buch ist sehr gut verarbeitet und besitzt auch einen schönen Pappschuber, welcher das Werk sehr gut abrundet. Der Leser erhält mit diesem Werk nicht nur einen Einblick in den Kriegsverlauf sondern auch in das Leben eines Mannes, der Geschichte geschrieben hat.

    Mehr
    • 2