Buchreihe: Ernst Jünger Sämtliche Werke von Ernst Jünger

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Der Schriftsteller Ernst Jünger wurde 1895 in Heidelberg geboren und gehört zu den umstrittensten Autoren der deustchen Literatur. Der Verlag Klett-Cotta veröffentlicht 2015 sämtliche Werke Jüngers in 22 Bänden als Taschenbuch. Sein Frühwerk gilt als anti-demokratisch und nationalsozialistisch. Ab den 1930er Jahren distanzierte sich Jünger vom Totalitarismus der Nationalsozioalisten. In der Nachkriegszeit stand er allerdings im Zuge der Entnazifizierung bis 1949 unter Publikationsverbot. Später wurden seine Tagebücher und Kriegsberichte vielfach ausgezeichnet. Seine Werke sind anlässlich seines 120. Geburtstages im Klett-Cotta Verlag im flexiblen Einband erschienen.

Alle Bücher in chronologischer Reihenfolge

22 Bücher
  1. Band 1: Sämtliche Werke - Band 1

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    Ersterscheinung: 01.09.2009
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Der erste von insgesamt 22 Bänden der »Sämtlichen Werke« umfasst Schriften Ernst Jüngers aus den Jahren 1920 bis 1934, die allesamt den Ersten Weltkrieg zum Thema haben.

    Der Eröffnungsband der »Sämtlichen Werke« enthält die Erstfassung seines Debüts »In Stahlgewittern« (1920), »Das Wäldchen 125« (1925), welches Jünger als »Chronik aus den Grabenkämpfen 1918« bezeichnet, der »Ausschnitt aus einer großen Schlacht« mit dem heroisierenden Titel »Feuer und Blut« (ebenfalls aus dem Jahre 1925) und zuletzt eine kurze Skizze, in welcher er sich Jünger zwanzig Jahre später an den »Kriegsausbruch 1914« (1934) erinnert.
    Trotz einer literarischen Stilisierung bewahren die Schriften dabei die unmittelbare Einfachheit, die auch Jüngers Kriegstagebuch zu eigen ist, während der Autor etwa in seinem Werk »Der Kampf als inneres Erlebnis« (Sämtliche Werke, Band 7) die Fronterlebnisse stärker reflektierend wie systematisch zu erfassen sucht.
  2. Band 2: Sämtliche Werke - Band 2

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    Ersterscheinung: 01.07.2011
    Aktuelle Ausgabe: 30.10.2017
    Der zweite Band der »Sämtlichen Werke« enthält mit dem ersten Teil der »Strahlungen« Jüngers Tagebuch aus den Jahren 1939 bis 1943: die »Gärten und Straßen«, »Das erste Pariser Tagebuch« sowie die »Kaukasischen Aufzeichnungen«.

    Charakteristisch ist sicherlich die Verbindung des persönlichen Erlebens mit den geschichtlichen Ereignissen: Lektürenotate verbinden sich mit Beobachtungen, Kriegserlebnisse mit Reflexionen zu einem »Sound«, wobei der Charakter eines Tagebuchs stets erhalten bleibt. Jünger merkt hierzu in seinem Vorwort an: »Der Tagebuchcharakter wird [...] zu einem Kennzeichen der Literatur. Das hat unter mancherlei Gründen auch den [...] der Geschwindigkeit. Die Wahrnehmung, die Mannigfaltigkeit der Töne kann sich in einem Maße steigern, das die Form bedroht und das in unserer Malerei getreulich festgehalten wird. Demgegenüber ist literarisch das Tagebuch das beste Medium. Auch bleibt es im totalen Staat das letzte mögliche Gespräch.«
  3. Band 3: Sämtliche Werke - Band 3

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    Ersterscheinung: 01.01.1979
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Der dritte Band der Gesamtausgabe schließt unmittelbar an den vorhergehenden an, umfasst er doch den zweiten Teil des »Pariser Tagebuchs«, die »Kirchhorster Blätter« sowie »Die Hütte im Weinberg«. Damit liegen die Tagebücher Jüngers aus den Jahren 1943 bis 1948 vor.

    Umfasst das »zweite Pariser Tagebuch« den Zeitraum vom Februar 1943 bis zum August 1944, so siedelt Jünger mit dem Vorrücken der alliierten Truppen von Paris wieder nach Kirchhorst bei Hannover über. Die dort verfassten »Blätter« enden mit dem Eintreffen der amerikanischer Soldaten. »Die Hütte im Weinberg« war zunächst 1958 unter dem Titel »Jahre der Okkupation« veröffentlicht worden und beschreiben Jüngers Erleben der Besatzungszeit.
    Wie auch Jüngers Erstling »In Stahlgewittern« waren auch die »Strahlungen« gleichermaßen erfolgreich wie umstritten, wenn er etwa die Bombardierung von Paris als ästhetisches Schauspiel beschreibt.
  4. Band 4: Sämtliche Werke - Band 4

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    Ersterscheinung: 24.10.2015
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Die Bände vier und fünf der »Sämtlichen Werke« enthalten mit »Siebzig verweht« die Tagebücher Jüngers aus den Jahren 1965 bis 1980, die wiederum mit der für ihn so charakteristischen Mischung aus Tagebuchnotaten, Briefen, Reflexionen und Kommentaren aufwarten. Dieser Band umfasst dabei die Jahre 1965 bis 1970.

    Deutlich rücken in diesen Tagebüchern die zeitkritische Sicht Jüngers und das Verhältnis des Autors zu seinem eigenen Werk ins Zentrum der Reflexionen. Der Gegenwartskunst steht er skeptisch gegenüber – jedoch nimmt er vieles davon erst gar nicht zur Kenntnis.
    Eingestreut sind zudem Berichte über die Arbeit an eigenen Werken, etwa den »Subtilen Jagden«, »Drogen und Rausch« oder der »Zwille«. Nicht nur als textgenetische Quelle interessant, sind die Tagebücher indes auch Ausdruck von Jüngers Selbststilisierung, die von der Kritik wiederum kontrovers bewertet wurde.
  5. Band 5: Sämtliche Werke - Band 5

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    Ersterscheinung: 24.10.2015
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Die Bände vier und fünf der »Sämtlichen Werke« enthalten mit »Siebzig verweht« die Tagebücher Jüngers aus den Jahren 1965 bis 1980, die wiederum mit der für ihn so charakteristischen Mischung aus Tagebuchnotaten, Briefen, Reflexionen und Kommentaren aufwarten. Dieser Band umfasst dabei die Jahre 1965 bis 1970.

    Deutlich rücken in diesen Tagebüchern die zeitkritische Sicht Jüngers und das Verhältnis des Autors zu seinem eigenen Werk ins Zentrum der Reflexionen. Der Gegenwartskunst steht er skeptisch gegenüber – jedoch nimmt er vieles davon erst gar nicht zur Kenntnis.
    Eingestreut sind zudem Berichte über die Arbeit an eigenen Werken, etwa den »Subtilen Jagden«, »Drogen und Rausch« oder der »Zwille«. Nicht nur als textgenetische Quelle interessant, sind die Tagebücher indes auch Ausdruck von Jüngers Selbststilisierung, die von der Kritik wiederum kontrovers bewertet wurde.
  6. Band 6: Sämtliche Werke - Band 6

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    Ersterscheinung: 24.10.2015
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Mit Band 6 wird »Siebzig verweht III« in die Ausgabe der »Sämtlichen Werke« übernommen. Der Band enthält die Tagebuchaufzeichnungen der Jahre 1981–1985.

    (Der vorliegende Band entspricht Band 20 der gebundenen Ausgabe.)

    Den Stoff liefert die Einlassung mit dem Nächsten und dem Fernsten: mit Haus und Garten und Feld und Wald und mit Großstädten und fremden Weltgegenden, mit dem Glück der subtilen Jagd und mit den Verwüstungen der als unvermeidbar erkannten Technik, mit Freund und Feind, mit Leben und Tod. Ein Aufnahmevermögen, das durch die Erfahrungen eines langen Lebens und durch einen Schub immer stärker sich einmischender Träume geschärft ist, erfasst die Symptome einer gewaltigen Veränderung, die Jünger als den Großen Übergang von der Welt- zur Erdgeschichte deutet.

    Sein Tagebuch beschränkt sich nicht auf diaristische Einträge, sondern es erweitert sie durch Briefe, Dokumente, analytische Betrachtungen und Maximen, auch durch Ausflüge in die literarische und die politische Vergangenheit.
  7. Band 7: Sämtliche Werke - Band 7

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    Ersterscheinung: 24.10.2015
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Inhalt: Strahlungen VI, Strahlungen VII; Siebzig verweht IV, Siebzig verweht V

    Der vorliegende Band entspricht Band 21 der gebundenen Ausgabe. Hinzugefügt wurde »Siebzig verweht V (Strahlungen VII)«, bislang in Band 22 der gebundenen Ausgabe zu finden.

    Der vertraute Umgang mit der zur Heimat gewordenen Wilflinger Landschaft und die zahlreichen Ausflüge in die Fremde haben einen Schatz von teils kostbaren, teils signifikanten Einzelheiten angehäuft, die sich durch die Kunst des Autors zu einem unverwechselbaren Muster zusammenfügen, in dem die Harmonie des zugrundeliegenden Weltplanes aufleuchtet.

    Das mit wachen Sinnen registrierte Fortschreiten der Erdrevolution mit Hilfe der perfektionierten Technik führt bei Ernst Jünger auch im Alter nicht zu einem Einstimmen in die Klagen der Kulturpessimisten, sondern stärkt sein Vertrauen in eine Entwicklung, als deren Gesetz er die Annäherung an das Vollkommene begreift.

    In den zu Lebzeiten Ernst Jüngers abgeschlossenen achtzehn Bänden der »Sämtlichen Werke« sind die nach 1983 publizierten Arbeiten des Autors noch nicht enthalten. Deshalb werden die »Sämtlichen Werke« um vier Supplementbände ergänzt, mit denen das Gesamtwerk Ernst Jüngers in einer geschlossenen Edition vorliegt.
  8. Band 8: Sämtliche Werke - Band 8

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    Ersterscheinung: 01.01.1982
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    Der achte Band beschließt mit Jüngers Reisetagebüchern die erste Abteilung der Gesamtausgabe. Dabei spannt sich der Bogen von dem Aufenthalt der Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger in Dalmatien im Jahre 1932 bis zu einer Spitzbergenreise Jüngers 1964.

    Der vorliegende Band entspricht Band 6 der gebundenen Ausgabe.

    Insgesamt elf Reisen hat Jünger in diesen Tagebüchern dokumentiert: »Dalmatinischer Aufenthalt«, »Myrdun«, »Aus der Goldenen Muschel«, »Atlantische Fahrt«, »Ein Inselfrühling«, »Am Sarazenenturm«, »San Pietro«, »Serpentara«, »Ein Vormittag in Antibes«, »Xylókastron« und »Spitzbergen«.
  9. Band 9: Sämtliche Werke - Band 9

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    Ersterscheinung: 01.01.2002
    Aktuelle Ausgabe: 09.07.2017
    Der neunte Band der Werkausgabe enthält unter dem Titel »Betrachtungen zur Zeit« neun große Essays Jüngers, darunter »Der Kampf als inneres Erlebnis« und »Über den Schmerz«.

    Der vorliegende Band entspricht Band 7 der gebundenen Ausgabe.

    Nicht nur in seinen Tagebüchern, auch in der stärker reflektieren Form des Essays setzt sich Jünger mit dem Kriegserlebnis auseinander, so insbesondere in der vierzehnteiligen Abhandlung »Der Kampf als inneres Erlebnis«, aber auch in »Feuer und Bewegung« und »Über die Mobilmachung«.
    In dem Essay »Der Friede« richtet Jünger das »Wort an die Jugend Europas und an die Jugend der Welt«, und gewidmet ist seinem gefallenen, gleichnamigen Sohn. Jünger entwirft hierin eine neue Friedensordnung, die sich gleichwohl als Utopie erwies.
    In den folgenden essayistischen Betrachtungen »Über die Linie«, »Der Waldgang« und »Der gordische Knoten« sucht Jünger zeitkritisch und zeithistorische die Weltsituation in der Nachkriegszeit, insbesondere zu Beginn der 1950er Jahre zu charakterisieren, die so stark von dem Dualismus zwischen der Sowjetunion und den USA geprägt wurde.
    Ferner enthält der Band die Essays »Über den Schmerz« (1934), »Der Weltstaat« (1960) sowie eine »Ansprache zu Verdun« (1979).
  10. Band 10: Sämtliche Werke - Band 10

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    Ersterscheinung: 24.10.2015
    Aktuelle Ausgabe: 24.10.2015
    »Der Arbeiter« zählt wohl zu Jüngers umstrittensten Werken – eine Überarbeitung lehnte er indes ebenso ab wie eine politische Beibedeutung. Eng mit ihm verbunden sind die Schriften »An der Zeitmauer« und »Maxima – Minima«.

    Der vorliegende Band entspricht Band 8 der gebundenen Ausgabe.

    »Der Arbeiter« war für Jünger selbst im Rückblick das »Denkmal meiner Auseinandersetzungen mit der technischen Welt«. Rund dreißigjährig hatte er versucht, »die Gestalt des Arbeiters sichtbar zu machen jenseits der Theorien«. Dabei scheute er auch nicht davor zurück, militärische Begriffe wie Effizienz auf den Prozess der Arbeit zu übertragen und den Arbeiter in ein ebenso streng hierarchisches Gefüge einzuordnen. Unabhängig von der Bewertung erscheint der zeitdiagnostische Text indes als historisch äußerst interessantes Dokument.
    Die geschichtsphilosophischen Reflexionen »An der Zeitmauer« entwerfen im Anschluss an den »Arbeiter« eine Endzeitvision, wenngleich die Hoffnung auf eine neue Zeit des Geistes noch durchscheint: »Das Bild des Weltunterganges, der in die Hand des Menschen gelegt ist und von seiner Entscheidung abhängt, ist ein Novum – selbst in dem Fall, daß diese Möglichkeit nur der Vorstellung angehört. Die Welt als brennbares Haus, als große Scheuer, die Menschen als Kinder mit Streichhölzern darin – auch das gehört zum Austritt aus dem historischen Raum, zu seinen Indizien«, so Jünger.

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