Ernst Michael Schwarz Verloren

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Inhaltsangabe zu „Verloren“ von Ernst Michael Schwarz

Im Sommer 2009 wird Klaus Bertram nach fast acht Jahren aus einer JVA in Ostbrandenburg entlassen. Es ist die letzte Nacht. Er erlebt noch einmal sein bisheriges Leben. Es läuft wie ein Film vor ihm ab. Von der Einschulung in Ost-Berlin bis zum bitteren vorläufigen Ende im Strafvollzug. Eine Achterbahnfahrt, meistens nur bergab, geprägt von schweren, persönlichen traumatischen Erlebnissen, aber auch der Sehnsucht nach Glück, Familie und der großen Liebe. Ein Weg gezeichnet von Drogen, Alkohol, Gewalt und Kriminalität. Noch einmal wird, für den in der Zwischenzeit 29-Jährigen, auch das Versagen der staatlichen Hilfe deutlich; von der Hauptschule über die Arbeitsagentur bis hin zu den freien Trägern der Jugendarbeit. Keiner stoppt die Talfahrt des Klaus Bertram. Nur einer hört seine Hilferufe. Erst in der JVA bekommt er Unterstützung und die Chance für einen Neubeginn, aber zu welchem Preis?

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  • Rezension zu "Verloren: Am Abgrund" von Ernst Michael Schwarz

    Verloren
    Malibu

    Malibu

    01. June 2012 um 10:11

    Jeder fragt sich, was das für ein Leben in der JVA ist, wie es einem dort ergeht. Selbst wenn man nicht reinkommt, hat man doch eine Vorstellung davon, dass es einem dort nicht so gut ergeht und wie landet man erst da, wie kommt es dazu? Der Autor des Buches “Verloren: Am Abgrund” setzt sich damit auseinander und erzählt die Geschichte von Klaus, der 8 Jahre in eine JVA kam. Im Sommer 2009 wird Klaus Bertram aus einer JVA in Ostbrandenburg entlassen, dort saß er acht lange Jahre drin. In der letzten Nacht durchlebt er noch einmal all seine Erinnerungen seines Lebens, wie alles dazu kam. Er denkt von seiner Einschulung in Ost-Berlin nach bis zur Einweisung in den Strafvollzug. Er denkt über die Liebe nach, wie sein Leben meistens nur bergab ging, was er alles falsch gemacht hat, wo sein Weg angefangen und geendet hat. Dieser Weg war gezeichnet von Gewalt, Drogen, Kriminalität aber auch Liebe. Keiner hat seine Hilferufe gehört, wird ihm deutlich, keiner der öffentlichen Träger hat ihm so geholfen, wie sie es sollten und so ebnet es seinen Weg in die JVA. Erst dort erhält er Unterstützung und ihm wird zugehört, doch zu welchem Preis? Der Autor dieses Buches befasst sich hier mit einem sehr komplizierten Thema – denken doch alle Leute, die die in der JVA sind, gehören auch dahin. Doch stimmt das wirklich? Es werden viele unschuldig verurteilt, nur weil einer die Wahrheit nicht erkennt. Selbst wenn dieser schuldig war, wie im Fall des Klaus Bertram, ist er dann wirklich ganz schuldig wie er es ist zu verurteilen? Was bringt einen Menschen dazu, so eine Tat auszuüben? Hier steckt meist mehr dahinter, als nur grundloses Verhalten. Das kommt zwar auch sehr oft vor, aber der andere Fall eben genauso. Durch das Buch kann man sich auch einmal in eine Person hineinversetzen, die etwas schlimmes ausgeübt hat. Die Gründe hierfür sind verständlich, auch wenn es nicht so weit hätte kommen müssen. Man fragt sich selbst, wie man in so einer Situation reagiert hätte, manchmal muss man einfach seine Teufel im Leben zur Ruhe bringen. Der Protagonist in diesem Buch sah keine andere Lösung, als die, die er gewählt hatte. Klaus ist einem sofort sympathisch, ist er aber auch eine Problemperson, vielleicht macht das ihn gerade dem Leser so sympathisch. Man kann sich richtig in ihn hineindenken, der leicht Schreibstil ermöglicht es dem Leser den Werdegang des Protagonisten in Einem zu verfolgen. Man merkt, wie dieser bereut und in seinen Erinnerungen nachhängt, er gibt nicht ganz den anderen die Schuld, sondern sucht sie auch bei sich selber. Sehr klar wird in diesem Buch auch deutlich, dass viel mehr dahintersteckt, als nur der “Wahnsinn” des Täters. Was ist mit seinem Leben passiert, wie reagieren die öffentlichen Einrichtungen? Zu wenig oder können Sie einfach nicht mehr machen, da ihnen die Hände gebunden sind? Das wird man wohl nie so richtig herausfinden und es bleiben ein paar offene Fragen in unserem System. Dieses kleine Buch hat man doch ziemlich schnell durch, doch zeigt es einem wahrhaftig viele Hintergründe und lässt einen nachdenken über die ganze Sache. Nicht nur der Autor macht sich hier Gedanken darum, er schreibt sie aber auf und teilt sie mit den Lesern, die sich auch solche Fragen stellen. Jeder der sich mit der Wahrheit beschäftigen möchte und sich selbst auch Gedanken darüber macht, sollte dieses Buch einmal lesen.

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