Ernst Peter Fischer Die Verzauberung der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Verzauberung der Welt“ von Ernst Peter Fischer

Higgs, Hubble und der liebe Gott. Eine Anleitung zum Staunen

Die meisten Menschen glauben, die Naturwissenschaft habe die Welt entzaubert, was berechnet werden könne, berge keinerlei Geheimnis mehr. Ganz im Gegenteil, schreibt Bestsellerautor und Wissenschaftspublizist Ernst Peter Fischer in seinem neuen Buch – erst durch unablässiges Forschen, durch stetes Nachfragen und unbändige Neugier, kurz: durch die genaue Kenntnis der Naturwissenschaften enthüllt sich uns das wahre Geheimnis der Welt.

Fischer, einer der renommiertesten Vermittler von populärer Wissenschaft, zeigt in seinem neuen Werk, dass wir uns die Neugier und das Staunen bewahren müssen, um 'das Gefühl für das Geheimnisvolle', wie Einstein es nannte, wiederzuerlangen. Denn für die großen Fragen und Phänomene der Wissenschaft – Was ist Schwerkraft? Was ist Licht? Was ist Zeit? – gibt es keine einfache Erklärung, keine alleingültige Antwort, sondern eine Geschichte, die sich ständig erneuert, und ein 'tiefes Geheimnis', das es zu entdecken gilt. Nur durch das Vordringen zu diesem Geheimnis erfahren wir den Zauber der Welt.

Ernst Peter Fischer entwickelt diese Kerngedanken am Beispiel der großen Wissenschaftler und ihrer 'Entdeckungen' vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, und schreibt auf diese Weise eine gänzlich 'andere Geschichte der Naturwissenschaften'. Ein aufregender Streifzug durch die moderne Wissenschaft – und eine Anleitung zum Staunen.

Statt die Wissenschaft als entzaubernd zu betrachten, sollten wir damit beginnen alle Möglichkeiten des Daseins zu nutzen und zu fördern.

— quatspreche

Wendet die immer gleiche These auf verschiedene Gebiete an, also dass die Naturwissenschaften nicht entzaubern und die Welt Geheimnisse hat.

— BettinaR87

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  • Lernen die Magie hinter den Dingen zu sehen

    Die Verzauberung der Welt

    quatspreche

    29. November 2017 um 17:27

    Die Diskussion über den Glauben darüber, dass eine größere Macht die Welt erschuf, und darüber, dass eben alles und jedes mit der Wissenschaft erklärt werden kann, ist alt und immer noch sehr leidenschaftlich. Der Wissenschaftler Ernst Peter Fischer schreibt in seinem Buch ‚Die Verzauberung der Welt‚ über eine etwas andere Geschichte der Naturwissenschaft. Er zeigt auf, dass die Welt mit wissenschaftlichen Methoden erklärt werden kann und trotzdem der kleine Funke Magie erhalten bleibt, wenn genau hingesehen wird. Durch Beispiele erklärt Fischer, warum die Wissenschaft nicht der Magie der Natur schadet, sondern sie dabei unterstützt. Wenn nämlich auf die kleinen Dinge der Wissenschaft geschaut wird, ist deutlich zu erkennen, dass die antreibende Kraft, das kleinste Teilchen durch einen Zufall existiert – oder durch das natürliche Chaos. Doch was genau soll ‚der Zufall‘ oder ‚das Chaos‘ sein? Vielleicht doch eine größere Kraft? Auf jedenfall ein ungelöstes Rätsel! Was genau dort zusammenspielt ist kaum von Relevanz. Wir leben und sterben sowieso und besitzen Autos, Handys und eine Vielzahl von Gefühlen (die übrigens bis heute auch nicht wissenschaftlich erfasst werden können). Trotzdem ist es schön neben der ganzen Technik und dem Fortschritt diesen kleinen Funken Magie zu spüren, zu wissen, dass die Menschen auf eine spektakuläre Art Dinge erschaffen und verändern kann und im Grund gar nicht weiß wie es wirklich funktioniert. Heutzutage wird schon den Kindern in der Schule eingetrichtert, dass die Wissenschaft schon sehr viele Dinge erklären kann: zum Beispiel was Licht ist, wie man es messen und herstellen kann; was ein Atom ist und wie es funktioniert. Leider wird dabei vergessen zu erwähnen, dass diese weitergegebene Information etwas sind, das sich jederzeit ändern und durch deren Mithilfe weiterentwickelt werden kann. Fischer will deutlich machen, dass es keine Entzauberung der Welt gibt. „Es gibt kein Ende des Wunderns“ (S. 14), denn offene Fragen wird es immer geben. Und diese Fragen haben sich Wissenschaftler aller Jahrhunderte und Epochen gestellt und für ihre Zeit und ihr Verständnis dafür Antworten gefunden. Statt die Wissenschaft als entzaubernd zu betrachten, sollten wir damit beginnen alle Möglichkeiten des Daseins zu nutzen und zu fördern. Auch erwähnt ist dieses passende Gedicht von Erich Kästner „Kopernikanische Charaktere gesucht„: Wenn der Mensch aufrichtig bedächte: daß sich die Erde atemlos dreht; daß er die Tage, daß er die Nächte auf einer tanzenden Kugel steht; daß er die Hälfte des Lebens gar mit dem Kopf nach unten im Weltall hängt, indes sich der Globus, berechenbar, in den ewigen Reigen der Sterne mengt, – wenn das der Mensch von Herzen bedächte, dann würd’ er so, wie Kästner werden möchte. Quelle: Fischer, Ernst Peter: Die Verzauberung der Welt. Eine andere Geschichte der Naturwissenschaft, Siedler-Verlag, München 2015. Originalbeitrag: Die Verzauberung der Welt

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  • Das Geheimnis hinter dem Wissen

    Die Verzauberung der Welt

    michael_lehmann-pape

    14. October 2014 um 08:11

    Das Geheimnis hinter dem Wissen Sicher erfährt der Leser bei der Lektüre dieses Buches auch Vielfaches und Wesentliches über die Erklärungen, welche die Naturwissenschaften über „die Welt und ihre Phänomene“ bereits durchdacht und erforscht haben. Im Eigentlichen aber geht es Fischer (und dahin führt er den Leser auf überaus intelligente Art und Weise) um das Dahinterliegende. Wie sich Fischer einem der zentralen Begriffe menschlichen Seins und der „naturwissenschaftlicher Gesetze“, der „Freiheit“, annähert, ist hierfür ein gutes Beispiel (und überhaupt auch ein guter Einstieg in das Buch, auch wenn das Thema erst weiter hinten im Buch aufkommt). Einfache Beispiele erklären die Dialektik zwischen Freiheit und Gesetz, stellen die möglichen Haltungen zur Freiheit dar (innerer Drang nach absoluter Selbstbestimmung gegenüber innerem Drang nach „Sicherheit“ und damit nach Begrenzungen) und führen sodann fließend mitten hinein in mathematisches Forschen, das zum Nachdenken reizt. Ein Denken, dass einerseits für das „Verlässliche“ versucht, zu sorgen (ein Aspekt, den menschliches Leben ebenso dringend bedarf, wie den Wunsch, Grenzen zu überschreiten), der andererseits schlichte Antworten nicht im tiefsten Grunde zu geben vermag. Das liest sich, trotz des manchmal natürlich hohen Abstraktionsgrades für Laien, sehr flüssig und sehr verständlich. Vor allem, da Fischer nicht unbedingt im Sinn hat, naturwissenschaftliches „Hardcore“ Wissen zu vermitteln, sondern immer wieder auf das für ihn Wichtige dahinter verweist, auf eine Haltung zu den Grundfragen der Naturwissenschaften hin. Denn all dies führt zu Fischers, das Buch durchziehende , eigentlichem Thema: Das Staunen über das, was dieses Leben in all seinen Facetten ausmacht und was in grundlegenden Elementen (Schwerkraft, Zeit, Licht) noch lange nicht in der Tiefe erklärbar geworden ist. „Das Schönste, was ein Mensch erleben kann, ist das Geheimnisvolle. Das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Wissenschaft und Kultur steht.“(Albert Einstein). Und die Naturwissenschaften sind nicht jene „Spielverderber“, die dem Menschen das Staunen „abtrainieren“ durch kühle Antworten, sondern im Gegenteil eher als Vorreiter zu bezeichnen, die in die Welt des Geheimnisvollen vordringen und für immer größeres Staunen ob der zu Tage tretenden „Fragen hinter den Fragen“ sorgen. Ein Prozess, den Fischer mit Freude und dem Leser spürbar zu vermitteln versteht. Und damit folgt Fischer Einsichten großer Naturwissenschaftler auf dem Fuß. „Physiker….wussten seit Jahrzenten zwischen tiefen und einfachen Wahrheiten zu unterscheiden. Das Gegenteil einer einfachen Wahrheit ist falsch, während das Gegenteil einer tiefen Wahrheit eine neue Wahrheit ist“. Vielfache Momente des Staunens und des stärker werdenden Wissens, dass alle „tiefe“ Erkenntnis bis dato immer nur vorläufige Erkenntnis ist und war, Momente, die Fischer dem Leser nahe Bringt und so sein eigenes „motivierendes Staunen“ hervorragend zu vermitteln versteht. „Es gibt kein Ende des Wunderns“, formuliert Fischer und wendet sich damit vor allem gegen viele zu kurz greifende Erklärung populärer „Erläuterer“, die in Schule, Journalismus oder an anderen Stellen zwar griffig meinen, Erkenntnisse erläutern zu können, dabei aber jedes Mal gerade aufgrund des Versuches der Griffigkeit zu kurz greifen. So bildet dieses Buch ein ruhiges, dennoch aber energisches Plädoyer für die Wiederentdeckung der „romantischen Haltung“, die Welt als ein zu entdeckendes Wunder, als ein Mysterium zu begreifen. Eine Haltung, die um ihre Grenzen weiß und dennoch den „Weg des Staunens“ beschreitet, um auf diesem Weg immer neue Momente des Geheimnisses aufzusuchen. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre nicht nur für naturwissenschaftliche Laien, sondern auch für wissenschaftlich Suchende, denen Fischer eine wichtige Haltung immer wieder nahe bringt.

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