Ernst Peter Fischer Durch die Nacht

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Inhaltsangabe zu „Durch die Nacht“ von Ernst Peter Fischer

Ein faszinierendes Porträt der dunklen Seite unseres Lebens
Ernst Peter Fischer entfaltet in diesem Buch ein facettenreiches Panorama der Nacht, das vom Anbeginn der Welt bis in unsere Gegenwart reicht. Auf meisterhafte Weise gelingt es ihm, Naturwissenschaft und Kulturgeschichte zu verknüpfen und den Fragen nachzugehen, die die Dunkelheit an uns stellt: Wie entsteht Licht? Wie können wir die Farbe Schwarz wahrnehmen? Aber auch: Woraus bestehen unsere Träume? Und ist die Nacht auch für das Böse in uns verantwortlich? Ernst Peter Fischer beleuchtet, ja illuminiert die Dunkelheit und führt den Leser durch ihre Geschichte – die so noch nie erzählt wurde.

Thema verfehlt

— fuxli

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    Durch die Nacht

    fuxli

    03. January 2018 um 13:17

    Nach dem Versuch einer wissenschaftlichen Erläuterung, was Dunkelheit ist, geht es flott zum geschichtlichen 'Werdegang' der Nacht. Es wird gezeigt, was in den verschiedenen Jahrhunderten in der Nacht passiert ist, wie die Nacht mehr und mehr ihre Schrecken verlor und aktiv von den Menschen genutzt wurde. Auch ein Kapitel über das Schlafen fehlt nicht. Und das Träumen. Ich hatte den Eindruck, dass das träumen den größten Teil des Buches füllt. Wobei das eigentlich falsch ist – es geht eher darum, welche großartige Ideen nachts im Traum schon über bekannte Persönlichkeiten hergefallen sind. Der Großteil dieser im Traum beglückten waren dabei Wissenschaftler. Und bei denen angekommen geht der Autor dazu über, sich lang und breit mit der Verantwortung bzw. Verantwortungslosigkeit der Wissenschaften auseinander zu setzen. Und von da ist es nur ein kurzer Weg zum menschlichen Charakter und zur bösen Seite des Menschen. Ok. Die böse Seite des Menschen kann man natürlich auch seine dunkle Seite nennen. So weit, so gut. Aber … lautete das Thema des Buches nicht eigentlich „Die Nacht“? Gut, man kann dem Autor zugute halten, dass er den Begriff eben sehr weit fasst und sich eben mit verschiedenen Arten der Dunkelheit, auch der im metaphysischen Sinne, beschäftigt. Aber dann hätte er einen anderen Titel wählen sollen – so ist es doch sehr irreführend. Ich habe nämlich tatsächlich eine Art Historie der Nacht erwartet. Und da hätte es doch noch so viel zu sagen gegeben! Die Bett- und Schlafkultur verschiedener Völker zum Beispiel. Rituale, Herangehensweisen, Aberglauben … so viel war und ist eng mit der Nacht verbunden! Meiner Meinung nach hat der Autor klar sein Thema verfehlt. Und auch wenn das, was er geschrieben hat, durchaus seinen Reiz hat und interessant geschildert ist, bleibt doch eine gewisse Verstimmtheit, weil man sich getäuscht fühlt.

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  • Ein spannendes Sachbuch

    Durch die Nacht

    Curin

    08. December 2017 um 12:56

    Dunkelheit und Nacht sind Phänomene, die sowohl in der Naturwissenschaft als auch in der Kulturgeschichte oftmals thematisiert worden sind. Ernst Peter Fischer hat sich in diesem Buch mit genau diesen Themen befasst und nimmt den Leser mit auf eine interessante und faktenreiche Reise ins Dunkle.Mich hat schon der Titel des Buches neugierig gemacht und auch beim lesen wurde ich nicht enttäuscht. Herr Fischer beginnt gewissermaßen am Anfang der Welt mit der biblischen Schöpfungsgeschichte und zeigt, wie das Licht erstmals von der Finsternis getrennt wird. Auch in den anderen Kapiteln erläutert er deutlich, wie sich das Dunkle physikalisch erklären lässt, wie sich die Nacht auf den Schlaf auswirkt und warum wir gerade in dieser Zeit oft von Ängsten geplagt werden.Der Autor schreibt die ganze Zeit über so, dass man seine Ausführungen gut verstehen und auch nachvollziehen kann. Allerdings hatte ich manchmal den Eindruck, dass er vom Wesentlichen abrückt und ein Bisschen zu schwafeln anfängt. Grundsätzlich hat mir seine Idee, ein ganzes Buch der Nacht und der Dunkelheit zu widmen, sehr gefallen.Insgesamt ist ,,Durch die Nacht" ein gut lesbares und zum Teil auch unterhaltsames Sachbuch, indem man viel Neues erfährt. Gerne empfehle ich es hier weiter.

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  • Interessante Idee

    Durch die Nacht

    BubuBubu

    26. October 2017 um 09:22

    Der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer versucht mit dem Werk „Durch die Nacht – Eine Naturgeschichte der Dunkelheit“ durch die Verbindung von Kultur-und Naturwissenschaften die Faszination „Dunkelheit“ den Lesern anschaulich zu vermitteln. Er beantwortet Fragen wie „Was ist Schwarz“, „Warum haben wir im Dunkeln Angst?“, “Wie schlafen wir?“ und „Warum träumen wir?“. Er beantwortet die Fragen mit einer Mischung aus Physik, Biologie, Philosophie, Religion und schmückt das Ganze mit Anekdoten aus der Literatur, beispielsweise mit Zitaten aus „Faust“. Es ist informativ und beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Dunkelheit. Und genau da habe ich meinen Kritikpunkt anzusetzen.  Viele Dinge die er anspricht sind sehr interessant, zum Beispiel die Tatsache, dass die Menschen früher in zwei Etappen geschlafen haben oder wie unterschiedlich das Nachtleben sein kann. Auch die physikalischen Aspekte des Lichtes und die biologischen Aspekte des Schlafes haben mich interessiert und waren leicht verständlich dargestellt. Allerdings gab es einige Passagen die für mich zu wirr, uninteressant und unverständlich waren. Die Vermischung der Disziplinen war oftmals zu extrem und unpassend. Manchmal hat es funktioniert, aber teilweise leider auch nicht und man fragt sich, was der Autor sich dabei gedacht hat und wo endlich die Antwort auf eine Frage, die er in den Raum wirft, auftaucht. Wer sich mit den von ihn genannten Werken auskennt, wird vielleicht die Antwort selbst finden können oder wenigstens die Verbindung ziehen können. Ich kannte einige, aber längst nicht alle ,und so hatte ich das Gefühl, mir ging beim Lesen Information verloren. Mir hat die ganzheitliche Sicht gefehlt, es kam mir manchmal vor, wie eine Aneinanderreihung von verschiedenen Anekdoten, bei denen der Zusammenhang fehlt. Beispielsweise zitiert er zu Beginn des Kapitels über Träume Shakespeare, geht kurze Zeit später auf Max Frisch ein, auf die Traumdeutung von Freud, nennt kurz Marc Aurel und Heraklit um dann wieder auf Shakespeare und Sophokles einzugehen. E.T.A Hoffmann, Mary Shelly und der Bezug zur Bibel dürfen natürlich auch nicht fehlen um danach nochmals auf Freud einzugehen. Mir fehlte hier die Stringenz.  An manchen Stellen war die Vorgehensweise des Autors schlüssig, an manch anderen Stellen leider nicht. Mein Fazit ist, dass ich mir einige interessante Fakten rauspicken konnte, die ich so vorher noch nie gehört habe, aber leider  umgeben von unzusammenhängendem Geplänkel, dass ich teils nachvollziehen konnte, teils aber total wirr fand.

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