Ernst Probst Monstern auf der Spur

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Inhaltsangabe zu „Monstern auf der Spur“ von Ernst Probst

Riesengroß, den Furcht erregenden Rachen weit aufgerissen, geifernd, Feuer speiend, die Luft verpestend und wild mit dem kräftigen Schwanz um sich schlagend - so wird der Drache in vielen Märchen und Sagen beschrieben. In den germanischen Mythen kämpfte Donar, der Gott des Donners gegen die Midgardschlange. Der Drache Nidhögg nagte an den Wurzeln der Weltesche, bis sie in der Götterdämmerung zusammenstürzte. Und Siegfried von Xanten tötete den Riesen Fafnir, der in Drachengestalt einen großen Goldschatz hütete.§§In Indien priesen Sänger den Sieg des Gewittergottes Indra über die Vritra-Schlange: "Kläglich wie ein geknicktes Rohr liegt der Drache." Bei den Griechen bezwang Apoll den Python-Drachen, und der Halbgott Herkules tötete die neunköpfige Lernäische Hydra. Die Sumerer rühmten den Blitze schleudernden Göttersohn Marduk, der die Urgöttin der Finsternis, das Meeresungeheuer Tiamat, in zwei Teile spaltet e, aus denen er dann Himmel und Erde bildete. Und der semitische Fruchtbarkeitsgott Baal erschlug den Chaosdrachen, den "Fürsten Meer", mit einer Zauberkeule, wie auf 3000 Jahre alten Tontafeln von Ugarit zu lesen ist.§§Ähnliche Beispiele ließen sich in Hülle und Fülle aufführen. Die sich durch ein paar Jahrtausende hinziehende Gleichförmigkeit von Beschreibungen des Landstriche verheerenden, Jungfrauen raubenden, meistens in einer dunklen Höhle hausenden Untieres, das schließlich von einem kühnen Drachentöter besiegt wird, erscheint Literaturwissenschaftlern, Völkerkundlern und anderen Forschern als merkwürdig. Es ist oft gefragt worden, wie es zu dieser immer wiederkehrenden Vorstellung vom Drachen gekommen ist. War es die Begegnung mit dem Krokodil oder dem Großwaran, oder waren es Funde von Knochenresten längst ausgestorbener Urzeittiere, welche die Phantasie der Menschen zu allen Zeiten beflügelt haben? Oder lebt gar in den Bildern vom Drachen die Urerinnerung an prähistorisch e Großsaurier?§§Wenn es nach Carl Sagan (1934-1996) gegangen wäre, dem Professor für Astronomie und Weltraumwissenschaften sowie Direktor des Forschungslaboratoriums für Planetarische Studien an der Cornell-Universität in Ithaca im amerikanischen Bundesstaat New York, dann hätten zumindest im Garten Eden Drachen gelebt. Der Wissenschaftler sagte: "Das jüngste Fossil eines Dinosauriers ist etwa 65 Millionen Jahre alt, die Familie des Menschen (nicht die heutige Gattung Homo) einige zehn Millionen Jahre. Kann es menschenähnliche Geschöpfe gegeben haben, die tatsächlich dem Tyrannosaurus Rex (einem der größten Raubdinosaurier) begegnet sind? Kann es Dinosaurier gegeben haben, die der Vernichtung in der späten Kreidezeit entgingen?" Und Sagan fragte auch, ob die Angst vor Ungeheuern, von Kindern bald nach dem Erlernen der Sprache entwickelt, nicht Überbleibsel einer Reaktion auf "Drachen" der Urzeit sind.§§Der Münchner Paläontologe Edgar D cque (1878-1945) hielt ein bis in die Kreidez eit zurückreichendes Artgedächtnis des Menschen für möglich. Er war davon überzeugt, dass die damalige Erfahrung mit Dinosauriern die Ursache für die Überlieferung von den Drachen sei. Die Tatsache, dass es in der Kreidezeit, die vor etwa 65 Millionen§§Manche Urzeitforscher vertreten die These, in der Kreidezeit seien möglicherweise gar nicht alle Riesensaurier ausgestorben. Einige der letzten Vertreter dieser Tiere könnten bis in geschichtliche Zeiten in der Meerestiefe überdauert haben und so zu den Vorbildern für die Ungeheuer der Sagen geworden sein. Zoologen, die mit derartigen Gedanken liebäugeln, erinnern daran, dass es erst einige Jahrzehnte her ist, dass man 1938 in den Meerestiefen vor der afrikanischen Küste den Quastenflosser Latimeria entdeckte, den lebenden Vertreter einer Fischgruppe, die in der Urzeit mit langstieligen Flossen an Land gegangen war. Bis dahin hatte man solche Fische für die Zeitgenossen der Saurier und daher für ausgestorben gehalten.§§"Vielleicht erleb en wir

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  • Rezension zu "Monstern auf der Spur" von Ernst Probst

    Monstern auf der Spur

    urzeit

    30. September 2009 um 12:10

    Drachen, Riesen und Einhörner haben in Wirklichkeit zu keiner Zeit die Erde bevölkert. Sie sind nämlich nur Ausgeburten menschlicher Phantasie. Zur Entstehung der Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner trugen in früheren Jahrhunderten vor allem Funde prähistorischer Tiere, deren wahre Natur man ehedem nicht erkannte, bei. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Monstern auf der Spur“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er veröffentlichte auch die Titel "Deutschland in der Urzeit", "Dinosaurier in Deutschland" (zusammen mit Raymund Windolf), "Nessie. Das Monsterbuch", "Seeungeheuer" udn "Affenmenschen". Im Gegensatz zu einst tatsächlich existierenden Tieren – wie den vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Dinosauriern und Flugsauriern – sind Drachen, Riesen und Einhörner nicht auszurotten. Dies gilt auch für "Nessie", das zähe Ungeheuer im schottischen Bergsee Loch Ness. Es wird immer wieder gesehen, obwohl kein seriöser Wissenschaftler ernsthaft daran glaubt, dass dort prähistorische Saurier bis in die Gegenwart überlebt haben könnten.

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