Ernst Schmid

 4.1 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Bachpassion, Mord im Himmelreich und weiteren Büchern.

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Ernst SchmidBachpassion
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Bachpassion
Bachpassion
 (2)
Erschienen am 01.04.2017
Ernst SchmidBachfuge
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Bachfuge
Bachfuge
 (1)
Erschienen am 01.04.2018
Ernst SchmidDenk ermittelt in Linz
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Denk ermittelt in Linz
Denk ermittelt in Linz
 (1)
Erschienen am 05.02.2014
Ernst SchmidIm Himmelreich ist der Teufel los
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Im Himmelreich ist der Teufel los
Im Himmelreich ist der Teufel los
 (1)
Erschienen am 01.09.2012
Ernst SchmidDenks Fälle
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Denks Fälle
Denks Fälle
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Erschienen am 01.09.2016
Ernst SchmidWinterhart
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Winterhart
Winterhart
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Erschienen am 16.03.2017
Ernst SchmidKein Weg zurück
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Kein Weg zurück
Ernst SchmidSchattenernte
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Schattenernte
Schattenernte
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Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Ernst Schmid

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Bachpassion" von Ernst Schmid

Abteilung "Abstellgleis"
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

Dies ist der erste Fall für Gruppeninspektorin Frieda Bach, die ein Faible für die Musik ihres Namensvetters Johann Sebastian hat. 

Frieda ist, nachdem ihr bei einem Kriminalfall ein tödlicher Fehler unterlaufen ist, nach einer Suspendierung zwar wieder in den Dienst gestellt worden, fristet aber seit drei Jahren ihr berufliches Leben in einer Abstellkammer ohne rechte Aufgabe.  

Nun aber wendet sich das Blatt, es wird die Abteilung „Cold Cases“ ins Leben gerufen und Frieda soll selbige leiten. Der Haken daran: Erstens wird ihr der ewige Besserwisser und „Wanderpokal“ Ronald Wendt als einziger Mitarbeiter zugeteilt, zweitens hat sie keine Befugnisse und drittens ist diese Abteilung ihrem Widersacher Gruppeninspektor Gruber unterstellt. Gruber ist jener Kollege, der Friedas Fehler bei der Internen Revision angezeigt hat und anschließend ihren Posten geerbt hat. 

Die Voraussetzungen sind denkbar schlecht, den ihnen aktuell zugeteilten Fall eines Ritualmordes aufzulösen. Doch relativ bald sind Frieda und Ronald einer Meinung, dass dies, aufgrund der präzisen Inszenierung des Toten, nicht das erste 

Opfer sein muss. Und siehe da, es gibt einen weiteren Fall, der eine ähnlich schaurige Darstellung aufweist: Szenen aus Hieronymus Boschs „Weltgerichts-Triptychon“. 

Bach und Wendt entdecken eine vorerst lose scheinenden Verbindung zwischen den beiden Toten: Beide waren Erzieher im Stift Wolterskirchen, einem geistlichen Heim für schwererziehbare Jungen, das gemeinhin als „Folterskirchen“ bekannt ist.  

Ob sich hier ein ehemaliger Zögling gerächt hat? Aber warum so spät? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn es wird schon die nächste Leiche gefunden. 

Meine Meinung: 

Ein Thriller, der nichts für schwache Nerven ist! Im ersten Handlungsstrang sehen wir nämlich dem Täter, ohne ihn zu kennen, über die Schulter, wenn er seine Opfer quält und sie gemäß dem Triptychon drapiert. 

Der zweite Handlungsstrang ist derjenige um Frieda Bach und die komplexen Machtverhältnisse in der Linzer Polizei. Denn es ist nicht Liebermann, der nominelle Chef, der die Fäden zieht, sondern Gruppeninspektor Gruber, dem man einen guten Draht ins Innenministerium nachsagt. Damit ist er allerdings nicht alleine, sonders Ronald Wendts Vater ist dort ein hohes Tier und aus Rücksicht (oder Angst) vor seinen Möglichkeiten reicht die Dienststelle in Linz den ungeliebten Mitarbeiter von einer Abteilung zur nächsten. Klar ist, dass ihn Frieda auch nicht haben will.  

Die beiden Außenseiter der "Abteilung Abstellgleis" sind ein kongeniales Duo. Nur wissen sie es noch nicht. Noch gehen sie einander höllisch auf die Nerven. 

Ein weiterer Handlungsstrang betrifft die private Frieda. Während wir über Ronalds Privateben so gut wie nichts erfahren, erhalten wir einen guten Einblick in Friedas einsames Leben. Denn nicht nur ihre Degradierung und die soziale Ächtung in der Dienststelle hat Spuren bei ihr hinterlassen, auch der Tod ihres Mannes Emmanuel just zur Zeit des beruflichen Schlamassels. Frieda trinkt mehr als ihr gut tut, lässt sich gehen, ist ungepflegt und hat nur wenige Kontakte zu anderen Menschen. Einer davon ist Freundin und Nachbarin Ruth, die mit Geisterwesen spricht.  

Der Schreibstil ist sehr fesselnd. Die Episoden aus Sicht des Täters sind ebenso kursiv gedruckt, wie die Rückblenden in seine dramatische Kindheit, die mit einer Jahreszahl versehen ist. So kann der Leser sich zeitlich bestens orientieren. 

Der ominöse Fehler, der Frieda ins Ausgedinge befördert hat, wird immer nur angedeutet. Da würde ich doch gerne mehr erfahren. Bin gespannt, ob Ronald die Geschichte herausfinden wird.  

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Frieda sowieso und der intrigante Gruber ist vermutlich auf eine große Karriere aus und geht dabei auch über Leichen. Die erste ist wohl Frieda, die nächste ist vermutlich Liebermann, an dessen Sessel er kontinuierlich sägt. 

Sehr gut ist auch das gespannte Klima in der Polizei spürbar. Die Umstrukturierungen, Personalmangel und politische Änderungen bringen große Unsicherheiten in den Alltag der Ermittler.  

Fazit: 

Ein fesselnder Auftakt einer Reihe, der jedoch nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.


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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Bachfuge" von Ernst Schmid

Ein fesselner Thriller
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

„Bachfuge“ ist der zweite Teil einer Thriller-Reihe, die in Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz angesiedelt.  

Gruppeninspektorin Frieda Bach und ihr Kollege Ronald Wendt sind auf Grund eines früheren Fehlers von Frieda zur Dienstleistung in ein Abstellkammerl verbannt. Sie sollen sogenannte „Cold Cases“ aufarbeiten. Was in amerikanischen Serien eine Aufgabe für hochqualifizierte Spezialisten mit schier unerschöpflichem Budget und technischen Equipment ist, ist hier in Österreich eine Art Gulag: Keine Ressourcen, dafür Intrigen und ein machtloser Chef. 

Doch es wären nicht die dickköpfige Frieda und der Besserwisser Wendt, wenn es ihnen nicht gelänge, mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden, den aktuellen Cold Case zu lösen. 

Ewald Meixner, ein pensionierter Lehrer und ein ausländisch aussehendes kleines Mädchen werden nebeneinander liegend erschossen aufgefunden. Passiert ist dies ein Jahr zuvor. Die Aktenlage ist dünn und einige Unterlagen fehlen überhaupt. Der erste Gedanke ist, dass Meixner pädophilen Neigungen zum Opfer gefallen ist. 

Je tiefer Frieda und Ronald in den Fall einsteigen, desto mehr kommen ihnen Zweifel an der Missbrauchstheorie.

Während die beiden noch jeden noch so kleinen Puzzleteilchen nachlaufen, erschüttert eine aktuelle Mordserie Linz. Mehrere junge Mädchen, augenscheinlich Flüchtlinge, werden ausgeweidet und mit rechtradikalen Symbolen versehen, aufgefunden. 

Welchen Zusammenhang haben die aktuelle Mordserie und der Cold Case? Und welche Rolle spielt der, für OÖ zuständige Flüchtlingsbeauftragte des Innenministeriums? Und ist es reiner Zufall, dass dieser genauso wie Friedas ärgster Widersacher, Gruber, derselben populistischen Partei angehört? 

Fragen über Fragen, die auf 300 Seiten bravourös beantwortet werden. 

Meine Meinung: 

Selten hat mich ein Thriller so gefesselt wie dieser. Ich habe ihn an zwei Abenden gelesen.  

Die Charaktere sind sehr gut gelungen. Da ist zum Beispiel die abgehalfterte Gruppeninspektorin Frieda Bach, die ein ordentliches Schicksalspäckchen mit sich herumschleppt, die aber leider nicht immer den Mund zur rechten Zeit halten kann und daher stets aneckt. Oder Ronald Wendt, der als „Besserwisser“ von den Kollegen gehasst wird. Niemand will ihn im Team haben, also fristet er quasi sein Gnadenbrot bei Frieda. Rauswerfen kann man ihn nicht, erstens ist er Beamter und zweitens ist sein Vater ein hohes Tier im Ministerium.

Noch-Chef Liebermann ist ein gekränkter Mann mit der augenscheinlich falschen Parteizugehörigkeit und wird von seinem Mitarbeiter Gruppeninspektor Gruber systematisch entmachtet.

Und überhaupt Gruber – ein Ungustl wie er im Buche steht. Leider mit den richtigen Verbindungen zur neuen österreichischen Regierung, macht sowohl Frieda als auch Ronald das Leben schwer. Die Erfolge, die die beiden erzielen, heftet er sich ohne Skrupel an seinen Hut.  

Auch die potentiellen Verdächtigen, derer es eine Menge gibt, haben ihre Ecken und Kanten. Nichts so eindeutig schwarz oder weiß. Immer wieder sind Grautöne untergemischt. Wir sind ja in Österreich und hier gibt es ja den Spruch „Ein bisserl was geht immer!“   

Der ganze Fall ist toll aufbereitet. Wir lesen quasi ein (Tage)Buch im Buch. In kursiver Schrift, jeweils mit einem Fachbegriff aus der Musik überschrieben wie Fuge, Präludium oder Kontrasubjekt, erzählt der Autor die Geschichte gleich mehrerer Personen. 

Der Titel ist nicht nur Friedas Nachnamen geschuldet sondern auch ihrer Leidenschaft für die Musik von Johann Sebastian Bach. 

Mein einziger Kritikpunkt in diesem spannenden Buch ist die kleine Schriftgröße. Sowohl der kursive als auch der aufrechte Text sind leider nicht sehr augenfreundlich gedruckt. 

Jetzt muss ich noch den Vorgänger „Bachpassion“ lesen und freue mich auf einen dritten Band. 

Fazit: 

Ein fesselnder Thriller, der Einblick in das von der aktuellen politischen Einflussnahme geschüttelte Innenministerium bietet. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

 


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Kehrwasser_Verlags avatar

Rezension zu "Mord im Himmelreich" von Ernst Schmid

Rezension zu "Mord im Himmelreich" von Ernst Schmid
Kehrwasser_Verlagvor 7 Jahren

"Nichts verhält sich so schlimm in Österreich, als dass sich darüber nicht wunderbar spaßen ließe. Der österreichische Humor geht gern über Leichen, deshalb sucht er sich so gern den Krimi als seine ihm gemäße Ausdrucksform. Der Linzer Ernst Schmid passt gut in diese Tradition, der Nestroy näher steht als Chandler, Highsmith, Simenon." Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten

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