Ernst Schubert

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Ernst SchubertEssen und Trinken im Mittelalter
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Essen und Trinken im Mittelalter
Essen und Trinken im Mittelalter
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Erschienen am 01.02.2016
Ernst SchubertAlltag im Mittelalter
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Alltag im Mittelalter
Ernst SchubertZwölf Bildgrabmäler des hohen Mittelalters und die Forschungen zur Memoria
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Zwölf Bildgrabmäler des hohen Mittelalters und die Forschungen zur Memoria
Ernst SchubertFürstliche Herrschaft und Territorium im späten Mittelalter
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Fürstliche Herrschaft und Territorium im späten Mittelalter
Ernst SchubertKonigsabsetzung Im Deutschen Mittelalter
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Konigsabsetzung Im Deutschen Mittelalter
Konigsabsetzung Im Deutschen Mittelalter
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Erschienen am 08.03.2005
Ernst SchubertDer Dom zu Naumburg
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Der Dom zu Naumburg
Der Dom zu Naumburg
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Erschienen am 25.06.2010
Ernst SchubertDies diem docet
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Dies diem docet
Dies diem docet
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Erschienen am 01.12.2003
Ernst SchubertDie ältesten Personen-Denkmäler des Mittelalters in Sachsen
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Die ältesten Personen-Denkmäler des Mittelalters in Sachsen

Neue Rezensionen zu Ernst Schubert

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Rezension zu "Hirsebrei und Nonnenfürze" von Ernst Schubert

Rezension zu "Hirsebrei und Nonnenfürze" von Ernst Schubert
Sokratesvor 6 Jahren

Wie und was aß man im Mittelalter? - Ernst Schubert, einer der bekanntesten deutschen Mediävisten - weiß hierauf in bester pointierter Sprache eine Antwort. Seine Forschungsergebnisse sind hier als Hörbuch (im Original bei der WBG erschienen) gelesen und nicht nur fachlich informativ, sondern auch an vielen Stellen urkomisch und unterhaltsam.

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Rezension zu "Liebe im Mittelalter" von Ernst Schubert

Rezension zu "Liebe im Mittelalter" von Ernst Schubert
Sokratesvor 7 Jahren

Ernst Schubert schafft es, akademisch-anspruchsvolle Themen humorvoll zu erklären und auf diese Weise auch dem Laien anspruchsvolle Sachinhalte zu erschließen. Ehe und Liebe im Mittelalter sind Gegenstand dieser Lesung, die die Wissenschaftliche Buchgesellschaft hier vertont hat. Gut, dass es mittlerweile auch gesprochene Sachbücher gibt. Leider noch zu wenige...
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Unser Bild von Liebe im Mittelalter ist entscheidend durch die Minne geprägt. Tatsächlich jedoch war die Minne nicht das Ideal bzw. die Normalität, sondern eine besondere Form der Ehrerbietung und Huldigung – auch die Liebe umfassend – unter adligen Menschen, vor allem während des Hochmittelalters. Eine gängige Ausdrucksform war es nicht, sondern eher eine „Sonderform“, ein Ideal. Jenseits des Ideals liegen je weite Felder. So gab es auch damals schon außerehelichen Geschlechtsverkehr, uneheliche Kinder, Konkubinen und Neben-Frauen. Freilich nur dort, wo genügend Geld vorhanden war, um die Damen zu finanzieren. Andererseits verweigerten die gültigen Ehe- und Familiengesetze die rechtliche Anerkennung der außerhalb der Ehe geborenen Kinder; die katholische Kirche prägte die Moral und Vorstellung einer rechtmäßigen, von Gott gewollten und gesegneten Verbindung. Ernst Schubert hat viel in alten Überlieferungen und Urkunden gegraben, fand reichlich viele Fälle, die jenseits der gewünschten Norm lagen und unserer heutigen Zeit sehr ähnlich sind. Dazu erklärt er Rechtslage und Kirchenverständnis, tatsächliche Eheformen und gesellschaftliche Rituale. All dies verpackt er gekonnt in viel Humor, Witz und einem kleinen Funken Ironie.

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Rezension zu "Essen und Trinken im Mittelalter" von Ernst Schubert

Rezension zu "Essen und Trinken im Mittelalter" von Ernst Schubert
Sokratesvor 7 Jahren

Ernst Schubert, ehemaliger Professor für niedersächsische Landesgeschichte, räumt in diesem sehr umfangreichen Buch über die Mentalitätsgeschichte des Essens und Trinkens im Mittelalteralter mit vielen Klischees und unbewiesenen Behauptungen auf. So beispielsweise mit dem Breughel’schen Bild der „Völlerei“ und der „Trinkgelage“, die nicht selten durch den Niederländer in eindrucksvoller Art und Weise bildhaft in Szene gesetzt wurden. In der Realität fand solches Verhalten wenig Nachah-mung. Stattdessen war Unterernährung bis weit in das Hochmittelalter „normal“ – so jedenfalls doku-mentieren es Skelettfunde, die immer wieder gemacht werden, und unabhängig vom sozialen Stand dieses Manko nachweisen. Außerdem lassen sich auch in der zeitgenössischen Literatur bis weit in das Hochmittelalter Hungersnöte großen Ausmaßes nachweisen. Darüber hinaus war der Tisch des mittelalterlichen Menschen kärglich gedeckt: moderne „Kochbücher“ des Mittelalters suggerieren auch hier etwas völlig anderes. Der Regelfall war dünne Hafersuppe oder ein Kanten Brot. Rüben und an-deres Gemüse kamen hinzu, Fleisch war die Seltenheit. War der Tisch einmal üppiger gedeckt, so galt das lediglich für Feste – also Anlässe absoluter Herausgehobenheit und Seltenheit – und regelmäßig nur den oberen Gesellschaftsschichten zugänglich. Eine Verfeinerung der Kochkunst brachte erst im Hochmittelalter – und freilich auch nur dem Adel zugänglich – der Handel mit Salz und Gewürzen. Für den Bürger und die Unterschicht zu völlig unerschwinglichen Preisen. Dass zum Teil wucherartige Verhältnisse existierten, zeigt die seit dem Ende des Mittelalters einsetzende Polizeigesetzbarkeit, die gegen Wucher und den unfairen Preis vorging, ausgehend von der kirchlichen Idee des „gerechten Preises“, der auch in der damaligen Rechtsliteratur viel diskutiert wurde. Dass Regelungsbedarf über-haupt bestand, beweist im Umkehrschluss eine in völliger Schieflage befindliche Preisbildung bei Lebensmitteln. Auch das Trinken war so eine Sache, die überhaupt nicht den Klischees entsprach: Bier und Wein waren dem normalen Volk nicht zugänglich. Wein war auch nicht der Qualitätswein, den man heute kennt, sondern vielmehr Gepanschtes. Lediglich reiche Abteien oder Klöster besaßen einen Weinkeller, der hier und da mal einen guten Tropfen enthielt, allerdings meist nur durch Schenkung oder Erbschaft erlangt, also dem freien Markt nicht zugänglich. Trinkwasser war tabu – Brauch- und Grundwasser speisten sich aus der gleichen Quelle, Fäkalschlamm wurde ebenfalls in die gleiche Quelle geleitet – Polizeiordnungen des ausgehenden 14. Jahrhunderts normieren wiederholt das Ver-bot des Einleitens von Schlachtabfällen und Tierfäkalien. Wasser abkochen war noch unbekannt.
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Ernst Schubert entmystifiziert also erfolgreich durch eine unbändige Detailfülle (fast) alle Mythen des Essens und Trinkens im Mittelalter. Zurück bleibt ein objektives, von allem Kitsch und aller Romantik befreites Bild von einer Epoche, deren Mentalitätsgeschichte man sich sehr gut über Tischsitten, Es-sensgewohnheiten und Trinkrituale nähern kann.

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