Ernst Solèr Staub im Feuer

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Inhaltsangabe zu „Staub im Feuer“ von Ernst Solèr

Panisches Entsetzen in Zürich: Während des morgendlichen Berufsverkehrs wird auf eine S-Bahn ein Brandanschlag verübt. Hauptmann Fred Staub, Chef der Abteilung ›Besondere Verfahren‹ der Zürcher Kantonspolizei, übernimmt die Ermittlungen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die Täter fordern acht Millionen Franken, andernfalls drohen sie mit weiteren Anschlägen. Der erste Versuch, das Geld zu übergeben, endet in einer Katastrophe: Eine weitere S-Bahn wird vollkommen zerstört, drei Menschen sterben. Die Umstände, warum die Situation eskalierte, sind mehr als rätselhaft und Staub beschleicht der Verdacht, dass es den Tätern nicht nur um Geld geht, sondern dass die Angelegenheit ihn ganz persönlich treffen soll. Aber warum? Dann wird dem Hauptmann plötzlich klar, wo er am verletzlichsten ist …

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  • Rezension zu "Staub im Feuer" von Ernst Solèr

    Staub im Feuer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. December 2010 um 22:20

    Fred Staub sitzt mit Gattin Leonie in der S-Bahn und versucht, die ehelichen Wogen zu glätten. Der Versuch scheitert kläglich, weil es im unteren Geschoss des Doppelstockwagens zu brennen beginnt. Die Bahn ist noch mitten im Tunnel und die Leute ergreift Panik. Da hilft es auch nicht viel, dass Staub seinen Dienstausweis zückt und damit Ruhe zu schaffen versucht. Zum Glück erreicht die Bahn das Tunnelende, die Notbremse wird gezogen und die Leute kommen mit leichteren Verletzungen aus dem Waggon. Hinterher verdichten sich die Hinweise, dass der Brand nicht zufällig ausgebrochen ist. Und auch nicht zufällig in der S-Bahn, in der Staub in die Stadt fuhr. Die Ruhe verliert der Hauptmann erst, als eine Lösegeldforderung eintrifft - und die Übergabe durch Staub selbst in einem Feuer-Fiasko endet. Der erste Band um Fred Staub eröffnet mit einem bösartigen Szenario. Nicht nur, weil die S-Bahn bedroht ist durch Unbekannte, die professionell arbeiten, sich aber zunächst nirgends einordnen lassen. Auch, weil die Familie von Fred Staub plötzlich mittendrin steckt. Die Tochter steht nicht nur bei den Erpressern als Lösegeld-Übermittlerin auf der Wunschliste, auch Staubs Chefs beginnen, ihre Bekanntschaften zu durchleuchten. Und irgendwie gehört in dieses Puzzle ein mäßiger Gitarrist einer kaum erfolgreichen Band, bei der Drogen aufgetaucht sind. Mit diesem Buch bin ich nicht in die Serie eingestiegen, daher kannte ich einige Details zur Familie und zu den Kollegen bereits. Und ich mag's immer noch, dass Staub eine muntere Familie hat und alleine schon deshalb so viel natürlicher wirkt als viele seiner Ermittlerkollegen. Nach diesem Fall um die zerstörten S-Bahnen verstehe ich auch, was es mit der Abteilungspfeife Mario auf sich hat. Was man ihm aufträgt, will wohl überlegt sein. Und es kann trotzdem schief gehen. Das Ende kam für mich sehr überraschend. Wohl war damit zu rechnen, wo Staub seine Gegner suchen muss; dennoch bekam die Konstruktion ohne Vorwarnung ihren Abschlussbaustein und so plötzlich, wie Staub seine Erleuchtung über die Zusammenhänge bekam, so verblüfft war ich über die Wendung. Den Spaß an Fred Staub hat es mir allerdings keineswegs verdorben.

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