Ernst Solèr Staub im Schnee

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Inhaltsangabe zu „Staub im Schnee“ von Ernst Solèr

Yves Schneider, Moderator und landesweit bekannte "Glücksfee" der schweizerischen Zahlenlotterie, wird brutal ermordet. Die Gerüchteküche brodelt, der Kreis der Verdächtigen ist groß. Denn Schneider verkehrte nicht nur in der Zürcher Schwulenszene, sondern war auch bekannt für seine Kokain- und Spielsucht und befand sich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Fred Staub, Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei, ermittelt in Schneiders Kollegenkreis und deckt binnen kürzester Zeit einen Betrugsskandal in Millionenhöhe auf. Die Öffentlichkeit ist voll des Lobes angesichts der raschen Aufklärung - doch Staub geht das Ganze eine Spur zu schnell. Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass sein Misstrauen durchaus berechtigt ist und es bei Schneiders Mord um weit mehr geht als um ein paar Millionen Schweizer Franken.

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  • Rezension zu "Staub im Schnee" von Ernst Solèr

    Staub im Schnee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. November 2010 um 07:43

    "Welch ein Scheißtag für einen Mord." - "Gibt's gute Tage für einen Mord?" Wohl eher nicht. Wohl aber gute Tage zum Ermitteln und dieser Morgen gehört für Fred Staub, Hauptmann bei der Zürcher Kantonspolizei, ganz sicher nicht dazu. Dreißig Zentimeter Schnee und minus neun Grad; Staub kommt mit seinem Kollegen nur schwer zum Tatort auf dem Chäferberg. Dort liegt der prominente Yves Schneider erschossen im Schnee, ein Moderator, der wöchentlich eine Lottoshow moderiert. Die Zahl der Schüsse lässt auf eine Beziehungstat schließen und Staubs Team scheint den Fall schon nach nicht einmal dem halben Buch abschließen zu können. Doch wenn ein Kriminalfall zu glatt gelöst wird, stimmt was nicht - viele Lösungen passen, aber es bleiben zu viele offene Fragen. Unter anderem fragt sich Staub zu Recht, wieso am Tatort nur die Spuren von Schneider zu finden sind. Die eines Täters konnte man nicht ausmachen, Selbstmord andererseits ist aber auch ausgeschlossen. Staub bekommt von "Phantom", dem Leiter der Behörde, freie Hand für weitere Ermittlungen und schickt sein Team Listen einholen, Listen vergleichen, Leute ausfragen und verhören. Mühsam zwar, aber es lohnt sich. Ich mag solche Krimis, in denen ein Fall schnörkellos erzählt wird, in Tradition der Whodunits. Nicht, dass man überall den Tätern sofort auf die Schliche kommt, aber gerade erst habe ich einen Krimi mit vielen Erläuterungen und Erzählungen beendet und bei Solèr merke ich wieder, wie sehr ich es schätze, wenn jemand mit wenig Worten Charaktere oder Szenen zeichnen kann. Das erste Gespräch mit Schneiders Kollegen beim Fernsehsender ist zum Beispiel nicht sonderlich lang, zumal die Leute zunächst recht zurückhaltend sind, aber einige Verplapperer sorgen schnell dafür, dass nicht nur Schneiders Gewohnheiten klarer werden. Staubs Sarkasmus gefällt mir sehr gut; dass ich von ihm mehr lesen will, war schon nach einem halben Buch klar. Staub ist keiner, der viele Floskeln macht, er ist direkt und man weiß sofort, woran man ist. Sein Team ist gut zusammengestellt: Kluge und kompetente Leute, die schnell und effizient arbeiten. Bis auf einen: Mario, die Abteilungspfeife. Mario hat keine tragende Rolle und Staub findet es "fahrlässig", würde er Mario mit bestimmten Nachforschungen betrauen (er kriegt dann folgerichtig auch nichts Bedeutendes). Doch ich fand es höchst sympathisch, dass es wenigstens einen Krimiautoren gibt, der sich traut, ein realisitisches Bild einer üblichen Teamzusammensetzung zu beschreiben. Auch sonst gefällt mir Staub sehr gut: Er kennt seine Macken, darunter die, dass er auch unter Verdächtigen Leute sympathisch findet und ihnen dann schwer an den Kragen mag. Aber er begräbt sich deshalb nicht unter Selbstzweifel und ich genieße es, einen Menschen zu treffen, der sich so nehmen kann wie er ist.

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