Ernst Th. A. Hoffmann

 3,5 Sterne bei 80 Bewertungen
Autor*in von EinFach Deutsch - Der Sandmann, Der goldene Topf und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ernst Th. A. Hoffmann

Cover des Buches EinFach Deutsch - Der Sandmann (ISBN: 9783140223560)

EinFach Deutsch - Der Sandmann

(24)
Erschienen am 06.10.2004
Cover des Buches Der goldene Topf (ISBN: 9783123524660)

Der goldene Topf

(19)
Erschienen am 17.01.2011
Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783257226454)

Meistererzählungen

(4)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Zwei Nachtstücke (ISBN: 9783423024075)

Zwei Nachtstücke

(2)
Erschienen am 01.11.1982
Cover des Buches Fantasiestücke in Callot's Manier (ISBN: 9783596903924)

Fantasiestücke in Callot's Manier

(1)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Die Serapionsbrüder (ISBN: 9783351022655)

Die Serapionsbrüder

(1)
Erschienen am 01.01.1997

Neue Rezensionen zu Ernst Th. A. Hoffmann

Cover des Buches Nußknacker und Mausekönig (ISBN: 9783401044316)
FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar

Rezension zu "Nußknacker und Mausekönig" von Ernst Th. A. Hoffmann

FreydisNeheleniaRainersdottir
Die etwas andere Rezension

Gestern, am 25.12.25, waren mein Lebensgefährte, meine Mom und ich im örtlichen Theater und haben uns „Der Nussknacker“ angesehen – genauer gesagt eine Neuinterpretation des Balletts von Tschaikowski. Was uns dort erwartet hat, hatte mit dem klassischen Stück allerdings nur noch am Rande zu tun: viel Ausdruckstanz statt Ballett, ein futuristisches Bühnenbild, hinzugefügte Figuren und Handlungsstränge, ein Onkel Drosselmeyer, der eher an den verrückten Hutmacher aus Alice im Wunderland erinnerte und ein Nussknacker, der aussah wie eine Mischung aus Bäckergeselle und Gebirgsjäger der Bundeswehr – falls Letztere jemals in Schneetarn und rot-weiß geringelten Strümpfen zum Orientierungsmarsch antreten sollten.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Szene mit Pudelmütze und Skibrille tragenden Hausmeistern, die schneeschippend über die Bühne zogen und offenbar den Tanz der Schneeflocken darstellen sollten. Insgesamt fühlte ich mich weniger wie im Theater, sondern eher wie in einem experimentellen ARTE-Kunstfilm, nur leider nicht in dem klassischen Ballett, auf das ich mich eigentlich gefreut hatte.

Die Inszenierung sorgte bei mir zudem für erhebliche Irritationen in Bezug auf die Originalgeschichte von E. T. A. Hoffmann, die ich fast jedes Jahr um Weihnachten herum lese. Also habe ich mir zu Hause sofort mein altes Nussknacker-Buch aus dem Regal geholt – ein Arena-Kinderbuchklassiker, den ich vor rund 30 Jahren zu Weihnachten geschenkt bekam – und noch einmal nachgelesen. Einfach, um sicherzugehen, dass ich meinen Sinnen noch trauen kann und um zu prüfen, welche Figuren tatsächlich zur Geschichte gehören und welche frei dazuerfunden wurden, etwa eine Schneekönigin.

Man mag mich nun für einen Kulturbanausen halten, aber der klassischen Geschichte kann ich deutlich mehr abgewinnen als einer künstlerischen Neuinterpretation auf der Bühne. Der Nussknacker ist und bleibt für mich die schöne Erzählung von Marie Stahlbaum, die einen scheinbar hässlichen Nussknacker lieb gewinnt und in ihm mehr erkennt, als er nach außen zeigt. Es ist eine Geschichte über kindliche Fantasie, die ganze Märchenwelten erschaffen kann – eine Fähigkeit, die uns Erwachsenen im Angesicht von Alltag und Realität größtenteils verloren gegangen ist. So sehr verloren, dass aus einer verspielten Kindergeschichte ein verkopfter Kunstfilm für die Bühne gemacht wird.

Nun ja. Wenigstens waren die meisten Kostüme wirklich schön.

Cover des Buches EinFach Deutsch - Der Sandmann (ISBN: 9783140223560)
Nelebookss avatar

Rezension zu "EinFach Deutsch - Der Sandmann" von Ernst Th. A. Hoffmann

Nelebooks
Spannend, skurril, interessant.

Inhalt (amazon): "Trauma, Wahnsinn und die Faszination des Dämonischen: Unter dem Einfluss erschütternder Kindheitserlebnisse verfällt Nathanael einer Frau, die sich als ein Automat entpuppt. Realität und Phantasie verschwimmen – mit fatalem Ausgang."


Meinung: Eine wirklich faszinierende Geschichte. Wir begleiten Nathanael und erhalten seine Eindrücke zu allem aus erster Hand. Der "Freund" seines Vaters taucht über die Geschichte immer wieder auf und wirkt bis zum Ende gruselig. Er hat auf alle Fälle etwas Dämonisches. Nathanael scheint leicht beeinflussbar und vielleicht auch etwas dramatisch. Es war für mich alles etwas unvorhersehbar und daher natürlich auch noch mal interessant zu sehen, wohin das Ganze führt und wie es überhaupt weitergeht. Clara ist gegen Nathanael sehr realistisch und logisch denkend. Also es ist eine kurze, recht zügig gelesene Geschichte, die etwas skurril und auch duster ist, aber eben interessant und spannend. Schön fand ich in dieser Version auch die Informationen am Ende zu Autor, Romantik, Analysen.

Cover des Buches Nußknacker und Mäusekönig (ISBN: 9783442086757)
Nadl17835s avatar

Rezension zu "Nußknacker und Mäusekönig" von Ernst Th. A. Hoffmann

Nadl17835
Ein entzückendes Märchen!

Marie, Tochter eines Medizinalrates und einer Medizinalrätin, erhält eines Weihnachtens einen Nussknacker - den sie mit ihren Geschwistern Fritz und Luise teilt - von ihrem Vater. Den schließt sie sogleich ins Herz und durch die Unachtsamkeit Fritz' fallen ihm nach einigen Nüssen einige Zähnchen aus. Unter besonderer Vorsicht kümmert sich Marie liebevoll um ihn. In der darauffolgenden Nacht wird Marie Zeugin einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen dem Nussknacker und dem siebenköpfigen Mäusekönig, der in der Wohnung sein Unwesen treibt und versucht den Nussknacker zu zerbeißen. Während des Gefechts - zu dem auch die Husaren von Fritz angetreten sind - rettet Marie den Nussknacker vor einer Niederlage, indem sie einen Schuh nach dem Heer des Mäusekönigs wirft. Sogleich fällt sie allerdings in Ohnmacht und verletzt sich bei dem Sturz. Am Morgen danach will ihr jedoch keiner glauben, da sie die einzige Zeugin ist und ihre Eltern und Geschwister tun das als Hirngespinst ab. Nach der Erholung droht ihre der Mäusekönig sogar und erpresst sie. Zum Schutze des Nussknackers tut sie alles was der Mäusekönig möchte. Durch ein Märchen, erzählt vom Obergerichtsrat Droßelmeier erkennt Marie darin die Hintergründe für die Schlacht zwischen Mausekönig und Nussknacker. Wird es Marie gelingen ihren Nussknacker vor den bösen Machenschaften des Mausekönigs zu retten?

Das ist ein sehr süßes und entzückendes Märchen, aus der kindlichen Sicht Mariens erzählt. Vor allem die Welt des Nussknackers, in der es Orangenbäche, Limonenbäche, das Pfefferkuchenheim am Honigstrome, Bonbonshausen, den Konfiturenhain, die Hauptstadt mit künstlichen Fontänen Orsade, Limonade und anderen süßen Getränken, sowie einen großen Baumkuchen, und natürlich das Marzipanschloss gibt, finde ich sehr einfallsreich und fantasievoll beschrieben. Auch das man es nicht genau weiß, ob sich alles nur in Maries Fantasie abspielt oder nicht - worauf sich das Ende allerdings auf die zweite Variante bezieht- ist auch gut eingebracht worden, weil es sozusagen ihr Geheimnis ist und keiner ihr das glaubt. Es passt einfach perfekt zu Weihnachten und liest sich auch recht angenehm, auch wenn es viele Begriffe gibt, die heute nicht mehr gebräulich sind, aber dafür gibt es hinten ein Glossar. 

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