Ernst Wiechert

 4.1 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Das einfache Leben, Die Majorin und weiteren Büchern.

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Die Magd des Jürgen Doskocil

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Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei Rautenberg.

Die Majorin

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Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei Rautenberg.

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Das einfache Leben

Das einfache Leben

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Erschienen am 24.06.1977
Der Totenwald

Der Totenwald

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Erschienen am 19.05.2008
Die Magd des Jürgen Doskocil

Die Magd des Jürgen Doskocil

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Erschienen am 01.10.2018
Missa sine nomine

Missa sine nomine

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Erschienen am 01.01.1950
Die Majorin

Die Majorin

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Erschienen am 01.10.2018
Wälder und Menschen

Wälder und Menschen

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Erschienen am 01.07.2011
Die Jeromin-Kinder Band 1

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Erschienen am 29.03.2013
Die Jeromin-Kinder Band 2

Die Jeromin-Kinder Band 2

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Erschienen am 01.03.2013

Neue Rezensionen zu Ernst Wiechert

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E

Rezension zu "Missa sine nomine" von Ernst Wiechert

Langsam, Schritt für Schritt, Entwicklung d. Protogonisten über 3 Jahre
Escapeevor 2 Jahren

Ich bin nur zufällig an dieses Buch geraten, weil ein Nachbar mal wieder einige Bücher verschenkt hatte. Hatte dieses merkwürdige Buch gesehen, ohne Bild, weder vorne noch hinten, nur an der Seite stand ,,Missa sine nomine''. Damit konnte ich zwar nix anfangen, aber dennoch hat es meine Neugier geweckt, vielleicht gerade deswegen. In den ersten paar Seiten hab ich mich zunächst gefragt, was das alles soll, weil das Geschehen, die Gedanken & Gefühle ziemlich trist, deprimierend, grau....und alles irgendwie ,,ruhig'' beschrieben/erzählt wurde. Dann erfuhr man, dass der Hauptprotagonist ein Baron ist und während des Dritten Reiches im Lager war und auch mit dem Tod konfrontiert worden ist etc. ..Irgendwann hab ich nicht mehr aufhören können zu lesen, da es nie nur um den Baron allein ging, sondern um sein gesamtes Umfeld, alle, ob Bruder, Nachbar... aus der Moorgegend... Der Baron wird mit der Zeit immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt. Ausgerechnet er, der doch am meisten gelitten hatte während der letzten 11 Jahre und dessen Seele am dunkelsten ist, schafft es Licht in die Herzen der anderen zu bringen. In dem Buch wird geschildert, wie er nach dem Ende des Dritten Reiches mit den Siegern, den Bewohnern, seinen Verrätern von damals und auch seinen Brüdern etc. umgeht und in was bzw. wie sich alle über 3 Jahre verwandeln/entwickeln, das Vergangene verarbeiten, durch den Baron. Und wie er sich selbst wandelt durch eine abgefeuerte Kugel.... Fazit: Absolut lesenswert, aber eben in ,,damaliger'' Sprache geschrieben.

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P

Rezension zu "Wälder und Menschen" von Ernst Wiechert

Rezension zu "Wälder und Menschen" von Ernst Wiechert
puertoguentinivor 6 Jahren

Wer sich für die Menschen aus dem ehemaligen deutschen Ostpreußen interessiert, findet in Ernst Wiechert einen hervorragenden Beschreiber und Autoren. Er schreibt in einer fesselnden, wunderbaren Sprache, beschreibt den Alltag und die Schicksale seiner Figuren eindringlich. Ein lauter Ruf aus einer vergangenen Zeit...

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oblomovs avatar

Rezension zu "Der Totenwald" von Ernst Wiechert

Rezension zu "Der Totenwald" von Ernst Wiechert
oblomovvor 8 Jahren

In „Der Totenwald“ dessen Untertitel ursprünglich „Ein Bericht“ lautete, hat Ernst Wiechert den Zusammenbruch seines Nationalbildes beschrieben, „ohne Ausweg anscheinend als den des Märtyrertums“ (S. 12). Mit einer klaren Sprache schildert er seine Gestapo Haft und Internierung in Buchenwald. „Zwar klang der Name „Buchenwald“ schön, aber er hatte schon verlernt, sich von Namen täuschen zu lassen.“ (S. 64) Die präzise Sprache bewirkt, dass der Leser keine Wahl hat, als das, was mit dem Protagonisten geschieht, selbst nachzuempfinden. „Johannes nahm alles wie in einem Spiegel in sich auf. Er wollte nichts übersehen und nichts vergessen.“ (S. 67)

„den Toten zum Gedächtnis,
den Lebenden zur Schande,
den Kommenden zur Mahnung.“ (S. 138)

Dies ist ihm mit verstörender Eleganz gelungen. Durch solche knappen Sätze wie: „der Unzerstörbarkeit aller Kreaturen, die erst mit dem Tod endet.“ und der einhergehenden Darstellung wird das abgelegte Zeugnis lebendig. „Augen aus denen der Sinn des Lebens gewichen war und somit auch der des Todes. Kinder und Tiere in der letzten Todesangst mochten solche Augen haben, wenn das Dunkel schon über ihnen zusammenschlägt und die Tafeln aller Gesetze, auch der einfachsten, klirrend in Scherben zerbrachen.“ (S. 83)

In dem Bericht wird deutlich, wie beschwerlich es zu jener Zeit war, menschlich Züge zu bewahren: „Du musst durchgehen durch alles, und erst später … ja, erst später …“
„Wer hier mitleidet, zerbricht.“ (S.85) Dementsprechend wurde dieser Bericht auch erst nach dem Krieg veröffentlicht und Wiechert durfte nach seiner Entlassung aus Buchenwald weiter schreiben und fand ironischer Weise sehr fiel Beachtung im 3. Reich („Das einfach Leben“). Auch wird nachgezeichnet, wie sich der Protagonist immer weiter vom Glauben abwendet: „Über Sternen muß er wohnen“ (S.39) bis er den Glauben schließlich ganz verliert: „Aber es war nicht mehr Gottes Sonne und waren nicht mehr Gottes Wolken. Gott war gestorben.“ (S.84)

Die so sachlich geschilderten Grausamkeiten hinterlassen, die von Wichert beabsichtigten Spuren: „Wie er, mit eisigem Hohn übergossen, wieder zurückwankte und der Scharführer, lächelnd, einen kopfgroßen Stein mit voller Wucht in den Rücken des Nichtsahnenden schleuderte, so dass dieser auf seinem Gesicht liegen blieb.“ (S. 82)

Das Buch schildert sehr gut, die Atmosphäre der damaligen Zeit und die Konsequenz des kollektiven Wegschauens. „Nur die Blinden schlug das Schicksal“ (S. 39) Sehr zu empfehlen.

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