Ernst Wiechert

 4,1 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor*in von Das einfache Leben, Die Majorin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ernst Wiechert, 1887 im ostpreußischen Kleinort geboren, gehörte von Anfang der 1930er-Jahre bis in die 1950er zu den meist gelesenen deutschen Schriftstellern. Er zählt zu den Schriftstellern der Inneren Emigration und geriet ins Visier der Nationalsozialisten: Für zwei Monate war er im KZ Buchenwald inhaftiert. Danach durfte er nur Unpolitisches veröffentlichen, wurde fortwährend von der Gestapo überwacht und erhielt Ausreiseverbot. Seine Manuskripte dieser Zeit konnten großteils erst nach 1945 veröffentlicht werden, teils hatte er sie im Garten vergraben. 1948 übersiedelte er in die Schweiz, wo er 1950 starb.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ernst Wiechert

Cover des Buches Der Totenwald (ISBN: 9783518224250)

Der Totenwald

(4)
Erschienen am 21.05.2008
Cover des Buches Die Majorin (ISBN: 9783800331987)

Die Majorin

(5)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Die Magd des Jürgen Doskocil (ISBN: 9783800331970)

Die Magd des Jürgen Doskocil

(3)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Wälder und Menschen (ISBN: 9783800331659)

Wälder und Menschen

(2)
Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Der ewige Stern : Erzählungen. (ISBN: B0042IEJDU)

Der ewige Stern : Erzählungen.

(1)
Erschienen am 01.01.1952
Cover des Buches Das einfache Leben. Roman (ISBN: 9783730613740)

Das einfache Leben. Roman

(0)
Erschienen am 11.04.2024
Cover des Buches Der Totenwolf (ISBN: 9783938176986)

Der Totenwolf

(0)
Erschienen am 15.10.2021
Cover des Buches Der Wald (ISBN: 9783938176917)

Der Wald

(0)
Erschienen am 10.05.2021

Neue Rezensionen zu Ernst Wiechert

Cover des Buches Die Majorin (ISBN: 9783800331987)
linguinedicremonas avatar

Rezension zu "Die Majorin" von Ernst Wiechert

linguinedicremona
Zu Unrecht fast vergessen: Ernst Wiechert

In Zeiten, in denen ein Handke den Literaturnobelpreis bekommt, muss man sich wohl nicht darüber wundern, dass ein Ernst Wiechert fast vergessen ist. Zutiefst vom Humanismus und Antifaschismus getragen, in seinem Stil alles andere als „süffig“, subtil wo andere mit Eisenbahnschienen reinschlagen – Wiechert entspricht nicht dem heutigen Literaturgeschmack. Das ändert für mich aber nichts an seiner „Lesewürdigkeit“.




Die Majorin gehört zu den Büchern, die Wiechert nach dem zweiten Weltkrieg und seiner KZ Haft geschrieben hat. Und wer seinen „Totenwald“ gelesen hat, die „Märchen“, die er noch direkt unter dem Eindruck des KZ geschrieben hat, kann nur den Hut vor dem Dichter ziehen, der es trotz dieser Erfahrungen schafft, seine Protagonisten der Bejaung des Lebens und der Versöhnlichkeit zuzuführen.




Dabei ist Wiechert nicht ganz einfach zu lesen. Er spricht manches nicht aus, er malt teilweise Aquarelle mit zartem Pinsel und Andeutungen, an anderer Stelle aber sind es energisch gesetzte Kohlestriche in Zeichnungen, die eine Situation verdeutlichen.




Ich empfinde als fast wohltuend, dass Wiecherts Figuren nicht immer über alles reden müssen. Im Gegenteil. Keine therapeutischen Gespräche, stattdessen aber das „Tun“ als Therapie und die Natur als Medikament. Und im Lieben angenehme Zurückhaltung – keine Prüderie, keine Bigotterie, aber eben nichts, was man austreten und direkt „ausleben“ muss.




Ich denke, dass die Majorin gerade heute, wo Aggression und Gespaltenheit uns umtreibt und unsere Leben bestimmt, wieder wichtig ist und so alt das Buch ist – es kann immer noch neue Wege aufzeigen.

Cover des Buches Missa sine nomine (ISBN: B0000BPE60)
E

Rezension zu "Missa sine nomine" von Ernst Wiechert

Escapee
Langsam, Schritt für Schritt, Entwicklung d. Protogonisten über 3 Jahre

Ich bin nur zufällig an dieses Buch geraten, weil ein Nachbar mal wieder einige Bücher verschenkt hatte. Hatte dieses merkwürdige Buch gesehen, ohne Bild, weder vorne noch hinten, nur an der Seite stand ,,Missa sine nomine''. Damit konnte ich zwar nix anfangen, aber dennoch hat es meine Neugier geweckt, vielleicht gerade deswegen. In den ersten paar Seiten hab ich mich zunächst gefragt, was das alles soll, weil das Geschehen, die Gedanken & Gefühle ziemlich trist, deprimierend, grau....und alles irgendwie ,,ruhig'' beschrieben/erzählt wurde. Dann erfuhr man, dass der Hauptprotagonist ein Baron ist und während des Dritten Reiches im Lager war und auch mit dem Tod konfrontiert worden ist etc. ..Irgendwann hab ich nicht mehr aufhören können zu lesen, da es nie nur um den Baron allein ging, sondern um sein gesamtes Umfeld, alle, ob Bruder, Nachbar... aus der Moorgegend... Der Baron wird mit der Zeit immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt. Ausgerechnet er, der doch am meisten gelitten hatte während der letzten 11 Jahre und dessen Seele am dunkelsten ist, schafft es Licht in die Herzen der anderen zu bringen. In dem Buch wird geschildert, wie er nach dem Ende des Dritten Reiches mit den Siegern, den Bewohnern, seinen Verrätern von damals und auch seinen Brüdern etc. umgeht und in was bzw. wie sich alle über 3 Jahre verwandeln/entwickeln, das Vergangene verarbeiten, durch den Baron. Und wie er sich selbst wandelt durch eine abgefeuerte Kugel.... Fazit: Absolut lesenswert, aber eben in ,,damaliger'' Sprache geschrieben.

Cover des Buches Wälder und Menschen (ISBN: 9783800331659)
P

Rezension zu "Wälder und Menschen" von Ernst Wiechert

puertoguentini
Rezension zu "Wälder und Menschen" von Ernst Wiechert

Wer sich für die Menschen aus dem ehemaligen deutschen Ostpreußen interessiert, findet in Ernst Wiechert einen hervorragenden Beschreiber und Autoren. Er schreibt in einer fesselnden, wunderbaren Sprache, beschreibt den Alltag und die Schicksale seiner Figuren eindringlich. Ein lauter Ruf aus einer vergangenen Zeit...

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