Ernst Wyrsch, geboren 1961, erzählt über seine Kindheit, sein Berufsleben in der Luxushotellerie – insbesondere als „Mr Belvédère“ – sowie über die Zeit nach seinem Ausstieg und Neustart als Glücks- und Motivationscoach.
Aufgewachsen im Restaurant seiner Mutter, macht er widerwillig eine Lehre als Koch. Später folgt eine Ausbildung als Kellner sowie die Hotelfachschule. Dort lernt er auch seine spätere Frau Sylvia kennen und lieben. Sie erfahren von der vakanten Direktorenstelle eines Luxushotels in Davos, Kanton Graubünden. Aber geht das? Ein Unterländer, der in einem Skiort ein Luxushotel leitet? Ja, es geht! Er führt mit Optimismus und gesundem Menschenverstand (zusammen mit seiner Frau und 120 Mitarbeitern selbstverständlich) das angeschlagene Hotel Belvédère in eine gute, erfolgreiche Zukunft. Nach dem Verkauf der Eigentümerfamilie Steigenberger weht jedoch ein anderer Wind: Alle Hotels haben nun einheitlich die gleichen Regeln zu befolgen. Ernst Wyrsch kann diese neuen Bedingungen nicht akzeptieren und demissioniert – nach 15 Jahren als Direktor. Da er umgehend freigestellt wird, kursieren in Davos Gerüchte. Er startet sodann mit über 50 Jahren eine neue Karriere als selbstständiger Coach.
Sehr interessant waren die Einblicke hinter die Fassade eines Luxushotels, wie z.B. der Besuch von Bill Clinton, seinerzeit Präsident der USA, anlässlich des World Economic Forums. Es ist klar, dass der Präsident der USA nicht alleine mit zwei oder drei Koffern anreist. Nein, da sind höchst umfangreiche Vorabklärungen von Nöten und schlussendlich reiste Bill Clinton mit 1‘500 Begleitern an – Wahnsinn!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen: Mut, Disziplin, Entscheidungsfreudigkeit, Motivation, Optimismus, gesunder Menschenverstand – alles vorhanden.
„Mr Belvédère“ wagt den Neustart


