Erwin Koch Was das Leben mit der Liebe macht

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Inhaltsangabe zu „Was das Leben mit der Liebe macht“ von Erwin Koch

Was wird aus der Liebe, wenn sie vom Leben gefordert wird? Was wird aus ihr, wenn sie bedrängt wird von Armut, Alter oder Krankheit? Was wird aus ihr, wenn der Schein trügt? Erwin Koch, für seine Reportagen mehrfach mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet, erzählt von Liebespaaren auf der ganzen Welt. Von Menschen, die um ihr Glück kämpfen und die sich letztlich dennoch ihrem Schicksal fügen müssen. Es sind wahre Geschichten über Glaube, Hoffnung, Liebe – über das Leben.

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    Was das Leben mit der Liebe macht

    OelemannC

    17. February 2014 um 11:37

    Erwin Koch, den deutsche Leser vielleicht durch seine Mitarbeit beim SPIEGEL, der ZEIT oder der SÜDDEUTSCHEN kennen, legt im Groothuis-Verlag sein wunderschön gestaltetes, auf edlem Papier gedrucktes erstes Prosawerk vor. In einem Interview soll er gesagt haben, es gehe ihm lediglich um die Verwirklichung einer Absicht: eine gute Geschichte auch gut zu erzählen. Dass er das wie kaum ein Zweiter kann, hat er jetzt bewiesen. „Was das Leben mit der Liebe macht“ lautet der Titel, und darunter steht noch „Wahre Geschichten“, obwohl das meiner Meinung nach nicht einmal eine Rolle spielt. Es sind samt und sonders bewegende Geschichten, und darauf kommt es ja an. Auch, wenn man es nicht so sehr mit kurzen Literaturformen hat, rate ich jedem Leser, sich mit diesem Wunderwerk auseinanderzusetzen. Einfach die erste Geschichte - warum nicht gleich in der Buchhandlung?- kurz anlesen, und Sie werden sehen, dass Erwin Koch Sie mit jeder Zeile, jeder Seite in seinen Erzählsog zieht. Sofort ist man mittendrin im Leben derer, von denen Koch berichtet; er benötigt dazu nur wenige karge, sparsame Sätze. Koch beschönigt nichts, er beschwichtigt nicht, klagt weder an, noch will er trösten. Beziehungen werden nicht seziert, auch nicht die Verhältnisse, in denen die Menschen leben, lieben und leiden. Ob es ein gutes oder böses Ende gibt, scheint den Autor nicht zu interessieren. Es ist halt wie es ist. Manchmal ist das, was das Leben mit der Liebe macht, schön. Manchmal eben nicht. Erwin Koch ist ein Meister der Aussparung, der Leser soll fühlen, ahnen, dem nachspüren, was zwischen den Zeilen steht. Eine gewisse stilistische Nähe zu Ferdinand von Schirach springt dabei ins Auge. Von der Wucht der Liebe bzw., was die Menschen dafür halten, wird man getroffen, als sei man selbst der, über den Koch schreibt. Immer sind einem die Figuren nahe, egal wie weit sie zeitlich und geografisch entfernt sein mögen. Es sind Lebens - und Liebesgeschichten über Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zusammenkommen. Zusammenbleiben bis zum manchmal bitteren Ende. Oder es wollen, aber nicht können. Es könnten, aber nicht wollen. Keine der neun Geschichten ist erfunden, jede ist wahr, irgendwo auf der Welt so passiert. Auf einmal, merkte ich, spielte das doch eine Rolle. Die Authentizität dieser Literatur verursacht Gänsehaut! Was hier ans Tageslicht kommt, ist verblüffend, erschreckend, grandios, unfass- und wunderbar, ganz schön traurig. Immer (sic) aber rührt es. Die Schicksale entfalten sich auf wenigen Seiten wie ein guter Roman; auch das ist eine große Kunst des Erwin Koch! Man hat noch viele Fragen an ihn, wenn die Geschichte schon lange zu Ende ist. Aber die Antworten muss man wohl selbst finden … Kein Reporter schreibt so über die Liebe wie Erwin Koch, hat ein Kritiker der ZEIT geschrieben. Da stimm ich zu! Grandios!

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  • Vom Leben und der Liebe

    Was das Leben mit der Liebe macht

    Babscha

    16. August 2013 um 00:13

    Ein treffender Titel für ein Buch, das uns etwas zu erzählen hat. Nämlich vom Leben in seiner reinsten, brutalsten Form, von Menschen, die die Empfindung namens Liebe unter teils irrwitzigen Umständen zusammen führt und die das Schicksal genau so wahnwitzig und unberechenbar wieder zu trennen vermag. Wahre Geschichten eben, die der Autor hier zusammengetragen hat und die er in einer eindrucksvollen, knappen Sprache ausbreitet. Ob geistige Defekte, politische Willkür, Hass und niedere menschliche Instinkte, Lebensmüdigkeit, Krankheiten, die Palette der Möglichkeiten, wie Menschen, die sich zugetan sind oder zumindest waren, aus eigenem Antrieb oder völlig unverschuldet auseinander gerissen werden, ist so vielfältig und abstrus, dass man es kaum glauben mag. Hiervon handeln die, nennen wir sie Kurzgeschichten, dieses Buches. Ein emotionales Werk, das beim Leser unweigerlich eine Betroffenheit auslöst, die noch lange nachklingt. Aber gut, dass es jemanden gibt, der die Geschichten aufgeschrieben hat. Denn sie sind alle wahr.

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  • Rezension zu "Was das Leben mit der Liebe macht" von Erwin Koch

    Was das Leben mit der Liebe macht

    Phina

    18. April 2012 um 02:44

    Das Buch enthält 9 sehr unterschiedliche Portraits über das, was die Liebe mit den Menschen macht - wie sie ihr Leben und ihre Einstellung dazu verändert. Oft sehr bewegend, wenn auch wertfrei beschrieben. Oder, wie Christine Westermann, sagt "Es ist unmöglich, von diesem Buch nicht berührt zu sein". Das Buch berührt tatsächlich, aber auf eine besondere Weise. Die Geschichten bleiben im Gedächtnis, man denkt noch Tage später daran. Aber die Schreibweise ist auf eine bestimmte Art knapp, teilweise etwas wirr. Aber ich mag die schwyzerdütsche Schreibweise, die teilweise durchscheint. Wie im Nachwort geschrieben, kommt man den Menschen in den Geschichten sehr nah. Dennoch bleibt ein Abstand, der aber auch davor schützt, zu sehr involviert zu werden. Die Geschichten sind von Paaren aus der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern der Erde. Sie handeln von Unbekannten, aber auch von Personen und Geschichten, die im Internet nachrecherchiert werden können, von Ereignissen, an die man sich evtl selbst erinnern kann - zum Beispiel der Flugzeugabsturz in Überlingen am Bodensee. Diese Geschichte hat mich besonders beschäftigt, zumal ich Tage später selbst geflogen bin. Ein Buch, das gerne in meinem Regal wohnen bleiben darf. Mal wieder ein Buchtipp von Christine Westermann.

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  • Rezension zu "Was das Leben mit der Liebe macht" von Erwin Koch

    Was das Leben mit der Liebe macht

    jennifer0509

    06. February 2012 um 09:01

    Inhalt (Klapptext) Erwin Koch erzählt Geschichten von dem, was die Liebe aushalten muss, wenn sie vom Leben gefordert ist: Was wird aus ihr, der Liebe, wenn sie vom Schicksal bedrängt wird, von Armut, Alter, Krankheit, Behinderung? Was wird, wenn der Schein trügt? Die Geschichten zeigen die polarisierende Kraft von Literatur: Dem einen mögen sie zu traurig sein, der anderen sind zu großartig – aber niemanden lassen sie gleichgültig. Denn dieses Buch entwickelt seine Wucht auch aus seiner Sprache, die ihre Klasse aus der Nüchternheit gewinnt. Und damit den Leser zum Mitfühlenden macht. Umgebung Der Schreibstil von Erwin Koch ist protokollartig. Er schreibt in kurzen, teils abgehackten Sätzen, sehr nüchtern und neutral. Seine Schreibweise ist emotionslos und wertfrei. Die einzelnen Kurzgeschichten spiegeln unterschiedlichste Regionen und Zeit wieder. Ein neutraler Er-Erzähler berichtet über die Ereignisse. Personen Aus der Vielzahl der Kurzgeschichten lassen sich speziell keine Personen beschreiben. Es geht meist um Mann und Frau und deren Familien. Niemand ist sterotypisch. Was aber auch auf die unterschiedlichen Lebensumstände zurückzuführen ist. Bewertung Ich hab das Buch beim Adventskalender von lovelybooks gewonnen. Anhand des Klapptextes lies sich noch nicht viel erahnen. Ich hatte mir aber eher “glücklichere” Geschichten vorgestellt und war somit doch nach den ersten etwas schokiert, aber auch traurig. Ich frage mich, ob ich eine solche Selbstaufgabe, wie einige der Personen in den Kurzgeschichten hinbekommen würde. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Liebe so stark sein kann. Mag aber auch daran liegen, dass ich selbst noch nicht in einer solchen Situation war. Ich Nachwort macht der Autor noch einmal deutlich, dass es sich um realen Personen und ihr Leben handelt und das macht viele der Geschichten noch ergreifender. Trotz einer gefühlslosen Sprache, treffen einen die Geschichten mitten ins Herz. Egal ob die Zeit, der Ort und die Erlebnisse, alles berührt einen. Nicht jede Geschichte wirkt gleich stark auf einen. Da wird wohl wieder jeder seinen eigenen Geschmack haben. Cover In einem dunklen rose Ton gehalt, wirkt es sehr warm und erinnert einen an die Liebe. Das Pärchen in einem dunkeln Ton abgedruckt spiegelt die Personen aus den Geschichten gut wieder. Die meisten waren in den 70/80er Jahren “jung”. Fazit Gefühlvoll zwischen den Zeilen. Anfangs wirkt der abgehackte, nüchterne Schreibstil ungewöhnlich, aber man findet schnell hinein. Genauso schnell findet man in das Leben hinein und wie das Leben einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht.

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  • Rezension zu "Was das Leben mit der Liebe macht" von Erwin Koch

    Was das Leben mit der Liebe macht

    Clari

    14. September 2011 um 11:14

    Lebensbilder. In ungewöhnlicher Form begibt sich der Autor Erwin Koch auf die Spuren von Paaren in aller Welt und aus der Schweiz. In einer Art von Staccato und protokollarisch dicht beschreibt er das Leben dieser Menschen in lakonischem Ton. Mit kurzen und unmittelbaren Sätzen erzählt er die Geschichten ausgewählter Paare vom Beginn des Kennenlernens bis zur Familiengründung und zum Tod. Im Zeitraffer durchschreitet man viele gemeinsame Lebensjahre, die glücklich beginnen und oftmals bald in tragische Schicksale münden. Traurige und glückliche Momente werden auf diese Weise eingefangen. Der Bogen vom Glück über das Unglück bis zum Ende ist gelegentlich kurz und zeigt in scharfen Konturen die Schattenseiten des Lebens. Da gibt es einmal den sonderbaren Professor Rodrigo Rosenberg in Guatemala, der, nach manchen Irrungen, seine letzte Geliebte heiraten will; doch ein unerwartetes Schicksal raubt ihm das Leben. Wie selbst inszeniert erscheint dieser Tod. Annely und Alois, zwei brave, liebe Leute in der Schweiz, schlagen sich wacker durch’s Leben, bis dass der Tod sie scheidet. Zwei Leben als Abrisse, in denen es nur kleinste Höhepunkte gibt wie Geburt, Hochzeit und Tod, dazwischen Arbeit und kleine Erholungen. Aus Russland hört man von großer Armut, von aufopfernder Liebe und einem steten Kampf ums Überleben. Nicht zuletzt eindrucksvoll und beklagenswert ist das Schicksal von Witali und Swetlana. Der tragische Absturz eines Flugzeugs auf dem Flug von Moskau nach Spanien zerstört das Glück einer ganzen Familie. Bestechend ist die Erzählweise, die nicht analysiert, nicht kommentiert und nicht wertet sondern sich auf die reine Beschreibung beschränkt. In dieser Form entstehen ungewöhnliche Lebensbilanzen von Paaren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Erwin Koch beschreibt die einfachen Menschen, die zuweilen nur dumpf dem Glück nachjagen. Entstanden ist eine Art von Geschichtsschreibung, die in ihrer Echtheit anrührt und der man mit Faszination folgt. Die Geschichten haben sich so ereignet, denn Erwin Koch ist Reporter aus Leidenschaft. Zu Recht heißt es im Untertitel des Buches „Wahre Geschichten“.

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