Erwin Renner Liebesleute

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Inhaltsangabe zu „Liebesleute“ von Erwin Renner

Gedichte und Geschichten von Liebenden überall auf der Welt hat Erich Renner für diesen Band zusammengetragen. Männer und Frauen in Afrika, Asien und Ozeanien sprechen darin mit großer Formulierungskunst von Sehnsucht und Begehren. Von der Attraktion des geliebten Mannes, vom Werben um die schöne Frau, von der Verzweiflung des Verlassenen und der unbändigen Freude derer, die sich gefunden haben. Die Sammlung von Texten, die mal lyrischen, mal märchenhaften Charakter haben, die von autobiografischen bis zu legendenhaften Erzählungen reichen, macht deutlich, dass »der Mythos der romantisch-sehnsuchtsvollen Liebe zu allen Zeiten und an allen Orten« unendlich vielfältig und lebendig ist.
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  • Rezension zu "Liebesleute" von Erwin Renner

    Liebesleute
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. March 2011 um 17:43

    Liebe weltweit „Singbare Worte habe ich gefunden über die Schönheit meiner Liebsten mit den schwarzen Augen“, so kann es ein tunesischer Beduine aus der Tiefe seines Gefühls her formulieren. Jenes Gefühl, dass Menschen aller Kulturen, Religionen und Regionen mit seiner verbindenden Kraft kennen, das an alle Orten dieser Welt in ähnlichem Erleben, aber in verschiedensten Ausdrucksformen, zu finden ist. Erich Renner hat den Ausdruck dieses Gefühls gesammelt und zusammengestellt und ist dabei gedanklich weit auf die Reise gegangen. Vom erwähnten tunesischen Beduinen über eine Form des liebenden Fußballspiels (auch mit Händen) in Kalifornien bis hin zum Wolfsjäger Anti, der mit dem Wolfsfell auch die Liebe einem Mädel gab in Finnland reicht dieser internationale Bogen von Gedichten, Kurzgeschichten, Texten, die eines verbindet: Immer sind es die Liebenden selbst, die sprechen. Das Buch ist kein Buch „über“ die Liebe, sondern eine, auch in der Form des Buches, schön gestaltete und sorgsam zusammengestellte Ausdrucksform der Liebe selbst aus den Mündern vieler Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Afrika, Nordamerika, Lateinamerika, Ozeanien, Europa. Asien und einige Orte „zwischen den Welten“ bilden den geographischen Rahmen, der durchaus Einfluss auf die Wahrnehmung und Äußerungsformen der Liebe hat. Von poetisch und bilderreich umschrieben bis hin zu einfachen, direkten Sätzen reichen die Möglichkeiten des Ausdrucks. Gerade diese Vielfalt ist es, die das Buch zu einer wahren Fundgrube liebevollen Ausdrucks gestalten. Eine Verschiedenartigkeit, die ein Jean-Yves Domalain am eigenen Leibe erfuhr, als er, in Unkenntnis über die Bräuche vor Ort, ohne es zu wollen eine Iban Frau umwirbt und diese dann zur Frau zu nehmen hat (wenn ihm sein Leben lieb ist). Immerhin kann er sich für eine Weile durchaus an den Freuden seiner ungewollten Ehe erfreuen, bevor er doch heimlich nach einer Weile die Flucht ergreift. In den Textformen verschieden, vom Lied über das Gedicht zum Prosatext, bildet das Buch ein buntes, oft berührendes Kaleidoskop der Erscheinungs- und Ausdrucksformen der Liebe weltweit. Mit manchen überraschenden Eindrücken, immer aber mit der fühlbaren Wucht, die dieses Gefühl in Menschen auszulösen vermag. Auch jene Wucht, die die nicht erwiderte Liebe bereit hält. Ein wunderbarer Eindruck auf die Gegenwart der Liebe in der weiten Welt und in der Nähe.

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