Den Titel finde ich ansprechend, das Titelbild kitschig. Die Geschichte des indischen Mädchens interessierte mich sofort, zumal ich selbst angeheiratete Verwandte hier und in Indien habe. Die Stimmen zum Buch und das Vorwort hielten mich lange vom Lesen ab, denn der Inhalt und die Gründe sollten nicht erst erklärt werden müssen.
Esha fühlt sich zu Kindern hingezogen, die ebenfalls aus Indien adoptiert wurden, was allerdings ihre Integration erschwert. Dass anders aussehende Kinder gehänselt werden, ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch wenn sich der Betreffende nicht betroffen zeigt, hört das Foppen auf. Leider empfindet Esha Fragen nach ihrer Herkunft als Psychoterror und ist stolz darauf, dass ihr Name Kriegerin bedeutet.
Biografien lesen sich natürlich anders als ein Roman, in diesem Fall ist es zudem ein recht ungewöhnlicher Start eines indischen Babys in eine behütete Kindheit in Deutschland.


