Eshkol Nevo Die einsamen Liebenden

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Inhaltsangabe zu „Die einsamen Liebenden“ von Eshkol Nevo

Etwas haben Nevos Figuren alle gemein: Sie sehnen sich ein Leben lang. Sie sind verheiratet, haben Kinder, eine Wohnung, einen Beruf, aber sie sehnen sich – nach eine m wirklichen Zuhause, nach Zugehörigkeit, einem anderen Leben. Sie sehnen sich nach dem Wunder, einander zu begegnen und füreinander ein Ort zu werden, der richtige Ort, einer für den anderen. Werden Moshe, der ehemalige Kibbuznik und späte-re Offizier mit geheimer Mission und Ayelet, seine unvergessene Jugendliebe, einander wiederfinden? Sich lieben? – Ja. Für immer? Nichts ist für immer... Ein anspielungsreicher Roman um Einzelgänger, um Reisende und Zurückkehrende und eine menschliche Komödie der Irrungen – turbulent, kurzweilig und amüsant.

Die Liebe in Israel und ein paar andere kleine Schwierigkeiten drumherum...

— Buecherfreundinimnorden
Buecherfreundinimnorden

Der Titel trifft es wie die Faust aufs Auge! Ein melancholischer, rührender Roman mit sehr subtilem Humor.

— Nil
Nil

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  • Eine Reise ins Heilige Land, es geht um die Liebe...

    Die einsamen Liebenden
    Buecherfreundinimnorden

    Buecherfreundinimnorden

    17. April 2017 um 07:57

    Der Stil des Autors hat mir durchaus gefallen, er versteht sein Handwerk, jedenfalls wenn es um die Sprache geht. Bei der Handlung hätte ich persönlich ein paar Dinge anders gemacht, teilweise fehlte mir der rote Faden. Die teilweise liebenswert, teilweise skurril wirkenden Vorkommnisse des Alltags in Israel kommen gut rüber und haben mich öfter zum Lachen gebracht, das half mir durchzuhalten. Die Geschichte selbst hätte man meiner Ansicht nach aber straffen oder zielgenauer erzählen können und müssen - auch wenn sie erfreulicherweise gut ausging, wurde meine Geduld ab und zu auf die Probe gestellt.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Eine Mikwe in Sibirien!

    Die einsamen Liebenden
    Nil

    Nil

    16. September 2016 um 11:11

    "Menschen können dich auch verlassen, solange sie noch an deiner Seite sind. Ihr Körper bleibt, aber ihre Seele fliegt an einen anderen Ort.'" (S.290) ein Zitat aus 'Die einsamen Liebenden' von Eshol Nevo.Der Titel für diesen Roman passt perfekt, den er handelt in der Tat von einsamen Liebenden und der oben zitierte Satz macht das ganze etwas anschaulicher.Eshol Nevo, einer der bekanntesten israelischen Autoren hat mit diesem Werk eine Hommage geschriebnen an all die Menschen, die ihr Leben lang auf der Suche sind nach dem erfüllenden Moment. Es gibt Menschen, die sich lieben, aber nicht beieinander sind. Es gibt Menschen, die beieinander sind, aber die äußeren Umstände nicht ideal und es gibt Suchende. All das hört sich dramatischer an als es dargestellt wird, denn der Roman enthält viel Sarkasmus und unterschwelligen Humor. Und genau diese kuriose Kombination aus Komödie und Tragik machen diesen Roman sehr kurzweilig, amüsant und vor allem lesenswert.Selten habe ich allen Lobhymnen und Klappentextens so zustimmen können wie in diesem Fall.Der Protagonist dieses Romans ist Ben Zuk, der für eine israelische Stadtverwaltung arbeitet. Eines Tages erreicht den Ort ein Brief mit einem generösen Spendenangebot eines amerikanischen Juden, der seiner kürzlich verstorbenen Frau ein Denkmal setzen will mit einer Mikwe (jüdisches Tauchbad) in jedem Ort in Israel. So nimmt die Geschichte seinen Lauf, diese Mikwe ist Dreh- und Angelpunkt und kehrt immer wieder in den Mittelpunkt zurück.Ich fand den Roman auch sprachlich wunderbar, da scheint mir die Übersetzerin auch einen sehr guten Job gemacht zu haben!Das einzige was mich nicht überzeugt hat, waren die sehr religiösen Schwerpunkte die an der ein und anderen Stelle gemacht werden. Diese Absätze habe ich beim Lesen überflogen und somit nicht weiter beachtet. Stört deshalb den Text weiter nicht.Daher ende ich auch mit einem Zitat: "Die ganze Welt ist eine schmale Brücke. Und die Brücke ist aus Büchern gebaut." (S 158)

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  • Mikwenbau

    Die einsamen Liebenden
    serendipity3012

    serendipity3012

    16. July 2016 um 11:09

    Mikwenbau Moshe und Ayelet waren einst ein Paar, beide noch jung und voller Leidenschaft, doch die Beziehung ging nicht gut. Sie trennten sich und verloren sich aus den Augen, suchten nach ihrem jeweiligen, ganz eigenen Weg, vergaßen einander aber nie. Moshe ist inzwischen Berater des Bürgermeisters geworden und wird beauftragt, den Bau einer Mikwe zu organisieren. Diese Mikwe, ein Tauchbad, das nach strengen Regeln errichtet werden muss, dient frommen Juden dazu, sich zu bestimmten Zeiten rituell zu reinigen. Gestiftet wird es von dem amerikanischen Juden Mandelsturm, der es der Stadt zu Ehren seiner verstorbenen Frau schenkt – und sich später selbst ein Bild davon machen möchte, was die Beteiligten vor Schwierigkeiten stellen wird. Eine Gruppe älterer russischer Einwanderer ist in die Stadt, bzw. an deren Rand gezogen, vom Judentum wissen sie nichts, aber sie möchten hier leben, einen neuen Anfang wagen. Zu ihnen gehören Katja und ihr Mann Anton, die spät zueinander gefunden haben, sowie Katjas Enkel Daniel, der nicht bei ihnen wohnt, sie aber oft besucht und zu beiden ein inniges Verhältnis hat. Außerdem gibt es noch den arabischen Bauunternehmer Naim, der nur Noam genannt wird, seitdem ein jüdischer Arbeitgeber ihn so nannte und der die Vorzüge des neuen Namen zu schätzen weiß, da dieser ihm die Jobsuche erleichtert. Naim ist Vogelliebhaber, sollte sich eigentlich um den reibungslosen Ablauf des Mikwebaus kümmern, aber auch hier kommt etwas dazwischen.In Eshkol Nevos Roman „Die einsamen Liebenden“ muss man sich auf den ersten Seiten ein wenig zurechtfinden, um das letztendlich eigentlich doch übersichtliche Figurenpersonal einordnen zu können. Ein bisschen Chaos wird in dieser Geschichte immer dabei sein. Alle Protagonisten haben Pläne, aber auch Sehnsüchte und Wünsche, die nicht mit denen der anderen vereinbar sind: Die Russen, die kein hebräisch verstehen und sich mit dem Judentum nicht auskennen, verstehen nicht, was eine Mikwe ist und haben mehr Interesse an einem Schachclub. Moshe ist verheiratet, hat zum Glauben gefunden und liebt seine Kinder über alles, aber Ayelet geht ihm nicht aus dem Kopf. Naim wollte eigentlich nur Vögel beobachten, sah dabei aber noch etwas anderes. Eshkol Nevo zeichnet all seine Figuren gekonnt mit wenigen Strichen, zeigt ihre Macken, vor allem aber ihre Sehnsüchte, die sie, so unterschiedlich sie auch sein mögen, miteinander vereinen: Wie in Nevos Roman „Neuland“ ist es die Sehnsucht nach einem Ort, einer Heimat oder einem zu Hause, das sie nicht nur in Israel, sondern vor allem bei anderen Menschen zu finden hoffen. Allerdings ist der neue Roman deutlich weniger ernst als „Neuland“. Teilweise liest er sich wie eine Satire, um sich dann wieder voller Empathie seinen Figuren und ihren Nöten zu widmen. Die Balance zwischen humorvollem Chaos und Ernsthaftigkeit gelingt Nevo dabei sehr gut, ebenso, wie er stets die verschiedenen Handlungsfäden in der Hand behält und immer das große Ganze im Auge hat, seine Geschichte ist gut komponiert. An einigen Stellen vielleicht ein bisschen zu chaotisch und übertrieben, wobei das von den Lesepräferenzen des Einzelnen abhängt. „Die einsamen Liebenden“ ist ein frisch geschriebener, oft leichter und humorvoller Roman, der aber auch die leisen Töne nicht außer Acht lässt und eine nicht undramatische Liebesgeschichte erzählt. Eine Geschichte um Menschen und ihre Sehnsüchte. Dahinter kann man auch das Bild des heutigen Israel erkennen, das uns so zerrissen präsentiert wird, wie die, die dort leben. Nevo versteht es hier wieder, intelligent zu unterhalten.

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  • Eine märchenhafte Komödie aus Israel

    Die einsamen Liebenden
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. April 2016 um 12:55

    Eshkol Nevo zählt mittlerweile zu den auch weit über die israelischen Grenzen hinaus bekannten Schriftstellern. In allen seinen Büchern, insbesondere dem letzten „Neuland“, sind seine Figuren beseelt von einer großen Sehnsucht. Sie suchen nach dem Sinn ihres Lebens, wagen Neuanfänge und sehen sich doch immer wieder eingebunden in ein Netz von Familie und Freunden.Auch in seinem neuen Roman, einer Art Realsatire geht es um Menschen, die nach Liebe und nach so etwas wie einer Heimat suchen. Angesiedelt hat er die Handlung in einem fiktiven Pilgerort, einer frommen Provinzstadt. Sie wird „Stadt der Gerechten“ genannt und ist Anziehungspunkt für viele „religiosniks“. Gerade in diesem Ort, in einem Stadtteil namens „Ehrenquell“ sind vor einiger Zeit eine große Anzahl atheistischer russischer Rentner angesiedelt worden. Sie haben keine Idee vom Judentum., aber sie haben so wie fast alle Menschen in Nevos Romanen Träume von einem Neuanfang von einer neuen Heimat, von Zugehörigkeit.  Da sie weder Hebräisch sprechen noch irgendeine Art von Verständnis haben für das, was nach dem Brief eines amerikanischen Juden namens Mandelsturm an den Bürgermeister der Stadt geschieht kommt es in der Folge zu Missverständnis, die Nevo mit viel Komik witzig schildert. Mandelsturm will der Stadt nach dem Tod seiner geliebten Frau eine Mikwe, ein rituelles Tauchbad stiften.Moshe, ehemaliger Kibbuznik und Eliteoffizier der israelischen Armee, ist nach schwerer Lebenskrise ultraorthodox geworden  und hat eine Familie gegründet. Nun arbeitet er als Berater des Bürgermeisters und wird von diesem mit dem Auftrag betraut, den Bau der Mikwe zu beaufsichtigen. Da es schon sehr viele Mikwes in der Stadt der Gerechten gibt, man aber die großzügige Spende aus Amerika nicht ausschlagen will, wird beschlossen, sie im Stadtteil Ehrenquell zu bauen. In direkter Nachbarschaft eines Armeestützpunktes, um den ein großes Geheimnis gemacht wird.,Die russischen Rentner bekommen natürlich die Bauaktivitäten mit und glauben fälschlicherweise, für sie würde eine Art Clubhaus gebaut. Schneller als man denkt, haben sie einen Schachclub gegründet, und nehmen bei der ersten Gelegenheit dafür die Mikwe in Besitz.Baumeister der Mikve ist ein arabischer Israeli, Ben Zuk. Man wirft ihn wegen Militärspionage ins Gefängnis. Mutig wehrt er sich solange, bis er frei gelassen wird. Schon immer beobachtet er Zugvögel. Er ist vielleicht der freieste Charakter des Romans. Seine Entschlossenheit, Israel zu verlassen  ähnelt den unerklärlichen Abirrungen von Vögeln, die "plötzlich allein weit ab von ihrer normalen Zugroute in einem Teil der Welt auftauchen, in den sie gar nicht gehören", den sogenannten „Lost solos“Moshe begegnet im Rahmen seiner Arbeit seiner alten Jugendliebe Ayelet, was ihn  sehr durcheinander bringt. Doch auch andere Liebende hoffen auf neue Impulse ihres Liebeslebens.Verschiedene Stränge der Handlung werden von Eshkol Nevo gut miteinander verbunden. Kritik an der Arroganz des Militärs hat genauso ihren Platz wie eine Fülle von in Israel bekannten Klischees über das russische Volk.  Moshe und Ayelet sind zwei einsam Liebende, die von einer gemeinsame Zukunft träumen, aber immer wieder scheitern.Doch so wie anderen Menschen in dieser märchenhaften Komödie geben sie nicht auf, sich zu sehen nach Veränderung, nach eine Art Wunder, das ihrem Leben Sinn und Erdung gibt.Vielleicht ein starkes Symbol für eine Haltung vieler Menschen im heutigen  krisengeschüttelten Israel.

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