Eshkol Nevo Neuland

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Inhaltsangabe zu „Neuland“ von Eshkol Nevo

Als sich Menis Spur in Südamerika verliert, ist das für seinen Sohn Dori ein nicht unwillkommener Anlass, Frau und Kind zu Hause in Tel Aviv zurückzulassen und sich selbst auf die Suche nach dem Vater zu machen. Auch Inbar, eine junge, ehrgeizige angehende Journalistin, setzt sich ab: Nach dem misslungenen Versuch, mit ihrer Mutter in Berlin ins Reine zu kommen, bucht sie ihr Rückflugticket kurzerhand nach Peru um. Der Zufall führt Dori und Inbar zusammen, zwei Menschen, die, verstrickt in ihre jeweilige Geschichte, nach Aufrichtigkeit und Freiheit suchen, auch wenn das erklärte Ziel der Reise, zu der sie gemeinsam aufbrechen werden, zunächst ein anderes ist.

Interessante Thematik, zieht sich aber ewig

— Tasmetu

Emotionaler Tiefgang der überrascht, umhaut und mitreißt... unbedingt lesen!

— reading-books

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  • Auf der Suche nach Altem und Neuem,

    Neuland

    serendipity3012

    08. March 2015 um 17:06

    Auf der Suche nach Altem und Neuem, nach dem ganz persönlichen Weg, befinden sich sowohl Dori, als auch Inbar, zwei junge Israelis, die sich zufällig auf dem südamerikanischen Kontinent begegnen. Dori ist auf der Suche nach seinem Vater Meni, der den Tod seiner Frau, seiner erklärten großen Liebe, nicht verkraftet und sich daher auf eine Reise gemacht hat. Zunächst schickt Meni Doris Schwester noch regelmäßig E-Mails. Nachdem sie nichts mehr von ihm hört, beginnt Dori seine Suche, zusammen mit Alfredo, der sich auf das Auffinden von Verschwundenen spezialisiert hat und damit sein Geld verdient. Und der seine ganz eigenen Methoden hat, in die er sich nicht hineinreden lässt. Doris kleiner Sohn Neta und seine Frau, die er innig, aber eher unglücklich liebt, bleiben in Israel zurück. Inbar hat einen schweren Schlag verkraften müssen, als ihr Bruder vor ein paar Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen starb. Die Beziehung zur Mutter ist schwierig, die zur Großmutter liebevoll und eng. Die Ehe der Eltern ist nach dem Verlust des Sohnes gescheitert. Inbar lebt mit einem Mann zusammen, der offen und herzlich mit ihr umgeht, ihr vertraut – aber sie ist nicht glücklich. Wie Dori und Alfredo nach Doris Vater suchen, wie sie auf Inbar treffen, davon – und von noch viel mehr – erzählt Eshkol Nevos Roman „Neuland“ in packender Weise. Schon nach den ersten Seiten fällt auf, dass es Nevos große Stärke ist, in kürzester Zeit und mit wenigen Worten komplexe Charaktere zu schaffen, denen man sich als Leser schnell verbunden fühlt. Nevo beschränkt sich auf ein eher kleines Figurenpersonal – neben Dori, Inbar, Doris Vater Meni und Alfredo kommt noch Inbars Großmutter eine größere Rolle im Roman zu, ferner Inbars Mutter Hanna und Doris Schwester. So konzentriert sich „Neuland“ stark auf das Innenleben vor allem von Dori und Inbar. Dabei geht es um die Beziehungen innerhalb der Familien und zu den jeweiligen Partnern. Und um das „neue Land“, das Menis Ausweg aus seinem Schmerz sein soll. Die Existenz eines „Neulands“ aber ist auch eine Art Utopie, eine Wunschvorstellung, denn allen Protagonisten ist es gemeinsam, Nachkommen der Schoah zu sein, sie sind „verwundet“, wie es da immer wieder heißt. Möglicherweise sind dies die Passagen, die am schwersten zugänglich sind für nicht-israelische Leser, andererseits geben sie interessante Einblicke in das Empfinden eines Volkes. Eines, das in gewisser Weise einen Kontrast bildet zu dem deutschen Schuldempfinden, Nachkommen der „anderen Seite“ zu sein. „Neuland“ ist eine tiefsinnige, packende Geschichte um Menschen, die die Heimat verlassen, um aus der Ferne und aus einem anderen Blickwinkel auf ihr Land und ihr Leben zu schauen. An der einen oder anderen Stelle vielleicht ein wenig zu ausführlich, manchmal bedrückend, aber auch hoffnungsvoll, ist Nevo dennoch ein kraftvoller Roman gelungen, den man kaum aus der Hand legen kann. 

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  • Thema interessant, leider gar nicht mein Geschmack

    Neuland

    Tasmetu

    05. January 2015 um 08:27

    Puh. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Buch etwas leichter ist. Doch die Thematik liegt ziemlich schwer im Magen und ehrlich gesagt hat mir das Buch auch nicht wirklich gefallen. Die Geschichte umfasst mehrere Generationen und alle haben ihre eigene Geschichte - eigentlich mag ich so etwas recht gern, aber in dem Fall hat es sich gezogen wie ein alter Kaugummi. Und dann mochte ich nicht einmal alle Charaktere, sondern fand zum Beispiel Alfredo einfach nur unsympathisch. Mein Lieblingscharakter war dagegen Nessia - die leider nur fiktiv war. Zwischenzeitlich habe ich ganze Seiten übersprungen, denn sie haben mich der eigentlichen Handlung nicht wirklich näher gebracht und man hätte meiner Meinung nach mindestens 200, wenn nicht sogar 300 Seiten weglassen können - dann hätte ich das Buch vielleicht auch gemocht. Denn es hatte auch durchaus Positives. So habe ich einige Dinge über das Judentum gelernt, die ich noch nicht wusste. Ich durfte Teil einiger wunderbarer Gedankengänge werden und habe nun auch einige Einmerker im Buch stecken um manche Stellen noch einmal nachzulesen, weil sie voller Poesie und Wahrheit stecken. Und natürlich gibt Neuland an sich (was an sich irgendwie zu kurz kam)  viel Stoff zum Nachdenken. Aber (und jetzt sind wir wieder beim Negativen) das Ende... meine Güte, ich hätte das Buch wirklich gerne an die Wand geworfen. Es blieben so viele Fragen offen und dafür habe ich mich durch diese sich ewig lang ziehenden 640 Seiten gequält? Man, sowas regt mich echt auf. Und - eine letzte Sache muss ich noch loswerden - wie kann man denn direkte Rede ohne Anführungszeichen schreiben? Das hat mich beim Lesen beinahe in den Wahnsinn getrieben. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es durchaus ein interessantes Buch ist, was mir persönlich jedoch leider kein Lesevergnügen bereitet hat. Schade, ich hatte mich nämlich seit Monaten auf das Buch gefreut. :( Mehr hier: http://wp.me/p5aiIx-JM

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  • Die wandernden Juden

    Neuland

    Lilli33

    08. February 2014 um 22:41

    Inhalt: Doris Vater braucht nach dem Tod seiner geliebten Frau eine Auszeit. Er reist nach Südamerika. Als Dori und seine Schwester lange nichts mehr von ihm gehört haben, machen sie sich Sorgen. Dori reist seinem Vater nach um ihn zu suchen. Auch Inbar nimmt sich eine Auszeit. Wie es der Zufall so will, landet auch sie in Südamerika, wo sie dann auf Dori trifft. Obwohl die beiden auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, fühlen sie sich zueinander hingezogen. Wenn da nur nicht Frau und Kind bzw. der Lebensgefährte in Israel auf sie warten würden… Meine Meinung: Ich kann mich den uneingeschränkt positiven Meinungen leider nicht ganz anschließen. Keine Frage, das Buch ist nicht schlecht. Eshkol Nevo hat etwas zu sagen und tut das auch in einer angenehmen Sprache. Allerdings lässt er sich beim Erzählen viel Zeit, zu viel für meinen Geschmack. Da gibt es doch etliche Längen und Wiederholungen. Die Wiederholungen kommen teilweise auch dadurch zustande, dass eine Szene aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Manchmal erfährt man so Neues, manchmal aber auch überhaupt nicht. Ich hatte auch ein kleines Problem mit den Protagonisten. Weder Dori noch Inbar waren mir wirklich sympathisch. So hat es lange gedauert, bis ich mich für ihre Geschichte interessieren konnte. Nachdem ich aber über zwei Drittel des Buches mit ihnen gereist war, hat es mich doch noch gepackt. Dagegen mochte ich den „Personenfinder“ Alfredo mit seiner lockeren, unaufgeregten Art sehr gerne, ebenso Inbars Großmutter Lili, deren Geschichte auch erzählt wird und die auch Auswirkungen auf die Geschichte von Dori und Inbar hat. Der Roman beinhaltet die Geschichten von vielen einzelnen Menschen, zusammengeschlossen in zwei Familien. Dori ist zwar ausgezogen, um seinen Vater zu finden, doch tatsächlich findet er zu sich selbst. Und auch Inbar macht eine große Entwicklung durch. In diesem Buch geht es zwar immer wieder um Juden, ihre Geschichte, ihre Besonderheiten, ihren Staat, ihre Kriege, doch vieles trifft auch auf jeden anderen Menschen zu.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • „Neuland“ ist ein großer Roman, ein sehr jüdisches Buch

    Neuland

    WinfriedStanzick

    19. December 2013 um 11:08

    Man wird diesen monumentalen neuen Roman des israelischen Schriftstellers Eshkol Nevo nicht ganz verstehen bzw. ihn auf eine reine romantische Liebesgeschichte oder einen dramatischen Familienroman reduzieren ohne den Hinweis auf die gewollte Nähe zu Theodor Herzls utopischem Roman „Altneuland“, der im Jahr 1902 erstmals erschien und in dem er sechs Jahre nach seinem sachlich-konzeptuellen Buch „Der Judenstaat“  seine Utopie einer jüdischen Gesellschaftsordnung in Palästina beschrieb.   Nun ist seit 1948 der Staat Israel ein zwar von vielen seiner Nachbarn nach wie vor bekämpftes Faktum, doch von den ursprünglichen Utopien oder Ideen, wie sie in der Kibbuzbewegung lebendig wurden, ist im heutigen Staat Israel nicht mehr viel zu spüren. Nicht nur durch die Besetzungspolitik, auch durch viele Kriege ist die israelische Demokratie angeschlagen. Viele israelische Schriftsteller haben in ihren Romanen der letzen Jahre immer wieder dieses Thema behandelt und versucht, neue Szenarios zu entwerfen, wie Juden und Palästinenser ohne den religiösen Einfluss der Orthodoxen auf beiden Seiten in Zukunft friedlich miteinander leben könnten. Dieser Rekurs auf die Vergangenheit und ihre Bedeutung für die Zukunft einzelner Menschen und Familien, aber auch des ganzen Landes zieht sich durch Eshkol Nevos Buch wie ein roter Faden. Der Roman überspannt mehrere Generationen, von der Flucht Lillis, die jetzt eine alte, von Demenz bedrohte Frau ist, 1939 aus Warschau, wo sie ihren Vater zurücklassen musste, was sie nie verwunden hat, über Rumänien bis nach Palästina, bis zu einer eher freiwilligen Flucht im Jahr 2006, als der etwa sechzig Jahre alte Meni Peleg, ein ehemaliger, im Jom Kippur Krieg dekorierter Offizier plötzlich seinen Rucksack packt, und seinem Sohn Dori und seiner Tochter Zeela mitteilt, er wolle nun eine längere Zeit in Südamerika verbringen. Ähnlich wie die vielen jungen Israelis, die, nicht selten an ihrer Seele verwundet, nach ihrem Militärdienst, sich eine Auszeit nehmen und als Backpacker in exotische Gegenden, oft nach Südamerika gehen.   Als Berater war Meni Peleg nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch in Israel ein sehr bekannter Mann. Als seine Frau stirbt, mit der er glücklich verheiratet war, kommt er aus der Spur, zumal sich über Jahrzehnte verdrängte und vergessene Traumata aus dem Krieg bemerkbar machen.   Seine Familie akzeptiert notgedrungen diesen Entschluss, doch als  kurz nach seiner Abreise seine Telefonate immer merkwürdiger werden und er schließlich mitteilt, er werde sich nun eine lange Zeit nicht mehr melden, bricht sein Sohn Dori mit der Unterstützung seiner Frau auf, um seinen Vater mit Hilfe eines professionellen einheimischen Vermisstensuchers, den sie im Internet entdeckt haben, zu finden und nach Hause zu holen. Dori ist ein sehr engagierter Geschichtslehrer und ein liebevoller Vater dem es schwer fällt, seinen sehr auf ihn  fixierten Sohn zurückzulassen.   In Peru, nicht lange nachdem er zusammen mit Alfredo, dem menschlichen Spürhund, seine Suche begonnen hat, trifft Dori auf die junge Israelin Inbar. Die erfolgreiche Radiomoderatorin ist, nachdem sie ihre Mutter in Berlin besucht hat, die dort mit einem Deutschen zusammenlebt, kurz entschlossen nicht nach Israel zurückgekehrt, sondern hat den erstbesten Flug nach Lateinamerika gebucht. Auch sie ist „verwundet“, wie Meni Peleg das später beschreiben wird. Sie hat den Tod (war es ein Selbstmord?) ihres jüngeren Bruders beim Militär nicht verwunden. Inbar ist die Enkeltochter jener oben erwähnten Lilli, die sich auf dem Schiff, das sie 1939 von der Schwarzmeerküste nach Palästina brachte, in einen Mann namens Jizchak Fimstein verliebte, der später der Großvater von Dori Peleg werden sollte. Und sie ist zusammen mit Eijtan, einem Mann, der in der Folge ein ungewöhnliches und beeindruckend liebevolles Verständnis aufbringen wird für die Flucht seiner Partnerin.   Doch all das erfahren Dori und Inbar erst zu einem späteren Zeitpunkt ihrer gemeinsamen Reise. Denn Inbar schließt sich Dori und Alfredo an bei der Suche nach Meni Peleg. Eine abenteuerliche Reise wird dort geschildert über mehrere lateinamerikanische Länder. Immer wieder unterbrochen durch Rückblicke in das schwierige Beziehungsgeflecht der beiden Familien und ihrer Geschichte, die eng bezogen wird auf die bis in den frühen Zionismus reichende Geschichte Israels. Dori und Inbar nähern sich einander an, ohne dass es zu einer von beiden phantasierten Liebesbeziehung kommt.  Als sie schließlich in Argentinien erfahren, wo der Vater steckt, was mit ihm geschehen ist und was ihn bewegt, da wird die Bezugnahme von Eshkols „Neuland“ zu Herzls „Altneuland“ überdeutlich, ohne die man den ganzen Roman nicht verstehen kann.   „Neuland“ ist ein Roman über Israel, seine Kriege und die vielen Wunden seiner Bürger. Alte aus der Shoah und viele neue aus den zahlreichen Kriegen, ohne die Israel längst nicht mehr existierte. Ein Roman, der zeigt, wie diese Wunden schwären und schmerzen und wie sie rufen nach einer Alternative für die Zukunft, für das Land und für seine Menschen.   „Neuland“ ist ein großer Roman, der wie kaum ein anderer Roman zuvor mit deutlicher Stimme den Ruf  nach einer Erneuerung der israelischen Gesellschaft erschallen lässt. Es ist ein sehr jüdisches Buch, trotz seiner unübersehbaren israelischen Züge, weil es seine Figuren um keinen Preis entkommen lässt. Dabei geht es Eshkol Nevo niemals um richtig oder falsch, sondern immer um menschliches Empfinden. Eine wunderbare poetische Fiktion.  

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  • Ein beeindruckender Roman

    Neuland

    reading-books

    12. December 2013 um 18:23

    In Neuland wird die Familiengeschichte zweier Menschen erzählt und durch sie auch die Geschichte ihrer Familie. Als Leser bekommt man also nicht nur eine oder zwei Personen nähergelegt sondern ein ganzes Geflecht aus Personen und Beziehungen. Dadurch gibt es auch nur bedingt zwei Hauptfiguren in Neuland, denn in verschiedenen Rückblicken, ergänzenden Darstellungen und Nebengeschichten werden auch diese immer wieder abgelöst. Das könnte dieses Buch durchaus etwas unübersichtlich machen, doch im Gegenteil. Neuland ist ein Roman mit einem emotionalen Tiefgang, der mich überraschte und umhaute. Dieses Buch kann man nur schwer in einem Rutsch durchlesen, denn die Fülle der Informaitonen ist teilweise fast erdrückend - ohne jedoch anstrengend zu sein. Neuland ist meiner Meinung nach einer der ganz großen Romane aus 2013 und sollte in jedem Fall einmal gelesen werden.

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