Esi Edugyan

 3,8 Sterne bei 91 Bewertungen
Autorin von Washington Black, Washington Black und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Esi Edugyan

Esi Edugyan wurde 1977 in Calgary/Kanada geboren. Sie studierte an der University of Victoria und an der Johns Hopkins University und war Stipendiatin am Fine Arts Work Center in Provincetown und der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart. Sie lebt in Victoria/Kanada.

Alle Bücher von Esi Edugyan

Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9783847900597)

Washington Black

 (81)
Erschienen am 30.09.2020
Cover des Buches Spiel's noch einmal (ISBN: 9783458357834)

Spiel's noch einmal

 (3)
Erschienen am 10.11.2011
Cover des Buches Diese Fremden (ISBN: 9783937158273)

Diese Fremden

 (0)
Erschienen am 05.10.2007
Cover des Buches Washington Black (ISBN: B07WQXWP4F)

Washington Black

 (1)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9783785781814)

Washington Black

 (0)
Erschienen am 27.11.2019
Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9781781258972)

Washington Black

 (4)
Erschienen am 30.08.2018
Cover des Buches Half-blood Blues (ISBN: 9781846687754)

Half-blood Blues

 (1)
Erschienen am 31.05.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Esi Edugyan

Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9783847900597)loveliness avatar

Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

"Washington Black" - Esi Edugyan
lovelinesvor 2 Monaten

>>“Oh, aber das ist gar kein Grab, Kind“, raunte er. „Es ist ein Eingang, ein Übergang. Der Weg in die Zukunft. Hab keine Angst. Wir alle müssen hinabsteigen, bevor wir aufsteigen können.“<<
„Washington Black“ von Esi Edugyan – ein Buch, zu dem es mir so so schwer fällt die richtigen Worte zu finden, die all das ausdrücken, was in mir tobt! Diese Geschichte ist nahezu poetisch erzählt, mit wundervollen Bildern, aber auch mit gewaltigen Bildern, auf die ich so nicht vorbeireitet war. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die so greifbar und schwer ist, dass es für mich kaum möglich war, mich dem Buch und dieser wortkräftigen, gewaltigen, einfühlsamen, ehrlichen Geschichte zu entziehen. Es ist nicht nur die Geschichte eines Sklavenjungen, letztlich spinnen sich hier so einige Fäden und führen zum großen Ganzen. Was bleibt und ist, und zwar von Beginn an, ist ein tiefer schwerer Schmerz, der mich sehr bewegt hat und sicher noch lange lange nachhallen wird...
Für mich ist dieses Buch ganz klar eines meiner Lebens-Lese-Highlights🌟

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Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9783847900597)Flohs avatar

Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

Ein Kaleidoskop der Faben eines Schwarzen Sklaven!
Flohvor 3 Monaten

Zitat Seite 206: „… wie furchteinflößend und unergründlich die weite Welt war, wenn man nirgendwohin und zu niemandem gehörte“. George Washington Black und seine Erzählungen haben mich sehr überwältigt und berührt. Ein Roman mit Bezug zur Gegenwart und zur Gesellschaft. Sehr großartig und bunt erzählt!


 


Meine Rezension zu diesem bewegenden und starken Buch soll eine besonders lobende Liebeserklärung an diesen Roman darstellen! Die mir zuvor noch unbekannte Autorin Esi Edugyan hat mit „Washington Black“ einen Roman geschrieben, der mich sehr überrascht, fasziniert, bewegt, schockiert, unterhalten, belehrt, gelehrt und stark berührt hat, der Gefühle erzeugt hat, der durch Worte Bilder gezeichnet hat und der den Anstoß gegeben hat, sich bestimmten Konflikten und Themen zu stellen und auch andere Perspektiven und Blickwinkel wahrzunehmen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Rezension diesem bewegenden Buch gerecht werde und meine ehrliche Begeisterung und Freude, aber auch Kritik und Verwunderung über diesen wunderschönen und doch sehr heftigen, dramatischen, traurigen, ungefilterten und bewegenden  Roman zu Papier bringen kann. Das Talent dieser Autorin durch Worte Bilder zu zeichnen und Stimmungen auf die Leserschaft zu übertragen ist eine literarische Perle, absolut heftig und knallhart von der Thematik und unglaublich sanft, poetisch, malerisch und liebevoll im geschriebenen Wort. Ein Buch, welches gefunden werden will, und sich nicht aufdrängt. Dieses Buch besitzt durch seine Gesellschaftskritik, durch sein Thema und seine bildreiche Sprache eine enorme Aussagekraft und lässt den Leser mit seinen Gedanken manchmal allein, um ihn dann wieder abzuholen und neue Eindrücke und Dimensionen erfahren zu lassen. WOW. Wer hat so ein Buch schon mal gelesen?


Hier beweist die engagierte und abitionierte Autorin Esi Edugyan, zu was Worte und Erzählungen fähig sind, auch wenn sie surreal anmuten, der Kern der Aussage bleibt. Mit welcher Emotionsgewalt und welcher Sprachkunst im geschriebenen Wort zu finden sind und wie man sie in einem Roman bündelt um die Leserschaft zu begeistern und mitzunehmen.


 


Ich habe in Edugyans Feder etwas gefunden, was mir unglaublich gut gefällt und mir diese Abenteurer-Flucht-Gesellschaftsgeschichte sehr nahe bringt. Ein sehr bildreicher und poetischer Schreibstil mit einer knallharten Wahrheit und Schärfe, die an die Gesellschaft appelliert. Perspektivenwechsel und viele weitere moralische und ethische Gewissenfragen, mit denen man sich unweigerlich auseinandersetzt, wenn man Seite um Seite dieses Romans genießt und spürt und im Ende keine klare Antwort findet. Die kanadische Autorin mit ihrer schriftstellerischen Leidenschaft und ihren Herzensangelegenheiten hat eine besondere Stärke und Aussagekraft, sie schreibt aus Sicht der Protagonisten und Charaktere in ihrem Buch (allen voran natürlich aus Washs armer Sklavenseele und Position heraus), Edugyans Stil wirkt dadurch losgelöst und auf die Protagonisten adaptiert, sie wirkt absolut in die Geschichte versunken und talentiert und selbstbewusst und sie hat sich als Autorin wunderbar intensiv mit ihrem umfangreichen Themenkomplex, der weit über die Sklaverei hinausragt, befasst und ihr gelingt es einen formvollendeten Roman daraus zu machen, der den Leser am Ende des Drama mit offenem Mund stehen lässt und ihn merken lässt, dass er womöglich keine Antworten gefunden hat, obwohl es so viele Antworten auf die Fragen gab. Kling besonders, oder? Ist es auch.


Erschienen im eichborn Verlag / Bastei Lübbe


 


Inhalt / Beschreibung (Text von der Verlagshomepage übernommen):


„Barbados, 1830: Der Sklavenjunge Washington Black lebt und arbeitet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar flieht von der Plantage in einem selbst gebauten Heißluftballon. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.“


 


Handlung:


Vielleicht erwartet man einen Roman, ausschließlich über die Grausamkeiten der Sklaverei, vielleicht erwartet man einen Roman über die Wissenschaft a la Jule Verne, vielleicht denkt man beim Anblick des Covers und beim Lesen an einer Art Abenteuerroman oder gar an die Geschichten von Huckleberry Finn… Und genauso vielfältig und individuell die Erwartungen an diesen Roman sind, genauso wird er die Leser und Leserinnen mit seiner Entwicklung und seinen Wandlungen im Verlauf des Plots überraschen. Die Handlung und Aussage des Romans, zeigt sich, wie so oft bei der Schönheit vieler Dinge, im Auge des Betrachters, hier des Lesers. Das macht es besonders Spannend und einzigartig. Hier hat die Autorin Esi Edugyan ein sehr gutes Stilmittel gefunden und einen Roman von überwältigender Vielfältigkeit und Aussage geschaffen. CHAPEAU. Wer neugierig ist, darf gern einen Blick auf meinen jeweiligen Lesestatus werfen und eine Ahnung davon bekommen, in welchen Facetten und Farben sich dieser Roman über einen schwarzen Sklaven im 19. JH auf einer Zuckerrohrplantage zeigt:


Hier gern meine persönliche Lesechronik mit Lesestatus (ACHTUNG: er könnte Spoiler enthalten):


https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Floh/lesestatus/2818059698/


In diesem Buch geht es um weit mehr, als nur die Abhandlung des Klapptextes oder der Inhaltsangabe. Dieses Buch geht absolut in die Tiefe und wird aufgrund seiner Intensität den Blick und die Anschauung der Leser berühren oder gar verändern. Es geht um einen Schwarzen Jungen, und dennoch ist dieser Roman ein Kaleidoskop der Farben und Facetten. Ein kleiner Junge, der als Sklave geboren wurde und allein durch die Wärme von der raumeinnehmenden Big Kit auf den Feldern von Faith etwas Geborgenheit und Halt verspürt. Doch George Washington Black bietet sich einst die Möglichkeit, den Fängen zu entkommen und zu fliehen. Kann ein gebrannter und gezeichneter schwarzer Junge jemals frei sein? Ist die Flucht erst der Anfang oder das Ende? In ihrem Werk, schildert die mit Preisen ausgezeichnete kanadische Autorin Esi Edugyan ein Gesellschaftsdrama, welches die Ängste und Nöte von Sklaven und Visionären aufgreift. Im Fokus steht hier ein damals vielleicht 8 oder 9 Jahre alter Junge, George Washington Black, genannt Wash, der sich an dem Bruder seines Masters Titch Wilde heftet und seine Begeisterung für Konstruktionen, Bauwerke, Wissenschaft und UZeichnungen teilt und ihm dadurch eine verbotene Tür in die Welt geöffnet wird. Abenteuerlich flieht Wash mit seinem Freund aus Faith und steigt in die Lüfte empor. Ein Leben der Freiheit? … …. Mit fatalen Folgen…. Viele ereignisreiche Tage später, die einer weiteren Flucht gleichkommen, in denen Wash Entscheidungen treffen musste, die anderen Sklaven hinter sich lassen musste und später von Titsch allein in der Artis gelassen wurde, Wash, auf dem ein Kopfgeld ausgesetzt wurde, der seinen gefährlichen Weg nach Nova Scotia, England und Amsterdam, sowie Marrakeschmeist allein bewältigen und überstehen musste. Und doch gab es immer treue Begleiter an Washs Seite, besonders die faszinierende Tanna, die Tochter des legendären Meeresbiologen Goff.


Dadurch, dass dieses Buch weit mehr als nur ein Flüchtlingsdrama abhandelt, ist es absolut dicht, geballt, bewegend, intensiv, menschlich und kritisch mit der Menschheit und den Wertevorstellungen der verschiedenen Welten selbst. In diesem Buch habe ich sehr viele Ansätze gefunden um zu sinnieren und zu reflektieren. Begünstigt durch die bildreiche Sprache, die vielen unglaublichen Textstellen, die ich mir als Zitate bewahre, und den Kern aller moralischen Themen. WOW. Wechselnde Erzählperspektiven aus Sicht von Little Bee und ihrer Flucht und Suche nach einer Heimat und aus Sicht von Christopher Wilde und seinen Familienangelegenheiten, von Tanna, Big Kit… , ein Wechsel der Erzählweise voller Menschlichkeit, Offenheit, Wärme, Poesie, Bilder und Herzschmerz, Geschichten die es zu entschlüsseln gilt… Vom Inhalt möchte ich einfach gar nicht zu viel verraten. Dieses Buch handelt von einfach zu vielem um es einzeln zu definieren. Ein Komplex aus menschlichen Handlungen und Gefühlen, beeinflusst von der Kultur und Gesellschaft. Ein Buch, welches für ungefilterte Gefühle, Intensität und Weltanschauung sorgt.


Die Autorin (Text von der Verlagshomepage übernommen):


„Esi Edugyan lebt in Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Washington Black ist ihr dritter Roman und wurde von Publikum und Kritik gefeiert. Er stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2018 und wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet.“


Äußeres / Cover:


Ich habe das Buch sofort intensiv bestaunt, die Skizzierung des Wolkenkutters lässt auf einen Abenteuerroman schließen, ist es in gewisser Weise auch. Doch wie sehr der Roman mit seinem Äußeren harmoniert, das hat mich sehr fasziniert. WOW. Nicht nur das Cover zeichnet Bilder, die Worte der Autorin zeichnen diese ebenso klar und fein. Das Cover ist absolut schön gewählt, es hat Bezug zum Inhalt und man bleibt unweigerlich mit dem Blick auf das Buch hängen. Eine kluge Kombination, die zu Assoziationen einlädt. Gefällt mir in Bezug auf den Kern (die vielen Kerne) des Romans sehr gut.


 


Schreibstil:


Als ich dieses Buch mit seinen ersten Zeilen begonnen habe, so war ich schon gleich von der atemberaubenden Aussagekraft dieser Autorin gefangen genommen, auch wenn ich zunächst einige Seiten brauchte, um mich einzulesen und mich zu orientieren. Das Buch wird mich noch lange berühren und beschäftigen, vor allem da das Ende mich etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Antworten, die zu finden sind, aber irgendwie nicht gefunden werden. Dieses Buch treibt den Leser zu wirklich poetischen Gedanken an. Bereits die ersten Zeilen und Esi Edugyans besonderes Stilmittel besitzen Tiefe. Voller Mut, Offenheit, Wagnis und Glaube an ihre fiktive und sogar manchmal surreale Geschichte, setzt die Autorin ihren Roman fort und nimmt seine Leser mit in die Geschichte von Wash, seiner freiwillig unfreiwilligen Flucht, seiner mehr als seiner Kindheit beraubten Jahre bis zu einem freien Mann, der vielleicht niemals mehr frei sein kann. Esi Edugyans geschriebenen Worte erzählen nicht nur einen authentischen, dramatischen, herzlichen und schmerzlichen Roman, ihre mit Bedacht gewählten  Worte erzeugen Bilder, die man sowohl positiv gemalt, als auch negativ dargestellt nie wieder vergisst. Dieser Schreibstil ist einfach der Wahnsinn, ich habe so viel Emotionen und Charme und Witz noch nie so intensiv erlebt und gelesen. WOW. Völlig unbefangen und mit einem offenen und differenzierten Blick führt uns die Autorin in fremde Welten, weite und unbarmherzige Länder, Klima, Kargheit, Unberrechenbarkeit, Wissenschaft, Visionen, Katastrophen und gesellschaftliche Etikette. Ich habe begonnen, mir besonders eindringliche und schöne Zitate, sowie appellierende Passagen zu markieren, glaubt mir, dieses Buch ist voll davon!


Und in genau diesen ehrlichen Zitaten besagt die Autorin in einem Wortlaut, worum es in diesem Buch überhaupt geht: „Du hast mich nie als deinesgleichen angesehen. Du warst mehr darum besorgt, dass die Sklaverei einen moralischen Makel auf den Weißen hinterließ, als um die tatsächliche Zerstörung, die sie unter Schwarzen anrichtete.“ (Zitat Seite 495)


Die bemerkenswerte Autorin beweist es auf jeder Seite, in jeder Zeile und sogar zwischen dem geschriebenen Wort immer wieder: Sie hat einen unglaublich einmalig nahen und sehr authentischen Schreibstil, der diesen wichtigen und gesellschaftskritischen Roman so eindringlich und unvergesslich intensiv werden lässt. Der gekonnte Wechsel der Weltanaschauuungen, ein Wechsel aus Hoffnung und Zuversicht und den ernüchternden Feststellungen als Sklave für immer stigmatisiert zu sein. Die  talentierte Schriftstellerin Edugyan hat einen wunderbaren und unverwechselbaren  Schreibstil, voller Wucht und Wortgewalt und Aussage, ich bin ihrem Erzähl- und Schreibkünsten hoffnungslos verfallen, ich habe dieses Buch sehr genossen, mit Herz und Seele und Verstand. Dieses Buch setzt ein Denkmal! Ein Denkmal aus Worten so ehern wie Stahl oder Stein. Das Buch liest sich sehr gut, trotz der emotionalen Schwere der Thematik, die Sätze sind von angenehmer Länge, nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert gestaltet, sehr verständlich zu lesen. Das Buch wird von so vielen wunderbaren Zitaten und Botschaften durchzogen, die die bildhafte und eindringliche Sprache und Aussage der Autorin unterstreichen und sogar Witz und Ironie der Dinge erlauben. Perfekt würde ich sagen.


Ein ganz besonderer Schreibstil, sprachlich ist dieses Buch von der kanadischen Autorin Esi Edugyan  durch das gewählte Thema und die Art der Umsetzung doch schon ein kleines Meisterwerk, aussagend und bedeutend ist es ein Denkmal.


Charaktere:


Der Klapptext des Buches weist bereits darauf hin, dass hier zwei Welten aufeinander treffen. Schawrz und Weiß und dazwischen vielleicht etwas Grau. Ob Grau die Freiheit sein könnte? Oder Bunt, wie das Leben? Mit einer Wucht, die den Leser umhaut. Ich möchte zu den Protagonisten im Buch gar nicht zu viel verraten, denn die einzelnen Charakterstudien aller (besonders die von Wash, Titch und Tanna Goff) fordern den Leser arg heraus und man wird unweigerlich Position zu einzelnen Handlungen für sich beziehen, die sich schnell wieder revidieren oder festigen. Edugyan hat hier eindringliche Psychogramme geschaffen und ich muss zugeben, dass Schwarz oder Weiß einfach nicht klar abzugrenzen ist. Sei es Menschlich, politisch, emotional, gesellschaftlich, ethisch oder moralisch. Das Buch greift durch seine besonderen und herausragenden Skizzierungen der Protagonisten sehr tief und man wird sich wirklich lange damit befassen, warum etwas so geschah, wie es geschah. Nicht nur mit der Fluchtgeschichte wird man sich hier befassen, sondern auch mit Egoismus, Menschlichkeit, Courage, Gewissen, Wahrheit und Geheimnis, Affären, persönliches Glück und Erfüllung, Mut und Wagnis…. Visionen, Wissenschaft, Forschung und Eitelkeit, Ruhm und Ehre….Einfach alles, was den Menschen und die Gesellschaft ausmacht. Und das aus zwei Welten, die aufeinanderprallen. Hochachtung!


 


Kritikpunkte:


Das Ende bleibt für mich eine kleine Enttäuschung, ein Fragezeichen, was mir die Vollkommenheit des Romans schmälert und einen Sternabzug bedeutet. Aber das ist mein persönliches Empfinden.


 


Fazit:


Danke, liebe Autorin Esi Edugyan für diesen facettenreichen Roman mit seiner Entwicklung und seinen brillanten Farben. Das bunte Kaleidoskop eines Schwarzen. 4 Sterne!  

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Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9781781258972)buchstabentraeumes avatar

Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

Wenn Träume fliegen lernen
buchstabentraeumevor 4 Monaten

Ich hatte mir von dem Buch im Ergebnis mehr erwartet. Die Geschichte des kleinen Sklavenjungen, der aus seinem eintönigen, grauenvollen und aussichtslosen Leben jäh herausgerissen wird, um ein völlig anderes Dasein zu erfahren, ist zwar gut durchdacht und auch authentisch erzählt, fesselt jedoch nicht so wie erwartet. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen, die der Autor meines Erachtens so nicht beabsichtigt haben kann. Der Leser begleitet den Protagonisten über Jahre seines Lebens hinweg und durch die halbe Welt, aber es gelingt nicht, sich in die Hauptperson so hineinzuversetzen, dass der Leser selbst erfahren kann, was es heißt, die Fesseln des Sklaventums hinter sich zu lassen und eine neue Welt voll Wissen, Wärme und Anstand zu entdecken. Dass der Protagonist in der Geschichte über sein vorgezeichnetes Schicksal hinauswächst und kraft seines eigenen Geistes und seiner Stärke seine Träume zum Fliegen bringt, bleibt unbenommen. Allerdings bleibt auch der Nachgeschmack einer unvollendeten Geschichte.


Fazit: Manche Geschichten sollten reifen, um zu wahrer Größe zu gelangen.

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