Esi Edugyan

 3.8 Sterne bei 73 Bewertungen
Autorin von Washington Black, Spiel's noch einmal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Esi Edugyan

Esi Edugyan wurde 1977 in Calgary/Kanada geboren. Sie studierte an der University of Victoria und an der Johns Hopkins University und war Stipendiatin am Fine Arts Work Center in Provincetown und der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart. Sie lebt in Victoria/Kanada.

Alle Bücher von Esi Edugyan

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Cover des Buches Washington Black (ISBN:9783847906650)

Washington Black

 (66)
Erschienen am 30.08.2019
Cover des Buches Spiel's noch einmal (ISBN:9783458357834)

Spiel's noch einmal

 (3)
Erschienen am 10.11.2011
Cover des Buches Diese Fremden (ISBN:9783937158273)

Diese Fremden

 (0)
Erschienen am 05.10.2007
Cover des Buches Washington Black (ISBN:9783785781814)

Washington Black

 (0)
Erschienen am 27.11.2019
Cover des Buches Washington Black (ISBN:B07WQXWP4F)

Washington Black

 (0)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Washington Black (ISBN:9781781258972)

Washington Black

 (2)
Erschienen am 30.08.2018
Cover des Buches Half-blood Blues (ISBN:9781846687754)

Half-blood Blues

 (1)
Erschienen am 31.05.2011

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Neue Rezensionen zu Esi Edugyan

Neu

Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

Für mich ein ganz is Genre
PatriciaJanzenvor 21 Tagen

Die Geschichte beginnt 1830 auf einer ganz gewöhnlichen Zuckerrohrplantage in Barbados. Dort lebt und arbeitet der schwarze Sklavenjunge George Washington Black. Tagein, tagaus schuftet er, wie so viele andere, unter menschenunwürdigen Bedingungen und ohne eine Chance auf Perspektive und ein selbstbestimmtes Leben für einen britischen Geschäftsmann. Seine Situation ändert sich schlagartig, als der Wissenschaftler Titch, Bruder des Plantagenbesitzers, Wash auserwählt, um ihn bei seinen Forschungsarbeiten zu unterstützen. Wohin sein Weg den Jungen noch führen wird, und ob er es schaffen kann, der Sklaverei zu entfliehen und selbst über seinen Lebensweg zu entscheiden, erfahren wir in diesem vielfältigen und schönen Roman.


Allem in allem hat mir Washington Black gut gefallen. Die Bilder, die Esi Edugyan zeichnet und in meinem Kopf hat  entstehen lassen, sind wunderschön. Teilweise hat es mir allerdings etwas an Emotionen gefehlt. Der Schreibstil der Autorin war in meinen Augen eher berichtend als erzählen. Die Empfindungen von Wash konnte ich teilweise eher schwer nachvollziehen und als Protagonist blieb er mir eher fern. Sehr gemocht habe ich dafür aber viele der Nebencharaktere. Diese waren sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Der Lebensabschnitt auf dem wir Wash begleiten ist spannend und immer wieder kann man erkennen, wie er an seinen Hürden und den Steinen die ihm in den Weg gelegt werden wächst. Ebenfalls finde ich es toll, dass man Einblicke in die Zeit der Sklaverei und deren Umbruch erhält.

Das Ende von Washington Black war sehr offen - für mich ein bisschen zu offen, sodass mich das Buch leider leicht unbefriedigt zurück gelassen hat. Dennoch bin ich froh, es gelesen zu haben und möchte es an jeden weiterempfehlen, der Abenteuergeschichten mag ider sich für die Zeit der Sklaverei interessiert. Ich vergebe 4/5 🌟.

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Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

Auf dem Weg in die Freiheit
Caro_Lesemausvor 2 Monaten

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

Esi Edugyan hat eine berührende Geschichte geschrieben über den Sklavenjungen Wash, der durch Zufall ausgewählt wird, seinem Schicksal auf der Plantage zu entkommen. Als eine Art persönlicher Assistent eines weißen Erfinders eröffnen sich ihm neue Möglichkeiten. Der vormals ungebildete Junge entdeckt seine Begabungen und reift in allen Belangen. Die Autorin beleuchtet hierbei den Begriff der Freiheit in verschiedenen Facetten. Ich fand es berührend zu lesen, dass dem kleinen Wash am Anfang des Buches erstmal erklärt werden muss, was das überhaupt ist, diese "Freiheit" und wie er keinerlei Vorstellung davon aufbauen kann, weil es so fern seiner Lebensrealität ist. Im späteren Verlauf fragt man sich: Ist es schon Freiheit, nicht mehr auf der Plantage arbeiten zu müssen, aber dennoch einem weißen Mann zu Diensten zu sein? Im direkten Vergleich ist das hinsichtlich der körperlichen Arbeit sicherlich besser, doch der bittere Beigeschmack der Sklaverei bleibt erhalten. Die Autorin hat diesen Zwiespalt des Protagonisten (bzw. beider Protagonisten, wenn auch bei Titch eher zwischen den Zeilen) sehr gut dargestellt. Immer wieder schwingt diese Angst und Unsicherheit mit, das hat mir einen guten Zugang zum Protagonisten Wash verschafft.

Der Roman ist sprachlich sehr ansprechend ausformuliert (ich habe auf Englisch gelesen). Erzählt wird die Geschichte aus Wash Ich-Perspektive. Ich habe in verschiedenen Rezensionen gelesen, dass Wash Ausdrucksweise als nicht authentisch angesehen wurde, sie sei zu eloquent für einen ungebildeten Sklaven. Ich habe das gar nicht so empfunden. Er wird in jungen Jahren von der Plantage weggeholt und quasi "erzogen" bzw. ausgebildet, dazu gehörte auch Lesen und Schreiben zu lernen. Einen klar erkennbaren Unterschied gibt es gegenüber den Anfangskapiteln, wenn Wash sich mit einer anderen Plantagensklavin unterhält, hier sind die Dialoge eindeutig im Slang geschrieben. Es ist anzunehmen, dass er seine Lebensgeschichte zu einem viel späterem Zeitpunkt erzählt, insofern fand ich die Formulierungen passend für jemanden, der seinen Weg gemacht und seine Chancen genutzt hat. 


Fazit:

Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, auch wenn es kein neues Lieblingsbuch geworden ist. Empfehlen kann ich es allen, die sich für diesen Teil der Weltgeschichte interessieren, auch wenn hier der Fokus auf einem Einzelschicksal liegt und weniger die Arbeit direkt auf einer Plantage und das Schicksal einer Sklavengemeinschaft beleuchtet werden. 

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F

Rezension zu "Washington Black" von Esi Edugyan

Auf der Suche....
Frederik789vor 3 Monaten

Mit einfühlsamen Beschreibungen werden wir in die Zeit menschenverachtender Sklaverei und brutaler Lebensumstände entführt. Dabei gelingt es Edugyan, den Leser auf die phantasievoll und spannend beschriebene Suche des Protagonisten nach dem eigenen Leben in Freiheit mitzunehmen. Eine beeindruckende Lebens- und Zeitreise im Stile von Jules Verne.

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