Esi Edugyan Spiel's noch einmal

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Inhaltsangabe zu „Spiel's noch einmal“ von Esi Edugyan

Hieronymus Falk ist ein junger und außergewöhnlich talentierter Jazztrompeter, der eine goldene Zukunft vor Augen hat. Zusammen mit den "Hot-Time Swingers" spielt er im Berlin der dreißiger Jahre in Kellerbars heimlich, denn "schwarze Musik" ist nicht erlaubt. Seine Hautfarbe macht es nicht einfacher, die Gefahr, als Kind einer deutschen Mutter und eines afrikanischen Vaters von den Nazis verhaftet zu werden, steigt mit jedem Tag. Als jedoch die schöne Amerikanerin Delilah auftaucht, scheint nicht nur Hieros Traum wahr zu werden: Sie will die Band nach Paris holen zu keinem Geringeren als Louis Armstrong, um mit ihm eine Schallplatte einzuspielen. Doch die Ereignisse überschlagen sich und reißen alle Beteiligten mit in eine ungewisse Zukunft

Eine ganz tolle Geschichte. Sie hat mich in ihren Bann gezogen.

— genihaku
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Unsympathischer Protagonist mit zu leicht vergebenen Sünden.

— LiberteToujours
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    Spiel's noch einmal
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    08. September 2015 um 22:21

    Hiero Falk hat es als schwarzer Deutscher nicht leicht. Die Deutschen wollen ihn nicht, wegen seiner Hautfarbe. Die Franzosen wollen ihn nicht, weil er Deutscher ist. Aus Liebe zum Jazz reist er dennoch mit seiner Band nach Frankreich - in Berlin kann er sowieso nicht mehr bleiben. Und in Frankreich wartet kein geringerer als Louis Armstrong, der mit ihm eine Platte aufnehmen möchte. Doch die Ereignisse nehmen eine dramatische Wendung. Eigentlich hatte ich mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. Jazz in der Nazizeit war ja durchaus eine spannende Sache. Allerorts verfolgt und unterdrückt, aber dennoch niemals kleinzukriegen. Ich kenne kaum eine musikalische Richtung, die derart resistent gegen Hetze war. Somit faszinieren mich auch die dazugehörigen Musiker. Wer so sehr in etwas aufgeht, dass er Tod und Teufel in Kauf nimmt um davon nicht ablassen zu müssen, muss ein ganz beeindruckender Charakter sein. Und genau an denen hat es diesem Buch gemangelt. Wir hatten einige farblose Charaktere. Dann gab es Hiero - der sicher durchaus vielversprechend gewesen wäre. Aber obwohl sich die Geschichte um ihn gedreht hat, war seine Rolle alles andere als aktiv. Ein paar Auszüge aus seiner Jugend und dann lange Zeit nichts mehr. Die zwei eigentlichen Protagonisten kann ich nicht nur als unsympathisch, nein, ich muss sie als charakterschwach bezeichnen. Sünden und Verrat zur NS Zeit sind sicherlich teilweise unter Druck geschehen. Davon war aber hier eigentlich nicht viel zu sehen. Vielmehr wurde Sid von Neid getrieben, von Neid auf den jüngeren, talentierteren, erfolgreicheren Falk. Und diese Sünde wiegt in jedem Zeitalter gleich. Nur waren hier die Folgen eben gravierender. Psychologisch kann ich die Reaktion seiner Freunde am Ende, nach seinem Geständnis, auch absolut nicht nachvollziehen. Ich will hier nicht spoilern, aber bei einem derart weitreichenden Vergehen kann man die Sache danach nicht einfach mit einem leichten Lächeln ausschweigen. Alter hin oder her. Mich hat's also nicht gepackt, ich fand die Idee grandios und die Umsetzung absolut mangelhaft. Schade.

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