Löwenmutter

von Esma Abdelhamid 
4,1 Sterne bei8 Bewertungen
Löwenmutter
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Inhaltsangabe zu "Löwenmutter"

In »Löwenmutter« erzählt Esma Abdelhamid ihre 15-jährige Leidensgeschichte. Die junge Tunesierin wurde mit 19 Jahren an einen Landsmann zwangsverheiratet. Sie kam nach Deutschland, in ein ihr völlig unbekanntes Land, dessen Sprache sie weder sprach noch verstand, und bekam drei Kinder. Zwölf Jahre verbrachte sie in Hamburg. Nachdem ihr Mann die Kinder nach Tunesien entführt hatte, fand sie endlich den Mut und die Kraft, ihn zu verlassen. Sie flüchtet in ein Frauenhaus, lernt Deutsch, erkämpft das Sorgerecht und beginnt endlich ihr eigenes Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783810501912
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:316 Seiten
Verlag:Krüger Verlag
Erscheinungsdatum:05.02.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Engelsgesicht77s avatar
    Engelsgesicht77vor 8 Jahren
    Rezension zu "Löwenmutter" von Esma Abdelhamid

    Ganz ehrlich gesagt bin ich froh im 20. Jahrhundert und in diesem Land geboren zu sein.

    Möchte nicht den Leidensweg wie Esma durchmachen müssen. Sie wurde mit 19 in Tunesien zwangsverheiratet. Ist mit dem gewalttätigen Ehemann nach Deutschland gekommen, in den 12 Jahren hat sie kein Wort Deutsch gelernt. Konnte schon in ihrer Heimat weder schreiben und lesen. Hat nie die Liebe kennengelernt. Des Weiteren hat sie drei Kinder bekommen.

    Ganz plötzlich lässt der Mann die Kinder entführen und sich scheiden. Für Esma beginnt ein Kampf um ihre Kinder und der Ausbruch der Gefangenschaft, außerdem lernt sie es selbstständig zu werden.

    Ein sehr ergreifender Tatsachenbericht.

    Eigentlich gar nicht mein Genre, aber es war lesenswert!

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    Cibo95s avatar
    Cibo95vor 8 Jahren
    Rezension zu "Löwenmutter" von Esma Abdelhamid

    Eine wahre Geschichte, über die ich mich furchtbar aufgeregt habe ... ich hasse es, wenn Frauen mies behandelt werden, weil sie "halt Frauen sind" und ich hasse es, dass Frauen sich das gefallen lassen. Zwangsehe, Prügel, Demütigung, Gewalt ... die Geschichte von Esma ist hart, leider wahr und zeigt mir, dass man froh sein kann, in einem Land geboren zu sein, in dem man frei aufwachsen kann. Der Erzählstil der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen, daher eine mittlere Bewertung. Wenn man das Buch liest, denkt man, dass alle Frauen in Tunesien verprügelt und zwangsverheiratet werden. Ich habe in dem Buch einen Anhang vermisst, der zum Thema Stellung nimmt. Mich würde interessieren, ob es in Tunesien auch anständige Männer gibt ... wahrscheinlich ja, aber das kommt in dem Buch nicht rüber. Hier sind alle Männer Idioten, die Frauen verprügeln und ansonsten im Café rumhängen, wenn sie keine Arbeit haben.

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    endorfinchens avatar
    endorfinchenvor 9 Jahren
    Rezension zu "Löwenmutter" von Esma Abdelhamid

    Als Esma 19 Jahre jung ist, sucht ihr Vater ihr einen für sie fremden Mann aus, den sie kurze Zeit später heiraten wird. Als dieser sie mit nach Deutschland nimmt, wird ihr auf der Fahrt nach Hamburg schon bewusst, was die nächsten Jahre auf sie zukommen wird.
    Ihr Mann ist eiskalt, jähzornig und hält sehr an alten, arabischen Traditionen fest.

    In Deutschland darf Esma die Wohnung nicht verlassen, sie bekommt keinen Schlüssel, darf nicht alleine einkaufen gehen und kennt Hamburg nur durch ihre Fensterscheiben. Von dort sieht sie das erste Mal Schnee, sieht wie die deutschen Frauen sich kleiden und recht selbstständig durchs Leben gehen.

    Nach relativ kurzer Zeit wird sie das erste Mal schwanger - Gott sei Dank ein Sohn. Esma hat neun Monate dafür gebetet, dass das Kind, was in ihr heranwächst ein Junge wird. Sie hofft, dass ihr Mann dadurch stolz auf sie sein könnte, netter zu ihr wird und ihr Leben sich dadurch bessert.
    Als die Wehen einsetzen wird sie von ihrem Mann im Krankenhaus abgesetzt und er taucht erst wieder auf, als sein Sohn das Licht der Welt erblickt hat.
    Sie ist alleine im Krankenhaus, weiß nicht im geringsten was da auf sie zukommen wird und zualledem versteht oder spricht sie die Sprache nicht.

    Ihr Mann verändert sich auch nicht, durch die Geburt des zweiten Sohnes. Er ist nach wie vor jähzornig und abweisend zu ihr. Immer wieder macht er ihr klar, dass er sie nur der Tradition wegen geheiratet habe, sie ihm Kinder schenken soll und sich um diese zu kümmern habe.

    Nachdem das zweite Kind geboren wurde besorgt sich Esma heimlich die Pille, sie will nicht wieder schwanger werden, denn ihr fällt es schon mit zwei Kindern schwer genug.
    Sie steht zwar morgens auf, kümmert sich darum, dass die Kinder sauber und ordentlich das Haus verlassen, aber ein richtiges Verhältnis entwickelt sich zwischen ihr und den Kindern nicht. Sie kann ihnen nicht bei den Hausaufgaben helfen, sie nicht fragen, wie es in der Schule war - weil sie die Sprache nicht beherrscht.
    Auch ihr Mann will nicht, dass sie einen Deutschkurs besucht. Also fügt sich Esma.

    15 Jahre hat sie sich gefügt, sich schlagen, Vergewaltigen und demütigen lassen. Nicht fähig sich gegen ihren Mann zu stellen, ihn zu verlassen. Weil sie es nicht gelernt hat. Esma wurde traditionell erzogen und Entscheidungen zu treffen gehört sich nicht für eine Frau. Damals hat dies ihr Vater für sie übernommen und heute ist es die Aufgabe ihres Mannes.

    Als er ihr allerdings die Kinder wegnimmt wird Esma plötzlich wach. Sie bietet ihm die Stirn und kämpft für ihre Kinder. Nach zwei Jahren Sorgerechtsstreit werden ihr endlich die Kinder zugesprochen. In der Zwischenzeit hat Esma sich ein Leben, eine Existenz in Deutschland aufgebaut und endlich kommt der Tag, an dem sie ihre Kinder wiedersieht.

    "Löwenmutter" hat mich von ersten Seite an gefesselt und schockiert zugleich.
    Man lernt Esma als junges Mädchen kennen, wie sie naiv und unselbstständig die Befehle ihres Vaters entgegennimmt und ausführt. Als eines Tages ihr zukünftiger Ehemann bei ihrem Vater um ihre Hand anhält, beglückwünschen alle anderen sie, er wäre ein guter Mann, er lebe schließlich in Deutschland, habe ein schnelles Auto und Geld.

    Als sie dann nach Deutschland kommt beginnt für sie der Kampf um alles. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache und sie ist vom ersten Moment auf sich alleine gestellt. Ihr Mann geht arbeiten, ist selten zu Hause und wenn, dann macht er ihr Vorwürfe wegen Nichtigkeiten, schlägt und vergewaltigt sie.
    Sie wird insgesamt viermal schwanger, das vierte Kind lässt sie mit Hilfe ihrer Mutter abtreiben und danach beginnt der Kampf um ihre drei Kinder, die bei dem Onkel des Kindsvaters in Tunesien leben.

    Esma hatte nie eine liebevolle Kindheit und hat auch alltägliche, normale Gesten wie sich z. B. in den Arm zu nehmen nie kennengelert. Aus ihrem Elternhaus kannte sie nur Schläge und diese "Tradition" hat ihr Ehemann auch weitergeführt.

    Für Esma war es schwer eine liebevolle Beziehung und Bindung zu ihren Kindern aufzunehmen. Immer wieder kam sie an ihre Grenzen, musste gegen deutsche und tunesische Gesetze kämpfen und nebenher Erwachsen und selbstständig werden.

    Ich ziehe vor Esma meinen Hut, sie ist nach jedem Fall immer wieder aufgestanden und jeder Niederschlag hat sie stärker gemacht.
    Sie hat mich beeindruckt und natürlich auch traurig und nachdenklich gemacht.
    Es hat mich sprachlos gemacht, die unterschiedlichen Kulturen nebeneinander zu sehen, aufgezeigt zu bekommen, dass Tradition und Ehre in manchen Ländern mehr wert sind als die Gerechtigkeit.

    Ein Buch das mich schwer beeindruckt und mir durchweg Gänsehaut bereitet hat. An Esma und ihre Geschichte werde ich mit Sicherheit noch lange denken müssen ...

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    S
    Sunni85aavor einem Jahr
    veri1986s avatar
    veri1986vor 4 Jahren
    B
    Babygirlvor 9 Jahren
    mollymoons avatar
    mollymoonvor 9 Jahren
    Indochines avatar
    Indochinevor 9 Jahren

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