Estelle Meens

Lebenslauf

Estelle Meens wurde 1976 geboren und lebt in Lüttich (Belgien), wo sie auch die prestigeträchtige Kunsthochschule Saint-Luc besucht hat. Sie hat zahllose Kinderbücher illustriert. Seit 2006 arbeitet sie zudem als Malerin und als Animatorin an Zeichner-Praktika.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Estelle Meens

Cover des Buches Die kleine Maus und das goldene Blatt (ISBN: 9783765558382)

Die kleine Maus und das goldene Blatt

 (9)
Erschienen am 01.09.2021
Cover des Buches Eine dicke Lüge (ISBN: 9783038933007)

Eine dicke Lüge

 (3)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Lillis allergrößter Wunsch (ISBN: 9783765569364)

Lillis allergrößter Wunsch

 (0)
Erschienen am 01.05.2012

Neue Rezensionen zu Estelle Meens

Cover des Buches Die kleine Maus und das goldene Blatt (ISBN: 9783765558382)
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Rezension zu "Die kleine Maus und das goldene Blatt" von Catherine Metzmeyer

✎ Catherine Metzmeyer - Die kleine Maus und das goldene Blatt
a_different_look_at_the_bookvor 8 Monaten

Eigentlich hat mich bereits der Satz "Natürlich nur die schönsten." im Klappentext stutzig gemacht, doch ich wollte der Geschichte gerne eine Chance geben ...

Der Anfang ist noch ganz nett gemacht, denn der Herbst wird in ein positives Licht gerückt.
Doch dann fängt es bereits an: 

Pippa sucht nur "nach den schönsten, gleichmäßig gezackten, seidigsten, glattesten Blättern".
Das entspricht nicht der Kindersicht - zumindest nicht meiner Erfahrung nach. Meine Tochter sammelt nämlich ebenso löchrige, poröse, angeknabberte, braune Blätter. Ich war, als ich das das erste Mal sah, selbst erstaunt, weil meine persönliche Vorstellung von "schön" eben abgeweicht ist.

Wir sprachen über ihre Wahl und sie meinte:
"Schau, hier hat vielleicht ein Wurm dran geknabbert."
"Dieses [poröse] Blatt ist schon fast gestorben."

Ich habe das ebenso in einer Bastelstunde mit Kindern zwischen 1 und 3 Jahren beobachtet: Es lagen ganz viele verschiedene Blätter auf dem Tisch und die Kinder durften damit ein Bild kleben. Die Erwachsenen nahmen ausschließlich vollkommene Blätter. Kinder suchten sich auch welche mit Macken aus.

Die Geschichte geht dann damit weiter, dass die kleine Maus ihre Angst überwinden möchte, um an ein ganz besonders schönes Blatt ran zu kommen. Doch statt von ihren Freunden Unterstützung zu erfahren, wird sie lediglich beschimpft.
Ein Tier meinte dann auch zu ihr: "'Na, du hast ja Mut, wenn du in deinem Alter noch so hoch kletterst!'" Welches Alter? Das wird nie erwähnt. Und spielt zudem keine Rolle.

Ich möchte meinem Kind nicht vermitteln, dass es um jeden Preis etwas versuchen soll. Kinder müssen lernen, Gefahren realistisch einzuschätzen oder um Hilfe zu bitten. Hier wird beides ignoriert.

Weiter geht es damit, dass Pippa fällt und dann erst alle Tiere herbeigeeilt kommen. "Die ganze Welt scheint sich um sie zu sorgen. Fast hätte sie vergessen, wie viele gute Freunde sie hat." Aha. Wo waren die Freunde vorher? Warum muss erst etwas passieren, bevor man sich deren besinnt?

Natürlich wird dann weiter auf ihr herumgehackt, weil sie sich in Gefahr begeben hat. Adultismus ist in dieser Erzählung an der Tagesform.

Am Ende sind alle bei der Maus zu Hause und sehen (und wundern sich), wie viele Blätter sie bereits gesammelt hat. Sofort möchte ein anderes Tier ebenfalls etwas sammeln.

"Die kleine Maus und das goldene Blatt" gefällt mir von vorne bis hinten nicht. Ich sehe da nichts von Freundschaft, von Hilfsbereitschaft. Stattdessen gibt es lediglich Vorwürfe und Ermahnungen.

Unser Exemplar wird unser Regal wieder verlassen, auch wenn mir die herbstlichen Illustrationen wirklich gefallen haben.

©2023 a_different_look_at_the_book

Cover des Buches Eine dicke Lüge (ISBN: 9783038933007)
M

Rezension zu "Eine dicke Lüge" von Thierry Robberecht

Eine dicke Lüge
Mitherzundbauchvor 2 Jahren

Worum geht es?

Lucas schießt den Fußball aus Versehen direkt durch die Scheibe der Küche. Oh nein! Papa ist stinksauer. Lucas schiebt die Schuld kurzerhand auf seine kleine Schwester Elena, weil er Angst vor Papas Reaktion hat. Und Elena bekommt jetzt eine Woche Nachtisch-Verbot. Ihre Proteste werden nicht gehört und Lucas merkt, dass er sich mit der Lüge gar nicht wohl fühlt. Er kann nicht einschlafen, wälzt sich herum und er hat ein drückendes Gefühl im Bauch. Das Gefühl ist so groß wie ein Elefant und kommt überall mit hin. Er begreift, dass es nur eine Lösung gibt!


Meine Meinung:

Wer hat nicht schon mal aus Angst vor Konsequenzen gelogen? Ich auf jeden Fall, als Kind sogar ziemlich oft. Jede:r kennt wahrscheinlich das Gefühl, das Lucas nach seiner Lüge mit sich herumträgt. Sehr schwer wiegt, dass seine Schwester an seiner statt bestraft wird. Sie findet das im Buch nicht nur unfair, sondern weint bittere Tränen, als alle anderen Nachtisch bekommen.  Und so lässt uns die Geschichte in verschiedene Gefühle hineinfühlen und sie nachempfinden. Besonders gelungen finde ich das schwere Gefühl der Lüge, das Lucas als Elefant verfolgt, im Weg steht und ihn behindert. Und zwar so lange, bis er sich dem Gefühl stellt und die Wahrheit sagt. Kinder ab etwa 4 Jahren können so an das Thema „Lügen“ herangeführt werden. Es bieten sich schöne Gesprächsanlässe auch zu Mitgefühl, Strafen (die Erwachsene ja gern Konsequenzen nennen 🥺) und gute und schlechte Lügen. 


Fazit: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses schön Illustrierte und lehrreiche Buch, das trotz der Tränen sehr versöhnlich endet.

Cover des Buches Eine dicke Lüge (ISBN: 9783038933007)
Lia48s avatar

Rezension zu "Eine dicke Lüge" von Thierry Robberecht

Wenn Lügen zu schwer auf einem lasten...
Lia48vor 2 Jahren

INHALT:
Lucas spielt mit seiner Schwester Elena im Garten. Plötzlich landet der Fußball versehentlich im Küchenfenster. Das Glas zerspringt in tausend Teile!
Als Papa wütend wissen möchte, was passiert ist, schiebt Lucas die Schuld auf seine kleine Schwester, die daraufhin eine Woche kein Dessert mehr bekommt.
Elena ist traurig. Sie hat doch gar nichts getan!
Und Lucas fühlt sich mit seiner Lüge gar nicht gut. Er mag nicht mehr spielen und kann abends nicht einschlafen. Die Lüge liegt ihm richtig schwer im Magen und wird schließlich so groß wie ein Elefant!
Was soll er bloß tun?


MEINUNG:
Das Bilderbuch eignet sich gut, um mit Kindern ab ca. 4 Jahren (vielleicht auch schon mit fitten 3-Jährigen) über die Themen Lügen und Wahrheit ins Gespräch zu kommen. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich in Lucas, aber auch in Elena hineinzuversetzen, deren Gefühle gut auf den schönen Illustrationen an Mimik und Gestik zu erkennen sind. Vielleicht haben sie selbst schon mal eine ähnliche Situation erlebt?
Die Lüge, die einem Wollknäuel ähnlich sieht und schließlich zu einem großen Elefanten wird, der schwer auf Lucas lastet, fand ich eine tolle Idee, um sie Kindern zu verbildlichen! Auf diese Weise wird die emotionale Last deutlich, die durch das Lügen auf einem liegen kann.

(SPOILER 😉): Als Lucas dann auch noch damit konfrontiert wird, wie traurig Elena nun seinetwegen ist, entschließt er sich, doch mit der Wahrheit herauszurücken. Der Elefant, die ganze Last fällt von dem Jungen ab. Und Elena und er sind einander nicht mehr länger böse.
Das zeigt den Kindern, dass es sich durchaus lohnen kann, mit der Wahrheit herauszurücken und es emotionale Erleichterung verschaffen kann. Wunderbar!

Leider muss ich anmerken, dass ich die erzieherische Rolle des Vaters nicht gerade als vorbildlich einordnen kann. Durch das Nachtisch-Verbot werden Lebensmittel als Erziehungsmittel „zweckentfremdet“. Essen sollte nicht als Belohnung oder Strafe eingesetzt werden. Dies kann auf Dauer zu einem gestörten Verhältnis zum Essen führen.
Besser wäre in solchen Fällen das Prinzip der Wiedergutmachung gewesen: Der Vater hätte gemeinsam mit Lucas/ den Kindern die Scherben zusammenkehren und nach einer neuen Fensterscheibe schauen können. Und vielleicht gibt es in der Nähe noch geeignetere Plätze zum Fußballspielen?
Dass der Vater mit Lucas schimpft, als dieser schließlich doch mit der Wahrheit herausrückt, fand ich auch nicht optimal. Er hätte sich auch bei ihm bedanken können, dass er zugibt, was ihm passiert ist, was bestimmt besser für ihr Vertrauensverhältnis gewesen wäre.
Die Betrachter*innen des Buches könnten aus der Vater-Figur des Buches für sich schließen, dass sie in einer solchen Situation bestraft werden und Erwachsene schimpfen, wenn sie nach Missgeschicken die Wahrheit erzählen. Das finde ich nicht optimal gelöst.

FAZIT: Das Bilderbuch lässt mich zwiegespalten zurück. Was die Rolle des Vaters angeht, bleibt bei mir bzgl. Bestrafung (Nachtischverbot) und dem Schimpfen, leider ein sehr flaues Gefühl im Magen zurück. Doch die Grundbotschaft, dass Lügen schwer auf einem lasten und auch unsere Mitmenschen verletzen können und, dass die Wahrheit befreiend wirken kann, wird im Buch anschaulich und für Kinder verständlich vermittelt.

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