Esther Bejarano Esther Bejarano: Erinnerungen

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Inhaltsangabe zu „Esther Bejarano: Erinnerungen“ von Esther Bejarano

»Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein ganz großes Glück, ein unheimliches Glück.« Dies sagt eine Frau von sich, deren Eltern und Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden; die selbst die unfassliche Grausamkeit des Vernichtungslagers Auschwitz er- und überlebt hat: Esther Bejarano. In ihren Erinnerungen, die hier erstmals in deutscher Fassung vollständig vorliegen, erzählt sie in einer einfachen Sprache, die das Ungeheuerliche umso eindringlicher hervorruft, von der Shoa, von großem Leid und Verlust. Doch enden ihre Aufzeichnungen hier nicht: Sichtbar wird auch ihre Kraft, die es ihr ermöglichte, nach und trotz diesen Erfahrungen weiterzuleben. Nach langem Schweigen ist sie zu einer Kämpferin gegen das Vergessen geworden, die ihre Geschichte an Schulen erzählt und mit den Mitteln der Musik gegen jede Art von Intoleranz angeht. Die Aufzeichnungen werden ergänzt durch ein Gespräch Esther Bejaranos mit der italienischen Journalistin Antonella Romeo. Mit einem Grußwort der Hamburger Kultur-Senatorin Barbara Kisseler und einem Vorwort des Mailänder Historikers Bruno Maida sowie einer freundschaftlichen Anmerkung der Journalistin und Schauspielerin Peggy Parnass. Die beigefügte DVD zeigt ein Interview mit Esther Bejarano und Ausschnitte eines gemeinsamen Konzerts mit der Rap-Gruppe Microphone Mafia (Regie: Elena Valsania). Esther Bejarano ist eine wahrhaft außergewöhnliche Frau, die, nachdem sie lange Zeit geschwiegen hatte, seit mehr als dreißig Jahren gegen das Vergessen angeht: Sie, die Auschwitz überlebt hat, hält Vorträge an Schulen, gibt Konzerte, deren Programm für Toleranz und gegen jede Art von Rassismus, Rechtsradikalismus und Ausgrenzung eintritt; sie ist Vorsitzende des Auschwitz-Komitees, geht auf Demonstrationen. In diesem Buch sind ihre Erinnerungen versammelt: Sie erzählt von der Shoa, von den Konzentrationslagern Ausschwitz und Ravensbrück, von ihrer Zeit als Akkordeonistin im Mädchen-Orchester von Auschwitz. Und sie erzählt von der Befreiung, vom Neuanfang in Israel, wo sie ihren Mann kennenlernt, eine Familie gründet, unter schwierigen Bedingungen eine Ausbildung als Sängerin macht und als Musiklehrerin arbeitet; sie schreibt über die Rückkehr nach Deutschland und darüber, wie sie sehr langsam doch ankommt im Land der Täter, Vertrauen fasst, innige Freundschaften schließt. Esther Bejaranos unermüdliches Eintreten gegen das Vergessen ist so vielfältig – das Musizieren gemeinsam mit anderen nimmt dabei eine besonderer Rolle ein –, und es ist Zeugnis ihrer tiefen Lebendigkeit, die auch die traumatischen Erlebnisse nicht töten konnten. Esther Bejarano, wurde am15. Dezember 1924 in Saarlouis als Esther Loewy geboren. Als Tochter eines Oberkantors verschiedener jüdischer Gemeinden wurde sie 1941 in das Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert und am 20. April 1943 mit allen anderen Insassen des Arbeitslagers und weiteren über 1.000 jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sogenannten »Mädchenorchester von Auschwitz«. Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche entfliehen. Esther Bejarano ist seit Jahrzehnten im Kampf gegen Alt-Nazis und Rechtsradikalismus aktiv, in öffentlichen Reden, Stellungnahmen, Schulbesuchen und als Mitglied verschiedener Musikgruppen, derzeit mit der antifaschistischen und antirassistischen Rap-Band Microphon Mafia. Sie wurde inzwischen mit zahlreichen Ehrungen bedacht und lebt in Hamburg. Antonella Romeo, 1962 in Turin geboren, ist freie Journalistin und Autorin. Sie hat 17 Jahre in Hamburg gelebt, wo sie u.a. für Die Zeit und für Radio Colonia (WDR) gearbeitet hat. Von ihr ist das Buch La deutsche Vita erschienen (Hoffmann und Campe, 2004 Hamburg - Edizioni SEB 27, 2007 Torino). Sie lebt seit 2007 wieder in Turin.

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