Esther Kinsky

 3,9 Sterne bei 159 Bewertungen
Autorin von Hain, Rombo und weiteren Büchern.
Autorenbild von Esther Kinsky (© zehnseiten.de)

Lebenslauf von Esther Kinsky

Sie ist in ihrer Vielseitigkeit sehr erfolgreich: Esther Kinsky wird am 12. September 1946 in Engelskirchen geboren, wächst aber hauptsächlich in der Nähe von Bonn auf. Seit 1986 ist sie als Übersetzerin für englische, polnische und russische Literatur tätig. Außerdem veröffentlichte sie in Zeitschriften Kurzprosa und Lyrik. Seit 1987 erscheinen zudem Kinderbücher von Kinsky und 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Sommerfrische". Kinsky lebt heute in Berlin und Battonya. 2009 wird die Autorin mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet. 2011 und 2014 ist sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Auch 2018 steht sie mit ihrem Roman "Hain: Geländeroman" unter den Nominierten für den Buchpreis der Leipziger Buchmesse.

Neue Bücher

Cover des Buches Am Fluß (ISBN: 9783751801188)

Am Fluß

 (2)
Erscheint am 30.03.2023 als Taschenbuch bei Matthes & Seitz Berlin.
Cover des Buches Rombo (ISBN: 9783518473115)

Rombo

 (10)
Erscheint am 13.03.2023 als Taschenbuch bei Suhrkamp.
Cover des Buches Gedankenspiele über die Hoffnung (ISBN: 9783990591321)

Gedankenspiele über die Hoffnung

Erscheint am 03.04.2023 als Gebundenes Buch bei Droschl, M.
Cover des Buches Weiter Sehen (ISBN: 9783518225448)

Weiter Sehen

Erscheint am 17.04.2023 als Gebundenes Buch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Esther Kinsky

Cover des Buches Ur und andere Zeiten (ISBN: 9783311100188)

Ur und andere Zeiten

 (20)
Erschienen am 28.11.2019
Cover des Buches Unrast (ISBN: 9783311100126)

Unrast

 (18)
Erschienen am 11.02.2019
Cover des Buches Hain (ISBN: 9783518469514)

Hain

 (16)
Erschienen am 08.04.2019
Cover des Buches Sandberg (ISBN: 9783518464045)

Sandberg

 (11)
Erschienen am 10.12.2012
Cover des Buches Inishowen Blues (ISBN: 9783596153756)

Inishowen Blues

 (13)
Erschienen am 01.06.2003
Cover des Buches Der Schrank (ISBN: 9783423129237)

Der Schrank

 (9)
Erschienen am 01.11.2001
Cover des Buches Taghaus, Nachthaus (ISBN: 9783311100201)

Taghaus, Nachthaus

 (10)
Erschienen am 29.11.2019
Cover des Buches Rombo (ISBN: 9783518473115)

Rombo

 (10)
Erscheint am 13.03.2023

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Esther Kinsky

Cover des Buches Rombo (ISBN: 9783518473115)
Aischas avatar

Rezension zu "Rombo" von Esther Kinsky

Die Welt ist nicht mehr dieselbe
Aischavor 2 Monaten

Der Klappentext verspricht eine meisterhafte Erzählung über gleich zwei schwere Erdbeben im italienischen Friaul im Jahr 1976. Dieses Versprechen wurde für mich nur teils eingelöst.

Auf den ersten Seiten hat die Melange aus poetischen Naturbeschreibungen und beklemmenden Mythen noch einen gewissen Reiz, nicht zuletzt aufgrund ihrer Andersartigkeit. Doch bald schon kippt die Erzählung ins Sperrige, die ausufernden Schilderungen der Landschaften wie auch Darstellungen von Stimmungwechseln in den Bergen, die mit sich verändernden Licht- und Wetterverhältnissen einhergehen, haben mich nur noch ermüdet.

Dazwischen sind Erinnerungen von sieben Dorfbewohnern eingefügt, die abwechselnd (wohl als Reaktion auf eine Befragung, dies bleibt nebulös) von ihrem Erleben der Erdbeben berichten. Auch diese Passagen haben mich weitgehend unberührt gelassen. Zu emotionslos, zu distanziert wird hier erzählt: Ich habe dies getan. Ich habe das getan ... Ab und an findet man eine kleine literarische Perle: "Ich glaube, ein Chor klingt deshalb so schön, weil sich jeder etwas anderes beim Singen denkt." Oder: "Die Erinnerung ist ein Tier, das aus vielen Mäulern bellt." Doch dazu muss man sich durch endlos scheinende Abschnitte ohne jedwede Spannungsdramaturgie kämpfen.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Rombo (ISBN: 9783518430576)
renees avatar

Rezension zu "Rombo" von Esther Kinsky

Erschütterung
reneevor 4 Monaten

In "Rombo" wirft die Autorin Esther Kinsky einen Blick auf die norditalienische Natur, einen Blick auf die Erdbeben in Norditalien von 1976, einen Blick auf die dortigen Menschen, einen Blick auf die Friauler, eine rätoromanische Bevölkerungsgruppe. Allerdings sind diese Blicke zu distanziert und auch zu sprunghaft, und erscheinen in meinen Augen auch zu wenig geordnet und gerade durch dieses Ungeordnete und Distanzierte hält mich die Autorin auch irgendwie auf Abstand.
Obwohl sieben Menschen dieser abgelegenen Gegend von ihren Leben berichten, von ihrem Erleben des Erdbebens berichten, stellt sich bei mir nur ein kleiner Lesesog ein. Eigentlich müsste mich das Geschehen berühren, denn diese Schilderung des Verschwindens bekannter Strukturen, dieser Zwang zum Neuanfang durch die Unbilden der Natur für diese sieben unterschiedlichen Charaktere sollten eigentlich zu mir durchdringen. Nur geschieht dies nicht. Ich verbleibe seltsam unberührt und wie danebenstehend, verfolge auch nicht atemlos das eigentlich dramatische Geschehen, sondern habe eher das Gefühl, dass dieses Geschehen so nebenbei um mich herum plätschert, ohne groß zu mir durchzudringen. Was ich recht schade finde. Aber leider fühle ich mich auch an das Leseerlebnis mit dem Vorgänger "Hain" erinnert. Vielleicht finde ich einfach keinen Zugang zu Esther Kinskys Schreibe. Ich hatte mir gedacht, da ich dieses Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2022 vorfand, dann probiere ich es noch einmal mit Esther Kinskys Schreibe. Aber wahrscheinlich ist dies nicht die richtige Autorin für mich.
Denn dieses dramatische Geschehen 1976 im Friaul im Nordosten von Italien hat eigentlich genug dramatischen Charakter, um mich zu berühren, mich zu ergreifen und intensiv bei mir zu landen. Und auch die wenig bekannte Region des Friaul und die rätoromanischen Bewohner der Gegend sollten eigentlich mein Interesse wecken. Dass dieses Buch so plätschernd an mir vorbeizieht, finde ich schade und dieses Leseerlebnis weckt nicht unbedingt die Neugier auf weitere Bücher aus Esther Kinskys Schreibe. Es sei denn sie stehen wieder auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Dann lese ich vielleicht doch noch ein Buch von Esther Kinsky.

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Cover des Buches Rombo (ISBN: 9783518430576)
yellowdogs avatar

Rezension zu "Rombo" von Esther Kinsky

Sieben Stimmen
yellowdogvor 5 Monaten

Rombo von Esther Kinsky ist ein fein und genau geschriebenes Buch über zwei Erdbeben im Jahr 1978 in Italien.

Kinsky entwickelt eine sprachliche Poetik, die sich in einem prägenden Sound entlädt. Einerseits lässt sie sieben Figuren wie Zeitzeugen zu Wort kommen, andererseits bindet sie dazwischen Passagen ein, die die ländliche Umgebung, die Fauna und Flora betrachten. Aber auch die Stimmen der berichtenden Menschen, die zum Zeitpunkt der Beben überwiegend noch Kinder waren, werden melodiös und zu einem eigenständigen Motiv.

 

Mit der Zeit wiederholt sich aber viel und das Buch ist auch viel zu lang. Das nahm dem Buch für mich ein wenig, doch als Leseerlebnis bleibt es bestehen. Was auch bleibt ist die Bewunderung für die sprachliche Eleganz der Autorin.

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Zusätzliche Informationen

Esther Kinsky wurde am 11. September 1956 in Engelskirchen (Deutschland) geboren.

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