Esther Vilar Eifersucht

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  • Rezension zu "Eifersucht" von Esther Vilar

    Eifersucht

    MonikaAlice

    19. March 2011 um 23:02

    Dieses absolut lesenswerte Buch enthält gleich zwei Geschichten: Bei der ersten handelt es sich – so der Klappentext – um ein Drama für drei Faxmaschinen. Und der Leser wird nicht enttäuscht: Eine Faxmaschine geht an, rattert und man befindet sich mitten im Buch und damit im Lesevergnügen. Die Empfängerin des Faxes, eine erfolgreiche Anwältin, wird durch die Nachricht mit zwei Tatsachen konfrontiert. 1. Ihr Mann liebt eine andere Frau. 2. Diese liebt ihren Mann. Als wenn dies noch nicht genug wäre, wohnt die Kontrahentin auch noch im selben (Hoch-)Haus. Sofort entspinnt sich in rasanter Faxabfolge der Kampf um den Göttergatten, ein Netz der Vorwürfe aber auch Versuche des Leugnens. Durch die Kontrahentin ermöglicht, kann die Anwältin in einem Versorgungsraum einen Beobachtungsposten einnehmen, einen Blick in das neue Liebesnest des Gatten werfen und sich Gewissheit verschaffen. Resignation, Verzweiflung und Traurigkeit werden von einem anderen Gefühl schon bald abgelöst – denn auch nach dem offiziellen Auszug des Mannes wird der Beobachtungsposten besetzt und der Blick ins fremde Schlafzimmer immer häufiger riskiert um sie zu spüren: die Eifersucht. Jenes Gefühl, was einen Menschen zerfressen, ihn aber auch zu emotionalen Höchstleistungen führen kann. Bald ist für beide Frauen nichts mehr wie es war. Insbesondere, als sich ein drittes Faxgerät einschaltet und damit eine neue Kontrahentin zu Wort kommt... Dreh- und Angelpunkt der zweiten Geschichte ist - natürlich neben der Eifersucht - ein Tonbandgerät. Auf diesem sammelte ein Opernsänger und Hausbootbesitzer über 1500 Liebesschwüre der Damenwelt. Doch ist auch die eine, die eine TREUE dabei? Der zweite Teil Vilars Werk steht unter dem Motto „Nur eine tot Frau ist eine treue Frau“ und beleuchtet das Thema Eifersucht nunmehr aus einer männlichen Perspektive. Insbesondere die erste Geschichte des Buches ist so wie ich es liebe...voller Biss und Witz, mit überraschenden Wendungen, einem denkwürdigen Ende und in rasanter Abfolge. „Eifersucht“ prägte meine besondere Vorliebe für Brief-, E-Mail, oder eben Faxromane. Faxe - diese nunmehr etwas veraltet anmutende Kommunikationsform beschleunigt die Handlung und lässt für den Leser viel Raum für eigene Gedanken über die Charaktere, deren Umfeld, Aussehen und ihre Gedankenwelt sich natürlich nur aus den Mitteilungen an die verhasste Gegenspielerin erahnen lassen. Der zweite Teil des Buches ist nicht minder geistvoll geschrieben, gelangt aber nicht zu dem rasanten Lesevergnügen des ersten Teils. Trotzdem ist er durchaus lesenswert. Auch wenn man Vilars bekannte Ansichten zum Feminismus nicht teilt, wird man in „Eifersucht“ einige Wahrheiten finden und oft zustimmend lächeln müssen. Die erste Geschichte des Buches wurde übrigens in den letzten Jahren häufiger fürs Theater inszeniert und begeisterte dort (sehr gute Schauspielerinnen vorausgesetzt) die Zuschauer. Auch in diesem Jahr scheint „Eifersucht“ auf einigen Spielplänen zu stehen. Ein Besuch lohnt sich ganz bestimmt!

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