Rezension zu "The Wheel Spins: aka The Lady Vanishes (British Library Crime Classics, Band 116)" von Ethel Lina White
DG_AmbronnVon Autorin Ethel Lina White wird die Anekdote erzählt, sie habe ihrer Erbin im Testament auferlegt, einen Arzt zu engagieren, der ihr vor der Bestattung ein Messer ins Herz stößt. So groß war ihre Angst, lebendig begraben zu werden. In eine ähnlich angstbesetzte Situation stellt sie die Heldin ihres Romans Iris Carr. Die freundet sich auf der Reise von einem nicht namentlich genannten Ort im Hochgebirge zurück nach England mit Winnie Froy an, aber dann verschwindet Miss Froy und alle Menschen im Zug behaupten, es habe diese Frau nie gegeben. Iris Carr ist angesichts dieser scheinbaren Verschwörung hin und her gerissen zwischen Wut, Zweifeln und der Angst, den Verstand verloren zu haben. Dann kamen Frank Lauder und Sidney Galliat daher und machten für Hitchcock ein Filmdrehbuch aus der Geschichte. Die beiden wurden später selbst erfolgreiche Filmregisseure und zwar in erster Linie von Komödien. Und das macht deutlich, worin sich Buch und Film unterscheiden. Da ein eher gruseliger Thriller und hier ein witziges, teilweise sogar burleskes Abenteuer. Das eine wie das andere hat seinen Reiz, und beide zu vergleichen macht zusätzlich Vergnügen.










