Eugen Drewermann Das Eigentliche ist unsichtbar : Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet.

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Inhaltsangabe zu „Das Eigentliche ist unsichtbar : Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet.“ von Eugen Drewermann

Das Buch erweitert den Horizont und hinterher liest sich "Der kleine Prinz" mit ganz neuen Eindrücken.

— Synapse11
Synapse11
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  • Rezension zu "Das Eigentliche ist unsichtbar : Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet." von Eugen Drewermann

    Das Eigentliche ist unsichtbar : Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet.
    Synapse11

    Synapse11

    28. September 2012 um 00:34

    Hoffnung wie Wasser in der Wüste Inhalt: “Unzähligen in unserem Jahrhundert ist die schönste Dichtung Antoine de Saint-Exuperys, sein Märchen vom "Kleinen Prinzen" zur Schlüsselerzählung ihres Lebens geworden. Der "Kleine Prinz" bot ihnen Zuflucht in Stunden der Einsamkeit, Trost in Augenblicken der Enttäuschung und Hoffnung in Momenten der Verlassenheit; er war ihr unentbehrlicher Begleiter auf den oft langen Wegen des Suchens und der Sehnsucht, und seine verhaltene Traurigkeit war wie der Ort einer verständnisvollen Wärme inmitten einer Welt, die immer kälter wird.” (Vorwort S.5) E. Drewermann deutet in diesem Buch die “Bildersprache” des Buches “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupery. Da geht es um den Unterschied zwischen Gut und Böse, die Königskindschaft der Menschen, Weltanschauung mit religiöser Bildersprache und vieles mehr. E. Drewermann bezeichnet dieses Märchen als “das schönste Märchen des 20.Jahrhunderts” (S. 18) Meine Meinung: Was ist dran am “kleinen Prinzen”, der mit seiner ganz besonderen, beinahe traumhaften Art seiner Weltanschauung, vielen Menschen ans Herz gewachsen ist. “Der kleine Prinz” weckt Hoffnung und läßt mit einer unnachahmbaren Gefühlstiefe auch im Leser das Gefühl von Trost, Wärme und Geborgenheit zurück. E.Drewermann versucht in seinem Buch zu verdeutlichen, warum das so ist und schlüsselt die Bildersprache Stück für Stück aus tiefenpsychologischer Sicht auf. Beim lesen des Buches “Der kleine Prinz” wurden mir schon einige Aspekte deutlich, aber so tiefgründig wie in Drewermanns Erläuterungen konnte ich es bislang nicht verstehen. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, habe ich mir “Der kleine Prinz” nochmals durchgelesen, mit ganz neuen “Aha-Effekten” Aber der kleine Prinz ist nicht nur ein “Wesen vom anderen Stern” wie der Leser vielleicht an einigen Stellen glauben mag. Er kennt tiefe Traurigkeit, Kummer und Schmerz und sucht für sich und die Welt um ihn herum, einen Ausweg zu finden. E. Drewermann schreibt: “Es handelt sich um eine Geschichte, die mit der Schilderung einsetzt, was Erwachsene in einem Kind alles zerstören können, noch ehe sein Leben wirklich begonnen hat, und diese Dichtung, die dem Wort nach einem Erwachsenen gewidmet ist, richtet sich doch an das Kind, das dieser Erwachsene einst war.” (S.18) Es ist erstaunlich, wieviel Aspekte E. Drewermann aus dieser Geschichte heraus liest oder auch hineininterpretiert. Aber dies ist keineswegs irgendwie weit hergeholt, sondern erscheint schlüssig und real. Doch auch Drewermanns Gedanken werden von ihm selbst nochmal kommentiert und mit Zitaten weiterer Autoren ergänzt. Dabei holt er manchmal auch etwas weit aus. Hier hab ich ab und an nur “quer gelesen” weil mir einiges zu weit ausgeholt erschien. Dennoch kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Es erweitert den Horizont und hinterher liest sich “Der kleine Prinz” mit ganz neuen Eindrücken. Fazit: Ein rundum aufschlussreiches Werk mit vielen positiven Impulsen.

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