Eugen Maria Schulak , Rahim Taghizadegan Vom Systemtrottel zum Wutbürger

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Inhaltsangabe zu „Vom Systemtrottel zum Wutbürger“ von Eugen Maria Schulak

Wir alle gehören dazu: tagaus tagein bewegen wir die Rädchen im System! Wir haben uns zu mediengelenkten Massenmenschen entwickelt, die dem Konsum und der Informationspflicht dienen.Wir alle sind „nützliche Systemtrottel“– sagen die Philosophen Schulak und Taghizadegan. Doch der Systemtrottel hat ausgedient und weicht mehr und mehr der allgemeinen Empörung und dem wachsenden Protestwillen. Dieses Buch tritt zunächst an, den Wutbürger in uns zum Leben zu erwecken. Es ist aber letztlich die Aufforderung, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen. Die beiden Philosophen betreiben Aufklärung im besten Sinne – nicht mit erhobenem moralischen Zeigefinger, sondern auf amüsante und verständliche Weise. Zwar ist der Ernst, der sich hinter der vordergründigen Satire versteckt, bitter, und die Schelte trifft jeden von uns. Doch die Entlohnung ist wertvoll und wegweisend, denn die beiden Autoren sorgen für frische Luft in unseren Köpfen und Platz zum Denken. Sie versprechen uns entfremdeten Seelen die Wiederaneignung des Lebens und machen Mut, die Befreiung aus dem Hamsterrad anzutreten! Philosophisch gesprochen: dies ist der Garten, den es zu bestellen gilt.

Raus aus dem Hamsterrad! nach dem Buch wird einem so manches klarer ... Auch das Hörbuch mit Düringer ist toll!

— malano
malano

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  • Rezension zu "Vom Systemtrottel zum Wutbürger" von Eugen-Maria Schulak

    Vom Systemtrottel zum Wutbürger
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    25. October 2011 um 10:40

    Nicht nur in den europäischen Vorstädten brodelt es. In London zieht der Mob plündernd durch die Straßen, in Berlin werden jede Nacht Autos angesteckt. In Dutzenden von Metropolen überall auf der Welt haben sich junge und alte Menschen zusammengetan zu einer Bewegung, die sie „occupy“ nennen und die sich gegen die Macht der Banken und die Zerstörung einer irgendwie positiv gearteten Zukunft richtet. Doch viele Menschen sagen sich: wir leben doch in der besten aller Welten. Noch nie ging es uns so gut. Wir haben eine Demokratie und einen Rechtsstaat, die Gaststätten sind voll, die Menschen werden immer fetter. So einen Wohlstand hat es doch noch nie gegeben in der Geschichte! Wo also kommt diese beispiellose Wut her, die da generationenübergreifend wächst? Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, die beiden Philosophen Eugen Maria Schulak, der in Wien eine philosophische Praxis betreibt und der Austroiraner Rahim Taghizadegan, der unlängst mit dem Buch „Wirtschaft verstehen“ (Ecowin) Laien versuchte , die österreichische Schule der Ökonomie näher zu bringen, gehen davon aus, dass die Wut der Bürger in unseren Gesellschaften noch zunehmen wird. Auch deshalb, weil immer mehr Menschen erkennen, was die beiden schon lange ahnen bzw. wissen: unser unmenschliches und überbürokratisiertes System ist nicht mehr reformierbar. Das uns seit Monaten vorgeführte europäische Gerangel um diverse Rettungsschirme zeigt uns das exemplarisch. Es geht nur noch ums Geld, das die meisten nicht haben, bzw. ihnen noch genommen werden soll. Die einzelnen Menschen laufen derweil wie in einem Hamsterrad. Dass der Burn-Out als Krankheit bei Frauen und Menschen krass zunimmt, kann als Beleg dafür gelten. Ohne moralisch erhobene Zeigefinger entlarven die beiden Autoren den heutigen Menschen als einen angepassten Systemtrottel. Doch die vielen Proteste und die neuen soziale Bewegungen zeigen, dass der bald ausgedient haben wird. Doch nicht nur das: immer mehr Menschen ziehen sich aus ihrem Hamsterrad zurück, steigen aus, wechseln eine unbefriedigenden Arbeit, sind mit weniger Konsum zufrieden und beginnen ihren jeweils eigenen „Garten“ zu bearbeiten und zu pflegen. In insgesamt 10 Feldern zeigen die beiden Autoren die Zwänge und gleichzeitig die Möglichkeiten, diesen zu entkommen: • Information • Bildung • Beruf • Geld • Sicherheit • Gesundheit • Umwelt • Kultur • Beziehungen • Politik Sie nennen es eine „Abenteuergeschichte“, die keine Utopie sei. „Sie bezeichnet keinen unmöglichen Ort für unmögliche Menschen. Sie ist zwar unwahrscheinlich, doch wird sie Wirklichkeit durch Schritte, die klein genug für reale Menschen sind. Sie erfordert Unwahrscheinliches: Mut, Klugheit, Maß, Gerechtigkeit - Ideen, die so unwahrscheinlich sind wie das Wunder des Lebens und keine Spur weniger real.“ Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte hin zu einem selbstbestimmten Leben.

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