Eugen Sorg Die Lust am Bösen

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Inhaltsangabe zu „Die Lust am Bösen“ von Eugen Sorg

Was ist das für eine Gesellschaft, in der Menschen ihre Nachbarn nach Jahrzehnten friedlichen Zusammenlebens bestialisch foltern und töten? Schüler, die Passanten auf U-Bahnsteigen zu Tode treten? Pflegerinnen, die wehrlose Alte umbringen? Als Reporter reiste Eugen Sorg von der Schweiz aus in Bürgerkriegs- und Krisenregionen. Überall sah er Gewalt und erlebte, wie leicht und bereitwillig Scham und Gewissen außer Kraft gesetzt werden können. Sein Bericht ist eine unbequeme Antwort auf die Frage, warum ganz normale Menschen zu mitleidlosen Tätern werden.

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  • Rezension zu "Die Lust am Bösen" von Eugen Sorg

    Die Lust am Bösen

    Heinrich_Stefan_Noelke

    02. March 2011 um 08:31

    "Die meisten Menschen berauschen sich nicht an Ideen, sondern sie benutzen Ideen, um ihren Rausch zu legitimieren." Das schreibt Eugen Sorg in seinem Buch "Die Lust am Bösen". Das Böse existiert also. Es wird nicht ausschließlich in verkorksten Kindheiten oder den gesellschaftlichen Umständen geboren. Es ist einfach da: "Aber die Realität zeigte, dass es keinen teuflischen Generalstab brauchte, der Massenvergewaltigungen als geheime Kriegstaktik befahl, wie dies in westlichen Medien berichtet wurde. Auf diese Idee kamen die Burschen der Dorfmilizen von allein. ... Außer jenen wenigen, denen eine Pistole an den Kopf gehalten wurde, taten sie dies, weil sie es so wollten. Sie sind verantwortlich für ihre Taten: Die einen machten sich schuldig, der andere wurde ein stiller, unbekannter Held." Ich darf meine Mörder also einfach böse sein lassen. Das ist ein sehr befreiender Gedanke.

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