Eugene Chirovici

 4.3 Sterne bei 32 Bewertungen

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Das Echo der Wahrheit

Das Echo der Wahrheit

 (32)
Erschienen am 11.03.2019

Neue Rezensionen zu Eugene Chirovici

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Rezension zu "Das Echo der Wahrheit" von Eugene Chirovici

Das Echo der Wahrheit
Fornikavor 2 Tagen

Seit Jahrzehnten wird der vermögende Joshua Fleischer von einem Dämon getrieben. Mitte der Siebziger war er mit einem Freund in Paris, lernte dort die attraktive Simone kennen. Doch eine Nacht in einem Hotel sollte diese nicht überleben. Oder doch? Auf dem Sterbebett sucht Joshua mithilfe von Psychiater James Cobb nach der Wahrheit.

 Ich hatte mir von der Geschichte ein geschicktes Spiel mit Wahrheit, Einbildung und falscher Erinnerung erhofft, ein Puzzlespiel, das den Leser lange zum Narren hält. In Ansätzen war das alles da, insgesamt blieb es aber weit hinter meinen Erwartungen zurück. Der Autor hat es einfach nicht geschafft, die Suche nach der Wahrheit so zu gestalten, dass man sich als Leser bei der dritten Version von was-geschah-wie nicht doch ein bisschen langweilt. Gefühle wie etwa Verzweiflung über die eigene Unwissenheit sucht man bei den Protagonisten weitgehend vergebens; zumindest können sie vom Autor nicht recht transportiert werden. Trotz der Ich-Perspektive bleiben die Hauptfiguren fremd, der Erzählstil ist recht distanziert und kalt. Die Handlung ist hauptsächlich durch Gespräche von Therapeut Cobb mit verschiedenen Figuren geprägt, sonst passiert nicht sonderlich viel. Ich habe das Buch schon mit einem gewissen Interesse gelesen, fesseln und wirklich überzeugen konnte es mich nicht.

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Rezension zu "Das Echo der Wahrheit" von Eugene Chirovici

Erinnerungen
raveneyevor 2 Tagen

Nach einer Veranstaltung wird James Cobb durch einen Mann angesprochen, der ihn auf sein Anwesen in Maine einlädt um seine Dienste in Anspruch zu nehmen. James soll ihm helfen sich daran zu erinnern was 1976 in Paris passiert ist. Er befürchtet etwas schreckliches getan zu haben.


In seinem neuen Roman nimmt uns Eugene Chirovici mit auf eine Reise durch die Erinnerungen und Erlebnisse seiner Figuren und stellt dabei die Frage, ob man diesen Erinnerungen überhaupt trauen kann.

Erzählt wird die Geschichte in erster Linie durch den Ich-Erzähler James Cobb, der durch seinen Beruf als Psychiater einen ganz eigenen Blick auf die Macht und den Wahrheitsgehalt von Erinnerungen hat. Aber auch anderen Personen kommen auf die ein oder andere Art im Laufe der Geschichte zu Wort. Und hier beginnt das Verwirrspiel. Denn genau wie seine Charaktere sich in ihren Erinnerungen, so muss auch der Leser aufpassen sich nicht in den einzelnen Ebenen der Geschichte zu verirren. Denn auch wenn Chirovici auf den ersten Blick eine recht geradlinige Geschichte darlegt, so entfalten sich doch nach und nach immer mehr Ebenen und Abzweigungen, die es im Auge zu behalten gilt um nicht den Anschluss zu verlieren. So entwickelt sich aus der zuvor geradlinigen Geschichte eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte, die nicht nur nacheinander sondern auch nebeneinander spielen.

Das mag jetzt verwirrend klingen, aber der Autor hat es gleichzeitig geschafft dem Ganzen eine innewohnende Spannung zu verleihen, die es mir fast unmöglich machte das Buch zur Seite zu legen und mich zudem immer wieder auf neue Fährten lockte, die es zu verfolgen galt.


Auch wenn mir das Buch den ein oder anderen gedanklichen Knoten beschwerte war ich von der Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und kann sie nur empfehlen.

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Rezension zu "Das Echo der Wahrheit" von Eugene Chirovici

Mein Echo der Wahrheit
wuslvor 4 Tagen

Bei der Aufgabe eine Rezension über „Das Echo der Wahrheit“ von Eugene Chirovici zu schreiben, stösst man bereits bei der Wahl eines Genres an seine Grenzen. Trotz des großen Suspense und einem der Geschichte vorausgegangenen Todesfall ist es kein Krimi und auch kein Thriller. Aber dennoch ist die Suche nach der Wahrheit und einem möglichen Tathergang das wichtigste Motiv für all die Dinge, die hier ins Rollen geraten.

Der Plot, der im Klappentext angerissen wird, entwickelt sich auch so vielschichtig und überraschend, dass eine Zusammenfassung sowohl schwer fällt als auch dem Leser, der erst am Anfang der Lektüre steht, die Überraschungen nehmen würde.

Also nur so viel. Der Psychater James Cobb macht sich auf die Suche nach den wahren Geschehnissen, die einen Patienten kurz vor dessen Tod in großer Verzweiflung zu ihm geführt haben. Dabei wird zwar immer aus der Perspektive des Arztes berichtet, aber der erhält von verschiedenen Personen verschiedene Geschichten aufgetischt. Nebenbei wird die Suche auch für Cobb immer persönlicher und verwirrender.

Der Autor versteht es, ein höchst unterhaltsames, überraschendes Verwirr- und Versteckspiel mit dem Leser zu inszenieren. Hinter jeder Ecke lauert eine neue Wendung, eine neue Facette, ein neues Puzzleteil. Dabei sind es nicht Lügengeschichten, die die Wahrheit überlagern, sondern vielmehr wird klar, dass jeder Mensch jede Erfahrung anders aufnimmt, erfährt, verarbeitet und in der Erinnerung für sich ablegt. Diese Erinnerungen sind ein Echo der Wahrheit. Vielleicht verfärbt, im Nachhall blasser oder mit einem Unterton, der der Wahrheit nahe aber auch ganz fern sein kann.

Ein Buch welches mich fasziniert hat durch die Frage, gibt es nur eine Wahrheit oder gibt es für jeden tatsächlich eine eigene Wahrheit?

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