Eugenie Kain Flüsterlieder

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Inhaltsangabe zu „Flüsterlieder“ von Eugenie Kain

Die Araber wissen, dass der Tod ein schwarzes Kamel ist.

.das niederkniet vor der Haustür, wenn es so weit ist. In den Heimen sprechen die Alten verstohlen vom Qui Qui, der sie abholen kommt. Wer hatte ihn mitgenommen? Ein rostiger Donaudampfer? Oder der Rabe, der seit einer Woche vor dem Fenster hockt?
Ein Mann stirbt unerwartet und ohne Abschied. Eine Frau bleibt zurück mit ihrer Trauer und Verstörung und findet kein passendes Foto für die Todesanzeige.
Eugenie Kain erzählt die Geschichte einer Nacht, erzählt von den Schatten des Schmerzes und der Niederlagen. Sie erzählt aber auch vom Licht, das Zuversicht gibt. Das Licht fängt sich im Schacht einer Höhle, es fällt auf einen Weinstock im Karst, in eine enge Gasse in Genua, auf einen Küchentisch, durch ein Mansardenfenster in Linz, auf den Hals einer Gitarre. In Eugenie Kains Sprachkunst leuchtet das innere Gesicht einer Geschichte auf.

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  • Rezension zu "Flüsterlieder" von Eugenie Kain

    Flüsterlieder

    Arwen2112

    27. June 2010 um 20:41

    „… sie hatte sich den Tatsachen verweigert. Sie hatte nur Bruchstücke der Wirklichkeit zugelassen. An den Pforten ihrer Wahrnehmung hatte sie einen Kontrollpunkt eingerichtet. Nicht jedes Bild durfte passieren …. was hinter den Bildern war, hatte vielleicht Bestand.“ Drei Jahre lang hat die namenlose, Anfang 40ig-jährige Protagonistin mit dem Wissen um die Folgen einer Krebserkrankung ihres Lebenspartners zugebracht, aber die Kenntnis lindert letztendlich nicht die Heftigkeit des Verlustes. Und doch muss sie lernen, sich nach dem Tod ihres Partners auf neue Lebensumstände einzustellen. Er ist, ohne ihre Anwesenheit, im Krankenhaus verstorben. Mit dem Bedürfnis, wie ein Menschenfisch unter radikal veränderten Umständen weiterzuleben, geht die Frau in die erste Nacht, die auf den Tod ihres Lebensgefährten folgt und in der sie versucht, für die Todesanzeige das passende Foto zu suchen. Dabei wird ihr bewusst, dass Bilder fehlen, von dem, was war, und von dem, was kommen würde, dass es von ihrem Mann kaum Fotos gibt und für vieles, dass in ihren Gedanken auftaucht, noch Worte gefunden werden müssen. Der Sprung in die Vergangenheit, den sie mit der Gegenwart vermengt, aber keine Zukunft zur Folge haben wird. Kain erzählt weder verhalten noch unverhohlen, dafür rational und feinsinnig zugleich, aber wenig sentimental und ist zugleich mit jedem Satz ganz bei der Frau und deren Empfindungen. Besonders schön empfand ich die Entstehung der Flüsterlieder in der slowenischen Grotte. Ich habe das Buch als ein „stilles“ Buch wahrgenommen – getragen von einer melancholischen anmutenden Dunkelheit, der Angst, starken Gefühlen, gleichzeitig aber auch von einer beruhigenden Kraft. „… es hätte nichts geändert, wenn sie auf seinen Tod vorbereitet gewesen wäre. Es gab tausend Worte, die nicht gesagt worden waren. Es gab tausend Verletzungen, die nicht vermieden worden waren. Es gab tausend Begebenheiten, die nicht in der Erinnerung gespeichert worden waren.

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