Eulalia Canal

 4.9 Sterne bei 7 Bewertungen

Alle Bücher von Eulalia Canal

Drei sind keiner zu viel

Drei sind keiner zu viel

 (7)
Erschienen am 24.07.2017

Neue Rezensionen zu Eulalia Canal

Neu

Rezension zu "Drei sind keiner zu viel" von Eulalia Canal

Ein tolles Buch zum Thema Freundschaft
Kinderbuchkistevor 3 Monaten

Eltern kennen das. Das Kind möchte nur mit einer Freundin / einem Freund spielen. 
Im Volksmund sprechen wir auch von "das dritte Rad am Wagen" das niemand sein möchte.
Wenn drei Kinder versuchen etwas zusammen zu machen beäugen wir Erwachsene es oft skeptisch denn jeder hat so seine Erfahrungen mit Dreier- Konstellationen gemacht und häufig keine guten.
Doch das dies nicht so sein muss zeigt diese Geschichte, wobei man schon erwähnen sollte, das hier zwar von Dreien gesprochen wird aber dies im Grunde allgemein für mehrere gelten kann und nicht nur für drei. 
Bär und Murmeltier sind dicke Freunde. Eigentlich machen sie fast alles gemeinsam. Was sie dabei für einen Spaß haben sehen erleben wir auf den ersten Seiten. Da wird getanzt, gelacht, geträumt und vieles mehr. Doch als eines Tages im Winter,  der Bär dem Murmeltier ankündigt, dass die Ente am Nachmittag zum Spielen vorbei kommt ist das Murmeltier ganz und gar nicht begeistert, was er dem Bären jedoch nicht sagt  und statt dessen heimlich an der Tür ein Schild anbringt.
"BITTE NICHT STÖREN!
WIR SIND NICHT ZU HAUSE!"
Während der Bär sich auf den Besuch freut und sogar eigens einen Kuchen backt hofft Murmeltier mit dem Schild den ungebetenen Gast los zu werden.
Als der Bär gerade in der Speisekammer ist klopft es dann doch an der der Tür.
Ungehalten öffnet das Murmeltier die Tür um dem Gast dann endgültig eine Abfuhr zu erteilen, in dem er der ihr erzählt er sein nur ein Geist und das Schild ändert in "WIR SIND GESPENSTER!"
Zurück bleibt eine völlig verdatterte Ente während das Murmeltier dem Bären erklärt, das nur jemand etwas verkaufen wollte. Die Zeit vergeht, die Ente kommt nicht und der Bär beginnt sich Sorgen zu machen zumal es auch noch angefangen hat zu schneien.
Als er sich auf machen will seine Gast zu suchen kommt ihm das Murmeltier zuvor, doch dann geschieht etwas, das, das Murmeltier wohl nicht erwartet hätte.
Was, das verrate ich hier noch nicht.
Nur so viel, es wird gespenstisch, lustig und am Ende erkennt das Murmeltier wie dumm er sich verhalten hat.
Die Geschichte endet mit der Einsicht, dass Drei doch keiner zu ist.

Dies ist eine wunderschöne, sehr empathische aber auch witzige Geschichte, die deutlich macht, das Eifersucht einfach dumm ist und das man sehr wohl auch mit drei oder mehreren viel Spaß haben kann ohne das man die Aufmerksamkeit oder Freundschaft des anderen verliert.
Jeder der Kinder beobachtet oder mit Kindern zu tun hat, hat in irgendeiner Form solch ein Verhalten schon einmal erlebt, vielleicht sogar versucht zu vermitteln.
Von Erwachsenen gelenktes Spielverhalten geht in den seltensten Fällen lange gut, denn das Kind, das die Position des Murmeltiers hat wird nicht einsichtig sein sondern sich nur fügen. Mit Hilfe dieser Geschichte ist dies ein wenig anders weil von außen auf das Verhalten geschaut wird und so auch von den "Murmeltier"Kindern klar wird, dass sich das Murmeltier nicht fair verhalten hat.
Unsere Lesekinder konnten im anschließenden Gespräch über das Buch viele eigene Geschichten erzählen, wobei einige auch Murmeltier waren und ihr Verhalten im nachhinein auch als nicht so richtig bewerteten.
Die Angst den Freund, die Freundin an einen dritten zu verlieren ist dabei immer ein großes Thema aber die Kinder berichteten häufig auch davon, das Eltern darauf bestehen mit bestimmten Kindern zu spielen ohne das sie das wirklich wollten. Das dies auch nicht richtig ist wurde genauso besprochen wie die bewusste Ausgrenzung von Kindern. 
Die Geschichte liefert hier viele Ansatzpunkte für Gespräche und das nicht nur durch die Geschichte sondern auch durch die Wirkung der Illustrationen, die das Geschehen wunderbar illustrieren und mehr als einmal die Gefühle sehr ausdrucksstark aber auch witzig visualisieren.
Wir alle hatten viel Freunde mit diesem Buch und das vor allem durch die Situationskomik, die durch die Kombination von Bild und Geschichte so wunderbar lebendig ist.


Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Drei sind keiner zu viel" von Eulalia Canal

eine Freundschaft zu Dritt
Mimi1206vor 8 Monaten

Inhalt:
Bär und Murmeltier sind allerbeste Freunde und verbringen viel Zeit miteinander.
Sie teilen viele schöne Momente miteinander und haben sehr viel Spaß im Beisein des Anderen.

Eines Tages läd Bär die Ente mit zum Spielen ein, das passt Murmeltier jedoch überhaupt nicht.
Getrieben von Eifersucht beschließt Murmeltier die Ente, mit Hilfe einer kleinen Lüge, einfach vor der Tür stehen zu lassen und erfindet sich neu.
Kurzerhand findet Ente einen Zettel an der Tür: "Wir sind gar nicht zu Hause, wir sind nämlich Geister".

Murmeltier seine Lüge wird zur "Geschichte des Waldes" und lockt einige Waldbewohner an, die sich freudig auf Gespensterschau begeben wollen.



mein Fazit:
Ein von seinen Gefühlen getriebenes Murmeltier, ein freundlicher, nichtsahnender Bär und eine an nichts Böses denkende Ente – verschiedener hätten diese Charaktere nicht sein können.
Eine tolle Tiergeschichte, die nett verpackt und witzig geschrieben einige bedeutsame Themen wie Akzeptanz, Empathie und die Fähigkeit zu Teilen, vermittelt.

Die Kombination der Geschichte, welche Autor Eulàlia Canal nicht besser hätte schreiben können, und den Illustrationen von Rocio Bonilla, macht dieses Kinderbuch zu einem ganz besonderen Exemplar in unserem Bücherschrank.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass das leicht impulsive Murmeltier beim Entdecker nicht sonderlich gut ankommen wird, da er eher der Bär in der Geschichte ist.
Jedoch ist es tatsächlich so, dass er dem Murmeltier ganz viel Verständnis für seine Situation entgegen bringen konnte.
Er hat versucht Ansätze zu finden, die dem Murmeltier in seiner Situation tatsächlich mehr geholfen hätten, statt Drückeberger und Gespenster zu erfinden.

Kommentieren0
34
Teilen

Rezension zu "Drei sind keiner zu viel" von Eulalia Canal

Eine witzige Geschichte mit schöner Botschaft
lehmasvor einem Jahr

Der Bär und das Murmeltier sind beste Freunde und treffen sich jeden Nachmittag zum Spielen. An einem kalten Wintertag meint der Bär beiläufig zum Murmeltier, dass auch die Ente heute zum Spielen komme. Das Murmeltier aber mag die Ente nicht. Es will ganz allein mit dem Bären spielen. Also hängt es heimlich ein Schild an die Tür: " Bitte nicht stören! Wir sind nicht zu Hause!" Die schlaue Ente klopft trotzdem, um nämlich zu fragen, wie man denn stören könne, wenn ohnehin niemand im Haus wäre. Darauf meint das Murmeltier, sie wären da, aber nicht richtig. "Wir sind Gespenster" schreibt es nun auf das Schild. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wenn das Murmeltier das mal vorher gewusst hätte.

Ich weiß noch aus meiner Kindheit wie eifersüchtig ich immer war, wenn meine beste Freundin mal mehr mit jemand anderen gespielt hat. Auch hier geht es um das Thema, einen besten Freund nicht nur für sich allein zu beanspruchen, sondern auch Spaß zu dritt oder in der Gruppe zu haben. Neben Eifersucht sind auch Angst, einen Freund zu verlieren und Vorurteile gegenüber anderen ein Thema. Aber auch die Angst vor Dingen, die nicht existieren, wie z.B. Gespenstern ist ein interessanter Aspekt, über den wir uns im Anschluss an das Buch unterhalten haben. Die meisten Dinge, die einen erschreckenden ersten Anblick bieten, entpuppen sich als etwas völlig harmloses.

Die Geschichte lebt von den Charakteren, mit denen man gut mitfühlen kann, aber die auch witzig dargestellt werden. Die Gesichtsausdrücke der Figuren sind sehr lustig illustriert und es macht Spaß diese schönen Aquarelle zu betrachten. Ganze 48 Seiten ist das Bilderbuch lang und eignet sich für Kinder ab etwa 4 Jahren.

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 7 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks