Eulalie Winterschmitt Alles Nachbar, oder was?! - Die Hölle liegt gleich hinterm Gartenzaun

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Inhaltsangabe zu „Alles Nachbar, oder was?! - Die Hölle liegt gleich hinterm Gartenzaun“ von Eulalie Winterschmitt

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  • Rezension zu "Alles Nachbar, oder was?! - Die Hölle liegt gleich hinterm Gartenzaun" von Eulalie Winterschmitt

    Alles Nachbar, oder was?! - Die Hölle liegt gleich hinterm Gartenzaun
    kiki62

    kiki62

    29. August 2012 um 09:41

    Höllische Nachbarn - Ein Leben mit den Flodders Bibliografisches: • erschienen 2012 im Verlag DeBehr Radeberg • umfasst 149 Seiten Zum Inhalt: Familie Winterschmitt kauft sich ein Grundstück und möchte sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen. So weit, so gut. Von den im Ort Ansässigen werden sie vor ihren Nachbarn gewarnt. Doch die Frau des Hauses ist von ihrer hohen Toleranzschwelle und der Friedfertigkeit ihrer Familie überzeugt. Die Nachbarn scheinen gar nicht so anstrengend zu sein. Sie sind zwar etwas anders als Familie Winterschmitt, doch das nachbarschaftliche Verhältnis scheint sich recht positiv zu entwickeln. Mit der Zeit wird schnell klar, dass dies aber nur für die Flodderfamilie zutrifft. Sie entpuppen sich als Menschen ohne Anstand, Ehre und Niveau. Doch so lange Winterschmitts nichts dagegen haben und die lieben Nachbarn gewähren lassen, ist alles in Butter. Wie dreist und frech jedoch Menschen dieses Kalibers werden, wenn sie nicht tun und lassen können, was sie wollen, bekommt die Familie dann zu spüren, als sie Grenzen aufzeigen. Dann bricht ein richtiger Krieg aus. Das Ende ist verheerend, denn Winterschmitts sehen keinen anderen Ausweg, als ihr Häuschen zu verkaufen und sich in einer friedlicheren Gegend niederzulassen. Sprachliche Gestaltung und Cover: Schon wenn man das Cover betrachtet, läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. Wer möchte schon solche Nachbarn um sich haben? Die Autorin beschreibt ein regelrechtes Horrorszenarium. Doch dabei drückt sie keineswegs auf die Tränendrüse des Lesers. Vielmehr fällt der Leser von einem Lachanfall in den nächsten. Trotz des recht schwarzen Humors, mit dem Winterschmitt ihre Erlebnisse mit ihren Nachbarn zu Papier bringt, lässt die eigentliche Tragik nicht unerkannt. Der Leser ist schockiert und muss dennoch über dieses unglaubliche Verhalten der Nachbarn Flodder lachen. Auch die vielseitigen Bezeichnungen, die die Autorin verwendet, zeugen von ihrem Humor und dem ihr eigenen Sarkasmus. Indem alle Vorfälle eher untertrieben werden, werden die ganze Tragweite und das Ausmaß der nachbarschaftlichen Verhaltensweise sichtbar und vom Leser auch so erfasst. Wer gern lacht und eine entspannende Literatur sucht, für den ist Winterschmitts Buch mehr als geeignet. Eine sehr einfache Sprache, teilweise recht schnodderig, wird dem eigentlichen Anliegen gerecht. Nur durch diesen Sprachgebrauch wird das Buch zu dem, was es ist: Unterhaltung pur, Kritik an den sogenannten asozialen Elementen in unserer Gesellschaft.

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