Medea

von Euripides 
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Medea
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Ein grandioses Drama!

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Fast nichts geschieht, unnachvollziehbare und unsympathische Figuren, offene bzw. sinnlose Handlungsstränge.

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Inhaltsangabe zu "Medea"

"Vor allem aber will der Dichter bewusst aus Medea eine Heldin der bürgerlichen Ehetragik machen, wie sie sich im damaligen Athen schon nicht selten abgespielt haben wird, wenn auch nicht in so extremen Formen. Ihr Entdecker ist Euripides." Werner Jaeger

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:0195145658
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:Oxford Univ Pr
Erscheinungsdatum:30.04.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.1986 bei Harperaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Chiaramauss avatar
    Chiaramausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein grandioses Drama!
    MEDEA

    Kaum eine Frauengestalt des antiken Mythos ist bis heute so lebendig wie die der Medea. Der Stoff von der Frau, die in ihrem Rachebedürfnis zum Äußersten geht, ist seit der Antike zahllose Male aufgegriffen und bearbeitet worden. Am Anfang dieser unvergleichlichen Rezeptionskette steht Euripides Drama, das im Jahre 431 v. Chr. erstmals aufgeführt wurde und für uns die älteste erhaltene Fassung der Geschichte darstellt - ein unausweichliches Stück Literatur für alle, die sich mit der Medea-Gestalt auseinandersetzen.
    Ich finde ja generell, dass viel zu viel über Schullektüren gejammert wird - dort sind echt grandiose Sachen dabei. So zum Beispiel dieses Drama des Euripides. Es ist sowohl sprachlich brillant ausgeführt als auch inhaltlich logisch dargelegt. Euripides greift den alten Mythos wieder auf, ändert zwar einiges, aber dies tut er auf eine Art und Weise, die dem Leser sehr zuvorkommend wirkt.  Von der ersten bis zur letzten Seite kann man die Schritte sehr gut nachvollziehen, in denen aus Medea aus der depressiven Mutter eine rachsüchtige Mörderin wurde.  Wahrscheinlich bin ich Medea-mäßig gesehen sehr von Euripides beeinflusst, weil dies die erste Verarbeitung des Mythos ist, die ich gelesen habe - aber ich muss zugeben, ich habe gar nichts dagegen einzuwenden.  Ich habe es sehr genossen, dieses Drama zu lesen, und kann es jedem Liebhaber griechischer Tragödien nur empfehlen!

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    thesmallnobles avatar
    thesmallnoblevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnder Rosenkrieg aus der Antike
    Medea

    Es ist in der Tat unglaublich, wie zeitgemäß - vielleicht abgesehen von der Eigentümlichkeit der Sprache - dieses Stück ist.

    Euripides benutzt einen mythologischen Stoff, um die Gekränktheit der Medea, deren Ehemann Iason sich eine andere Frau nimmt, in einen Rachefeldzug ausarten zu lassen, der sie nicht nur ihre Nebenbuhlerin, sondern auch die eigenen Kinder umbringen lässt, nur um ihren Ehemann leiden zu sehen.

    Würde man die Sprache anpassen, könnte das Stück direkt in das 20. Jahrhundert übernommen werden, so fulminant werden die egoistischen Motive des Mannes und der emanzipatorische Ansatz der Frau deutlich, die in einem sinnlosen Gewaltakt kulminieren.

    Dabei ist das ganze auch noch psychologisch präzise und fesselnd zu lesen.

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    LLBlackvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich liebe die klassischen, antiken Dramen! Ganz vorne dabei: Medea - Fürchte die Rache einer verschmähten Frau
    Fürchte die Rache einer verschmähten Frau

    Ich liebe die klassischen, antiken Dramen! Ganz vorne dabei: Medea. Die Geschichte einer starken Frau, die alles aufgibt, was sie liebt und kennt, um mit einem Mann zusammenseinzukönnen, der sie am Ende verrät. Eine Geschichte von Liebe, die zu Hass und Fanatismus wird, von dem unbändigen Rachedurst der verschmähten Frau der in einer Tragödie gipfelt.

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    Admiralvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Kontrast mit dem Ursprung: Euripides vs. Wolf.
    Der Kontrast mit dem Ursprung: Euripides vs. Wolf.

    In seiner 431 v. Z. verfassten Tragödie erzählt der Grieche Euripides die Ereignisse des letzten Tages von Medea in Korinth und ihrem Rachefeldzu gegen ihren Mann Iason.

    Medea, die als Flüchtling in Korinth lebt, wurde von ihrem Mann Iason betrogen und verstoßen. Nun soll sie aus Korinth verbannt werden, damit sie der neuen Ehe Iasons mit der Königstochter nicht im Weg steht. Die Tragödie berichtet vom letzten Tag vor der geplanten Umsetzung der Verbannung. An diesem Tag überlegt sich Medea nämlich einen grausamen Rachefeldzug gegen alle, die sie demütigten, hauptsächlich an Iason. Im Rahmen ihres Planes tötet sie Iasons neue Braut, deren Vater, der die Hochzeit und die Verbannung initierte, und ihre eigenen beiden Söhne, die sie von Iason hat.


    Die Zusammenfassung fällt so kurz aus, weil ich die Tragödie mit dem Roman von Christa Wolf vergleichen will (s. dazu meine Rezension). Beide Autoren (Wolf und Euripides) beschreiben Vergangenes in mehr oder wneiger kurzen Rückschauen (Suche nach dem Goldenen Vließ; Argofahrt; Mitnahme von Medea aus Kolchis; etc.) und berichten hauptsächlich von der kurzen Zeitspanne und den Ursachen von Medeas Verbannung aus Korinth.
    Doch hier enden die Gemeinsamkeiten auch schon im Großen und Ganzen. Die Charakterisierung von Medea ist eine grundlegend andere. Bei Wolf als selbstsichere, souveräne und gute Frau dargestellt ist Medea bei Euripides hasserfüllt, rachegetrieben und grausam. Wolf lässt den Mord an Medeas und Iasons Söhnen durch eine unbestimmte Menge von Korinthern im Dienste des Königshauses oder Verwaltungsapparats umbringen, während die euripideische Medea ihre eigenen Kinder instrumentalisiert, um Iasons neue Gattin zu ermordern und anschließend selbst mit einem Schwert umbringt, um Iason den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Wolf lässt auch den Tod von Glauke (Iasons neuer Frau, die von Euripides nicht namentlich genannt wird) im Rahmen eines schlechten Gewissens wegen der Vertreibung der guten Medea geschehen. Zum Ende hin treten Medea und Iason in der antiken Version noch in einem hasserfüllten Streitgespräch auf, worauf die neuzeitliche Variante keinen sehr großen Wert legt. Dort endet es mit dem Fokus auf Medeas Nachwirken (einige Korinther zB Leukon bereuen es, andere bringen Medeas Kinder um, damit die Erinnerung vollends ausgelöscht ist). Auch Iason selbst ist grundlegend anders dargestellt. Bei Wolf ist er schwach (s. Rez. dazu), bei Euripides ist er stark - in seiner Meinung und Haltung. Bis zum Ende sieht er keinerlei Schuld oder Zweifel in sich. Alle Schuld und Schlechtigkeit liegt unreflektiert bei Medea und er ist sogar zornig darüber, dass Medea ihm die neue Ehe nicht gönnt. Evtl. ist er auch als äußerst egoistisch dargestellt, da er Glauke seine Kinder von Medea geben will, was Glauke nicht gerade erfreut. Er denkt also nur an sich selbst, ohne auf seine jeweilige Frau zu achten (es könnte natürlich auch antiker Usus gewesen sein, dann steckt hier keine Kritik am Verhalten dieses Mannes drinne. Leider weiß ich nicht gut genug über antike Verhältnisse Bescheid).
    Damit Medea erst ihr Rachemotiv in die Tat umsetzen kann benötigt sie Rückhalt und einen Zufluchtsort. Dazu benutzt die den guten athenischen König Aigeus, die ihr Unterschlupf garantiert (vgl. dazu das Fehlen einer grundlegend guten männl. Person bei Wolf !).

    Was bei Euripides grundlegend nicht vorhanden ist im Vgl. zu Wolf ist das Flüchtlingsmotiv und die klare Zuteilung der Schuld. In Medea sind sowohl gute (Rechtfertigung der Rache), als auch schlechte (unermessliche Übertreibung der Rache) Eigenschaften und Handlungsmotivationen.


    Sehr interessant ist diese Parallellektüre hinsichtlich der jeweiligen zeit- und personengebundenen Interpretation. Doch darauf will ich hier nicht eingehen, da es einfach viel zu viel wäre und ich gerade keine direkte Lust danach verspüre, es zu verschriftlichen. Aber die Möglichkeit dazu ist wahrlich umfassend.

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    MrsCodyMcFadyens avatar
    MrsCodyMcFadyenvor 10 Jahren
    Rezension zu "Medea" von Euripides

    Dieses Buch zeigt in der schlimmsten Art was Rachegelüste alles auslösen können. Nachdem Ehemann Jason Medea und 2 Söhne hat sitzenlassen um eine Königstochter zu heiraten, soll Medea aus Korinth verwiesen werden. Sie schmiedet die schlimmsten Rachepläne.....
    Wer griechische Mythologie mag (und die 3 berümtesten DichterGriechenlands) sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Wenn man sich nach einer Zeit eingelesen hat, kann man es vom Sprachlichen her auch gut verstehen. Ein Meisterwerk!

    Kommentare: 1
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    SophiasBookplanets avatar
    SophiasBookplanetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vielleicht ein wenig zu dramatisch, aber leicht lesbar und interessante Geschichte.
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    Ravellvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Fast nichts geschieht, unnachvollziehbare und unsympathische Figuren, offene bzw. sinnlose Handlungsstränge.
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    Pia
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