Eva-Maria Bonke Ich Sehe Schwarz

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ich Sehe Schwarz“ von Eva-Maria Bonke

Die 14-jährige Leonie raucht, trinkt, schaut gern Horrorfilme und trägt am liebsten Schwarz. So eckt sie in der Gesellschaft mehr als nur einmal an und ist bald als Satanistin verschrien. Sie flüchtet sich mit Freunden in grausame Rollenspiele. Szenekonflikte unter Jugendgruppierungen wie den "Gangstern" und den "Grufties" sowie immer häufigere Mobbingattacken in der Schule drängen das Mädchen in ein misanthropisches Verhalten.Leonie muss erkennen, dass sie selbst im Schrank der Gesellschaft eine Schub-lade bekommen hat und kämpft mit Gedichten und morbiden Kurzgeschichten gegen ihre Wut über das Jungsein in der heutigen Moderne an."Ich sehe Schwarz": Ein ironisch-ernster Roman über eine Jugendgeneration, in der es alles andere als einfach ist, man selbst zu sein. Eva Maria Bonke zeigt das Reifen eines Mädchens, angelehnt an die Metamorphose eines Schmetterlings und vermittelt in ihrem Werk Verständnis für das Anderssein. Unangepasstheit und Wegfindung mögen schmerzhafte Prozesse sein. Dennoch sind sie manchmal notwendig. Am Ende geht Leonie als gereifte Persönlichkeit aus diesem Lebensabschnitt hervor und mag mit ihrer positiven Entwicklung besorgten Eltern, Lehrern und vor allem Jugendlichen Hoffnung geben, da man nur dann etwas authentisch schildern kann, wenn man es selbst erlebt hat.

Stöbern in Romane

Der verbotene Liebesbrief

Der etwas andere Roman von Lucinda Riley, aber mindestens genauso gut wie all ihre anderen Geschichten. ♥

BooksAndFilmsByPatch

Liebwies

Interessant, unterhaltsam und sarkastisch - die Schickeria der 20er und 30er Jahre in der österreichischen Kulturszene.

thelauraverse

Karolinas Töchter

Ein jüdisches Schicksal, das zu Herzen geht. Ein wertvoller Roman, von dem es ruhig mehr geben könnte

fredhel

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

Kukolka

Das Buch hat mich sehr bewegt, es war wichtig, diese Geschichte zu lesen.

buecher-bea

Herr Mozart feiert Weihnachten

Eindeutig gefälliger als der 1.Band - hier schneit Mozart in eine Patchworkfamilie herein und gibt den vermeintlichen Weihnachtsmann.

talisha

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Ich Sehe Schwarz" von Eva-Maria Bonke

    Ich Sehe Schwarz

    gurke

    11. April 2011 um 07:21

    Leonie, ein 14 jähriges Mädchen mitten in der Pupertät, hat es nicht leicht. Sie ist mitten in der Gothic Szene, die mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Dass sie noch unreif ist und noch dabei ist, sich selbst zu finden, merkt man sehr schnell. Leonie feiert liebend gerne Partys, auf denen der Alkohol im Überfluss fließt. Sie raucht, liebt Metal und Gothic, sieht sich Horrorfilme an und trägt am liebsten schwarz. Immer wieder kommt sie in Konflikt mit anderen Menschen, weil sie in einer Szene ist, die andere so nicht verstehen und akzeptieren möchten. Schnell heißt es, dass sie ein Gruftie Leonie fühlt sich missverstanden und flüchtet sich immer mehr in ihre größte Leidenschaft: das Schreiben. Der einzige Mensch von dem sie sich verstanden fühlt, ist ihre Mutter. Die ist total locker drauf und lässt das Mädchen schalten und walten wie es möchte. Ob diese Erziehung die beste ist, bleibt dem Leser selbst überlassen. Grundsätzlich kommt eine Geschichte wie die von Leonie immer wieder vor. Sie ist mit Konflikten, Selbstfindung und Vorurteilen behaftet. Dennoch erwartet der Leser eine interessante Geschichte. Auf der einen Seite hatte die Autorin guten Stoff für einen tollen Jugendroman. Leider kam meiner Meinung nach etwas ganz anderes dabei heraus. Leonies permanente schlechte Stimmung, die sie mit ihren Trinkgelagen oder noch depressiveren Gedichten und Geschichten verbessern möchte, zieht den Leser ganz schön runter. Negativ fiel auch auf, dass der Teenager ganz genau dem Klischee entspricht, weswegen die ganzen Vorurteile von anderen überhaupt entstehen. Ich habe eher einen Roman erwartet, der diesen negativen Behaftungen entgegen wirkt. Das war leider nicht der Fall. Großartige Spannung kann der Leser leider auch nicht erwarten. Wir begleiten die Pupertät des Mädchens und erleben wie sie eine junge Frau wird, der es doch noch gelingt etwas aus ihrem Leben zu machen. Dann ist da noch die Rolle der Mutter. Mich hat ihr Erziehungsstil doch sehr gestört. Dass es nicht gut ist, einem Teenager völlig selbst zu überlassen, wie er seine Freizeit verbringt, kam kein einziges Mal zum Ausdruck. Für mich persönlich war "Ich Sehe schwarz" von Eva-Maria Bonke leider eine Enttäuschung. Das soll aber nicht heißen, dass die Autorin kein Talent hat. Ich sehe hier noch viel Potenzial und freue mich dennoch auf weitere Bücher von ihr.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich Sehe Schwarz" von Eva-Maria Bonke

    Ich Sehe Schwarz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. November 2010 um 12:35

    Inhalt: Leonie ist 14 Jahre alt und hat die Gothic-Szene für sich entdeckt. Obwohl sie auf dem Dorf wohnt hat sie doch einige Kontakte innerhalb der Szene knüpfen können mit denen sie nun ihre Freizeit verbringt. Doch das häufige Schicksal eines jeden Grufties, der in einer ländlichen Gegend aufwächst, hat auch sie bald erreicht, denn schnell ist sie als Satanistin verschrien, wird in der Schule gemobbt und muss sich immer wieder der Konfrontation mit den “Hoppern” stellen. Sie flüchtet sich in ihre eigene kleine schwarze Welt, konsumiert Alkohol, bleibt tagelang von zu Hause weg und rutscht immer tiefer ab. Doch ist das wirklich das was Leonie mit ihrem Leben anfangen will? Meine Meinung: Ich stehe etwas auf Kriegsfuß mit diesem Buch. Schließlich war ich selbst ca. im gleichen Alter als ich die Schwarze Szene für mich entdeckte und habe sicherlich anfangs, genau wie Leonie, mit dem ein oder anderen Klischee übertrieben bis ich meine eigene Ausdrucksweise finden konnte. Doch genau das scheint Leonie nicht zu schaffen. Stets bleibt dieser unangenehme Nachgeschmack, dass sie genau einer der Grufties ist, der es so schwer macht, die ganzen Vorurteile aus der Welt zu räumen. Sie säuft, geht seltsamen, brutalen Rollenspielen nach, wird ganz plötzlich bi-sexuell, schreibt Gedichte…Leonie ist DER Klischee-Gruftie. Auch wenn sie gegen Ende des Buches wieder etwas vernünftiger wird, eine Ausbildung zur Erzieherin beginnt und ihr Leben wieder in geordnete Bahnen bringen möchte, kann ich absolut keine Sympathie für sie entwickeln. Das mag bei mir jedoch auch einfach nur der Fall sein, da ich selbst aus der Szene komme. Allerdings denke ich, dass jemand der mit der Szene gar nichts am Hut hat, durch dieses Buch noch mehr Vorurteile aufbauen könnte, da der Sinneswandel von Leonie einfach zu gerin ausgearbeitet ist. Fazit: Ein Buch das mir leider eher sauer aufgestoßen ist, als dabei zu helfen Vorurteile gegen Grufties zu entkräftigen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks