Eva-Maria König

 4,3 Sterne bei 67 Bewertungen

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Cover des Buches Der Bürgermeister von Casterbridge (ISBN: 9783150190944)
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Rezension zu "Der Bürgermeister von Casterbridge" von Thomas Hardy

Maki7
Unlogisch

*** SPOILER ***


Der verarmte und dem Alkohol zugeneigte Heubinder Michael Henchard verkauft in einem seiner Saufmomente seine Frau Susan samt Tochter Elisabeth-Jane an einen Matrosen. 

Zwar wird ihm im nüchternen Zustand am nächsten Morgen sein Fehler bewusst, aber Frau und Kind sind bereits verschwunden und trotz intensiver Suche, kann er sie nicht finden. So schwört er dem Alkohol ab und versucht sein Glück in der Kleinstadt Casterbridge. 

19 Jahre später ist der Matrose auf See verschollen und Susan macht sich auf den Weg, Michael zu finden und entdeckt, dass er es zu einem reichen Getreidehändler und Bürgermeister von Casterbridge gebracht hat. Um der Schande zu entgehen, tun Michael und Susan so als hätten sie sich gerade ineinander verliebt und heiraten erneut, um als Familie zu leben.

Doch Susan stirbt bald und Michael gesteht Elisabeth-Jane, dass sie seine Tochter ist, denn auch sie kannte ihre Vergangenheit nicht. Er liebt das Mädchen und ist bereit, gut zu ihr zu sein. Doch kaum ist die "Wahrheit" raus, entdeckt Michael einen Brief, den Susan für ihn hinterlassen hat und den er erst an Elisabeths Hochzeitstag öffnen soll. Doch, da er eben ungeduldig ist, öffnet er ihn sofort und erfährt, dass seine Tochter schon vor Jahren starb und diese hier die Tochter des Matrosen ist, der sie den gleichen Namen gab. Er wendet sich von Elisabeth ab, wird ihr gegenüber kalt und abweisend, aber unterstützt sie finanziell, ohne das diese versteht, was sich nun auf einmal geändert hat.

Der Schotte Donald Farfear ist in seiner Durchreise in derselben Nacht wie Susan in Casterbridge aufgetaucht und hat den Bürgermeister sehr schnell für sich gewonnen, der ihn überredet in der Stadt zu bleiben und für ihn zu arbeiten. Michael hat den jungen Schotten sehr gern, so wie auch bald Elisabeth-Jane und die ganze Stadt. Eifersucht und Neid machen sich bald bemerkbar und Michael entlässt ihn wieder, doch Donald, klug, charmant, beliebt bleibt in Casterbridge und wird bald selber ein erfolgreicher Geschäftsmann.

Vor Susans auftachen hat Michael sich in eine andere Frau verliebt, Lucette, aber aufgrund des Auftauchens seiner Familie, diese Verbindung gelöst, die für Lucette bereits ein Skandal war. Lucette, mittlerweile durch Erbe reich geworden, taucht in Casterville auf, um nun doch Michaels Frau zu werden als sie hörte, dass Susan gestorben ist. Sie freundet sich zuerst mit Elisabeth-Jane an und bietet ihr, bei ihr einzuziehen, was diese auch annimmt, da sie sehr einsam ist. Lucette erhofft sich dadurch den Kontakt zu Michael, muss aber bald feststellen, dass der Vater kein Interesse an seiner Tochter hat, ihr Plan ist nicht aufgegangen, daher will sie Elisabeth-Jane wieder loswerden. Aber als diese von Donald besucht wird, verliebt auch sie sich in den jungen Schotten. 

So führt das eine zum anderen und Michael verliert sein Geld, seine Geliebte und sein Amt und wird wieder Heubinder. Das Einzige was ihm bleibt, ist Elisabeth-Jane, die nicht weiss, dass sie gar nicht seine Tochter ist. Er baut ein Geschäft auf, lebt mit ihr zusammen und die beiden führen ein ruhiges und bescheidenes Leben, bis eines Tages der verschollene Matrose auftaucht auf der Suche nach seiner Tochter. 

Meinung:

Die Geschichte des Bürgermeisters und der Verzwickungen wäre schnell erzählt, aber Hardy schweift immer wieder ab, Anekdoten hier und da, jeder Stein und Grashalm wird beschrieben, so dass sich die Geschichte sehr zäh liesst. Und wenn wieder Spannung auftaucht, weil die Geschichte weitergeht, schweift er wieder mehrere Seiten ab,. Das fand ich sehr mühsam und das Bedürfnis, diese Stellen querzulesen war sehr gross.

Über Susan weiss ich nicht viel, denn auf sie ist er kaum eingegangen. Allgemein wird den Ereignissen im Leben der Protagonisten sehr wenig Text gewidmet, dafür eben dem Viktorianischen Zeitalter sehr viel. 

Die Figur Henchard ist auch seltsam gezeichnet, bzw. Hardy Einstellung zu dieser Person. Zwar hat er im Suff einen dämlichen Fehler gemacht, den er auch bitter bereut. Als er in der Geschichte wieder auftaucht, erfahren wir, dass er sich geändert und was aus sich gemacht hat. Doch als seine Geschichte weitergeht, wird er zu einem ungeduldigen, eifersüchtigen Mann, der sehr schnell alles verliert. Nicht nachvolliziehbar schnell. In einem Moment erwähnt er, dass er viel Spielraum hat, weil er viel Kapital hat und im nächsten muss er Darlehen aufnehmen und geht Pleite. Hardy will ihm alles wegnehmen, dafür fliegt dem sanften Charmeur irgendwie alles zu. Die Schicksalsschläge reihen sich nicht nachvollziehbar aneinander, nur dass sie eben künstlich durch andere Erzählungen in die Länge gezogen wurden. 

Mich hat das Buch nicht so überzeugt, das Ende leider auch nicht. Hardy hatte das Vergnügen, Henchard alles wegzunehmen, ich fand aber seinen Charakter den einzig überzeugenden, menschlichen. Auch wenn er derb und ungeduldig ist, fehlerhaft, so hatte er doch ein gutes Herz, aber keine Ahnung, wie er es zeigen soll. 

Cover des Buches Der Bürgermeister von Casterbridge (ISBN: 9783150206874)
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Rezension zu "Der Bürgermeister von Casterbridge" von Thomas Hardy

Kristall86
Ein besonderer Klassiker!

Klappentext:

„Kaum ein viktorianischer Roman ist lebendiger und raffinierter als Thomas Hardys Bürgermeister von Casterbridge. Geschildert wird der Aufstieg und selbstverschuldete Niedergang eines einzelnen »Mannes mit Charakter«: Der Heubinder Michael Henchard gibt sich auf einem Volksfest dem Alkohol hin und versteigert seine Frau und seine Tochter an einen Seemann. Erst als er wieder nüchtern wird, erkennt er seinen Fehler und beschließt, keinen Alkohol mehr zu trinken. Im Laufe der Jahre bringt er es bis zum Bürgermeister und erfolgreichen Getreidehändler, doch die Vergangenheit lässt sich nicht ungeschehen machen … Mit einer kompakten Biographie des Autors.“


Was soll man zu diesem Klassiker sagen? Er ist nach wie vor ein Lesegenuss erster Güte. Übersetzt wurde das Werk dieses Mal von Eva-Maria König. Zudem hat sie ein sehr lesenswertes Nachwort dazu verfasst. Die Geschichte rund um Michael Henchard klingt eigentlich wie aus einem schlechten Film: im Suff verliert er alles an was sein Leben hängt, er stürzt tief in den Abgrund aber er sieht seine Fehler ein. Er berappelt sich würde man heute sagen aber dazu gehört ein bisschen mehr als nur Einsicht. Hardys Roman ist äußerst tiefgründig und mit sehr vielen lyrischen aber auch philosophischen Aspekten geschmückt. Nichts davon ist überladen oder gar zu viel. Hier geht es schlicht darum, dass es lohnt aus seinen Fehlern zu lernen wenn man bereit dazu ist. Das man das Vergangene nicht ungeschehen machen kann, ist klar, aber man zumindest versuchen in der Zukunft diese Fehler nicht mehr zu machen. Michaels Zukunftsweg lässt ihn zu einem anderen Menschen werden aber dennoch schmerzen die Wunden von damals sehr. Diese Entwicklung hier zu erlesen ist ein besonderes Lesevergnügen! 

Ein echtes kleines Highlight in diesem Buch obendrauf: es gibt sogar eine Biografie des Autore selbst noch zu erlesen. 

Ein Klassiker welcher 5 Sterne absolut verdient!

Cover des Buches The Picture of Dorian Gray (ISBN: 9783150090190)
J

Rezension zu "The Picture of Dorian Gray" von Oscar Wilde

Jamii
Ein Fan von eimen Drittel des Buches

Inhalt

Wer kennt die Geschichte nicht? Dorian Gray bekommt ein Portrait von sich gemalt und in diesem Portrait steckt seine Seele. Das Bild altert -- er nicht. Dem Bild sind alle seine Gräueltaten anzusehen -- Dorian Gray nicht. Doch das wird ihm irgendwann zum Verhängnis. 

Rezension

The Picture of Dorian Gray war schon sehr lange auf meinem SuB und ehrlich gesagt hatte ich sehr große Hoffnungen. 

Haben sich die erfüllt? Teilweise.


Den Anfang fand ich persönlich ziemlich interessant, aber für mich war nicht ganz aufschlussreich an welchem Punkt dieses Portrait zu etwas Besonderem wird. 

Was ich auch eher irritiertend fand, war der gesamte Mittelteil. Hauptsächlich rede ich dabei über die seitenlangen Aufzählungen verschiedenster Schmuckstücke/Antiquitäten/etc. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Handlung ziemlich zu wünschen übrig bliebt. 

Jedenfalls bis zum 12. (von 23) Kapitel. Dann fängt das Buch an, spannend zu werden und es steht mehr auf dem Spiel. 


Fazit

Wer gerne Klassiker liest und bereit ist, einen mittelmäßigen Mittelteil auf sich zu nehmen, um eine insgesammt interessante Geschichte zu lesen, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall antun.

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