Niemandsmädchen

von Eva-Maria Silber 
4,0 Sterne bei30 Bewertungen
Niemandsmädchen
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Positiv (21):
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Nichts für frisch gebackene Muttis, aber wirklich spannend.

Kritisch (1):
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konnte mich leider nicht überzeugen

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Inhaltsangabe zu "Niemandsmädchen"

Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958190900
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:217 Seiten
Verlag:Midnight
Erscheinungsdatum:14.10.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Sulevias avatar
    Suleviavor einem Jahr
    Nicht ganz überzeugend

    Meine Meinung zum Buch: Das Cover hat zwar nicht wirklich etwas mit dem Inhalt zu tun, mich hat es jedoch angesprochen.
    Es geht um eine Frau, die ihr Baby ablehnt und möglicherweise sogar töten will. Das wollen Kriminalkommissarin Hannah Adams und Staatsanwältin Leyla Zapatka verhindern. Leider bin ich mit beiden nicht wirklich warm geworden. Hannah Adams war einfach viel zu miesepetrig und aggressiv. Sie hasst wohl alles und jeden und zeigt das auch deutlich. Das fand ich auf Dauer unglaublich anstrengend. Leyla Zapatka dagegen wirkt auf mich wie ein graues Mäuschen, sehr naiv. Nicht unbedingt wie ich mir eine Staatsanwältin vorstelle. Auch wie sie mit ihrer Krankheit umgeht, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Wieso sie es nicht einfach Hannah Adams gesagt hat, was mit ihr los ist. Ich denke, das hätte den beiden viel Stress erspart. Die Gespräche zwischen den beiden waren fast immer feindselig, was mir mit der Zeit eher weniger gefallen hat, sodass ich bemerkt habe, dass ich sie öfter mal übersprungen habe. Die Mutter, die ihr Kind loswerden will, hat die Autorin sehr gut beschrieben. Wenn man aus ihrer Sicht gelesen hat, war es richtig spannend und ich fand ihre Gedanken sehr faszinierend. Allerdings nennt sie ihr Baby die ganze Zeit „Äffchen“. Und zwar wirklich die ganze Zeit. Mir kam das Wort viel zu oft vor, nach einiger Zeit hat es ziemlich genervt. Sobald sie in ihren Ermittlungen etwas vorangekommen waren, wurde es auch aus der Sicht von der Kommissarin und Staatsanwältin spannend.
    Parallel zu dieser Handlung geschieht nicht weit davon eine Katastrophe, von der man laufend Updates bekommt. Diesen Teil vom Buch fand ich leider langweilig, für mich hat sich dabei keine Spannung aufgebaut und ich habe auch, bis auf volle Straßen wegen der Evakuierung, keinen Zusammenhang zwischen den beiden Handlungssträngen gesehen. Es waren für mich sozusagen zwei Bücher in einem, eines davon hat mir gefallen, das andere nicht. Die Geschichte um die Katastrophe hätte ich gerne übersprungen, die Geschichte um das Baby fand ich sehr spannend und wollte, trotz nicht sehr sympathischen Protagonisten, immer wissen was als nächstes passiert. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm, bildhaft und locker, ich konnte das Buch meistens flüssig lesen und hatte immer Bilder vor Augen. Einige Rechtschreib- und Grammatikfehler haben sich reingeschlichen, die den Lesefluss ab und zu etwas gestoppt haben.

    Mein Fazit: Die eine Geschichte im Buch war sehr spannend, doch leider wurde ich mit den beiden Protagonisten nicht warm. Die andere Story fand ich eher langweilig. Die Spannung bei der Geschichte rund um das Baby war allerdings sehr gut gemacht, darum gebe ich gerne 3 Sterne.

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    Leuchtturmwaerterins avatar
    Leuchtturmwaerterinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nichts für frisch gebackene Muttis, aber wirklich spannend.
    Was für ein hartes Thema für einen Regiokrimi.

    Inhalt:
    Eine neue Kommissarin ermittelt in Ostfriesland – Der erste Fall für Hannah Adams.

    Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter.

    Autorin:
    Eva-Maria Silber, geboren 1959 in Friedlos bei Bad Hersfeld, studierte in Gießen Jura und arbeitete als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin im Großraum Frankfurt am Main, bevor sie 2010 ihren Beruf wegen hochgradiger Schwerhörigkeit aufgeben musste. Nach zwanzig Jahren Pendeln zwischen ihrem Wirkensort und Ostfriesland, lebt sie jetzt endlich mit ihrem Mann an der Nordseeküste in Funnix bei Wittmund, sechs Kilometer vom Meer entfernt. Seit sie nicht mehr ihrem Beruf nachgehen kann, schreibt sie Krimis und Thriller. Ihr Debüt-Roman »Endstation A4« erschien 2014, weitere Veröffentlichungen folgten. 2016 belegte sie den zweiten Platz bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des Chiliverlages.

    Meinung:
    Die Autorin Eva-Maria Silber bat mich bereits Anfang Januar, ihr neuestes Buch "Niemandsmädchen", erschienen bei Midnight by Ullstein, zu rezensieren. Da mich das Genre ansprach und der Klappentext jede Menge Spannung versprach, sagte ich damals zu, mit dem Hinweis, dass es wohl April werden würde, bis ich es lesen könnte. 
    Nun, der April ist schon bald wieder um und ich habe es endlich geschafft, das E-Book zu lesen. Und ich muss gleich sagen, ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Auch wenn ich nur schwer nachvollziehen kann, wie es soweit kommen kann, dass eine Mutter ihr Neugeborenes nicht liebt, sondern es loswerden will, war der Krimi doch fesselnd bis zum Schluss.
    Allerdings fand ich es schade, dass die Story über das Gasleck in einer Gasbetriebsanlage nicht wirklich mit der Geschichte des Babys verwoben wurde. Es lief beides parallel, aber dadurch hätte man die Gasleck-Story auch einfach weglassen können.

    Schreibstil:
    Aus wechselnden Perspektiven wird von den verschiedenen weiblichen Figuren berichtet. Der Leser erhält dadurch einen Rundumblick und ist den Figuren immer eine Schritt voraus.

    Charaktere:
    Leyla Zapatka, die junge Staatsanwältin, ist eine tolle Figur. Sie zeigt Menschlichkeit, Schwäche, aber auch extreme Stärke, wenn es drauf ankommt. Adams ist der weibliche Rambo und grober Klotz. Sie ist lange eher unsympathisch, wird am Ende aber dann doch noch etwas weicher.
    Die Antagonistin ist ein fast unmenschlich gezeichnetes Wesen und für normal denkende Menschen ist es unbegreiflich, wie eine Mutter so handeln kann.
    Die Männer im Krimi haben durchweg negative Charaktere. Sie sind allerdings zumeist Nebenfiguren.


    Fazit:
    Dieser Krimi widmet sich einem sehr schwierigen Thema und ich muss zugeben, dass mir diese Rezension schwer gefallen ist, weil mir die richtigen Worte fehlen. Dieses Buch wirkt bei mir (die selbst noch keine Kinder hat) bereits nach, aber für frisch gebackene Muttis muss es doch sehr verstörend sein. Daher kann ich jede Mutter verstehen, die diesen Krimi besser nicht lesen will.
    Es ist ein sehr Charakter bezogener Kriminalroman, der von den Abgründen und Geheimnissen seiner Figuren lebt.
    Ich vergebe 4 von 5 Sternen, da mir die beiden Handlungstränge nicht gut genug verwoben waren. Außerdem sollte unbedingt noch mal ein Korrektorat durchgeführt werden. Es gab einige Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler, die mich beim Lesen zum Stolpern brachten.
    Alles in allem ein toller Krimi, den ich allen weiterempfehlen kann, die starke Nerven haben. Er hat wirklich Potential zur Fortsetzung.

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    Annejas avatar
    Annejavor einem Jahr
    Kurzmeinung: konnte mich leider nicht überzeugen
    Fehler, keine Spannung und zu viele gewagte Themen

    Neonatizid, den Begriff werden die meisten noch nie gehört haben und doch erscheinen in den Medien immer wieder Berichte zu diesem Thema. Es handelt sich dabei nämlich um die Neugeborenentötung. Ein unverständliches und grausames Thema, das viele den Kopf schütteln lässt. In "Niemandsmädchen" könnt ihr die Geschichte einer Frau erlesen, die zum einen ihre Schwangerschaft verdrängte und nach der Geburt, das kleine zarte Wesen nur noch los werden möchte. Hier schaltet sich Kommissarin Hannah Adams ein, die den Mord an dem kleinen Mädchen verhindern möchte und das während in der Nähe eine unmittelbare Katastrophe geschieht.
    Zuerst muss ich sagen, das mich das Thema doch sehr schockierte. Man erfährt zwar nur Bruchstück-weise davon, aber dies reichte mir schon. Mehr Informationen bietet dazu das Internet, wo man teils grausame Zahlen ertragen muss.
    Kommen wir aber nun zur Geschichte und zu der wohl eingebildetsten, arrogantesten und miesepetrigsten Kommissarin über die ich je etwas gelesen habe. Hannah Adams war mir aber der ersten Seite unsympatisch und nervte mich spätestens ein paar Seiten danach. Die Kommissarin wurde zwangsversetzt nachdem sie einem Kollegen nachstellte, was sie sich selbst immer wieder schön redet. Mit so einer Kommissarin eine Buchreihe zu beginnen, finde ich schon sehr undurchdacht.
    Die Zweite im Bunde ist die Staatsanwältin Leyla Zapatka, deren Person mir mehr zu sagte aber trotzdem für einen faden Beigeschmack sorgte. Die Dame leidet an Morbus Meniére was zu Schwindelanfällen und Hörverlust führen kann. Gerade als Staatsanwältin hätte ich eine starke Frau erwartet die mit ihren Krankheit umgehen kann und auch bereit ist ihr Umfeld über diese Erkrankung zu informieren. Doch nix geschieht. Leyla zieht es vor sich teilweise zu blamieren als von vornherein klar zu stellen was mit ihr los ist.
    Und genau diese beiden Damen sollen ein kleines Mädchen finden, was vielleicht kurz vor einer Tötung steht. 
    Zum Teil können wir aber auch die Geschichte aus der Sicht der Mutter erleben, die ihr Kleines, was sie nur Äffchen nennt, einfach nur ekelhaft findet. Mitleid für das kleine Mädchen empfindet man schnell, allerdings bekommt man einfach kein Gefühl für Christine. Erst im Epilog erfährt man näheres.
    Die Tragödie um ein kleines Mädchen das vielleicht getötet werden soll, reicht eigentlich für einen Krimi bereits, doch im Buch gibt es noch eine weitere Katastrophe. Diese ist so nebensächlich, das man sich kaum für sie interessiert und man ehr genervt ist weil sie volle Straßen verursacht.
    Abgesehen von den Rechtschreibfehlern und einigen Grammatikfehlern, war das Buch ok, aber nicht umwerfend. Die Autorin schaffte es einfach nicht Spannung im Buch zu erzeugen und machte sich mit den beiden desaströsen Hauptcharakteren lächerlich. 
    Mit 200 Seiten war das Buch einfach zu kurz für die gewagten Themen. Hier hätte man mehr Feingefühl einbringen müssen. 
    Die Idee war nicht schlecht, hätte aber eine bessere Umsetzung benötigt. Ich werde die Reihe wohl nicht weiter verfolgen, da mich Kommissarin Adams nicht ansprach.

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    Betsys avatar
    Betsyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Durchaus gelungen, aber mir persönlich zuviel Zickenkrieg zwischen den Ermittlern und zu problemlastig in Hinblick auf deren Privatleben.
    Wettlauf mit der Zeit um das Leben eines Kindes

    Während einige Erdgaskavernen in Etzel kollabieren und alle Einsatzkräfte versuchen die Menschen zu evakuieren, bringt eine unbekannte Frau im Krankenhaus ihr Kind zur Welt, welches diese allerdings mit regelrechtem Entsetzten betrachtet und mit ihrem ablehnenden Verhalten der Krankenschwester und dem Arzt zu denken gibt. Bevor dieser jedoch einen Kollegen dazu um Rat fragen kann, verschwindet die Frau mit dem Neugeborenen und die Kriminalkommissarin Hannah Adams sowie die Staatsanwältin Leyla Zapatka übernehmen die Ermittlung, denn laut der Einschätzung eines Neurologen ist Eile geboten, da alles darauf hinweist, dass sich das Baby in tödlicher Gefahr befindet. Während Adams und Zapatka mit gegenseitiger Abneigung und eigenen Problemen zu kämpfen haben, versuchen sie, inmitten der drohenden Katastrophe vonseiten der Kavernen, die Mutter und ihr Kind zu finden bevor es zu spät ist.

    Neonatizid (die Tötung eines neugeborenen Kindes) steht hier im Mittelpunkt dieses Buches und der Autorin gelingt es dieses schwierige Thema sehr eindringlich zu vermitteln aus Sicht einer Frau, die hier weit weg von jeglichen Mutterinstinkten scheint und ihr Neugeborenes nur als Ärgernis empfindet. Kein einfaches Thema und alles andere als schön, aber dadurch auch ungeheuer fesselnd, weil man, wie die Ermittlerinnen nur hoffen kann, dass diese das Baby finden, bevor es von der Mutter wirklich getötet wird. Das ganze wir noch durch die Sicht der Mutter unglaublich intensiviert und obwohl es einem selbst unbegreiflich scheint, wird nach und nach klar, dass diese in ihrem Leben bereits so einige durchgemacht hat und vor Angst keine andere Möglichkeit sieht, als dieses "Ding" loszuwerden.

    Während dieser Handlungsstrang einen also wirklich gefangen nimmt und es besonders durch die kollabierten Kavernen gleich zu Beginn temporeich und spannend ist, verliert sich dies leider etwas durch die Kommissarin Adams und die noch recht frischgebackene Staatanwältin Zapatka. Beide mit ihren eigenen Problemen schwer beschäftig und durch Adams Vorurteile gegenüber der jungen und hübschen Zapatka, bekommt das ganze einen aggressiven und wirklich zickigen Touch und ist weit weg von jeglicher Professionalität. Die Staatsanwältin ist aber nicht weniger anstrengend, da sie privat und körperlich unter starker Belastung steht und dennoch versucht so zu tun als ob nichts wäre und gerade durch ihre so naive Art bei der Adams genau an die Falsche gerät und diese dann auch gleich ihren ganzen Frust an ihr ablässt, weil man ihr dieses Püppchen zur Seite gestellt hat.

    Leider ist es auch hier so, dass die private Ebene der Geschichte eher schadet als ihr hilft, besonders weil es hier einfach zu viele Probleme auf einmal gibt und beide, die eine durch ihr aggressives Verhalten und die andere durch ihre Naivität und Angst, nicht gerade professionell rüberkommen. Sie bekommen dadurch mehr Raum als nötig und strapazieren, besonders Adams mit ihrer Art, die Nerven des Lesers. Natürlich raufen sich beide dann irgendwann auch zusammen, doch gegen Ende war mir das dann auch zuviel schöne, heile Welt.

    Nebenbei ging auch der zusätzliche Spannungbogen mit den Kavernen immer mehr verloren, zwar hatte die Evakuierung Einfluss auf der Suche nach dem Baby und seiner Mutter, allerdings hätte man es meiner Ansicht nach noch ein wenig bedrohlicher ausfallen lassen können.

    Trotz der Mängel liest es sich dennoch sehr flüssig und nachdem das anfängliche Herumgezicke so halbwegs überstanden war und die flüchtende Mutter immer näher daran ist ihr Kind wirklich zu töten, bekommt das Ganze wieder ordentlich Spannung und Tempo und kann besonders zu Ende dann wieder einiges gutmachen, da man sowohl entsetzt als auch gebannt einfach weiterlesen muss und zugleich am liebsten selbst zur Rettung eilen würde.

    Fazit: Ein wirklich hartes Thema, das gut umgesetzt wurde und definitiv an die Nieren geht, allerdings stellen die privaten Probleme der Staatsanwältin, sowie der Kommissarin und deren gegenseitige Abneigung das Ganze leider etwas in den Schatten und beide sind nicht gerade Sympathieträger in dieser Geschichte. Teilweise extrem unprofessionell und obwohl beide natürlich ihre Gründe dafür haben, ist diese Menge daran einfach zuviel des Guten. Ansonsten ist hier der Part der Mutter, die dabei ist ihr eigenes Kind zu töten das spannendste, besonders gegen Ende als es wahrlich immer mehr zu einem Wettrennen mit der Zeit ist und auch Zapatka und Adams endlich am selben Strang ziehen. Dennoch war es für mich eher Krimi als wirklicher Thriller und ich hätte mir doch etwas mehr Spannung erwartet, als es dann tatsächlich der Fall war, was leider großteils an den Ermittlerinnen lag.

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    Gwennileins avatar
    Gwennileinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannung führt durch ein krasses, leider realistisches Thema.
    Krasse Thematik, die für Kopfschütteln sorgt

    Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an. Es ist so geschrieben, dass man einfach so hindurch "flutscht". Paralell zur eigentlichen Geschichte gibt es einen parallelen Erzählsprung, zudem noch eine Katastrophen Geschichte, so etwas liebe ich ja und somit packte mich das voll und ganz. Bei den Charakteren ist auch für jeden etwas dabei, vom Unsympath, bishin zum Leserliebling. Die Thematik des Buches ist wirklich krass und für mich in dieser Art neu, da ich von dem Phänomen bisher noch nichts gehört hatte. Genauso ging es mir auch mit der Gehör-Krankheit einer Protagonistin, die für mich bis dato unbekannt war. So konnte ich zum Lesespaß zusätzlich noch etwas lernen. Zweifelsohne war die Geschichte manches Mal vielleicht ein wenig weit her geholt, bzw. unrealistisch, aber dennoch immer voller Spannung. Ich fühlte mich gut unterhalten!

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    AutorinMonaFricks avatar
    AutorinMonaFrickvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wie man es von der Autorin gewohnt ist, widmet sie sich mit viel Aufmerksamkeit den einzelnen Protagonisten und der Themenrecherche.
    spannendes Thema, gekonnt umgesetzt

    Katastrophen laufen nebeneinanderher: Eine private, in der eine Polizistin und eine Staatsanwältin fieberhaft eine Frau suchen, die samt Neugeborenem aus der Klinik verschwunden ist, und eine öffentliche, bei der ganze Ortschaften evakuiert werden müssen.
    Gekonnt werden beide Stränge miteinander verbunden.
    Wie man es von der Autorin gewohnt ist, widmet sie sich mit viel Aufmerksamkeit den einzelnen Protagonisten und der Themenrecherche. Lokalkolorit kommt ebenfalls nicht zu kurz. Fünf Sterne von mir.

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    Engelmels avatar
    Engelmelvor 2 Jahren
    Krimi mit interessantem Thema, spannungsgeladen, einladend zum Nachdenken, Mitdenken, Augen öffnen

    Inhalt: Eine Frau bringt in der Nacht ein Kind zur Welt und flüchtet am nächsten Morgen aus dem Krankenhaus. Das ungewöhnliche daran ist, dass sie schon von Beginn an ein eher abstoßendes widerwilliges Verhalten dem Kind gegenüber aufweist - sie betrachtet es nicht, stößt es gleich wieder von sich und sieht darin auch kein Kind, sondern spricht immer nur von "dem Affen". Nachdem die Flucht der Krankenschwester auffiel, die ihre Beobachtung hinsichtlich des Verhaltens der Frau ihrem Arzt gegenüber überzeugend rüberbringen kann, wird Kontakt zu Kommissarin Adams und Staatsanwältin Leyla gesucht. Nach vielem Hin und Her können der Arzt und sein hinzugezogener Kollege (Neurologe) die Beamten überzeugen, nach der Frau zu suchen. Dabei geraten sich die beiden Frauen jedoch immer wieder in die Wolle. Es hat den Anschein, als dass sie sich nicht leiden können oder gegenseitig ihrer Positionen nicht gönnen. 
    Die "Flucht" wird aus Sicht der Mutter immer wieder beschrieben, gibt teils Rätsel auf, lässt den Atem gefrieren, wenn man sich den Umgang mit dem Neugeborenen vor Augen hält.
    Der Nebenschauplatz, ein Gasunglück in der Region, wird teils in die Geschichte verflochten, sodass klar wird, warum die Kommissarin überwiegend allein mit der Staatsanwältin sich darum kümmert.Es bleibt bis zum Schluss die Frage offen : Werden Frau und Kind gefunden rechtzeitig? Werden die Spannungen der Kommissare sich lockern?

    Cover: Ich bin jemand, der beim Stöbern nach neuen Büchern immer auch mit dem Auge mitliest, sprich stark auf die Covergestaltung achtet. In diesem Fall gefällt das Cover mir ausgesprochen gut, ich finde, es passt bestens in die Reihe "Ostfriesenkrimi" - im Hintergrund der Pilsumer Leuchtturm, davor eine dünige Strandathmosphäre, wie man sie auf der ein oder anderen NordseeInsel wiederfindet, alles getaucht in dämmerndes Licht. Genau dieses Licht lässt Assoziationen aufkommen, dass es sich um einen Krimi handelt, dazu tragen für mich auch die Farben bei (überwiegend Orange, rotbraune Töne). Der Titel wurde hervorgehoben, in kontrastem Weiß und ansprechender Schriftart und fällt direkt ins Auge.


    Schreibstil: Der zweite Handlungsstrang, der über den Gasunfall in Etzel berichtet, wird zu Anfang jedes Kapitels in kursiver, und damit abgesetzter, Schriftart geführt; dadurch für mich klare Abtrennung der beiden Stränge gut offensichtlich. Zudem ist der Text leicht zu verstehen, schnell und gut zu lesen, es bereitet keine Probleme,  sich in die Geschichte hinein zu lesen, oder nach einer (kurzen) Lesepause wieder in die Handlung hinein zu finden.

    Charaktere:  Die aufmerksame Krankenschwester, die gute Beobachtungen macht und damit erst "den Stein ins Rollen bringt" - fast schon ein wenig zu sehr im Hintergrund. Der ältere Arzt, ein wenig behäbig und sehr ruhig erscheinend, der sich schon in Rente sieht aber nicht mehr am Arbeitsplatz; der junge Arzt dagegen, der "noch schnell die Welt retten" will und sich gleich engagiert, klassischerweise das Gedankengut über Ärzte in der normalen Bevölkerung assoziiert.  Die Beamten  - Kommissarin Adams, frustriert über ihre Versetzung, älteres Baujahr, scheint den Rang der durchaus jüngeren Staatsanwältin nicht zu gönnen. Diese mit privaten und gesundheitlichen Problemen beladen versteht nicht, warum die Adams ihr das Leben schwer macht. Immer wieder giften sie sich an, gönnen sich nichts und finden doch auf wundersame Art zueinander.Die Mutter scheint es in ihrem Leben schwer gehabt zu haben, schon seit der Kindheit im Heim scheint es immer wieder sexuelle Angriffe auf sie gegeben zu haben; vielleicht liegt der Grund in einer Minderbegabung; daraus lassen sich Verhaltensweisen erklären. Für sie ist das Leben mit einem nichtsnutzigen, tyrannischen Ehemann normal, auch wenn sie sich teils darüber ärgert, aber sie kennt scheinbar nichts anderes!

    Fazit: Mir bleiben Gründe über das Verhalten der Mutter unklar, gerne hätte ich tieferes Hintergrundwissen erfahren. Nichtsdestotrotz ist das Buch generell sehr gut geschrieben, die Spannung hält sich von Anfang bis Ende, der Wechsel von Charakteren oder Handlungssträngen ist fließend, gut gelungen und macht keine Probleme beim Lesen. Das Thema ist sehr gut gewählt und gibt meiner Ansicht nach Gedanken auf, seine eigene Sichtweise  auf das Leben allgemein zu ändern, die Augen zu öffnen im Umfeld. 
    Mit diesem Buch ist der Autorin insgesamt ein sehr gut gelungener Krimi gelungen, der Anreiz schafft, mehr dieser Sorte zu lesen. 
    Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt! Vielen Dank an Autorin/Verlag!

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    KleinNettis avatar
    KleinNettivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein bewegender Krimi
    Ein bewegender Krimi

    Die Kurzbeschreibung zu diesem Buch zog mich magisch an und ich wurde nicht enttäuscht.
    In diesem "Krimi" nimmt sich die Autorin gleich drei Themen an: Umweltkatastrophe, häusliche Gewalt und Kindswohlgefährdung.
    Was mir am meisten gefiel, dass Eva-Maria Silber zwei Themen parallel im Buch beschreibt und am Ende doch zu einer Einheit werden. Die Umweltkatastrophe wird auch in einer anderen Schrift wider gegeben, was es den Leser erleichtert, die Themen zu trennen.
    Nun mein Eindruck zu den Personen. Am Anfang empfand ich Hass auf Christina wie Sie mit Ihrem Baby (Äffchen) umgeht und behandelt. Mein Gedanke war nur :" wird die kleine noch rechtzeitig von Ihrer Mutter weg genommen?". Doch nach und nach schlug mein Gefühl für Christina um - in Mitleid und Traurigkeit. Was musste diese Frau bisher alles in Ihrem Leben durch machen?
    Sehr anschaulich waren die Gedanken beschrieben, die Christina nach Hause mit Ihrem Äffchen bewegten. Am meisten war ich froh, dass Sie endlich zum Schluss Ihrer eigenen Hölle entkommen kann - oder besser ausgedrückt - frei gelassen wird von Ihrem Mann.
    Es war wundervoll geschrieben, die Szenen mit Christina, nur hätte mich interessiert, ob auch Sie es schaffen würde, Ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.

    Die nächsten Personen ließen wieder meine Gefühlswelt Achterbahn fahren. Auf der einen Seite Staatsanwältin Zapatka und auf der anderen Kriminalkommissarin Hannah Adams. Die Wortschlacht und Anfeindungen von Adams haben oft die Luft genommen und ein Kopfschütteln hervor gebracht. Aber nur zusammen konnten Sie ein Ziel erreichen. Anfangs mochte ich Hannah Adams gar nicht, mit Ihrer Ruppigkeit und Missachtung. Doch auch bei Ihr schlug mein Gefühl bald um, als Sie Zapatka endlich die Möglichkeit gibt, sich zu öffnen. Sehr gelungen die Szenen zwischen den beiden - doch am Ende wird auch da alles gut :)

    Das Buch hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck, weil es Themen behandelt, die so kaum angesprochen werden. Zum einen die häusliche Gewalt: dieses macht die Autorin sehr bildlich in Christina klar. Sie beschreibt deren jetzige Reaktionen und Ängste und lässt uns auch Einblicke geben, in die Vergangenheit von Christina. Irgendwie war ich schockiert, was eine Frau alles erleidet und alles still über sich ergehen lässt.

    Muss sagen, das Buch hat mich sehr mitgenommen und verdient 5 Sterne. Würde mich sehr freuen, mehr von Staatsanwältin Leyla Zapatka und Kriminalkommissarin Hannah Adams zu lesen.

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    Ninasan86s avatar
    Ninasan86vor 2 Jahren
    Ein Krimi, der unter die Haut geht!

    Zum Inhalt:

    Eine neue Kommissarin ermittelt in Ostfriesland – Der erste Fall für Hannah Adams

    Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter.



    Über die Autorin:

    Eva-Maria Silber, geboren 1959 in Friedlos bei Bad Hersfeld, studierte in Gießen Jura und arbeitete als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin im Großraum Frankfurt am Main, bevor sie 2010 ihren Beruf wegen hochgradiger Schwerhörigkeit aufgeben musste. Nach zwanzig Jahren Pendeln zwischen ihrem Wirkensort und Ostfriesland, lebt sie jetzt endlich mit ihrem Mann an der Nordseeküste in Funnix bei Wittmund, sechs Kilometer vom Meer entfernt. Seit sie nicht mehr ihrem Beruf nachgehen kann, schreibt sie Krimis und Thriller. Ihr Debüt-Roman »Endstation A4« erschien 2014, weitere Veröffentlichungen folgten. 2016 belegte sie den zweiten Platz bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des Chiliverlages.



    Mein Fazit und meine Rezension:

    Im Landkreis Etzel geschieht im Mai 2009 ungeahntes: ein großes Unglück für Mensch, Umwelt und Tier bahnt sich an und alle Rettungskräfte werden mobilisiert, um die umliegende Bevölkerung zu evakuieren. Als ob das nicht genug wäre, verschwindet kurz darauf im Krankenhaus eine Mutter mit ihrem Neugeborenen. Mitten im Chaos wird Kriminalkommissarin Adams von dem Krankenhaus informiert und setzt alle Hebel in Bewegung, um die orientierungslose Mutter und ihr Neugeborenes wieder zu finden ... doch wie soll man bei dem Chaos noch den Überblick behalten? Mit Hilfe der jungen und adretten Staatsanwältin Zapatka kämpft sich Adams durch die flüchtenden Menschenmengen und hin in ein unscheinbares Dorf, das viele Geheimnisse birgt...

    Etzel im Mai 2009 ... die Kavernen lecken, Gas strömt aus und die nähere Umgebung wird evakuiert, aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten breitet sich das Gas weiter als erwartet aus. Als ich die vielen Berichte gelesen habe und mir dabei die traumhafte Landschaft vorgestellt habe, die ich seit meinem ersten Urlaub im Jahr 2011 nicht mehr aus dem Kopf bekomme und seitdem fast jährlich dort bin, hat mir der Atem gestockt. Tatsächlich hat es schon ähnliche Störfälle dort gegeben - eine Recherche im Internet hat es ans Tageslicht gebracht. Inmitten von all dem Chaos, den Rettungskräften und den Evakuierungsmaßnahmen bahnt sich eine weitere Katastrophe an: die junge Christina flüchtet mit ihrem neugeborenen Mädchen aus dem Krankenhaus, ihre Geburt wurde aufgrund eines Fahrradunfalls eingeleitet ... ihr habt noch immer nicht genug?

    Okay, dann geht es weiter ...

    Dem Leser wird bereits zu Anfang in eine angespannte Atmosphäre rein gesogen. Zuerst die Katastrophe in Etzel, dann das Gebahren der frisch gebackenen Mutter im Krankenhaus. Das süße Mädchen wird als "Affe" betitelt und man muss mehrfach lesen, wie sie das Neugeborene vor lauter Ekel gepackt von sich stößt und es nicht annimmt. Was genau hat sie denn? Von einer Schwangerschaft will sie nichts gewusst haben, nimmt das Kind nicht als ihres an und ist geschockt darüber, dass man es ihr immer wieder aufzwingt. Und dann ist da noch die Sorge um ihren Ehemann oder besser gesagt, die nackte Panik, die sie bei dem Gedanken an seine Worte (und Taten) erfasst, wenn sie nur daran denkt, ihm nach zwei Tagen unentschuldigter Abwesenheit unter die Augen zu treten. Für sie ist es schnell klar: sie muss einfach nur weg aus dem Krankenhaus und damit der Affe sie nicht verrät, muss er mit.

    Ich war schockiert als ich gelesen habe, wie sie mit ihrer Tochter umgeht, wie lieblos sie in den Korb des Fahrrads wirft, das sie gestohlen hat und es inmitten der prallen Sonne einfach liegen lässt, nicht säugt und sich auch sonst nicht kümmert.

    Im Krankenhaus ist eines schnell klar: sie leidet unter einer Krankheit mit dem Namen "Neonatizid", sie hat weder ihre Schwangerschaft wahrgenommen, noch die körperlichen Veränderungen, das Baby nimmt sie nicht an, empfindet es als Ballast und möchte es so schnell wie möglich los werden. Muttergefühle wurden nicht entwickelt. Eine dramatische Situation, insbesondere für die junge Staatsanwältin, die gerade in ihrem Privatleben einiges durchmachen muss. Dass Kriminalkommissarin Adams an jeder ihrer Fragen oder auch nur Reaktionen etwas auszusetzen hat und der jungen Staatsanwältin ständig Paroli bietet, macht es nicht einfacher.

    Mit Adams und Zapatka treffen zwei starke, aber vollkommen unterschiedliche Charaktere aufeinander. Adams, die von ihrer alten Behörde versetzt wurde, aufgrund eines dummen Vorfalles, kämpft sich als Frau in einer Männerdomäne sehr gut durch, sie ist bissig, verteilt Hiebe und steckt einiges ein, doch auch sie kann sehr gut austeilen - wie Zapatka erfahren muss. Die junge Staatsanwältin hat gesundheitliche Probleme und zu allem Übel hat ihr langjähriger Freund ihr eröffnet, dass er eine andere liebt - und das, obwohl sie schwanger ist. In diesem Zustand soll sie eine Frau suchen, die ihr eigenes Baby womöglich töten will. Wie soll es ihr da schon gehen?

    Mich hat die Geschichte sehr fasziniert. Ich war mitten im Geschehen drin, konnte mit beiden Frauen mitfühlen und habe auch während dem Lesen die Beiden angefeuert, dass sie Christina schnell und vor allen Dingen ihren Säugling lebend finden! Die Katastrophe um Etzel war stets mit von der Partie - wenn für mich auch eher im Hintergrund, doch konnte man die Ausuferungen auch während der Suche erkennen.

    Für mich ist es einfach unvorstellbar, wie eine Mutter ihr eigenes Kind verstoßen kann, es sogar töten möchte! Wie kann man ein solches Wunder nur vernichten wollen? Wie die Geschichte ausgeht, ob man Christina gefunden hat und ob die Gefahr in und für Etzel gebannt werden konnte, das lest ihr am besten selbst. Ich kann euch dieses Buch mit Spannung und Nervenkitzel auf jeden Fall weiter empfehlen!

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    nellschevor 2 Jahren
    Niemandsmädchen

    Eine Frau wird nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert und bringt daraufhin ihr Kind zur Welt. Als die Krankenschwester ihr das Baby bringt, stößt die Mutter es angeekelt von sich. Kurz darauf sind die Frau und ihr Baby spurlos verschwunden. Da das Schlimmste befürchtet wird, machen sich die Kriminalkommissarin Hannah Adams und die Staatsanwältin Layla Zapatka auf die Suche nach der unbekannten Frau und ihrem Baby. Parallel kollabieren in der Nähe drei Erdgaskavernen. Sämtliche zur Verfügung stehenden Polizeibeamten sind mit der Evakuierung der Bevölkerung beschäftigt und können daher die Suche nach dem Baby nicht unterstützen.

    Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, denn die Geschichte ist flüssig zu lesen und klar strukturiert, so dass ich stets folgen konnte. Das Hauptaugenmerk liegt bei der Suche nach der Frau und dem Baby. Zwischendurch gibt es Absätze, die in kursiv geschrieben sind und den Leser über die aktuellen Geschehnisse hinsichtlich des Gasunglücks auf dem Laufenden halten. Dadurch ist klar, warum die beiden Frauen bei der Suche auf sich alleine gestellt sind.

    Christina, die Frau, die das Baby bekommen hat, wurde gut dargestellt. Ihre Verwirrtheit und ihr Leugnen kamen realistisch bei mir an. Wie sie das Baby ansah und betitelte, zeigten, dass sie sehr große psychische Probleme hat. Im Laufe des Buches erfährt der Leser dann auch, was ihr in ihrem bisherigen Leben geschehen ist.

    Mit der Kriminalkommissarin Hannah Adams bin ich einfach nicht richtig warm geworden. Ich fand ihr Verhalten sehr unprofessionell und unangebracht aggressiv. Das fand ich befremdlich. Auch wie sie die Staatsanwältin behandelt hat, fand ich total unangemessen. Wenn sie ihr normal höflich-freundlich entgegen gekommen wäre, hätte ich sie bestimmt sympathischer gefunden. Aber so fand ich sie lediglich am Ende ein wenig sympathisch.

    Die Staatsanwältin Layla Zapatka war mir dagegen sehr sympathisch. Sie hatte gerade mit erheblichen privaten und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, was sie menschlich machte. Aufgrund dessen konnte sie sich auch nicht gegen Hannah Adams durchsetzen und behaupten.

    Den Plot fand ich interessant. Die Vorstellung, dass eine Frau ihre Schwangerschaft nicht bemerkt und von einer Geburt überrascht wird, will einfach nicht in meinen Kopf rein. Insofern fand ich die Thematik sehr interessant. Was dann teilweise mit den ungewollten Babys geschieht, ist einfach grausam.

    Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne noch etwas spannender sein dürfen. Nichtsdestotrotz wurde ich gut unterhalten und vergebe vier Sterne. 

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    Nach einer verdrängten Schwangerschaft bringt Christina O. im Wittmunder Krankenhaus ein Mädchen zur Welt – und verschwindet spurlos zusammen mit dem Baby. Am selben Morgen kollabieren in Etzel drei Kavernen. Alle Polizeikräfte sind mit der Evakuierung der Bevölkerung beschäftigt. Lediglich die junge Staatsanwältin Leyla Zapatka und Kriminalkommissarin Hannah Adams versuchen das Baby zu finden, um es vor der eigenen Mutter zu retten.

    Bist du bereit für einen beklemmenden Thriller über den Kindsmord durch die eigene Mutter? Dann bewirb dich gleich für unsere Leserunde zu "Niemandsmädchen" von Eva-Maria Silber. Starke Nerven sind ein absolutes Muss!

    Zum Inhalt:

    Fast schon täglich lesen wir in den Zeitungen, dass wieder eine Babyleiche gefunden wurde. Erstickt, aus dem Fenster geworfen, verbuddelt, abgelegt in der Tiefkühltruhe – von der eigenen Mutter. Was bewegt solche Frauen? Wie kann es soweit kommen? Was hat es mit dem Phänomen des Neonatizid auf sich? Dieser Fragestellung gehe ich in meinem Regio Krimi nach, der in Ostfriesland angesiedelt ist. Zeitgleich kollabieren in Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen meine beiden Protagonistinnen, Staatsanwältin Leyla Zapatka und KK Hannah Adams, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter. Doch beide Frauen haben ganz eigene Sorgen: Leyla Z. verliert ihr Gehör und ist schwanger, doch ihr Lebensgefährte hat sie an diesem Katastrophenmorgen wegen einer Anderen verlassen. KK Adams verliebte sich in späten Jahren in ihren deutlich jüngeren Assistenten, der sie des Stalkings bezichtigte. Gefangen in ihren eigenen Problemen verheddern sich die Beiden in einem Zickenkrieg, der erst gelöst wird, als eine von ihnen zusammenbricht. Mein Thriller handelt an einem einzigen Tag: dem 26. Mai 2009.

    Neugierig geworden? Hier geht's zur Leseprobe:

    https://evamariasilber.files.wordpress.com/2016/10/leseprobe-niemandsmacc88dchen.pdf

    Mehr über die Autorin:

    Eva-Maria Silber, geboren 1959 in Friedlos bei Bad Hersfeld, studierte in Gießen Jura und arbeitete als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin im Großraum Frankfurt am Main, bevor sie 2010 ihren Beruf wegen hochgradiger Schwerhörigkeit aufgeben musste. Nach zwanzig Jahren Pendeln zwischen ihrem Wirkensort und Ostfriesland, lebt sie jetzt endlich mit ihrem Mann an der Nordseeküste in Funnix bei Wittmund, sechs Kilometer vom Meer entfernt. Seit sie nicht mehr ihrem Beruf nachgehen kann, schreibt sie Krimis und Thriller. Ihr Debüt-Roman »Endstation A4« erschien 2014, weitere Veröffentlichungen folgten. 2016 belegte sie den zweiten Platz bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des Chiliverlages.

    Zusammen mit Ullstein vergeben wir im Rahmen dieser Leserunde 10 Freiexemplare von "Niemandsmädchen" von Eva-Maria Silber. Was Ihr dafür tun müsste?Bewerbt Euch bis zum 24.10.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:

    Wie viele unbemerkte Schwangerschaften und wie viele unerwartete Geburten gibt es jährlich in Deutschland?

    Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg!

    Gwennileins avatar
    Letzter Beitrag von  Gwennileinvor 2 Jahren
    Hier meine Rezension. https://www.lovelybooks.de/autor/Eva--Maria-Silber-/Niemandsmädchen-1351541803-w/rezension/1439163789/ Zusätzlich habe ich diese auch auf amazon und Weltbild veröffentlicht. Danke für die unterhaltsame Leserunde!
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