Ostseerache

von Eva Almstädt 
4,0 Sterne bei31 Bewertungen
Ostseerache
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Einfach nur toll . Ich liebe die Bücher von Eva Almstädt immer spannend bis zur letzten Seite

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Küstenkrimi um die Ermittlerin Pia Korittski - um die Wahrheit zu finden, muss sie einen lang zurückliegenden Fall noch einmal aufrollen

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Inhaltsangabe zu "Ostseerache"

In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176663
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:29.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 29.03.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    evaczykvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Küstenkrimi um die Ermittlerin Pia Korittski - um die Wahrheit zu finden, muss sie einen lang zurückliegenden Fall noch einmal aufrollen
    Das Dorf, das Schweigen und zwei Todesfälle

    Die Vergangenheit schläft nicht, sie ruht nur, heißt es ja in einem Sprichwort. In Eva Almstädts Krimi "Ostseerache" trifft das jedenfalls zu -nicht nur, weil Kripo-Kommissarin Pia Korittski von einem in der Vergangenheit hinter Gitter gesetzten Soziopathen auch aus dem Knast noch drangsaliert wird. Auch der Tod einer jungen Frau in einem kleinen Dorf an der Ostsee wühlt plötzlich Vergangenheit auf.

    Denn die junge Flora, Nachbarin der Toten, ist erst vor kurzem in das Dorf zurück gekehrt. Vor Jahren wurde sie als zwölfjährige beschuldigt, für den Tod eines Spielkameraden verantwortlich gewesen zu sein. Der Versuch, an den Ort ihrer Kindheit zurück z kehren, ist auch ein Kampf gegen soziale Ächtung. Pia Korritski stößt schon bald auf Ungereimtheiten - sollte womöglich Flora und nicht die junge Nicole getötet werden?

    Um den Fall zu lösen, muss sie den alten Todesfall noch einmal neu aufrollen und das Schweigen des Dorfes brechen. Jeder Fortschritt scheint erst mal neue Fragen aufzuwerfen - und das gerade in einer Zeit, wo die Polizisten auch in ihrem Privatleben und in der beruflichen Karierreplanung einige Weichen neu stellen muss.

    Ein solider, spannender Küstenkrimi mit einer Protagonistin, die auch als Mensch und nicht nur als Ermittlerin Profil hat. Immerhin handelt er sich bereits um das 13. Buch einer Serie. Wer wie ich die vorangegangenen Bände nicht kennt, findet auch ohne Kenntnis der Vorgeschichte eine stringente Handlung und Charaktere, die nicht durch allzuviele Anspielung auf die vorangegangenen Bücher für Verwirrung sorgen. Das Ende lässt ahnen: Es wird nicht das letzte mal sein, dass Pia Korritski ermittelt.

    Gut geschildert ist vor allem die Schweigekultur in der Dorfgemeinschaft, die ebenso heimelig wie grausam sein kann - je nachdem, ob man dazu gehört oder nicht.

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    MichaelSterziks avatar
    MichaelSterzikvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Starker Krimi mit noch stärkeren Charakteren. Abgründe eines Dorfes. Spannende Verzweigungen.
    Giftige Rache?

    Regionale Krimis sind wahrscheinlich einer der neuesten Trends in der Thriller/Krimiliteratur in Deutschland, und das funktioniert ausgesprochen gut. Eigentlich logisch – die Leser kennen ggf. die Region, den Landkreis, die Stadt, oder das Dorf. Vielleicht sind sie die gleichen Straßen wie das Opfer oder der Täter langgelaufen. Ein morbider bis faszinierender Gedanke, der aber verdammt gut funktioniert. Eine Verbundenheit bis in den Tod. Besonders einladend sind die Küstenorte in unserer Republik. An der idyllischen Ost- oder auch Nordseeküste wird anscheinend gerne gemordet. Also Romantik hin oder her – die Spannung ist dort genauso ansässig, wie dunkle, geheimnisvolle Dörfer mit verschrobenen Bewohnern, die munter vor sich hin morden.

    Der vorliegende Band: „Ostseerache“ von Eva Almstädt ist der dreizehnte der „Pia Korittki-Reihe. Schauplatz/Tatort der Reihe ist die Ostseeregion mit Mittelpunkt, einer der schönsten norddeutschen Städte – Lübeck – Die Königin der Hanse. Die Handlung spielt an einem kleinen Küstenort, eine junge Frau wird ermordet aufgefunden – vergiftet. Gleichzeitig taucht eine junge Frau in dem Dorf auf, die für einen Unfall mit Todesfolge die Verantwortung trägt. Alte Wunden der Vergangenheit werden aufgerissen und auch Rache und der stille, manchmal laute Schrei nach Vergeltung kommen an die Oberfläche.

    Die Autorin Eva Almstädt lässt ihre Ermittlerin Pia Korittki alle beruflichen wie auch privaten Register ziehen. Neben den Ermittlungen spielt auch die persönliche Entwicklung ihrer Person eine große Rolle. Anfang wirkt der Roman wie der Beginn eines schönen Sonnentages, doch dunkle Wolken und ein heftiger Sturm erreichen die junge Kommissarin – unbeständig halt wie die Ostsee. Der Kriminalfall steht allerdings im Fokus und hier bedient sich die Autorin alter, aber traditioneller Klischees. Rache und Vergeltung waren immer schon die besten Motive. Ebenfalls ist das Setting allzu offensichtlich. Ein Dorf voller Menschen, die auf engsten Raum ihre Ängste,
    Geheimnisse und Hoffnungen miteinander teilen. Abhängigkeiten, Intrigen, Liebeleien, freundschaftliche und verwandtschaftliche Beziehungen sind ein großartiges Geflecht für einen spannenden Background.

    Eva Almstädt fokussiert sich auf die Vergangenheit und die tragische Gegenwart. Ein alter Todesfall, eine traumatisierte Täterin, die sich an vieles nicht erinnern kann und der ein Giftmord. Man muss nicht Sherlock Holmes sein, um schnell zu begreifen, dass es hier eine Verbindung geben muss. Im Grunde nichts Neues, aber die Autorin schafft eine spannende Atmosphäre. Stil, Ausdruck, Sprache und die Dialoge sind perfekt in Szenen verarbeitet. Geschickt spannt Eva Almstädt ein Netz voller möglicher Täter und wahrscheinlicher Motive.

    Auch die Charaktere sind klassisch in Szene gesetzt – mal abgesehen von dem privaten Nebenschauplatz von Pia Korittki gibt es auch hier keine neuen Ideen. Eine Nebenhandlung – die Bedrohung eines inhaftierten Täters, der psychologisch Druck auf Pia ausübt, kommt leider viel zu kurz.

    „Ostseerache“ ist durchweg ein Klassiker, aber spannend inszeniert, wenn auch ohne Höhepunkte versehen.

    Eva Almstädt erzählerischer Stil ist allerdings großartig. Prägnant, auf den Punkt gebracht, die Spannung per Tempomat immer online, die Charaktere fein ausgearbeitet.
    Die Ermittlerin Pia Korittki ist reif für den nächsten Entwicklungsschritt. Eine Mordserie über mehrere Bücher hinweg wäre vorteilhaft.

    Fazit

    „Ostseerache“ ist klassischer Kriminalroman. Überzeugt allerdings durch seine Figuren. Spannend allemal – und ich hoffe, dass der 14. Ausflug an die Ostseeküste für Pia Korittki persönlicher wird. Die Weichen sind ja gestellt. Ein perfekter Roman für herbstliche Besuche an der Küste. Empfehlenswerte Ostseemorde.

    Michael Sterzik

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    Mirja103vor 2 Monaten
    Toller regionaler Krimi

    Ich habe bisher alle Krimis von Eva Almstädt mit großer Freude gelesen. Die Geschichte ist spannend und auch im Privatleben von Pia passiert wieder sehr viel und man leidet mit ihr und ist von ihrer Kraft beeindruckt.

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 4 Monaten
    Späte Erinnerung

    Flora Laubner kehrt nach 12 Jahren in ihren Heimatort Niensühn, einem 1000-Seelendorf an der Ostsee zurück. Hier kam damals ihr Freund Simon Hertling ums Leben. Durch ihre Schuld? Die Dorfbewohner glauben das immer noch. Flora hat bis heute keine Erinnerungen an diesen alles verändernden Tag. Sie beginnt in alten Unterlagen ihres Vaters, der als Polizist zwar damals an den Ermittlungen nicht teilnehmen durfte, aber auf eigene Faust recherchiert hat, nach Spuren und ihrem Gedächtnis zu suchen..

    Kurz nach ihrer Ankunft kommt die beste Sängerin des Ortes Nicole Mohr durch einen Giftanschlag ums Leben. Flora, die auf dem Weg zu ihrer Mutter ins Krankenhaus fährt, entgeht nur leichtverletzt einem fingierten Unfall. Und die Einwohner des kleinen Ortes zeigen Flora offen, dass sie hier nicht erwünscht ist. Haben der Tod von Nicole und der Unfall etwas gemeinsam? Will hier jemand die Vergangenheit rächen?

    Pia Korritki von der Lübecker Kriminalpolizei soll hier zusammen mit ihrem Kollegen Heinz Broders ihren 13. Fall an der Ostsee lösen.


    Auch wenn man noch keinen Fall mit Pia zusammen aufgeklärt hat, kann man den Ermittlungen ohne Vorkenntnisse gut folgen. Um einzelne Personen, die immer wieder in den Büchern auftauchen, besser verstehen und näher kennenzulernen, ist es allerdings gut, wenn man die Serie von vorne beginnt.


    Für Pia, die ich im Laufe der Jahre richtig ins Herz geschlossen habe, soll sich in naher Zukunft einiges ändern. Ihr Chef will sie für eine Beförderung vorschlagen, die allerdings mit einer 40-Stunden-Woche einhergeht. Was sich Pia aber genau überlegen will, da sie ja "nur" Teilzeit arbeitet um mehr Zeit für ihren kleinen Sohn Felix zu haben. Ausserdem steht ihre Hochzeit mit ihrem Lebensgefährten Lars an.

    Bei den Krimis von Eva Almstädt gefällt mir die Aufteilung von Krimihandlung und Privatleben der Ermittler besonders gut. Eine geschickte Mischung, die die manchmal etwas langatmigen Ermittlungen sehr gut auflockern.


    Der Fall an sich ist sehr interessant und wird spannend in die Dorfgemeinschaft eingefügt. Die Spannung steigt ab der ersten Seite kontinuierlich an. Durch immer neue Erkenntnisse und Wendungen bin ich bei den Ermittlungen mittendrin und manchmal der Kommissarin, die ja nicht in die Köpfe der Zeugen rein schauen kann, einen Schritt voraus. Was sich aber ändert, wenn die Autorin mich mal wieder auf eine falsche Fährte hetzt.

    Die Menschen hier kommen authentisch rüber und sind detailliert beschrieben. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse, seine Ecken und Kanten. Ich bekam sehr gut ein Gefühl dafür, wie man sich als Zugereister oder Neubürger vorkommt.


    Gespannt bin ich auf die Veränderungen, die auf Pia zukommen. Sie persönlich hat in dieser Geschichte eine schlimme Nachricht bekommen.


    Auch dieses Buch hat mich vom Kriminalfall und vpm Persönlichen her wieder voll überzeugt und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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    abuelitavor 5 Monaten
    Geheimnisse eines Dorfes

    Pia plant ihre Hochzeit, als in einem beschaulichen Dorf an der Ostsee eine junge Frau auf grausame Weise ermordet wird. 


    Für die Dorfbewohner ist es fast klar: das muss Flora gewesen sein ! Als Jugendliche wurde ihr die Hauptschuld am Tod eines Nachbarjungens angelastet und erst jetzt kam Flora wieder ins das Dorf zurück, weil ihre Mutter schwer krank ist. Das passt vielen nicht und mehr oder weniger subtile Drohungen verunsichern Flora sehr….

    Pia vermutet einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. …

    In Pias Privatleben ereignet sich etwas, mit dem ich so nie im Leben gerechnet hätte. Das kann ich natürlich auf gar keinen Fall verraten, nur so viel : ich war schockiert und ich bin nun sehr gespannt, wie sich das alles weiter entwickeln wird…

    Der Fall bzw. die Fälle – in gewohnt gutem Schreibstil, spannend u. mit einigen falschen Fährten. Die Auflösung hat mich überrascht; es gab zwar einen kleinen Anhaltspunkt, aber den habe ich – ich gestehe es – schlicht und einfach übersehen….

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 6 Monaten
    Pia Korittkis 13. Fall

    In dem beschaulichen Dorf Niensühn an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird...

    Dies ist bereits der 13. Fall für Kommissarin Pia Korittki, die ihre Arbeit bei der Polizei Lübeck und die Erziehung ihres vierjährigen Sohnes Felix unter einen Hut bringen muss und das auch meistens gut hinbekommt. Nachdem ihr Freund ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, scheint sich auch in ihrer Beziehung alles zum Positiven zu wenden.
    Auch im Job wird ihr ein Angebot gemacht, das aber einige Veränderungen mit sich bringen würde.
    Der hier beschriebene Mordfall ist wie immer in sich abgeschlossen, weswegen das Buch auch für Einsteiger geeignet ist.

    Von Anfang an gelingt es der Autorin die Spannung aufrecht zu halten. Erzählt wird in der dritten Person, meistens aus Pias Sicht, aber auch aus der anderer Charaktere wie Flora oder anderer Dorfbewohner. Oft werden falsche Fährten gelegt und es kommt zu überraschenden Wendungen bei der Tätersuche. 
    Die Stimmung in dem kleinen Dorf Niensühn, wo praktisch jeder jeden kennt, ist gut beschrieben, das gegenseitige Misstrauen nachvollziehbar. Ich fühlte mich ein wenig an "Inspector Barnaby" erinnert. *g*

    Pia Korittkis Privatleben spielt zwar eine große Rolle, steht aber nicht im Vordergrund der Handlung und drängt die Ermittlungen auch nicht in den Hintergrund. Durch diesen Ausgleich wird klar, dass Pia zwar eine starke Frau, aber keine Superheldin ist. Sie hat auch mit den gewöhnlichen Problemen einer berufstätigen Mutter zu kämpfen. Das gefiel mir schon immer an den Büchern. 

    Fazit: Gute Krimiunterhaltung mit einer sympathischen und taffen Ermittlerin. 

    Kommentare: 5
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    Elektronikerinvor 6 Monaten
    Rezension zu Ostseerache

    Klapptext:

    In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird.


    Meine Meinung:

    Schon das Cover und der Titel weisen wohin die literarische Reise hinführt, nämlich an die schöne Ostsee. Ostseerache ist der dreizehnte Fall, welcher Pia die Kommissarin lösen muss. Obwohl ich die vorherigen Bände nicht kenne, kommt man gut in die Geschichte hinein, dennoch hat sicherlich Vorteile wenn man die anderen Bände kennt. Denn es kommen auch Personen vor, welche in der Vergangenheit von Pia vorkommen.

    Die Hauptprotagonistin Pia ist eine starke Frau, die weiss was sie will und sich auch durchsetzen kann und trotz Schicksalsschlägen nicht aufgibt. Durch ihre Art war sie mir schon von Beginn an sympathisch. Auch die anderen handelnden Personen wurden facettenreich und realistisch dargestellt. Das Leben in einem solchen kleinen Dorf wurde sehr gut dargestellt und konnte ich mir gut vorstellen.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Das Buch hat sich locker und leicht gelesen. Der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss aufrecht erhalten und die Autorin hat es gekonnt geschafft, dass man immer wieder auf eine falsche Fährt gelockt wurde und nicht wusste wer nun der Mörder gewesen ist.

    Zur Autorin:


    Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin. Eva Almstädt lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Schleswig-Holstein.

    Fazit:

    Ein solider Kriminalroman, welcher in einem kleinen Dorf an der Ostsee spielt. Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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    wampys avatar
    wampyvor 6 Monaten
    Eine starke Frauenfigur

    Buchmeinung zu Eva Almstädt – Ostseerache

    „Ostseerache“ ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2018 bei Bastei Entertainment erschienen ist. Dies ist der 13. Fall für die Lübecker Kommissarin Pia Korittki.

    Zum Autor:
    Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Ihr erster Roman Kalter Grund wurde zum Auftakt der erfolgreichen Serie um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Die Autorin lebt mit Mann und zwei Kindern in Schleswig-Holstein.

    Klappentext:
    In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird...


    Meine Meinung:
    Obwohl ich die Vorgänger nicht kannte, hatte ich keine Verständnisprobleme. Die Erzählung nahm mich sofort gefangen. Die Mischung zwischen beruflichen und privaten Passagen ist recht gelungen, auch wenn die Hauptfigur Pia Korittki eine Menge einstecken muss. Einzig die Episode um den Gewaltverbrecher, der sie aus dem Gefängnis unter Druck setzt, empfand ich als störend. Die Figuren sind gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und wirken dabei doch glaubwürdig. Die Atmosphäre eines kleinen Dorfes an der Ostseeküste mit Kirch und Großbauer ist gut getroffen. Pia ist eine junge Frau, alleinerziehend mit einem Kind, die versucht Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen. Sie ist in privaten Dingen weit unsicherer als in beruflichen. Aber auch deshalb strahlt sie viel Sympathie aus. Sie gibt ihr Bestes und denkt auch oft über ihre Situation nach. Beruflich sucht sie viele Aufgaben und Fragen durch Gespräche mit den Beteiligten zu klären. Sie ist nicht die Superpolistin, der alles zufliegt. Sie ist eine gute Zuhörerin und bemüht sich, keine Spur ausser Acht zu lassen. Auch die Nebenfiguren sind interessant gezeichnet und fast alle haben Ecken und Kanten, manche wirken sympathisch, manche nicht. Der Leser bekommt auch einen Eindruck, warum das Leben auf dem Dorf für Zugereiste manchmal nicht so einfach ist.

    Durch wechselnde Erzählperspektiven und durch Rückblenden verfügt der Leser über mehr Wissen als die Kommissarin, die ihr Wissen aber auch nicht vollständig mit dem Leser teilt. Die Spannung ist durchgängig hoch, auch wenn es vorerst nicht zu einem Durchbruch kommt. Auch am Leben der Dorfbewohner wird der Leser beteiligt. Dies verleiht den Figuren realistische Züge und sorgt für Gedankenanstöße. Zum Ende gibt es einen Showdown, der aber auch zur Geschichte passt.

    In weiten Teilen herrscht eine gedrückte, wenn nicht sogar dunkle Grundstimmung. Hier fehlte mir die ein oder andere Auflockerung.

    Fazit:
    Ein atmosphärisch dichter Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur und einer interessanten Geschichte. Auch ohne ausufernde Gewaltdarstellung wurde die Spannung hochgehalten. Pia Korittki steht mit beiden Beinen im Leben und man ist gespannt, welche Entscheidungen sie trifft. Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten). Wer ruhige und atmosphärisch dichte Krimis mag, wird mit diesem Buch gut bedient.

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Gefiel mir gut, obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne. Problemloser einstieg auch für Neulinge.
    Ist Flora wirklich schuldig?

    Mit Ostseerache legt Eva Almstädt den 13. Band um die Ermittlerin Pia Korritke vor. Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzuversetzen.


    Die Protagonistin Flora, die aufgrund einer ernsten Erkrankung ihrer Mutter nach Jahren der Abwesenheit wieder in ihr Heimatdorf zurückkehrt, wirkt glaubhaft und authentisch, und auch die Nebencharaktere sind so beschrieben, dass sie gleich bildhaft vor unserem inneren Auge erscheinen. Flora kehrt mit sehr gemischten Gefühlen in das Dorf ihrer Kindheit zurück, weiß sie doch, dass man ihr vorwirft, schuld am Tode eines Freundes zu sein. Nur – sie hat keine Erinnerung an das Geschehen.

    Die Dorfbewohner begegnen ihr teilweise mit offener Feindschaft, nur eine Nachbarin geht freundlich auf sie zu; dumm nur, dass eben diese Nachbarin kurze Zeit später vergiftet in Floras Haus aufgefunden wird.

    Mord ! 

    Aber warum, und was wäre das Motiv? Oder hat der Anschlag gar nicht Nicole, sondern Flora selbst gegolten?
    Als es dann noch einen weiteren perfiden Anschlag auf Floras Leben gibt, ist klar: jemand hat es auf sie abgesehen, aber aus welchem Grund? Liegt das Motiv in der Vergangenheit und in ihrer vermeintlichen Schuld am Tod ihres Freundes Simon?

    Mir gefällt Pia, die Ermittlerin sehr gut, zumal man auch Privates von ihr erfährt. So steht sie nicht nur im Privatleben vor einer großen Herausforderung, sie muss den Unfalltod ihres Lebensgefährten verarbeiten und ihren Sohn Felix alleine aufziehen. Auch die berufliche Herausforderung, eine Vollzeitstelle, stellt sie vor nicht einfache Entscheidungen.


    Sehr gekonnt führt uns die Autorin trickreich auf falsche Fährten, nährt falsche Vermutungen, und punktet mit einer Auflösung, auf die ich, als ziemlich ausgefuchste Krimileserin, nicht so schnell  gekommen wäre. Und das war, neben dem fesselnden leicht zu lesenden Schreibstil, für mich die Krönung der Geschichte. Ein Roman, der mich sehr gut unterhalten hat und den ich gerne mit 4 Sternen weiter empfehle.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 6 Monaten
    Spuren der Vergangenheit

    Nach vielen Jahren kehrt Flora zurück in ihr Heimatdorf und ihr Elternhaus. Noch immer wird sie für den Tod eines Jungen verantwortlich gemacht, doch sie selbst kann sich an die damalige Tat nicht erinnern. Als ihre Nachbarin urplötzlich und gewaltsam zu Tode kommt, steht für die Dorfbewohner erneut Flora im Fokus, doch Pia Korittki sieht einen ganz anderen Zusammenhang zwischen den vergangenen und den gegenwärtigen Ereignissen. Sie beginnt zu graben und entdeckt viel mehr als nur ein dunkles Geheimnis.

    „Ostseerache“ ist bereits der dreizehnte Fall für Pia Korittki und ihr Team, doch sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig, um das vorliegende Werk zu verstehen, sollte dies die erste Begegnung für den Leser sein. Sicherlich nahm man als Neuling an der bisherigen Entwicklung der Charaktere keinen Anteil, dieser Aspekt jedoch fällt in keinster Weise negativ ins Gewicht. Einzig ein Nebenhandlungsstrang scheint sich durch sämtliche Fälle zu ziehen, aus dem man nicht so recht schlau wird. Für die aktuellen Ereignisse scheint er zudem überhaupt nicht von Belang zu sein und irritiert daher eher.

    Ansonsten jedoch ist man sofort begeistert von Eva Almstädts mitreißendem Schreibstil, bei dem man gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit vergeht. Man hat das Gefühl es vergehen nur ein paar Minuten, und schon hat man das halbe Buch inhaliert. Überhaupt hält das Geschehen nicht nur die Ermittler auf Trab. Es ergeben sich zahlreiche Verdachtsmomente, wodurch ebenso viele Motive und schlussendlich mögliche Täter offenbart werden, dass es wichtig ist einen kühlen Kopf zu bewahren, um nicht in einer Sackgasse zu landen, weder gedanklich noch tatsächlich.

    Bis zum Schluss gelingt es der Autorin immer neue Ansätze zu kreieren und unerwartete Wendungen einzubauen, so dass nur das Geschehen selbst die Auflösung preisgeben kann. Und doch ist man immer ganz nah dran, vor allem an den Hauptpersonen, zu denen man schnell eine Bindung entwickelt. Wer noch keinen Fall der Reihe kennt, wird sicherlich spätestens nach der Lektüre zu einem oder mehr Vorgängern greifen.

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