Eva Bader

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Eva Bader

Cover des Buches Todeströpfchen (ISBN: 9783954519699)

Todeströpfchen

(3)
Erschienen am 22.09.2016
Cover des Buches Fünfzehenland (ISBN: 9783954515721)

Fünfzehenland

(2)
Erschienen am 18.06.2015

Neue Rezensionen zu Eva Bader

Cover des Buches Todeströpfchen (ISBN: 9783954519699)
peedees avatar

Rezension zu "Todeströpfchen" von Eva Bader

peedee
Sehr unterhaltsam

Carla und Gitte, Band 2: Zuerst ein Massenfischsterben im Allinger Weiher. Und dann sterben mehrere Senioren aufgrund einer Quecksilbervergiftung – wie die Fische. Kommissar Roland Maessmer und sein Team tappen im Dunkeln. Seine hochschwangere Frau Carla und der hochbetagte Ex-Filmstar Gitte nehmen sich der Sache an…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit einem Landschaftsbild am Wasser.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden (aber schöner ist es schon, da im ersten Band u.a. zu lesen ist, wie es zu den Beziehungskonstellationen kommt).

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, nämlich im Jahr 1942 und in der Gegenwart. Der Einstieg im Jahr 1942 macht neugierig darauf, wie das alles mit der Gegenwart zusammenhängt.

Bei Roland und Carla Maessmer hängt der Haussegen etwas schief. Nun gut, Carla ist hochschwanger und da hormonellbedingt sicher auch etwas empfindlicher als sonst. Roland wurde soeben zum Kommissar befördert und spürt von seiner Frau diesbezüglich zu wenig Anerkennung. Um jeweils etwas Dampf abzulassen, hat Roland seit Jahren ein grausiges Ventil (ich sage nur „Tauben“!). Gitte steht vor ihrem achtundneunzigsten Geburtstag und ist aufgrund der Ereignisse aus Band 1 wieder etwas ins Rampenlicht zurückgekehrt, was bei ihr zu einer pekuniären Verbesserung führte (sie kann endlich wieder den guten Rosé-Sekt kaufen, und nicht den aus dem Discounter).
Das Fischsterben hat die Gilchinger schon betroffen gemacht, aber als dann mehrere Senioren aufgrund des gleichen Gifts versterben, ist die Unruhe gross. Da das Gift bei einem asiatischen Essen bei einer Gesundheitsmesse für alternative Heilmethoden eingebracht wurde, verbietet die Polizei per sofort sämtliche Ausgaben von warmem Essen oder Essen mit Flüssigkeiten. Nun bricht Panik aus!

Alternative Heilmethoden, Zweiter Weltkrieg, Gift, Senioren und Beziehungsprobleme sind einige der angeschnittenen Themen. Es war sehr unterhaltsam, ohne Zweifel, aber für meinen Geschmack – wie bei Band 1 – auf zu vielen Seiten erzählt. Auch der häufige Wechsel der Perspektiven (es wird sogar aus der Sicht des 3-jährigen Lukas erzählt), war manchmal etwas ermüdend. Von mir gibt es dennoch sehr gute 4 Sterne.

Cover des Buches Fünfzehenland (ISBN: 9783954515721)
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Rezension zu "Fünfzehenland" von Eva Bader

peedee
Sehr unterhaltsam

Carla und Gitte, Band 1: Auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung… Tja, aber nicht, wenn in Gilching eine Zehe mit rosafarbenem Nagellack in einem Hecht auftaucht. Vom Rest des dazugehörigen Körpers keine Spur! Daher gibt es für Polizeimeister Roland Maessmer keinen Ermittlungsauftrag. Auch nicht, als seine Frau Carla ihm mitteilt, dass die Kindergärtnerin spurlos verschwunden ist. Somit schreitet Carla selbst zur Tat und geht mit Kinderwagen auf Tour…

Erster Eindruck: Auf dem Cover ein Landschaftsbild am Wasser – gefällt mir sehr; ein interessanter Buchtitel.

Carla ist eine junge Mutter, die sich freute, für ihren zweieinhalbjährigen Sohn Lukas endlich einen Kindergartenplatz gefunden zu haben. Ein innovatives Projekt soll es offenbar sein, der neue Waldkindergarten. Doch zum Besprechungstermin taucht die Kindergärtnerin einfach nicht auf und ist auch nirgendwo erreichbar – sehr merkwürdig! Carlas Mann Roland ist Polizeimeister und hofft, endlich die Karriereleiter emporsteigen zu können. Noch scheint der Zeitpunkt nicht gekommen zu sein. Als die Maessmers in ihre neue Wohnung eingezogen sind, machen sie Bekanntschaft mit der anderen Bewohnerin des Hauses: Gitte Grabow, ein Filmstar, deren aktive Zeit mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Sie ist nämlich bereits sage und schreibe siebenundneunzig Jahre alt! Aber immer noch fit – sie schiebt es auf die guten Gene und den Alkohol. Gitte findet Gefallen am kleinen Lukas und freut sich, auf ihn aufpassen zu dürfen.
Als Carla von ihrem Mann erfährt, dass es einen Zehen-Fund gab, schluckt sie leer, denn die verschwundene Kindergärtnerin trug genau den beschriebenen Nagellack. Nun gut, das ist natürlich noch kein Beweis, dass es sich tatsächlich um ihren Zeh handelt. Ihr Mann darf nicht ermitteln, da die Indizien nicht für einen Ermittlungsauftrag ausreichen. Carla könnte sich ja mal diskret umhören, oder?

Ökofanatiker, Demonstranten, Erpresser, Drogen, Filmstars – dies sind nur einige der behandelten Themen. Unterhaltsam, witzig, aber ein bisschen ausufernd erzählt (aus meiner Sicht hätten es 50 – 60 Seiten weniger sein dürfen). Da es im Original-Klappentext hiess, dass Carla mit Gitte ermittelt, habe ich von Seiten Gitte in dieser Hinsicht mehr erwartet. Für mich ist es unrealistisch, dass die Frau des Polizisten die Ermittlungen führt, aber wenn ich diesen Fakt beiseite lasse, wurde ich wirklich sehr gut unterhalten. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung, die hier bereits auf mich wartet.

Cover des Buches Todeströpfchen (ISBN: 9783954519699)
gaby2707s avatar

Rezension zu "Todeströpfchen" von Eva Bader

gaby2707
Jung und Alt ermitteln zusammen

Fritz Cherub Hunderth, entwickelt 1942 ein sehr schnell wirkendes Gift, das nicht nur einen hohen Offizier aus Berlin, sondern auch seinen Assistenten Toni Zieler dahin rafft. Viele Jahre später gerät das Gift in die Hände einer Gilchinger Heilpraktikerin, deren kleines Häuschen zugunsten von 4 neuen Reihenhäusern weichen muss. Ihre Rache schlägt unbarmherzig zu. Da Kommissar Roland Maeßmer keinen Schimmer hat, wo er mit den Ermittlungen ansetzen soll und auch noch ein Fall von Fischsterben auf seinem Tisch liegt, beschließen seine schwangere Frau Carla und die ehemalige Schauspielerin und nun Ersatzomi Gitte Grabow, 97, auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Sie kommen der Giftmischerin dabei erschreckend nahe.

Nach "Fünfzehenland" ist "Todeströpfchen" der zweite Fall für Carla und Gitte, dem so ungleichen Ermittlerpaar mit dem wohl größten Altersunterschied überhaupt. So unterschiedlich die Beiden auch sind, passen sie als Team hervorragend zusammen. Beide gerade gehandycapt: die eine mit müden alten Knochen, die andere mit kugelrundem Bauch, ist der Geist bei Beiden absolut fit und entscheidungsfreudig. Ich habe vor allem Gitte nicht nur wegen ihrer Essensvorlieben sofort in mein Herz geschlossen. Sie kümmert sich rührend um den kleinen Sohn Lukas von Carla und Roland und verschafft damit der werdenden Mutter ein klein wenig Freiraum. So eine Oma hätte ich für meine Kinder auch gerne gehabt.

Obwohl schon recht schnell klar ist, wer die Rentner aus dem Seniorenheim, die wie die Fliegen sterben, auf dem Gewissen hat, tut das der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil: ich wollte unbedingt wissen, wie und wann die beiden Spürnasen den Todesengel endlich zur Strecke bringen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Trotz der vielen Toten ist dies aber kein blutrünstiger Krimi. Mit dem immer wieder einfließenden bayerischen Sprachgebrauch und den Beschreibungen von Gilching und Umgebung kommt der Lokalkolorit richtig gut rüber.

Nicht nur für Urlauber im Fünfseenland, sondern für jeden Lokalkrimiliebhaber empfehlenswert.

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