Eva Baronsky

 4 Sterne bei 240 Bewertungen
Autorin von Herr Mozart wacht auf, Magnolienschlaf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eva Baronsky

Eva Baronsky, 1968 im Rheingau geboren, lebt und arbeitet nun in Kronberg. Sie studierte Innenarchitektur und Marketing und war unter anderem als selbstständige Kommunikationsberaterin und Journalistin tätig. 2009 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Herr Mozart wacht auf“, für den sie mit dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet wurde.

Alle Bücher von Eva Baronsky

Herr Mozart wacht auf

Herr Mozart wacht auf

 (142)
Erschienen am 28.02.2011
Magnolienschlaf

Magnolienschlaf

 (45)
Erschienen am 28.02.2011
Manchmal rot

Manchmal rot

 (38)
Erschienen am 11.04.2017
Herr Mozart feiert Weihnachten

Herr Mozart feiert Weihnachten

 (11)
Erschienen am 15.09.2017
Herr Mozart wacht auf: Roman

Herr Mozart wacht auf: Roman

 (1)
Erschienen am 01.02.2011
Manchmal rot

Manchmal rot

 (3)
Erschienen am 23.02.2015

Neue Rezensionen zu Eva Baronsky

Neu

Rezension zu "Herr Mozart feiert Weihnachten" von Eva Baronsky

Der richtige Ton
ChrischiDvor 6 Monaten

200 Jahre nach seinem Tod erwacht Herr Mozart im modernen Wien und hat verständlicherweise diverse Schwierigkeiten sich zurechtzufinden. Als Weihnachten naht und er der ein oder anderen Neuerung bereits gewahr wurde, wird ihm plötzlich bewusst, dass weder Geld noch Vorräte annähernd für ein Festessen ausreichen. Schlussendlich versucht er sich vor dem Stephansdom mit der Geige ein wenig Kleingeld zu erspielen. Ein kleines Mädchen, das ihm andächtig zuhört, behauptet zu wissen wer er sei und nimmt ihn mit nach Hause – vielleicht wird ja doch noch alles gut.

Der Zauber der Weihnacht wie Mozart ihn einst kannte – scheinbar längst vergessen. Er sieht geschäftige Menschen, allerlei Geschenke, buntes Treiben und Hektik. Sind Ruhe und Besinnlichkeit innerhalb der letzten 200 Jahre so sehr in Vergessenheit geraten? Hat die Konsumgesellschaft den heiligen Abend vollends im Griff? Herr Mozart kann und will dies nicht glauben, doch zunächst muss er wichtigeres erledigen, denn sein Magen knurrt und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit daran etwas zu ändern. Geld und Vorräte sind knapp, weshalb er es mit musikalischer Begleitung vor dem Stephansdom versucht, die Einnahmen jedoch sind kläglich. Erst ein kleines Mädchen bringt Licht in seine trüben Gedanken.

Die Patchworkfamilie, in die Mozart folglich platzt scheint einige Klischees zu bedienen, doch im gerade diese sind wohl unvermeidbar, will man der Geschichte im weiteren Verlauf eine Wendung geben. Man sollte also ein bisschen Abstand nehmen und dem Geschehen weniger voreingenommen gegenüberstehen. Denn nur so kann die Stimmung auf den Leser übergehen, sich zu entfalten und Saiten zum Klingen bringen, die man vielleicht hin und wieder vernachlässigt oder bewusst ignoriert. Ein wahrhaftiges Wunder darf man sicherlich nicht erwarten, doch eine schöne Geschichte offenbart sich allemal.

Zudem gibt es durchaus Aspekte, die genauer zu betrachten sicherlich lohnenswert sind. Vor allem im Bezug auf das Fest der Liebe und was es eigentlich bedeutet. Es ist definitiv weder schlimm noch falsch wenn Traditionen sich verändern oder ihnen etwas hinzugefügt wird, dennoch sollte man sich immer auch auf den Kern besinnen und für sich selbst überlegen welchen Weg man einschlagen möchte. Denn nicht jeder wird einen Herrn Mozart am Tisch sitzen haben, der zwar nur die Hälfte versteht, es aber dennoch mit seiner altmodischen und mitunter leicht tollpatschigen Art grandios versteht den richtigen Ton zu treffen.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Herr Mozart feiert Weihnachten" von Eva Baronsky

Ein Weihnachtsmärchen ...
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Wider Erwarten ist Wolfgang Amadée Mozart auch nach dem 5.12. noch in Wien. Allerdings alleingelassen und hungrig, denn Kumpel Pjotr ist auf Weihnachtsurlaub.

 

In dieser trüben Stimmung macht sich Mozart auf den Weg ein  wenig Geld für Essen zu erspielen. Mehrmals wird er verjagt, bis ihn Karoline, ein kleines Mädchen, das ihn für den Weihnachtsmann hält, mit zu sich nach Hause nimmt.

Doch auch hier ist von Weihnachtsstimmung nicht viel zu spüren. Karoline lebt in einer Patchwork-Familie, deren Mitglieder mit sich selbst oder damit beschäftigt sind, den anderen zu gefallen.

Unversehens findet sich Mozart als Mediator wieder, denn Musik verbindet. Selbst die kratzbürstige Hannah oder der Veganer Max, der heimlich eine Gänsekeule verdrückt, empfinden bei Mozarts Musik so etwas wie weihnachtliche Gefühle.

 

Ein schönes Weihnachtsmärchen mit unserem durch die Zeit reisenden Wolfgang Amadeus Mozart.

Kommentieren0
15
Teilen

Rezension zu "Herr Mozart wacht auf" von Eva Baronsky

Mozart heute in Wien ...
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Wer hätte sich das gedacht? Wolfgang Amadée Mozart als Zeitreisender?

Doch von Anfang an:

Wir steigen in Mozarts Sterbeszene am 05.12.1791 ein, um wenig später dem großen Komponisten als Wolfgang Mustermann im Wien von 2006 wieder zu begegnen. 


Wir erleben Mozart alias "Wolfgang Mustermann" als liebenswerten, witzigen, leidenschaftlichen gleichzeitig aber tieftraurigen, sprunghaften, häufig unzuverlässigen Menschen, der sich im für ihn unbekannten Wien durchschlägt.


Die Autorin hat ihm einen polnischen Geiger, Pjotr, zur Seite gestellt, der ebenso wie Mozart nur durch Bauernschläue überleben kann.
Herrlich sind die Gegensätze des 18. und 21.Jahrhundert beschrieben. Das Aufeinanderprallen der unterschiedlichen Welten ist manchmal tragisch, tragikomisch, oft aber auch einfach nur komisch. Lachen musste ich, als seine Ahnungslosigkeit über das Wesen des "Gummis" verbergen kann. Auch seine Neugier macht Wolfgang liebenswert. Jeden Tag lernt er etwas Neues. Er begreift, dass man manchmal mit einem „Siemens“ telefonieren kann und manchmal nicht. Mobiltelefon und Fernbedienung gab es zu seinen Lebzeiten ja nicht. Dafür eine Menge von Dienstboten, die ihn und seine Familie umgeben haben.

Besonders gelungen finde ich, dass sich Mozart auch in der modernen Musikwelt wie Jazz zurechtfindet.

Er atmet Geräusche der Gegenwart ein und entlässt sie als seine unverkennbare Musik wieder. Allerdings ist er nach wie vor getrieben, sein “Requiem” zu vollenden. So endet die geschichte auch wieder an einem 5. 12..

Meine Meinung:

Die Autorin zeichnet ihn als liebenswerten, verspielten Charakter, als lustvoll kindischen Bruder Leichtfuß, dem Musik über alles geht. Wie im echten Leben kann er auch als Reinkarnation mit Geld nicht umgehen.

Doch ein wenig Ernsthaftes schwingt hier auch mit: Wie gehen wir heute mit außergewöhnlichen Menschen, mit Genies um?
Wunderkinder werden heute oft mit Ritalin behandelt bis sie in ein oft mittelmäßiges Schema passen und manche landen wie zu Mozarts Zeiten im Tollhaus.

Gut gelungen ist der Autorin die urtümliche Sprache Mozarts wiederzugeben. Keine einfache Sache!

Fazit:

Mir hat dieser Zeitreiseroman sehr gut gefallen. Gerne gebe ich 5 Sterne.

Kommentare: 1
12
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Wir laden euch ganz herzlich zur Leserunde zu Eva Baronskys Buch »Manchmal rot« ein und freuen uns darauf, mit euch dieses herzerwärmende, moderne Märchen zu lesen und darüber zu diskutieren.

Außerdem habt ihr die Gelegenheit, Fragen an Eva Baronsky zu stellen, die sie persönlich beantworten wird!

Zum Inhalt:

"Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein."

Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten.

Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert.

Eva Baronsky erzählt in diesem modernen Märchen so warmherzig wie erstaunlich von zweien, denen alle Gewissheiten abhanden kommen und die uns fragen lassen: Wer wäre man, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist?

Zur Leseprobe

Jetzt bewerben!
Bewerbt euch* im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr uns bis zum 26.02. schreibt, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet.

Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!
Euer Team vom Aufbau Verlag

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

Letzter Beitrag von  winterdreamvor 4 Jahren
Zur Leserunde
Hallo Frau Baronsky, welche Musik inspiriert Sie beim Schreiben? Oder brauchen Sie dazu absolute Stille?
Zum Thema

Community-Statistik

in 370 Bibliotheken

auf 61 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks