Eva Baronsky Herr Mozart wacht auf

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Inhaltsangabe zu „Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky

Der Mann, der sich nur daran erinnert, am Vorabend als Wolfgang Amadé Mozart auf dem Sterbebett gelegen zu haben, kann sich die bizarre Umgebung nicht erklären, in der er erwacht: Musik ohne Orchester, Fuhrwerke ohne Pferde, Licht ohne Kerzen. Ist er im Vorhof zur Hölle oder im Paradies angelangt, und vor allem: mit welchem Auftrag?

Ein göttlicher Spaß, verblüffend und tragikomisch, ein Spiel mit Zeiten und Identitäten.

"Dieses Buch ist wie eine Umarmung." Robert Schneider

Am Vorabend noch hat er auf dem Sterbebett gelegen. Nun erwacht Wolfgang Amadé Mozart an einem unbekannten Ort und - wie ihm nach und nach klar wird - in einer fremden Zeit. Die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise ins Jahr 2006 kann er sich nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll endlich sein Requiem beenden.

Als wunderlicher Kauz und lebender Anachronismus irrt Wolfgang durch das moderne Wien, scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Ausweisen. Einzig die Musik dient ihm als Kompaß, um sich in der erschreckend veränderten Welt zu orientieren. Zur Seite stehen ihm ein polnischer Stehgeiger, das Mädchen Anju und seine Lust, hergebrachte Harmonien auf den Kopf zu stellen. Doch je länger sich Wolfgang in der fremden Zeit aufhält, desto drängender wird die Frage, was ihn erwartet, wenn er das Requiem vollendet hat.

„Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen.“

Charaktere lebendig und nachvollziehbar beschrieben, gute Laune Buch

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich bin nur ganz durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und war begeistert. Ich werde es bestimmt irgendwann nocheinmal lesen!

— frauendielesen

Trotz des holprigen Startes, zählt dies zu meinen Lieblingsbüchern.

— TabiSt

Ein Buch wie eine Umarmung - eine liebevolle Annäherung an ein Genie, tragikomisch, voller melancholischer Poesie und Musik...

— parden

Mehr tragische als komische Geschichte über Mozart, der nach seinem Tod 1791 nicht im Himmel sondern im heutigen Wien erwacht...

— Sookie70

Liebenswert und unterhaltsam - ein wundervoller Musikroman!

— Igelmanu66

Schöne Sprache, originelle und überzeugende Geschichte! Mozart mal anders ...

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    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    Herr Mozart wacht auf

    Lesebegeisterte

    17. June 2017 um 10:02

    Wolferl wacht nach seinem Tod in Wien 2006 auf. Er glaubt an einen göttlichen Auftrag um seine Requiem zu beenden…
    Witzig, spannend, gefühlvoll! Für Fans von David Safir!

  • Holpriger Start, umso besseres Ergebnis

    Herr Mozart wacht auf

    TabiSt

    13. March 2017 um 21:42

    Zusammenfassung (Amazon):Der Mann, der sich nur daran erinnert, am Vorabend als Wolfgang Amadé Mozart auf dem Sterbebett gelegen zu haben, kann sich die bizarre Umgebung nicht erklären, in der er erwacht: Musik ohne Orchester, Fuhrwerke ohne Pferde, Licht ohne Kerzen. Ist er im Vorhof zur Hölle oder im Paradies angelangt, und vor allem: mit welchem Auftrag?Ich habe mich schon immer gefragt, was Mozart oder Beethoven zur heutigen Musik und Lebensweise sagen würden. Hätten diese Genies gedacht, dass sie und ihre Werke all die Jahre überdauern? Die Gestaltung, Umsetzung und Gedankenfolge der Autorin ist raffiniert und lebhaft, Mozarts Wesen entsprechend. Die Charaktere wurden liebevoll kreiert. Während des Lesens wird spürbar, wieviel Liebe in die Geschichte investiert wurde. Die Geschichte hat so viele Facetten und Details, es wird nie langweilig. Oft musste ich schmunzeln, dann war ich traurig, verblüfft und auch gestresst von dem Herrn Mozart, der meine Nerven manches Male strapazierte. Aber genau das liebe ich an einem Buch, wenn es zur Gefühlsachterbahn wird.Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen wird. Ich habe nie zuvor eine Komödie gelesen. Dementsprechend war die heitere Atmosphäre ungewohnt, aber sobald man sich darauf einlässt, liest es sich ganz von selbst und die Kapitel gleiten einem durch die Finger. Fazit:Die, die sich die gleiche Frage wie ich stellen, denen Komödien gefallen oder die nach Abwechslung suchen, sollten dieses Buch lesen. 

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  • Ein Buch wie eine Umarmung...

    Herr Mozart wacht auf

    parden

    EIN BUCH WIE EINE UMARMUNG... Am Vorabend noch hat er auf dem Sterbebett gelegen. Nun erwacht Wolfgang Amadé Mozart an einem unbekannten Ort und - wie ihm nach und nach klar wird - in einer fremden Zeit. Die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise von seinem Todestag anno 1791 ins Jahr 2006 kann er sich nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll endlich sein Requiem beenden. Als wunderlicher Kauz und lebender Anachronismus irrt Wolfgang durch das moderne Wien, scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Ausweisen. Einzig die Musik dient ihm als Kompass, um sich in der erschreckend veränderten Welt zu orientieren. Zur Seite stehen ihm ein polnischer Stehgeiger, das Mädchen Anju und seine Lust, hergebrachte Harmonien auf den Kopf zu stellen. Doch je länger sich Wolfgang in der fremden Zeit aufhält, desto drängender wird die Frage, was ihn erwartet, wenn er das Requiem vollendet hat. "Nicht weit von seiner Bettstatt stand ein gläserner Tisch, darauf lag Papier, eine rechte Menge Papier, ein ganzer Stapel gar, weiß wie Jännerschnee und glatt wie feinste Seide. Er strich mit den Fingerspitzen darüber. Paradiesisch glatt, fürwahr, an diesem Ort war nicht zu zweifeln! Eine Feder fand er keine, doch ein Bleyweißstift aus lackiertem Holz und ein anderes Schreibgerät, dessen Beschaffenheit er nicht zu deuten wusste, lagen parat. Er nickte unwillkürlich. Wer auch immer ihn hierhergebracht haben mochte, zeigte überdeutlich, was er von ihm erwartete: dass er sein letztes Werk, sein Requiem, nun vollende, sei dieser Ort ein Schon, ein Noch oder ein Dazwischen." (S. 13/14) Ich habe ja schon manch ein erstaunliches Debüt gelesen - aber dieser Romanerstling von Eva Baronsky ist etwas ganz Besonderes. Obschon sie den berühmtesten Komponisten der Wiener Klassik in das 21. Jahrhundert versetzt und ihn damit zwangsläufig jeder Menge absurder und skurriler Situationen aussetzt ( Musik ohne Orchester, Fuhrwerke ohne Pferde, Licht ohne Kerzen), gelingt es der Autorin, sich dem Genie mit all seinen überlieferten Verschrobenheiten, seiner verdreht-gekünstelten Sprache, seinen spontanen Einfällen und der sprudelnden Atemlosigkeit seines genialen Geistes auf eine sehr liebevolle Art anzunähern. Bei Baronsky ist Mozart der liebenswerte, verspielte und manchmal lustvoll kindische Leichtfuß, dem Musik über alles geht, der mit dem Geld nicht hauszuhalten weiß, Verpflichtungen eher aus Übermut oder Liebeskummer verschludert denn aus Desinteresse und das Genie, dem Musik aus allem, was ihn umgibt, anzufliegen scheint. "Wo kommt er eigentlich her?" - "Hat er mir nie gesagt. Weiß ich nur, dass ganze Familie ist tot. Muss passiert sein etwas Schlimmes, vielleicht irgendeine Krieg..." - "Dafür ist er aber reichlich albern." - "Ist psychologisch, glaube ich. Macht er immer Unsinn, wenn ich rede ernst mit ihm. Sagt er verrückte Sätze dann, oder tanzt er herum... Komische Vogel. Aber immer wenn ich höre Musik von Wolfgang, denke ich, ist er kleine Bruder von liebe Gott." (S. 178) Die Musik zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman - und hier besonders das ominöse Requiem, das Mozart noch auf seinem Totenbett versucht hat zu vollenden - vergebens. Die einzelnen Abschnitte des Buches sind mit den verschiedenen Sätzen der Totenmesse überschrieben, gefolgt von jeweils einigen Zeilen des Gesangs. Besondere Ehrfurcht hatte Mozart seinerzeit bei der Komposition des Requiems vor dem 'Lacrimosa', was auch hier im Roman wieder aufgegrffen wird... Aber Baronsky gelingt es auf ganz wundervolle Art, zu demonstrieren, wie im Grunde der ganze Mensch Mozart die Musik lebt. Im Roman hört er sich durch die Komponisten, die in den Jahrhunderten nach ihm von Bedeutung waren, stürzt sich aber auch mit großer Begeisterung in alle modernen Musikrichtungen wie den Jazz. Aber auch Gerüche, Eindrücke, Geräusche, Empfindungen übersetzt Mozart in immer unterschiedliche Musik - ein unerschöpflicher Quell immenser Schaffenskraft. "Zu Hause. Das waren nicht einmal die Menschen, die man Freunde nannte, solange sie einer Welt angehörten, die einem selbst doch immer fremd und verwehrt bliebe. Zu Hause, das konnte nur ein kleiner Ort im eigenen Herzen sein, tief im Innern. Wolfgang atmete lange aus. Er brauchte nicht einmal in sich hineinzuhorchen. Tief in seinem Herzen, tief in seinem Innern war Musik, nichts als Musik, und würde nie etwas anderes sein." (S. 189) Neben der liebevollen Zeichnung der Charaktere und einem leichtfüßigen, eingängigen Schreibstil ist es die gelungene Mischung aus Tragik und Komik, Melancholie und Humor, die das Buch zu einem wahren Lesevergnügen werden lassen. Ein Buch wie eine Umarmung - eine liebevolle Annäherung an ein Genie, tragikomisch, voller melancholischer Poesie und Musik... Für mich eine absolut bezaubernde Entdeckung! © Parden

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    • 10
  • Ein Genie auf Zeitreise...

    Herr Mozart wacht auf

    Sookie70

    30. April 2016 um 13:50

    Mozart, erwacht im 21. Jahrhundert - das musikalische Genie ohne Zukunft, ohne Vergangenheit und ohne Identität, gefangen im heutigen Wien... Für mich eine zutiefst tragische Geschichte, die mich eigentümlich betroffen gemacht hat und der ich das Prädikat "leicht" oder "wundervoll" nicht geben würde... Von der Autorin gut recherchiert, aber leider auch einige auffällige Schnitzer, was die typisch österreichisch sein wollende Sprache betrifft... Niemals bekäme man in Wien z. B. ein "prima Frühstück" angeboten (Seite 22), ebensowenig wird man dort einen "Bierkasten" (Seite 117) finden, und was die im Roman so oft zitierte "Kladde" (ein typisch norddeutscher Begriff) sein soll, muss ein echter Österreicher erst einmal googeln...

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  • Musik, nur Musik

    Herr Mozart wacht auf

    Igelmanu66

    »Nicht weit von seiner Bettstatt stand ein gläserner Tisch, darauf lag Papier, eine rechte Menge Papier, ein ganzer Stapel gar, weiß wie Jännerschnee und glatt wie feinste Seide. Er strich mit den Fingerspitzen darüber. Paradiesisch glatt, fürwahr, an diesem Ort war nicht zu zweifeln! Eine Feder fand er keine, doch ein Bleyweißstift aus lackiertem Holz und ein anderes Schreibgerät, dessen Beschaffenheit er nicht zu deuten wusste, lagen parat. Er nickte unwillkürlich. Wer auch immer ihn hierhergebracht haben mochte, zeigte überdeutlich, was er von ihm erwartete: dass er sein letztes Werk, sein Requiem, nun vollende, sei dieser Ort ein Schon, ein Noch oder ein Dazwischen.« Gerade eben lag er noch auf dem Sterbebett, neben ihm seine weinende Constanze und nun schlägt er die Augen wieder auf, fühlt sich gesund, lebendig und ist scheinbar durch ein Wunder wieder genesen. Nur die Umgebung, in der er sich befindet, kommt Wolfgang Amadé Mozart nicht nur fremd vor, sondern ganz und gar unverständlich. Er hört Musik – und sieht doch kein Orchester. Die Fuhrwerke auf der Straße rasen Geschossen gleich und ohne Pferde an ihm vorbei und Kaffee kochen funktioniert ohne Herdstelle. Sicher kann nur göttliche Fügung ihn, der doch eigentlich gestorben ist, an einem solchen Ort und zu einer solchen Zeit wieder hat aufwachen lassen! Aber zu welchem Zweck? Doch sicher, um sein Requiem zu vollenden! Wolfgang macht sich an die Arbeit… Dieses wundervolle Buch hat mich gleich von Beginn an in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht losgelassen. Anders, als es die Inhaltsangabe vielleicht zunächst vermuten lässt, geht es nicht nur darum, einen Menschen in ein völlig fremdes Zeitalter zu versetzen und sich dann über seine Versuche, sich zurechtzufinden, zu amüsieren. Das gibt es natürlich auch, und zwar nicht zu knapp. Allerdings ist Wolfgang in seinen Bemühungen so liebenswert, dass sich bei mir zum Lachen meist auch Mitgefühl hinzugesellte… »Noch immer trug er Piotrs Jacke und Ennos abgelegte Hosen. In einem solchen Aufzug würde er nirgendwo reüssieren, das war zu seiner Zeit so gewesen und würde sich auch in den nächsten zweihundert Jahren nicht ändern. Und so wagte er sich hinein, stand inmitten von Tischen und Ständern, an denen Kleider aufgereiht hingen, befühlte Tuche und betrachtete Knöpfe und Schnallen, nahm schließlich ein weißes Hemd mit blitzenden Goldknöpfen und hielt es sich vor die Brust. „Die Herrenabteilung ist dort.“ Eine freundliche Dame mit Brille deutete hinter ihn. Wolfgang nickte, starrte verschämt auf die Bluse in seiner Hand, bis die Dame sie ihm abnahm…« Darüber hinaus zeigt das Buch ganz deutlich, wie ein Mensch so in einer Sache aufgehen kann, dass er alles andere - wie schwierig oder verwirrend es auch erscheinen mag - dem unterordnet. Wie ihm diese Sache, die für ihn so wichtig ist, den Mut gibt, durchzuhalten und allen Problemen zu trotzen. Oder um es in Mozarts Gedanken zu sagen: »Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen.« Und es ist schwer beeindruckend zu lesen, wie Mozart Musik wahrnimmt, überall um ihn herum, wie er sie lebt, wie er in einem fort komponiert und selbst Alltagsklänge der modernen Welt in Noten umsetzt... »Zum Bersten angefüllt mit Klängen, sank er in einen der Sessel, die, der ersten Frühlingssonne huldigend, vor einem Kaffeehaus aufgebaut waren. Nichts, außer vielleicht der Rausch der Liebe, kam diesem Zustand gleich, da alles in ihm und alles um ihn zu Tönen wurde, Tönen, die in ihn drangen und aus ihm kamen wie aus einer Quelle. Ja, er selbst war die Quelle. Er war Musik, das war sein Innerstes, dazu war er gemacht, und nur damit würde er glücklich sein.« Wenn man Musikromane mag, dann muss man diesen hier gelesen haben. Ich glaube aber, dass auch für den Leser, der Musik gewöhnlich nicht zu seinen Hauptinteressen zählt, die Geschichte sehr unterhaltsam ist. Mozart wirkt sehr authentisch, von seiner Sprache her ohnehin, aber auch sein Naturell, das das Musikgenie einerseits als empfindsamen, zur Melancholie neigenden und gleichzeitig als genussfreudigen Menschen zeigt, der Frauen und Alkohol nicht abgeneigt ist, wird deutlich dargestellt. Zusammen mit mehreren anderen - sehr sympathischen - Charakteren ergibt dies eine Handlung, die sich neben Musik auch um Liebe und Freundschaft dreht. Fazit: Liebenswert und unterhaltsam - ein wundervoller Musikroman! »…und die Töne ergriffen ihn, trugen ihn hinauf, bis nichts mehr als Musik war, nur Musik…«

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    • 15
  • Man muss ihn einfach lieben

    Herr Mozart wacht auf

    dominona

    15. November 2015 um 16:37

    Wir schreiben 2006 und Mozart taucht plötzlich wieder auf, so symphatisch und weltfremd wie man sich ihn nur vorstellen kann. Auch heutzutage hat er es mit den Frauen nicht leicht, aber die Musik hilft ihm bei all seinen Problemen. Wäre da nur nicht das Requiem, welches unbedingt beendet werden muss...das Buch liest sich so angenehm wie kuscheln am Sonntagmorgen. Das war mal in meinem Sinne etwas für das Mozart-Herz.

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  • "Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen."

    Herr Mozart wacht auf

    Kopf-Kino

    Die Luft bestand aus ungezählten Geräuschen, körperlosen Lauten, sie durchdrangen ihn, klebten an ihm, er atmete sie ein. Hätte Wolfgang gesehen, was er hörte, wäre ihm das Luftholen leichter gefallen. Viele mögen sich an Kafkas (meiner Meinung nach genialen) Eingangssatz der 'Verwandlung' erinnert fühlen, bei dem der tragisch mutierte Held aus unruhigem Schlaf als Insekt erwachte. Baronskys Roman beginnt auf der dritten Seite mit einem ähnlichen Aufwachen – eine regelrechte Auferstehung von den Toten. Nachdem Wolfgang Amadé Mozart zwei Seiten lang im sogenannten „Präludium“ auf dem Sterbebett gelegen hatte, kommt er wieder zu Bewusstsein. Im Gegensatz zu Kafkas Werk verwandelt sich nicht der Protagonist, sondern seine Umgebung und kann sich diese bizarre Welt nicht erklären: Licht ohne Kerzen, Fuhrwerke ohne Pferde, Musik ohne Orchester. Starr stand er gegen eine Hauswand gedrückt, ließ Menschen und Toyotas an sich vorbeihasten, bis deren Rhythmus ihm allmählich verständlicher wurden. Alles schien einer stillen Ordnung zu folgen, denn obwohl die Fuhrwerke rasch dahinzugleiten vermochten, kamen sie sich nie in die Quere, die Kutscher schimpften nicht aufeinander ein und drohten nicht mit Schlägen, wie er es von den Wiener Pferdedroschken gewohnt war. Wien! Er blies warmen Atem in seine Hände. Nein, dies war nicht Wien, nicht das Wien, das er kannte, das in ihm lebte und das er zum Greifen nah vor sich zu sehen glaubte, sobald er nur die Augen schloss. Irgendetwas war geschehen, und an welchen Ort auch immer er geraten war, er musste herausfinden, wohin. Unklar, ob Mozart im Paradies oder im Vorhof der Hölle gelandet ist, glaubt er an einen göttlichen Auftrag, um sein „Requiem“ zu vollenden. Selbst nachdem er schließlich realisiert, dass er lediglich in der Zeit gereist und im Jahre 2006 erwacht ist, ist er von der Idee getrieben, seine eigene Totenmesse zu komponieren, um „das mutlose Gestümpere dieses Dummkopfs“, welches sich auf die posthume Vervollständigung des Requiems durch seinen Schüler Süßmayr bezieht, zu verbessern. Somit irrt Mozart als wunderlicher Kauz durch unsere Gegenwart und strauchelt immer wieder am modernen Wien. Hier war ein offenes Fenster, aus dem Bässe dröhnten, dort der Höllenlärm einer Maschine, die sich wie ein tanzender Nagel in das Trottoir fraß und die harte schwarze Kruste aufwarf, dazwischen die jähen Fanfaren der Toyotas, Volvos und wie sie vielleicht heißen mochten: Alles, auch das geringste Lachen eines Frauenzimmers aus der Ferne, wuchs zu einem großen Ganzen zusammen, zu einer Sinfonie, und klang in ihm fort, pulsierte gleichsam, stets dem atemlosen Rhythmus dieses neuen Zeitalters folgend. Orientierung verschafft ihm hierbei die Musik, die ihm in der erschreckend veränderten Welt als Kompass dient. Auch im Roman ist die Musik, sein Requiem, der roten Faden, der den Leser durch die Geschichte führt. So liest man beispielsweise „Kyrie“ oder „Sanctus“ als Kapiteleinführungen, die Einteilung des Buches entspricht der Gestalt der Mozart'schen Totenmesse. Vor welchen Herausforderungen Mozart gestellt, was geschehen wird, wenn er sein Werk vollendet, und ob Mozart sich in der radikal veränderten Welt treu bleiben kann, sind Fragen, die lediglich das Buch zu beantworten weiß. Zum Bersten angefüllt mit Klängen, sank er in einen der Sessel, die, der ersten Frühlingssonne huldigend, vor einem Kaffeehaus aufgebaut waren. Nichts, außer vielleicht der Rausch der Liebe, kam diesem Zustand gleich, da alles in ihm und alles um ihn zu Tönen wurde, Tönen, die in ihn drangen und aus ihm kamen wie eine Quelle. Ja, er selbst war die Quelle. Er war Musik. Das war sein Innerstes, dazu war er gemacht, und nur damit würde er glücklich sein. Mir gefiel die Charakterisierung Mozart, die durch den gelungenen Gebrauch von stark stilisierter Sprache geprägt ist, überwiegend. Baronskys Wissen über den einflussreichsten Musiker der Klassik schien mir fundiert. Die Autorin hat Mozart mit seiner gekünstelten Sprache, Spontanität und Widersprüchlichkeit gut getroffen. Die eigentliche Tragik des Ganzen lockert die Autorin mit Mozarts Entdeckungen, gepaart mit einer guten Prise Situationskomik, auf, da sie dem Leser dank Mozarts fremde und stellenweise recht kindliche Wahrnehmung von Alltäglichem eine Welt voller Wunder beschreibt. So zerbricht sich Mozart beispielsweise über eine T-Shirt-Aufschrift den Kopf und vermutet hinter dem Kürzel AC/DC: „Adorate, Cherubim/Dominum Cantu“ („Betet an, ihr Engel, den Herrn mit Gesang“) Trotz der komischen Anekdoten birgt die Geschichte Mozarts, ein Schauspieler im falschen Stück, genügend Tragik, um ein sehr feinfühliger Musikroman zu sein, da es ein Spiel mit Zeiten und Identitäten thematisiert. […] und wenn er hinausschaute, fiel sein Blick über alte, bucklige Schieferdächer. Sah er nur flüchtig hin, belohnte ihn die Illusion, zu Hause zu sein. Und manchmal, am Abend, vergaß er, dass keine weichen dunklen Locken in den Kissen nebenan auf ihn warteten, und glaubte zuweilen das Greinen eines Kindes zu hören, das sich gegen den Schlaf sträubte. Dann erschrak er und stellte das Mechanikum an, trotzte dem lauten Gift der Einsamkeit, das ihm die Töne aus dem Kopf zu rauben drohte. Für mich stellte das Buch ein gelungener und eleganter Debütroman dar, das eine Liebeserklärung an den genialen Komponisten Wolferl und seine Musik ist. Vor allem sprachlich wusste es mich zu überzeugen. Die skurrile Geschichte konnte mich mit seiner dynamischen Erzählweise und tragikomischen Melancholie rasch in den Bann ziehen.

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    • 9

    Cridilla

    06. November 2015 um 07:21
    Floh schreibt Absolut, ich mag es, in diesen Rezensionen von Kopf-Kino neue Inspirationen zu erhalten. Echt klasse!

    Geht mir gerade ganz ähnlich, sehe ich mir näher an. Du inspirierst immer mit deinen ausgefeilten Rezis so schön !

  • Musik zum Lesen

    Für Elise: 15 Briefe

    Igelmanu66

    »Ich werde also über Musik schreiben. … Ich werde Sie, verehrte Frau Hauff, an einigen wenigen, jedoch immens wichtigen Begebenheiten in meinem Leben teilnehmen lassen. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, dass Sie auf diese Weise den Stellenwert ermessen können, den Musik in meinem Leben spielt. Außerdem erfahren Sie so ja doch noch einiges über Ihren Nachbarn zur Rechten, so dass Sie nach der Lektüre dieser Seiten nicht mehr sagen können, dass Sie mich ja gar nicht kennen. Da ich nicht weiß, wie weit Sie in das Musikwunderland vorgedrungen sind, werde ich mir musikspezifische Worte verkneifen müssen; es tut auch nichts zur Sache, ob Sie wissen, was eine Triosonate oder ein Te Deum, eine Synkope oder eine verminderte Subdominante ist. Musik begreift man mit dem Gefühl und wenn das fehlt, kann man nichts machen.« Felix Mendelsohn ist mit Leib und Seele Musikjournalist. Oder besser, er war es. Aus Gründen, die erst am Ende des Buches geklärt werden, wird er in 14 Tagen das Land verlassen und ein völlig neues Leben beginnen. Diese 14 Tage nutzt er, um seiner Nachbarin 14 Briefe zu schreiben. Heimlich ist er in sie verliebt, obwohl ihr Verhältnis nie über einen freundlichen Gruß im Treppenhaus hinausging. Wenn er abgereist ist, soll sie diesen Stapel von Briefen vor ihrer Tür finden und durch die Lektüre einiges über ihn und die Bedeutung, die Musik in seinem Leben hat, erfahren. Mmh, das klingt ja erst mal nicht sooo wahnsinnig spannend. Das dachte ich zumindest, als ich die ähnlich klingende Inhaltsangabe las. Bei der Leseprobe war es aber sofort um mich geschehen und das Buch habe ich wirklich und wahrhaftig mit allen Sinnen genossen. Der Autor versteht es auf phantastische Weise, Musik – fernab aller Noten – aufs Papier zu bringen. Dabei nutzt er nicht einmal das umfangreiche musikalische Vokabular, nein, er verzichtet - wie er im Eingangszitat schon erklärt – auf „musikspezifische“ Worte und es ist mir ein großes Rätsel, wie er es geschafft hat, Musik mit normalen Worten so zu beschreiben, dass ich mir einbildete, sie hören zu können. Die Bilder, die er mit seinen Worten hervorruft, erschienen vor meinem geistigen Auge und ich hörte, was der Erzähler hörte, ich sah, was er sah und ich bildete mir manchmal sogar ein, einen Duft wahrzunehmen… »Ich sah die Noten und erlebte sie zur gleichen Zeit. In der Musik schien die Sonne, es war ein Hochsommertag. Der Schatten eines gewaltigen Laubbaumes wanderte langsam über eine ursprüngliche Wiese. Irgendwo plätscherte ein unsichtbarer Bach, das Geräusch von fliegenden Insekten übertönte leicht das Reiben der Gräser im zaghaften Wind …« In seinen 14 Briefen erzählt Felix Mendelsohn auch einiges aus seinem Leben, es gibt Ereignisse, die in seiner Kindheit liegen, manche betreffen vergangene Beziehungen oder alte Freundschaften. Es gibt Episoden aus seinem Berufsleben, schöne Erlebnisse und sehr traurige. Eins ist ihnen gemein: Sie sind alle untrennbar mit einer bestimmten Musik verbunden. »Es war vollkommen still geworden; die Wärme der Sonne hatte auch meinen Atem beruhigt. Ich stieg zwei Stufen empor und stand nun neben dem gigantischen Messingständer. Mein Blick schweifte durch den Kirchenraum. Nein, da war kein Mensch, ich war mit meiner Aufgabe allein. Langsam hob ich die Arme. Und dann offenbarte sich mir die neue Welt. Genau in dem Augenblick, als meine kleinen, zehnjährigen Finger das bleiche Wachs der Kerze berührten, um auszuprobieren, ob sie anzuheben war, donnerte die Orgel los und meine unbedeutende, alte Kinderwelt ging unter. Der Kirchenraum schrumpfte bei den ersten Tönen des gewaltigen Instruments zusammen; er schien die Kraft der Musik nicht in sich halten zu können und begann zu zittern. Mein Leben, eben noch in den Fingerspitzen konzentriert, war für einen kurzen Moment vollkommen aus mir verschwunden. Ich stand in einer einzigen Verkrampfung neben diesem lächerlich kleinen Kerzenständer und dachte, der Herr sei erschienen, um mich für mein frevelhaftes Vorhaben zu strafen. Aber es waren nur Töne, es war nur Musik, es war nur die Orgel. … Der winzig gewordene Kirchenraum maßte sich tatsächlich an, gegen die Macht dieser Töne bestehen zu wollen; die Kirche erbebte. Ich stand mit tränenden Augen, die Finger in das Kerzenwachs gebohrt, und konnte mich nicht rühren. Der Staub im schräg einfallenden Sonnenlicht hatte nun die Musik zu seinem Rhythmus gefunden; er tanzte wild und ausgelassen, er sprang hin und her, er machte tollkühne Salti und verwegene Schrauben. … Und dann steigerte sich diese Welt noch. Aus den Orgelpfeifen erschien ein ganzer Schwall von Tönen zur gleichen Zeit, eine Orgie am Rande der Disharmonie, ein nie gehörter Sekundenwahnsinn, eine einzige Zertrümmerung meines kleinen Seins. … Und während die Orgel dröhnte und die ganze Welt erzittern machte, versank ich im Meer dieser unsagbar mächtigen Tonwelt.« Die wichtigsten Musikrichtungen im Leben des Felix Mendelsohn sind die Klassik und der Jazz, entsprechend kommen auch die in den Briefen behandelten Werke aus diesen beiden Genres. Es ist aber eigentlich völlig gleichgültig, welche Musik dahintersteckt, denn als Leser kann man einfach in den Worten versinken. Diese ganz besondere Beziehung des Erzählers zur Musik kommt selbst in kleinsten Sätzen zum Vorschein und entlockte mir dadurch immer wieder ein Lächeln. Beispiel: Jeder andere würde Dinge sagen wie „Mit 25 Jahren entdeckte ich die Musik von Beethoven.“ Felix Mendelsohn sagt: »Die Musik von Johannes Brahms entdeckte mich auf kuriose Weise.« Die Musik entdeckte ihn! Ist das nicht wunderbar? Oder: Ein Pianist gibt ein Konzert, will ein bestimmtes Stück spielen. »This ist for my children«, sagte Beirach, blickte auf die Fotos, legte die Finger auf die Tasten, wartete auf irgendetwas in seiner Seele und begann zu spielen. Ich könnte noch lange so weitermachen. Aber jeder Leser dieser Rezi wird auch so schon meine Begeisterung bemerkt haben ;-) Ich bin jedenfalls sehr froh, dass dieses Buch mich gefunden hat. Sehr interessant auch noch: Der Autor Peter Klohs hat auf seiner Homepage einen Soundtrack zu diesem Buch eingestellt, so dass man sich die in den Briefen vorgestellte Musik dort anhören kann. www.peterklohs.de Fazit: Ein Muss für jeden, der Musik liebt. Für mich eine wahre literarische Kostbarkeit. »Musik ist … das, was nicht gesagt werden kann, aber viel zu wichtig ist, um es zu verschweigen.«

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    • 8
  • So ein Filou!

    Herr Mozart wacht auf

    BlueRhonda

    09. April 2015 um 16:49

    Mozart stirbt 1791...und wacht 2007 in Wien vorm Stephansdom wieder auf. Er weiß nicht, wie er dahin gekommen ist, und trifft obdachlos, frierend, ohne Geld und vor allem ohne zeitliche Orientierung einen illegalen, gutmütigen polnischen Stehgeiger namens Piotr; mit diesem jobbt er in diversen Lokalen als Pianist und zieht auch bei ihm ein. Beim Lesen dieser Geschichte begleitet man Mozart (der sich Wolfgang Mustermann nennt, denn ihm ist schnell klar, dass er umgehend im Tollhaus landen wird, wenn er sagt, wer er ist und aus welcher Zeit er stammt) in die heutige Zeit, in der er vieles comod findet: das warme Wasser aus der Wand, das Licht auf Knopfdruck, vor allem aber die kleinen silbernen Scheiben, die man einfach in ein mechanicum stecken kann und das die die schönste Musik immer und immer wieder erschallen lässt, und das ganz ohne Orchester! So hört er sich auch erstmal tagelang durch seine musikalischen Nachfolger und erlebt eine Offenbarung, als er den Jazz und vor allem auch das Saxophon entdeckt (Compositeur der er ja ist, komponiert er im Geiste sofort los und man bedauert beim Lesen, dass man diese Musik niemals wird hören können!) Natürlich fallen seine Genialität und seine Virtuosität sehr schnell auf, seine Marotten werden seinem Künstlertum zugeschrieben (er spricht nämlich genauso wie im 18. Jahrhundert!), auch die Liebe erwischt ihn und er leidet... lest selbst, wie er sich durch die heutige Zeit kämpft und versucht, sie zu verstehen, und ganz ähnlich schräg ist wie in dem Film "Amadeus": genial, gewitzt, leichtsinnig, unzuverlässig, leidenschaftlich, neugierig und Neuem aufgeschlossen, dabei, was Musik betrifft, unglaublich selbstherrlich. Eine herrlich leichtfüssiges und gleichzeitig spannende Zeitreise-Fantasy, bei der es völlig egal ist, ob man sich mit Mozart oder der Musik seiner Zeit auskennt; aber falls man sich auskennt, mag es noch ein paar musikalische Späße enthalten, die mir entgangen sind – amüsant und sprachlich ganz wunderbar geschrieben; ich habe mich bestens amüsiert mit diesem Was-wäre-wenn?, das einem auch noch mal den Wahnsinn, aber auch den Komfort unserer Zeit schön vor Augen führt. 

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  • "tausend närrische Küsse schicke ich dir und bin allzeit und in ewigkeit dein vernarrter alter narr"

    Herr Mozart wacht auf

    Mrs_Nanny_Ogg

    Oh Wunder, eben noch den letzten Aderlass erleidend erwacht Wolfgang Amadé Mozart , wie nach einer durchzechten Nacht, im Jahr 2006 mitten in Wien in einer bunten WG. Die Besitzerin des Bettes, Anju, ist nicht gerade begeistert, dass dieser "Penner ihr Bett verpestet" hat und noch dazu die Lieblingstasse als Nachtgeschirr zweckentfremdete. Verwirrt, mittellos und allein steht Wolfgang in einer ihm völlig fremden und doch vertrauten Stadt, umgeben von lauten, pferdelosen Fuhrwerken, schwarzen, harten Straßen und weiß nicht, was er nun machen soll und vor allem WARUM es ihm passiert ist. Ist das am Ende die letzte Chance um sein unvollendetes Requiem fertigzustellen? Es bleibt ihm nur seine Musik, die er dank der Zufallsbekanntschaft Piotr auch spielen und leben  kann. Piotr ist ein polnischer Straßen- und Gelegenheitsgeiger und nimmt den herumstreunenden Wolfgang (man bedenke: es ist Dezember!) in seiner kleinen Wohnung auf. Mit Gelegenheitsauftritten versuchen sie sich über Wasser zu halten, aber bald schon wird Wolfgang durch die Frauen und die Musik hinweggerissen und von geregeltem Unterhalt kann keine Rede mehr sein. Jeder erkennt zwar das Genie in ihm, doch seinen wahren Namen, das hat er schon bald bemerkt, kann er niemals preisgeben. So wandelt er als Wolfgang Mustermann durch Wien. Es beginnt ein wahres musikalisches und amouröses Abenteuer, an dessen Ende Wolfgang Amadé endlich das Requiem fertigstellen kann, oder etwa doch nicht? Meine persönliche Meinung: Ich liebe Mozart und habe schon einige biographische Bücher über ihn und Constanze gelesen. In seinen Briefen kommt sein lustiges, schelmisches Wesen ebenso wie in seiner Musik zum Vorschein. Eva Baronsky hat es wunderbar verstanden, den Geist Mozarts einzufangen und in das moderne Wien des 21. Jahrhunderts einzupflanzen. Eine wahrlich abenteuerliche Mischung! Ich war auf das Ende gespannt, es ist der Autorin sehr gut gelungen. Absolut empfehlenswert!

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    • 3
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Witzige Zeitreise eines großen Komponisten

    Herr Mozart wacht auf

    ToniK

    03. September 2014 um 19:31

    Was passiert, wenn ein Mensch plötzlich in einer ganz anderen Zeit landet, in der er sich kein bisschen auskennt und völlig hilflos ist? Und was ist, wenn dieser Mensch Mozart ist? Mozart erwacht in dem Buch eines Tages in der uns gegenwärtigen Welt. Seine letzte Erinnerung ist seine Krankheit, an der er, soweit es uns bekannt ist, auch verstarb. Eva Baronsky stellt Mozart so dar, wie man ihn sich tatsächlich vorstellt: ein genialer Komponist, aber auch ein wenig durch den Wind. Wie er versucht, sich in seiner neuen Umgebung zu orientieren, beschreibt sie mit viel Wortwitz und originellen Bezeichnungen, die Mozart sich für technische Geräte ausdenkt. Natürlich arbeitet die Handlung auf ein Ziel hin, das Mozart wohl gern zu Lebzeiten erreicht hätte. Die Personen, die ihm auf seinem Weg begegnen, sind ebenfalls interessante Charaktere und eine Bereicherung für die Geschichte. Insgesamt ist das Buch zwar nicht besonders tiefsinnig, aber trotzdem sehr lesenswert und die perfekte Lektüre für zwischendurch.

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  • Herr Mozart wacht auf

    Herr Mozart wacht auf

    lesemaus

    18. October 2013 um 11:06

    Er wacht auf. Er, Wolfgang Amadé Mozart, wacht in einem fremden Bett auf und fühlt sich fit. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu, denn er liegt bei sich daheim im Sterbebett. Und dann erfährt er auch noch, dass es das Jahr 2006 ist. Verwunderlich wird es, es gibt keine Kerzen, keine Pferdekutschen und Musik kommt aus komisch blechernen Dingern, was für ihn keine Musik ist, sondern Ohrenkreischen. Ich nahm das Buch in die Hand, da es zum einem um Mozart geht und er in unseren heutigen Zeit aufgewacht ist. Ich wollte mit dem Lesen herausfinden, wie fühlt man sich als „Greis“ in solch einer fremden Welt? Wie reagieren die Menschen auf ihn? Wird er erkannt? Wird er für Verrückt erklärt? Der Autor geht den Fragen mit viel Ironie nach und man kann sich herrlich amüsieren beim Lesen. Aber man leidet auch mit Mozart, denn seine Erklärung für diese Zeitreise sieht er in der Vollendung seines Requiems. Wird er es schaffen? Kehrt er in seine Zeit zurück? Das Buch klärt all diese Fragen. Beim Lesen musste ich viel Schmunzeln und Lachen. Das Buch tut einem richtig gut. Die Darstellung von Mozart ist einfach nur herrlich komisch. Man erfährt auch einiges aus seinem Leben sowie von seinem Feind, denn er als Freund ansieht. In der Zeit 2006 lernt er auch einen Freund kennen, der ihn unterstützt und berät. Die Musikliebhaber, speziell die Orchesterliebhaber, müssen dieses Buch lesen :)

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