Eva Baronsky Manchmal rot

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Inhaltsangabe zu „Manchmal rot“ von Eva Baronsky

„Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein.“ Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten. Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert. Eva Baronsky erzählt in diesem modernen Märchen so warmherzig wie erstaunlich von zweien, denen alle Gewissheiten abhandenkommen und die uns fragen lassen: Wer wäre man, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist?

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  • Manchmal Rot - ein modernes Märchen

    Manchmal rot
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    08. May 2015 um 10:18

    Angelina ist Putzfrau und "funktioniert" ganz gut. Sie erledigt ihren Job ordentlich, kümmert sich brav um ihre Mutter, kocht für ihren Freund, der sie immer wieder versetzt, und gibt ihm auch noch ihr hart verdientes Geld, das er dann im Casino verspielt. Das ist nicht das Leben, das Angelina sich gewünscht hat, aber was soll sie schon machen. Sie kommt ja eh nicht daraus, hat ja in der Schule nicht einmal richtig lesen und schreiben gelernt. Christian ist Anwalt. Verdient mehr Geld als er ausgeben kann. Ist ein wichtiger Mann in der Kanzlei, weil es ihm immer wieder gelingt die richtig großen Fische an Land zu ziehen. Seine Freundin hingegen ist ihm davon geschwommen. Nun sitzt er da, einsam, mit einem Haufen Schwarzgeld, an das er irgendwie unglücklich geraten ist und dass er nun loswerden muss, um nicht im Gefängnis zu landen. Da kommt es ihm ganz recht, dass seine - unangemeldete - Putzfrau bei einem Sturz von der Leiter ihr Gedächtnis verloren hat. Eigentlich wollte er nur hilfsbereit sein - musste er ja, denn er hätte sie kaum blutend in seiner Wohnung liegen lassen können -, aber dann erkennt er in ihr eine Möglichkeit sich selbst zu retten. Rettung ist ein Schlagwort dieses Romans, der von Eva Baronsky in feinen Fäden verwoben wurde. Sowohl Christian als auch Angelina sind auf dem Weg sich in eine Richtung zu entwickeln, in der sie beide nur Schaden nehmen können. Angelina, die sich unter Wert verkauft und nach dem Unfall plötzlich ganz prächtig lesen und schreiben kann, die Klavier spielt, als sei sie mit Musik zur Welt gekommen und könne Töne fühlen, und Christian, der von Macht und Gier besessen in eine unglückliche und einsame Zukunft schippert und durch Angelinas "Echtheit", der Neugier eines Menschen, der die Dinge zum ersten Mal sieht und versucht sie bis ins kleinste Detail zu verstehen, zurück geholt wird in die Realität. Der nun seine Augen öffnet. Besonders ergreifende Momente des Romans sind solche, in denen Angelina die Welt, die ihr so unbekannt geworden ist, erkundet. Melodiös und anrührend beschreibt die Friedrich-Hölderlin Preisträgerin Angelinas Schritte ins (neue) Leben.  Als modernes Märchen wird der Roman beschrieben. Eine Meinung, die ich teile. Märchen, weil es trotz offenen Endes doch einen eher "happy ending" Verlauf gibt und weil der Leser unbewusst ins Fahrwasser der Hoffnung und Gutgläubigkeit gerät, modern nicht nur wegen Christians Handykonsum, sondern vor allem deswegen weil die Rettung eben nicht nur vom Prinzen ausgeht. Mehr und mehr entwickelt sich die scheue Prinzessin zur wahren Heldin des Romans. Schön, strahlend, aber vor allem mit viel Stärke, spielt sie sich ins Herz der Leser und macht "Manchmal Rot" zu einem Roman, an den man gerne zurück denkt.

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  • Leserunde zu "Manchmal rot" von Eva Baronsky

    Manchmal rot
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Wir laden euch ganz herzlich zur Leserunde zu Eva Baronskys Buch »Manchmal rot« ein und freuen uns darauf, mit euch dieses herzerwärmende, moderne Märchen zu lesen und darüber zu diskutieren. Außerdem habt ihr die Gelegenheit, Fragen an Eva Baronsky zu stellen, die sie persönlich beantworten wird! Zum Inhalt: "Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein." Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten. Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert. Eva Baronsky erzählt in diesem modernen Märchen so warmherzig wie erstaunlich von zweien, denen alle Gewissheiten abhanden kommen und die uns fragen lassen: Wer wäre man, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist? Zur Leseprobe Jetzt bewerben! Bewerbt euch* im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr uns bis zum 26.02. schreibt, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet. Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 377
  • Nicht so meins

    Manchmal rot
    winterdream

    winterdream

    04. May 2015 um 15:23

    Inhalt: „Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein." Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten. Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert. Cover: Das Cover fand ich sehr toll. Durch das Cover bin ich eigentlich auch auf das Buch aufmerksam geworden.   Mein Fazit: Leider konnte ich mit dem Buch nicht wirklich viel anfangen. In dem Buch geht es um zwei Protagonisten. Angelina, die ihr Gedächtnis verliert und nicht weiß, wer sie ist und Christian, ein Anwalt, dessen Freundin ihn verlassen hat, der Geld und Reichtum hat, aber auch einige Baustellen in seinem Leben. Ich konnte zu beiden keine Beziehung aufbauen. Von Anfang an kam ich nicht in die Geschichte rein und konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen. Ich hatte mir von dem Buch viel mehr versprochen. Schon die Schreibweise mit den doch häufig vorkommenden abgehackten, kurzen Sätzen fand ich eher nervig zu lesen. Auch das Ende fand ich nicht gut gewählt. Es bleiben doch viele Fragen offen. Dieses Buch war leider nichts für mich. Ich vergebe hier gerne 2 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Manchmal rot" von Eva Baronsky

    Manchmal rot
    Kleines91

    Kleines91

    14. April 2015 um 19:56

    Klappentext: „Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein.“ Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten. Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert.  Meine Meinung: Ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe. Zwar mochte ich die weibliche Hauptfigur (Angie) nicht und auch die Personen aus Ihrem Umwelt waren mir eher unsympathisch aber dafür mochte ich die Figur des Christian sehr. Ich betrachte Ihn als sehr komplexen Charakter, der einfach nur verstanden und auch geliebt werden will. Ein Mann, der zwar, fast, alles hat aber im Grunde doch nichts. Der einfach nur ankommen will. Angie hingegen habe ich nicht so wirklich verstanden. Ich weiß nicht, was sich hinter Ihrer Person verbirgt, bzw. was ich von Ihr halten sollte. Die Story fand ich gut gewählt und sie hatte mich angesprochen und auch berührt. Der Erzählstil der Autorin ist echt aber nicht simpel. Manche Stellen musste ich durchaus ein- oder auch mal zweimal lesen. Doch dies hat für mich nicht die Qualität des Buches geschmälert. Es hat mir Spaß gemacht, die beiden zu beobachten und zu sehen, wie sie sich gegenseitig verändern. Nur das Ende hat mir leider nicht gefallen. Ich hätte so gerne ein HappyEnd für die beiden, vor allem Christian, gehabt. Aber was soll man machen?! DAS ist nunmal das Leben!

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  • Manchmal rot

    Manchmal rot
    Dunkelblau

    Dunkelblau

    12. April 2015 um 20:10

    Christian von Söchting kann man wohl problemlos als einen Anwalt ohne Gewissen beschreiben. Er hetzt von einem Meeting zum nächsten, fädelt Deals ein und bootet Kollegen aus. Nur das sein Freundin in verlassen hat, gibt seinem Selbstbewusstsein wohl einen Knacks und lässt ihn etwas leiden. Liebe kann man eben nicht kaufen – auch nicht mit einer Menge Schwarzgeld in der Schweiz, das Christian dringend verschwinden lassen muss. Obwohl er es sich ja leisten könnte beschäftigt er seine Putzfrau trotzdem schwarz, die natürlich prompt von der Leiter fällt und im Krankenhaus landet. Angelia leidet nach dem Sturz an einer Amnesie und kann sich an nichts mehr erinnern und muss sich quasi ganz neu erfinden. Und dies neue Angelia ist wirklich anders: Sie bringt sich selbst das Lesen und Klavier spielen bei und gewinnt ein neues Selbstbewusstsein, mit dem sie sich problemlos in Christians Penthouse einnistet. Anfangs ist Christian perplex und will diesen Störfaktor in seinem Leben nicht, doch nach und nach finden die zwei irgendwie zusammen und klammern sich wie Ertrinkenden aneinander. Das Buch ließ sich für ich irgendwie nur schwer einordnen und ich konnte zunächst keine Botschaft darin erkenne. Doch das Verfolgen der Leserunde hat mir geholfen die verschiedenen „Schichte“ anzutragen und immer neue Blickwinkel auf die Geschichte zu erlangen. Der anspruchsvolle Schreibstil mit wechselnden Erzählperspektiven hat mir einiges an Konzentration abverlangt und auch die zwei „Helden“ lagen mir nicht direkt am Herzen. Trotzdem hat mich der Roman dann doch verblüfft und ich bereue es nicht ihn (mit etwas Anstrengung) gelesen zu haben.  

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  • Zu viel gewollt?

    Manchmal rot
    MissErfolg

    MissErfolg

    12. April 2015 um 10:22

    Es gibt Bücher, die stellen mich nicht zufrieden. Da habe ich schon nach den ersten 50 Seiten das Gefühl, einen Kampf auszufechten. Bücher, die ich eher aus Pflichtgefühl, denn aus Begeisterung zu Ende lese. Für das kostenlose Leseexemplar möchte ich mich herzlich bedanken. "Manchmal rot" von Eva Baronsky konnte mich aber leider nicht so überzeugen wie bisherige Romane des Aufbau Verlags. „Und mit einem Schlag wird er sich der Absurdität der Situation bewusst – du sitzt mit einer geisteskranken Putzfrau beim Abendessen, das aus Tiefkühlpizza und trockenem Reis besteht!“ Für Christian von Söchting ist nur eines wichtig: sein beruflicher Erfolg. Zwar hat ihn seine Feundin verlassen, doch das scheint ihm (beinahe) egal zu sein. Er steht kurz vor dem entscheidenden Durchbruch seiner Karriere. Zuvor muss er zwar noch den Seniorchef seiner Kanzlei ausstechen und nebenbei ein prall gefülltes Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen - aber das wird schon! Schließlich hatte Christian auch bisher ein glückliches Händchen für heikle Angelegenheite. Doch dann ändert sich schlagartig alles. Seine Putzfrau fällt von der Leiter und erleidet eine retrograde Amnesie: Als sie im Krankenhaus aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern - nicht einmal an ihren eigenen Namen. Und Christian? Der kann und will ihr nicht helfen. Angelina war nämlich illegal bei ihm beschäftigt. Ein solcher Skandal würde das Ende für Christians Karriere bedeuten... "Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein." Liegt es nun am verschnörkelten Schreibstil und dem ständigen Wechsel der Erzählperspektive, dass mich die Geschichte nicht abholen konnte? Oder hat mir der fehlende Zugang zu den Protagonisten den Spaß am ungewöhnlichen Schreibstil verdorben? Im Nachhinein kann ich nicht mehr sagen, was in diesem Fall Huhn und was Ei war. Letzten Endes bleibt der fahle Nachgeschmack, den auch das unbefriedigende Ende leider nicht aufheben kann.

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  • Wer will ich sein?

    Manchmal rot
    Zimtwolke

    Zimtwolke

    Eva Baronsky erzählt in ihrem Roman die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die in unterschiedlichen Welten leben und deren Wege sich eines Tages dennoch kreuzen.  Da gibt es Christian, der immer das Gleiche will: Geld, Macht, Erfolg! Hat er alles… Aber haben ist nicht gleich haben. Man(n) kann immer noch "mehr" haben. Und so strampelt er als Anwalt einer großen Wirtschaftskanzlei im Haifischbecken namens Finanzbranche. Wie hält er sich über Wasser und seine Kollegen unter Wasser?! Das sind rund um die Uhr seine Gedanken und die machen keine Pause, ausdauernder als jeder Marathonläufer… Und falls doch mal ein Gedanke an Charlotte, die ihn verlassen hat, an die Oberfläche bricht, dann ertrinkt Christian ihn mit einem, zwei, drei, vier oder auch fünf Gläsern Wein. Danach wird der Blinker erneut gesetzt und er prescht auf der Überholspur an allen Gefühlen vorbei. Im Rückspiegel erkennt er die Personen, die seiner Gier nach Macht zum Opfer gefallen sind… Mitleid?! Nein! Der eigene Erfolg legitimiert zu allem!  Dann ist da diese Frau, ohne Namen, die verunsichert durch die Welt schleicht. Die bloß keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen will. Die sich in der Welt der Buchstaben nicht zu Hause fühlt. Dafür körperliche Arbeit nicht scheut und illegal putzen geht, um ihr hart erarbeitetes Geld an ihren Freund abzudrücken, der es in den Spielhallen der Stadt verprasst.  Und dann kollidieren diese zwei Welt miteinander als sie beim putzen von Christians Luxusapartment von der Leiter fällt. Im Krankenhaus aufwacht wie ein leeres Buch - ohne jede Erinnerung… Angelina Niemand soll sie sein! Das auf dem Personalausweis ist tatsächlich ihr Gesicht, aber wer ist diese Angelina? In ihren Kleidern und ihrer Wohnung fühlt sie sich nicht wohl… In abwechselnd geschilderter Sichtweise lässt die Autorin ihre Leser Stück für Stück in das Innenleben der beiden hineinblicken und da erkennt man, dass trotz der Unterschiede sie die Frage eint, wer sie sind und ob sie in die Welt passen, in der sie sich eingerichtet haben.  In einem ganz zarten Stil beschreibt die Autorin wie Angelina sich neu entdeckt. Wie sie die Welt der Buchstaben erobert. Wie sie die Musik in sich und in der Welt spürt in den buntesten Farben und wildesten Mustern. Wie sie all den Erwartungsdruck dieser fremden Personen hinter sich lässt "früher hast du das nicht gemacht!" und aufbricht in ein "nachher".  Auf beeindruckende Weise skizziert die Autorin, dass man auch ganz ohne Verlust des Gedächtnis häufig aus den Augen verliert wer man ist! Christian, er hat einen Namen, er hat eine Position (ganz oben). Dr. von Schöchting! Ein Name bei dem die Leute aufhorchen! Aber wer will er eigentlich sein? Will er dieser Typ sein, der für den eigenen Erfolg über Leichen geht?! Will er der Mann sein, der sich dem familiären und beruflichen Erwartungsdruck beugt?! Seine fast schon panische Angst vor dieser Frage und die Verbissenheit mit der ihr versucht zu entgehen und dadurch doch nur seine Verhaltensmuster intensiviert zeigt wie verletzlich er eigentlich ist. Eine berührende Charakterzeichnung.  Man sollte sich das Buch zur Hand nehmen wenn man Zeit hat. Diese Geschichte verlangt nach Zeit, die man sich nehmen sollte, denn wenn man sich auf sie einlässt dann kann man viel über sich selber lernen. Nach dem ich etwas mit dem offenen Ende gehadert habe, muss ich mittlerweile feststellen, dass es zur Geschichte passt! Es ist einfach wie das wahre Leben selbst: offen! Wann werden einem schon mal alle Fragen beantwortet?!

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    • 2
  • Nicht mein Fall

    Manchmal rot
    Jenny295

    Jenny295

    05. April 2015 um 19:19

    Mich hatte das Cover im Voraus sehr angesprochen und verwirrt, mittlerweile kann ich sagen, dass der verwirrende Part des Cover sehr gut zum rest des Buches passten. Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und hat dazu geführt, dass ich sehr auf das Lesen des Buches freute. Allerdings finde ich, dass der Klappentext überhaupt nicht zum Buch passt. Das Lesen hat bei mir über mehrere Wochen gedauert, da die Story einfach nicht diesen Gewissen Funken überspringen ließ. An manchen Stellen dachte ich, dass das Buch von Seite zu Seite langweiliger und verwirrender wird. Fazit: Wer außergwöhnlich geschriebene und verwirrende Bücher mag ist bei diesem Buch genau richtig. Wer allerdings die üblichen Liebesromane liebt sollte hier die Finger von lassen.

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  • Was machst du, wenn du dein Leben neu starten kannst?

    Manchmal rot
    Buchina

    Buchina

    05. April 2015 um 11:49

    Bei diesem Roman ist mir als erstes das interessante Cover aufgefallen, was mir nicht nur wegen seiner Farbgestaltung, sondern auch durch seine Motivwahl gefällt. Ein Mann und eine Frau werden durch die Strudel durcheinandergewürfelt. Und das ist auch schon die Haupthandlung des Romans zwei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, werden komplett durcheinander gebracht. Da ist zum einen Christian, Anwalt für Wirtschaftsrecht und karrieremäßig auf der Überholspur. Im Privatleben weniger erfolgreich, da hat ihn gerade seine Freundin verlassen. Auch wenn er ihr sehr nachtrauert, lebt er hauptsächlich für Karriere und Macht. Für Geld weniger, denn davon hat er genug, so weiß er nicht wohin mit seinem ganzen Schwarzgeld. Zum zweiten Angelina, Putzfrau. Sie hat einen Freund, der sie finanziell und emotional ausnutzt, eine Freundin und eine Mutter, die ihren Alltag leben, aber keine wirklichen Zukunftsvisionen haben. Angelinas Leben besteht hautsächlich aus putzen, stricken und ihren Freund zu bedienen. Christians Leben streift sie nur, weil sie seine Wohnung putzt. Ihn selbst hat sie noch nie getroffen, bis auf den Tag als Christian sie ohnmächtig in seiner Wohnung findet. Im Krankenhaus erwacht, kann sich Angelina an nichts erinnern, weder an ihren Namen noch an irgendetwas in ihrem Leben. Christian, der sie einmal im Krankenhaus besucht, ist das ganz recht, so glaubt er sie schnell wieder los zu sein. Da täuscht er sich. Der Roman erzählt das Geschehen immer abwechselnd aus der Sicht von Angeline und Christian, so dass ich sehr gut Einblick in beide Leben bekommen hatte. Gewöhnungsbedürftig, aber auch richtig interessant ist die Erzählperspektive, denn diese wechselt innerhalb eines Handlungsstrang zwischen auktorialen, personalen und der Ich-Perspektive immer hin und her. Das verwirrte mich am Anfang etwas, aber nach einigen Seiten fand ich es für die Geschichte sehr passend. So war das erste Drittel des Buches für mich eine langsame Annäherung an die ungewöhnlichen Charaktere und des Schreibstils. Der Mittelteil war für mich am stärksten, da Christian und Angelina dabei die größte Entwicklung nahmen und es richtig spannend wurde. Das letzte Drittel enttäuschte mich dann aber. Denn vor allem Angelina nahm für mich eine sehr unlogische und unvorhergesehene Entwicklung, die mich negativ überraschte. Und auch Christians Charakter plätscherte vor sich hin. Das Ende war dann völlig unbefriedigend, da es vor allem nicht zu dem im Buchumschlag angepriesenen modernen Märchen passte. Der Roman hat in mir die verschiedensten Gefühle geweckt: Neugier, Überraschung, Zuneigung, aber auch Enttäuschung, Abneigung. Einige Handlungsstränge, die mich sehr interessiert haben, wurden ohne weitere Erklärungen einfach fallengelassen, vor allem die Persönlichkeitsveränderungen von Angelina und ihre neuen Begabungen. Die Idee des Romans finde ich immernoch hochinteressant, aber die Umsetzung gibt es für mich ein paar Lücken.

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  • Manchmal anstrengend...

    Manchmal rot
    fibroe

    fibroe

    04. April 2015 um 11:52

    Im Buch „Manchmal rot“ hat man es mit 2 Hauptcharakteren zu tun. Zum einen Angelina deren Leben aufgrund eines Unfalls aus den Fugen gerät und zum anderen mit Christian, dessen Leben bereits aus den Fugen geraten ist und der auf der Überholspur gen Graben steuert. Das Buch besteht aus drei Teilen und hat damit eine super Bewertungsgrundlage: Im ersten Teil lernt man die Hauptcharaktere kennen, die in komplett anderen Welten leben. Er ist reich und inhaliert Geld wie Luft und Wasser und Sie muss aufs Geld gucken, damit sie zurecht kommt im Leben. Sie ist ein sehr unscheinbarer Mensch, mit Angst vor der Welt da draußen, was vermutlich an einer Art von Autismus liegt?! Er ist mega arrogant und denkt ihm gehört die Welt, wobei er aber langsam an seine Grenzen stößt. Die Story klingt ganz vielversprechend, auch wenn man meint sich bereits alles ausmalen zu können… Leider gab es ein paar Aspekte, die mich echt gestört haben: a) fühlte man sich teilweise unglaublich dumm und das hat mich tierisch genervt;) Die ganzen Abkürzungen im Buch, oh menno. Was ist WAW, LHR?? (Flughafenabkürzungen ich weiß, aber will man die alle nachschlagen?) Was ist COCC? keine Ahnung. Was hat es ganz genau mit den Clauses der Verträge auf sich? Ich meine das meiste interessiert jetzt nicht im Detail, da sich aber ein Teil des Lebens von Christian darauf aufbaut, kommen mir persönlich schon Fragen... b) puh die Schreibweise v.a. in Verbindung mit a) ganz schön anstrengend. Schachtelsätze, ständiger Wechsel von 3. Person in 2. und 1.. Oje da musste ich manche Sachen echt zweimal lesen. An sich fand ich den etwas anderen Schreib-Stil durchaus auch spannend, aber ein bisschen Angst vorm Weiterlesen hatte ich schon. An dieser Stelle hätte es von mir 3 Punkte gegeben. Das Buch wurde aber mit dem 2. Teil wirklich besser;) Den Schreibstil fand ich noch immer gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich ja an vieles. Die Veränderung von Angelina war ziemlich aufregend. Ich möchte hier nicht allzu viel verraten, aber ich war das ein oder andere Mal echt beeindruckt. Ihre Art Gefühle und Gedanken zu umschreiben, fand ich wundervoll. Das erfüllte mich richtig mit Wärme und ich freute mich jedes Mal ihre Empfindungen zu erfahren. Probleme hatte ich noch immer mit den Abkürzungen und Fremdbegriffen juristischer Art, war zwar nur noch selten, machte aber immer noch keinen Spaß:( 4 Punkte hätte ich aber nun gern gegeben, den die Geschichte hat sich toll entwickelt. Der 3. Teil (hier muss ich kurz was zum Inhalt sagen, also bitte nicht weiterlesen, wenn man es nicht wissen will): hmmmm war das Erste was mir durch den Kopf ging nach Ende des Buches und so steh ich auch immer noch da. Ich frage mich, ob es neuerdings Mode ist, die Enden von Büchern, Tatorten o.ä. immer offen zu lassen:( Ich bin echt unglücklich mit dem Ende. Nachdem das Buch relativ entspannt, aber obermodern erzählt wurde, durchflossen mit vielen Hindernissen wie anstrengendem Erzählstil und unverständlichen Abkürzungen/Wörtern, war ein Ende für mich quasi Pflicht, um das Buch gut und freudig abzuhaken. Zu viele offene Fragen aber blieben bestehen. Das würde fast für ein zweites Buch reichen:( Wie geht es weiter mit Christian? Landet er im Graben? Angelina wird sie Musikerin oder bleibt sie Putzfrau? Wird Christian um Angelina kämpfen? Es fühlt sich wirklich an wie ein "Fortsetzung folgt...":( Fazit: Das Buch ist wie das Leben der beiden Protagonisten. Eine Achterbahnfahrt. Es startet sanft und gemächlich, baut sich dann auf und wird aufregend und am Ende ist es plötzlich vorbei und die Bahn fährt ohne uns weiter. Wir durften einen kurzen Blick riskieren auf das Leben der Beiden, ohne zu erfahren wie es denn nun wirklich weiter geht. Das muss man sich nun leider selbst ausmalen. Finde ich persönlich sehr schade, da man sehr lange gebraucht hat überhaupt im Buch anzukommen. Sicher findet der Ein oder Andere das ganz spannend, mein Fall war es leider nicht. Trotzdem bekommt das Buch 3 Sterne, für den Mut mal etwas Neues auszuprobieren, auch wenn ich das Alte lieber mag und für die sympathische Angelina, deren Charakter ich doch gern mochte.

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  • Manchmal rot

    Manchmal rot
    laraundluca

    laraundluca

    31. March 2015 um 12:27

    Inhalt: „Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein.“ Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten. Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert. Eva Baronsky erzählt in diesem modernen Märchen so warmherzig wie erstaunlich von zweien, denen alle Gewissheiten abhandenkommen und die uns fragen lassen: Wer wäre man, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist? Meine Meinung: Ich hatte ein paar Probleme beim Einstieg und habe einige Seiten gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, teilweise sehr verschachtelt. Auch die vielen Fachausdrücke haben das Lesen nicht gerade erleichtert. Es war unheimlich schwer in einen richtigen Lesefluss zu kommen. Interessant fand ich trotzdem die Unterscheidung des Erzählstils beim Wechsel der beiden Charaktere. Während die Schreibweise bei der Putzfrau sehr einfach gehalten war, wurde bei Christian ein gehobener Stil angesetzt, mit vielen Fachausdrücken versetzt. So war der Unterscheid direkt klar. Die Geschichte war am Anfang ziemlich langatmig, es ist wenig passiert im 1. Teil. Als die Protagonisten dann aufeinandertreffen wird es etwas unterhaltsamer. Das Ende hat mich dann etwas verwirrt zurückgelassen. Sehr überraschend und unvorhersehbar, aber ich hatte mir ein anderes Ende gewünscht und erhofft. Mit den Charakteren bin ich leider nicht richtig warm geworden. Obwohl sie sehr gut beschrieben wurden und ich mir ein sehr ausgeprägtes Bild von ihnen machen konnte, konnte ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen, sie nicht verstehen, mich nicht in sie hineinversetzen, sie sind mir fremd geblieben. Fazit: Ein stilistisch interessantes Buch, aber mich konnte es leider nicht überzeugen.

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  • verwirrend, unruhig, sehr speziell...leider so gar nicht nach meinem Geschmack

    Manchmal rot
    Kendra

    Kendra

    28. March 2015 um 11:24

    „Manchmal rot“ von Eva Baronsky ist ein sehr spezieller und ungewöhnlicher Roman, der mich jedoch weder mit der Geschichte, den Charakteren noch mit dem angewandten Schreibstil überzeugen konnte. Und dabei hatte sich die Grundidee auf dem Klappentext so schön angehört, so dass ich bereits im Vorfeld eine gewisse Handlungserwartung hatte. Das einzig positive daran ist: dass man nicht das bekommt was man eigentlich erwartete...natürlich kann man da sagen: das die Geschichte durchaus zu überraschen versteht und so nicht vorhersehbar war. Dennoch muss ich sagen, ist genau dieser Punkt ein Schwachpunkt in meinen Augen, da ich den Verlauf einfach so umgesetzt nicht toll fand. Doch abgesehen von dem Geschmack der erzählten Geschichte , stieß besonders der eigenwillige und durchaus für mich verwirrende Schreibstil auf Unverständnis. Hier wechselte die Autorin plötzlich von der Ich Variante in die Dritte Person und das während eines Satzes. Hier war ich schlichtwegs raus aus dem Spiel^^ Ich fand dies machte das Buch ziemlich schwierig zu lesen und immer wieder stolperte ich über den wechselnden Schreibstil. Da kam nicht wirklich Lesefreude auf :-( Auch die beiden Charaktere haben mich nicht wirklich besonders positiv überzeugen können, ich konnte bis zum Ende beide von ihnen nicht leiden. Natürlich mag ich auch Protagonisten, die verschroben und speziell sind , und auch ihre Probleme an den Tag legen, dennoch konnten die beiden mich irgendwie so gar nicht packen und mitfühlen war da schon mal so gar nicht drin. Leicht gelangweilt las ich mich durch deren ganz eigene Welt und konnte es leider nicht nachempfinden, wie man so wie die beiden durchs Leben gehen kann... Wir hätten hier auf der einen Seite den ziemlich arroganten und erfolgreichen Geschäftsmann Christian von Söchting, für den sein Leben ausschließlich aus Ruhm, Ansehen und Geld besteht. Dabei vergisst er oft die Menschlichkeit und Höflichkeit gegenüber anderen. Er lebt in seinem ganz eigenen Kosmos. Auf der anderen Seite haben wir da seine Putzfrau, die verunsichert ist und nicht wirklich vor Lebensfreude übersprudelt, doch dann passiert ihr ein Arbeitsunfall , und sie wacht im Krankenhaus auf und ab dort ist sie plötzlich ein anderer Mensch.....schon klar...^^ Da ich nicht zuviel von der Story preisgeben möchte sei nur soviel gesagt, die beiden treffen aufeinander und ab da wurde die Handlung zwar leicht unterhaltsamer, aber dennoch hat mich bereits das lange Vorspiel so richtig eingeschläfert. Warum musste man das Aufeinanderprallen der beiden Charaktere so hinauszögern? Nur damit ich beide vorher genau kennen lerne und sie noch mehr nicht leiden kann?^^ Auch die vielen Geschäftsausdrücke aus der Arbeitswelt von Christian waren in meinen Augen unnötig und machte mich leicht aggressiv....denn wer bitteschön soll dieses Fachjargon beherrschen, mit dem dieser herum schmeißt? Und was hatte das bitte mit der eigentlichen Handlung zu tun...? Nichts...^^ Das Buch ist ein wenig so wie das Cover, verwirrend und unruhig. Und am Ende habe ich mich so wie die beiden Figuren darauf gefühlt: leicht aus allen Wolken fallend , da der Schluss einfach so war wie das Gesamtpaket: sehr speziell...

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  • Langatmiger Beginn....überraschendes Ende

    Manchmal rot
    Angel1607

    Angel1607

    26. March 2015 um 21:10

    Auf der einen Seite Angelina arbeitet als Putzfrau, sie kann nicht lesen oder schreiben und hat ihr Leben nicht wirklich im Griff. Auf der anderen Seite Christian, erfolgreicher Anwalt, wurde jedoch gerade von seiner Freundin verlassen, weil er mit seiner Arbeit verheiratet ist. Diese beiden Individuen kreuzen sich nachdem Angelina einen Unfall hat und sich ihr Leben von Grund auf ändert. Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten.....es war für mich etwas langatmig sich durch die beiden Welten der Protagonisten führen zu lassen. Ab der Mitte, wo die beiden Welten kollidieren wird es interessant und es ist schön zu sehen, wie Angelina ihr Leben neu aufbaut und wie die beiden miteinander eine Art Beziehung aufbauen. Das Ende war für mich sehr interessant und überraschend und gleichzeitig unvorhersehbar aber auch traurig. Wenn jemand gerne in diese Richtung Romane liest, ist es jedenfalls zu empfehlen.

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  • Moderner Roman über das „Sich selbst neu (er)finden“

    Manchmal rot
    SarahRomy

    SarahRomy

    25. March 2015 um 23:17

    Zwei Protagonisten führen den Leser durch diesen Roman. Die Wege eines Top-Anwalts und seiner Putzfrau kreuzen sich, als sie in seiner Wohnung von einer Leiter fällt und durch den Sturz ihr Gedächtnis verliert. Ihre Gedächtnislücken macht sie jedoch mit neuem Selbstbewusstsein wett und die Wege der beiden kreuzen sich erneut. Literarisch verfolgt die Autorin einen ganz eigenen Stil, auf den man sich einlassen muss. Diesem eigenen Stil ist es jedoch zu verdanken, dass viele Gedanken und das, was sonst zwischen den Zeilen steht, an den Leser transportiert werden kann und der Roman gewinnt dadurch eine ganz eigene „Farbe“ und kreiert damit eine Atmosphäre, in der man schnell einen Bezug zu den Protagonisten aufbauen kann. Viele Dinge, in die sich Otto Normalleser nicht automatisch hineinversetzen kann, wie z. B. das Analphabeten-Sein oder auch die große Finanzwelt, schafft die Autorin jedoch gut und über den Bezug zu den Romanfiguren, diese unbekannten Welten greifbar zu machen. Das Ende des Buches lässt einen im ersten Moment etwas ratlos stehen und ist sicherlich auch etwas Geschmackssache. Fazit: Eine spannende Story mit ganz eigenem Stil und Charakter.

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  • Manchmal rot

    Manchmal rot
    AgnesM

    AgnesM

    25. March 2015 um 12:00

    In dem Roman „Manchmal Rot“ schreibt die Autorin Eva Baronsky über zwei Menschen, deren Lebenswelten nicht unterschiedlicher sein könnten, die sich im Laufe des Romans kennenlernen, sich entdecken und teilweise Einfluss auf die jeweils andere Person nehmen. Christian ist ein erfolgreicher Anwalt, der immer „on the road“ und „busy“ ist. Er macht einen arroganten und egoistischen Eindruck und hat nichts als die Arbeit und sein Ansehen im Kopf. Für ihn zählt nur Geld, Erfolg, Prestige, eine teure Einrichtung in einer noch teureren Wohnung am Main und selbst seine Beziehung bleibt bei dem Tempo und den Ansichten auf der Strecke. Er wird von seiner Langzeitfreundin verlassen, traut sich jedoch zunächst nicht dies seinen Kollegen oder der Familie gegenüber zu erwähnen, denn schließlich würde ihn die Trennung in einem schlechten Licht dastehen lassen und das kann er sich nicht leisten. Seine Wohnung wird regelmäßig von einer Putzfrau in Schuss gehalten, die einen „einfachen“ Eindruck beim Leser hinterlässt. Sie putzt gerne und gewissenhaft, kann nicht lesen, hat wenig Geld, arbeitet schwarz und hat einen unausstehlichen Freund, der nicht nur brutal ist, sondern auch noch ihr Geld in einer Spielhalle verzockt. Eines Tages, als Christian einen kurzen Halt bei seiner Wohnung macht, bevor er wieder in den nächsten Flieger steigen muss, entdeckt er die verletzte und bewusstlose Putzfrau in der Wohnung und alarmiert den Notarzt. Sie ist, bei dem Versuch eine Glühbirne auszuwechseln, von einer Leiter gestürzt und hat sich schwer verletzt. Für Christian beginnt ein Alptraum, denn er hat die Putzfrau nicht gemeldet und befürchtet zur Verantwortung gezogen zu werden. Doch als er nach einigen Tagen im Krankenhaus die ihm unbekannte Putzfrau besucht, stellt er fest, dass sie sich an nichts erinnern kann. Sie weiß nicht wo sie wohnt, wer sie ist, wer Christian ist und was sie in seiner Wohnung gemacht hat. Ich muss sagen, dass ich bei dem Buch etwas zwiegespalten bin. Ich bewundere den besonderen Schreibstil der Autorin, der mir das Lesen allerdings nicht sehr einfach gemacht hat. Gut gelungen ist die Unterscheidung im Schreibstil zwischen den Charakteren. Während bei den Kapiteln die sich um Christian drehen nur so mit verschachtelten Sätzen, Fachausdrücken und Lifestyle-Begriffen gearbeitet wird, sind die Passagen wo es um die Putzfrau geht eher einfach gehalten. Eine interessante Wahl, die auch die unterschiedlichen Lebenswelten der beiden Charaktere aufzeigt. Den Inhalt fand ich in Ordnung, aber nicht überragend. Die Idee, die sich hinter dem Buch verbirgt, ist gut, doch teilweise unzureichend umgesetzt. Manche Passagen waren toll beschrieben, andere langweilten mich und erschwerten mir die Lust am Lesen.  Einen richtigen Bezug zu den Charakteren habe ich leider nicht aufbauen können. Beide sind interessant und die Unterschiede zwischen deren Lebenswelten und Ansichten sind gut dargestellt und entsprechend beträchtlich, doch irgendwie konnte ich beide Charaktere nicht "greifen".

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