Eva Baronsky Manchmal rot

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Inhaltsangabe zu „Manchmal rot“ von Eva Baronsky

Alles läuft gut: Er steht vor dem ganz großen Deal. Vorher muss er leider den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten, ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen und endlich akzeptieren, dass seine Freundin ihn verlassen hat. Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt Angelina ein Selbstbewusstsein, das Christian zunehmend fasziniert und selbst immer unsicherer werden lässt.

scheinbar kleines, doch sehr fein gezeichnetes Werk von gekonnter Hand; steht im Regal zwischen Sagan (Bonjour Tristesse) und Modick (Klack)

— Tintensport

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  • Das schwierigste Genre - die scheinbar leichte Muse - großartiges kleines Werk!

    Manchmal rot

    Tintensport

    03. November 2017 um 20:31

    Manchmal rot War ich bei dem erwachenden Mozart einfach nur bezaubert, von Idee, Kreativität und Frische der Schreibe (obwohl dem Erstlingswerk die Kinderschuhe anzuspüren waren), so war ich von `Manchmal rot'- trotz scheinbar trivialerem Plot (doch dies täuscht, und zwar gewaltig) - völlig hin und weg!Und das mir, die ich nicht eben eine erklärte Literaturanhängerin bin, dank meiner Schulzeit, wo ich - zumeist gegen meinen Willen und mit erheblichen Emanzipationsschmerzen und anderen Kollateralschäden - in den Köpfen der sogenannten hehren Literaten - von Goethe bis Grass - (zwangs)spazieren geführt wurde, bis das Vorurteilspaket im Kopf komplett war, das da besagt, dass ...- (deutsche) Literatur schwergewichtig und anspruchsvoll zu sein hat!- Frauen anscheinend nicht schreiben können; denn sonst wären die in den Schulcurricula ja mal vorgekommen? - Und selbstverständlich ist Literatur niemals unterhaltsam!Doch wenn mir dann ein solch feines Werk wie `Manchmal rot' über den Weg läuft atme ich - noch heute - auf und weiß: alles Stuss! Die Kunst wahrer Literatur liegt in ihrer Leichtigkeit und Lesbarkeit (und in der besonderen weiblichen Sicht auf die Welt sowieso)!Nur ... das kann eben nicht jede(r)! Doch der Baronsky gelingt die schwierige Gratwanderung zwischen reiner Unterhaltung und literarischem Anspruch auf ganz unprätentiöse Weise.Sprachlich hat sich die Autorin mit diesem Roman zu einem  ausgereiftem knapp-prägnanten Stil hin entwickelt, so dass ich wahnsinnig gespannt bin auf die weiteren Werke.Besonders gefällt mir wie sie ihren scheinbar alltäglichen Figuren, in einem alles andere als ungewöhnlichen Setting, mit feiner Beobachtungsgabe zu Leibe zu rücken vermag, bis das Beschriebene ... eben alles andere als bloß noch eine Eintagsfliege ist. Da wird die Doppelbödigkeit männlicher Moral durchleuchtet, ohne den emanzipativen Zeigefinger zu erheben, der stumpfe Irrsinn eines Wirtschaftsmodells entlarvt ohne moralinsauer aufzustossen, die Einsamkeit der Figuren gezeigt, ohne den Leser in Schwermut zu stürzen. Und die Heldin emanzipiert sich ohne Heldengetue oder wohlfeiles Pflicht-Happyend.`Manchmal rot' ist ein - scheinbar - kleines, doch sehr fein gezeichnetes Werk von gekonnter Hand, Das bei mir spontan ins Regal zwischen Sagan (Bonjour Tristesse) und Modick (Ins Blaue, Klack) fand und das ich auch in fünf, zehn und zwanzig Jahren noch einmal in die Hand nehmen und lesen werde.(Korrektur: habe es letztens als Hörbuch genossen - mit der Betonung auf genossen).Fazit: meine absolute Empfehlung - einer meiner erklärten Lieblingsromane

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  • Alles auf Anfang

    Manchmal rot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. October 2015 um 12:42

    Die Geschichte handelt von zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Es geht um Angelina, die ein bisschen einfältig ist, alleine lebt, nicht lesen kann, sich liebevoll um ihre Mutter kümmert, sich von ihrem Freund ausnutzen lässt, am liebsten den ganzen Tag auf ihrer Coach sitzen und stricken würde und als Putzfrau arbeitet. Und es geht um Christian, der ein bisschen sehr überheblich und von sich überzeugt ist, alleine lebt, sein Schwarzgeld in der Schweiz deponiert hat, von seiner Freundin verlassen wurde, vor einem Burnout steht, seine Sorgen im Weißwein ertrinkt und als Jurist tätig ist. Obwohl Angelina bei Christian putzt, kennen die beiden sich nicht. Dies ändert sich erst, als die junge Frau in der Wohnung des Juristen von der Leiter fällt. Danach geht das Leben für beide ganz anders weiter. Aber sie müssen selbst entscheiden, was sie daraus machen. Meine Meinung: Eva Baronsky hat die beiden Protagonisten klar charakterisiert. Angelina weckte dadurch,  zumindest bei mir, eindeutig mehr Sympathie. Im Anfangsteil erzeugte sie bei mir oft Mitleid, wie sie sich von ihrem Freund ausnutzen lässt, wie sie in der Wohnung, in der sie putzen soll, vor einem Zettel steht und den Auftrag nicht lesen kann. Doch dann hat Angelina diesen Unfall und ihr Leben ändert sich schlagartig. Es hat mich gefreut mitzuerleben wie die Frau an Selbstbewusstsein gewinnt und sich quasi, mit ihren ungeahnten Talenten, neu erfindet. Die skurpellose, egoistische, schnelllebige und profidorientierte Welt in der Christian lebt, wird durch die wirtschafts juristischen Ausdrücke treffend beschrieben. Die hektische, Stimmung kann man direkt spüren. In der Lesung erlebt man die Anspannung, sowie den Erfolgsdruck, die auf dem Protagonisten lasten, mit. Nein, Christians Charakter weckte bei mir wahrlich kein Verständnis. Selbst am Ende, erntete der Jurist nicht einmal Mitgefühl. Die Grundidee der Autorin ihre Leser zum Nachdenken anzuregen, was wir alles erreichen könnten wenn wir nicht wüssten, wer wir eigentlich sind, finde ich gut.  Der Erzählstil hingegen wirkt an manchen Stellen etwas sperrig. Vor allem der Anfangsteil zieht sich in die Länge und erschwerte mir den Einstieg in die Geschichte. Schade. Ursula Berlinghof gelingt es die zwei Welten, in denen die Protagonisten sich bewegen, für den Zuhörer bildlich darzustellen. Angelinas naive, arglose Art vertont sie ebenso treffend, wie Christians überhebliche, hektische Natur. Richtig gut sind die Stellen, an denen man Frau Berlinghof abnimmt, dass sie die Geschichte tatsächlich erzählt. Aus irgendeinem Grund, reißt dieser Stil jedoch bisweilen ab und dann scheint es, als würde sie einfach "nur" vorlesen. Auch schade. Fazit: Eine interessante Geschichte, nach der man sich fragt, ob man nicht doch mehr kann, würde man es sich bloß zutrauen. Für das Hörbuch an sich benötigt man dennoch Zeit um sich Einzuhören und in die Handlung zu finden.

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