Eva Biringer

 4,2 Sterne bei 87 Bewertungen

Lebenslauf

Eva Biringer schreibt als freie Autorin unter anderem für Die Zeit, Die Welt am Sonntag und Merian über Stil, Kultur, Reisen und Kulinarik. Außerdem teilt sie in ihrem Newsletter „Liebe ich“ ihre persönlichen Entdeckungen. 2022 erschien ihr Buch „Unabhängig. Vom Trinken und Loslassen”, in dem sie anhand ihrer eigenen Biografie der Frage nachgeht, warum ausgerechnet junge, erfolgreiche Frauen heute mehr Alkohol trinken denn je, folgte 2024 „Unversehrt. Frauen und Schmerz", eine feministische und kulturkritische Betrachtung von Schmerz, das mit dem NDR-Sachbuchpreis und Buchcover Award ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Berlin und Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Biringer

Cover des Buches Unversehrt. Frauen und Schmerz (ISBN: 9783365007983)

Unversehrt. Frauen und Schmerz

(73)
Erschienen am 22.10.2024
Cover des Buches Unabhängig. Vom Trinken und Loslassen (ISBN: 9783365000168)

Unabhängig. Vom Trinken und Loslassen

(12)
Erschienen am 26.04.2022

Neue Rezensionen zu Eva Biringer

Cover des Buches Unversehrt. Frauen und Schmerz (ISBN: 9783365007983)
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Rezension zu "Unversehrt. Frauen und Schmerz" von Eva Biringer

Suz
Wir sind nicht wütend genug

Ein Buch, welches aufzeigt, wie häufig Frauen sich kleinreden lassen, wie sehr sie verurteilt und als schwach dargestellt werden. „Frauen mit Beschwerden hören zu sehr in sich rein“ - es wird Zeit, für sich, seinen Körper und die eigene Gesundheit einzustehen. Dieses Buch hilft Augen zu öffnen und viel Empathie für das weibliche Geschlecht zu empfinden. Es macht deutlich, das unser Weg noch weit ist.

Bitte lest es. 

Cover des Buches Unversehrt. Frauen und Schmerz (ISBN: 9783365007983)
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Rezension zu "Unversehrt. Frauen und Schmerz" von Eva Biringer

onepoundofbacon
Schmerz, lass bitte nach!

Ein Buch,das ich am liebsten jeden Menschen zwingen möchte, es zu lesen.
Der Schmerz von Frauen, der belächelt, minimiert wird, und schon so allgegenwärtig Kleingeredet wird, das es die meisten von uns schon viel zu sehr verinnerlicht haben.
Es wird Scham empfunden und es wird rationalisiert, aber genau das ist der falsche Weg (Reclaim the Pain, wie die Autorin so schön sagt).
Denn unser Schmerz darf wehtun und angezeigt werden und es muss noch so unfassbar viel getan werden, damit man auch als Frau in der Medizin(!) und im sozialen Umfeld damit nicht mehr allein gelassen wird. Auf 232 Seiten werden Fakten und Anekdoten werden hier perfekt verwoben. Ich hatte bei einigen der persönlichen Geschichten wirklich Gänsehaut.
Es geht hier auch wirklich nicht um Junge Frauen, sondern um ein weibliches Trauma, das seit Generationen so weitergegeben wird und das macht einfach fassungslos und wütend.

Städte, die nach Abenteuer schmecken

Fernweh zwischen zwei Buchdeckeln, das nach Kaffee, Straßenlärm und diesem kleinen Kribbeln im Bauch schmeckt, wenn eine neue Stadt ruft. Genau so fühlt sich dieser Bildband an. Seite für Seite stolpert man über Orte, an denen man plötzlich selbst stehen möchte – mit staunenden Augen, hungrigem Magen und viel zu wenig Zeit.


Beim gemeinsamen Lesen wanderte das Buch ständig zwischen uns dreien hin und her. Ein „Da will ich sofort hin!“ von der Couch, ein „Guck mal die Farben!“ vom Teppich und zwischendrin dieses leise Blättern, das nach Abenteuer klingt. Besonders bei Reykjavik wurde diskutiert, ob man dort wirklich Eis essen kann, wenn es so kalt aussieht. Spoiler: Die Neugier hat gewonnen. Genau solche Momente machen diesen Bildband mehr als nur hübsch – er wird zum kleinen Familien-Reisetraum.


Die Mischung aus starken Bildern, spannenden Geschichten und überraschenden Details funktioniert verdammt gut. Keine trockene Reiseführer-Stimmung, sondern echtes Entdecken. Mal laut, mal leise, mal skurril. Paris zeigt plötzlich Flohmärkte statt Postkartenkitsch, Thessaloniki macht Hunger und Tiflis klingt nach Aufbruch. Jede Stadt fühlt sich an wie ein Versprechen.


Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, gemeinsam unterwegs gewesen zu sein, ohne das Wohnzimmer zu verlassen. Und gleichzeitig dieser gefährliche Gedanke: Wir brauchen definitiv mehr Urlaubstage.


Fünf Sterne, weil dieses Buch nicht nur zeigt, wohin man reisen kann – sondern warum man es unbedingt tun sollte.

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