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Originaldibbler

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran
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Was für ein besch*#%$§" Ende!

Sorry, ich setzt noch mal neu an aber das Ende hat mich echt aufgeregt.

Nachdem mir das Buch - wie man meinen Kommentaren hier hoffentlich entnehmen konnte - wirklich sehr gut gefallen hat, fand ich den Schluss um so enttäuschender. Und damit meine ich gar nicht, dass alles total glatt läuft und es reichlich Happy Ends gibt, wobei mich auch das stört: Die Alben beschließen nach einer kurzen Rede plötzlich alle das richtige zu tun, die frisch verstorbenen Draug bekommen eine Wiederauferstehung und Pellinor und Eolee erkennen ihre Liebe. Gerade letzteres hätte nicht sein müssen. Zwei jugendliche Protagonisten unterschiedlichen Geschlechts, die nur Freunde sind, war mal erfrischend anders... Nein, das was mich am Ende so richtig gestört hat, war der letzte große Plottwist. Dass noch einer kommen musste, war ja klar aber doch nicht etwas so aufgesetztes! Die Prophezeiung war falsch übersetzt und daher ist alles anders. Ganz ehrlich, da fühle ich mich als Leser - entschuldige das harte Wort - verarscht. Von einem guten Buch erwarte ich, dass mich das Ende überrascht aber auch, dass es logisch ist und das ich denke, ich hätte eigentlich drauf kommen müssen. Eine falsche Übersetzung mag ein interessantes Element im Laufe des Buches sein aber als Ende eignet sie sich nicht. Ähnlich schlimme Enden sind nur noch: Der Protagonist wacht auf und hat alles nur geträumt oder der explizite Hinweis, dass es keine gute Erklärung für die Ereignisse gibt (tatsächlich schon gesehen).

PS: Langsam rege ich mich wieder ab. Ich lasse das aber oben trotzdem mal so stehen, um zu zeigen, wie ich das Ende empfunden habe.

Sunnyfiny

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran
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@Originaldibbler

Finde ich gut, dass du das so rundheraus sagst! Daraus kann ich lernen. Und mit einer solchen Gefühlsreaktion kann wohl jeder Autor zufrieden sein, egal wie negativ :)

(Jetzt aber echter SPOILERALARM)
Das Ende ist vielleicht gar nicht so rosig wie auf den ersten Blick - die Draug bekommen definitiv keine Wiederauferstehung (die Toten sind so mausetot wie vorher), nur, dass sie eben wieder ihre alte Gestalt erlangen dürfen. Die Probleme, in denen Nituria und der Rest der Dannenlande stecken, sind durch Medons Tod und Laurels Flucht nicht gelöst, da ist noch ziemlich viel zu leisten, bis auch dauerhafter Frieden herrscht. Akirén und die anderen aus Linan sind nur ein Teil der Alben, und ist es dahingestellt, ob sich die anderen ihnen anschließen. Es war auch nicht nur Nijalls Rede, die ihren Sinneswandel herbeigeführt hat, sondern auch das Leid, das sie alle erfahren haben einschließlich der Kinderopfer, dann die Bestätigung von Cardoch (der die ganze Lügerei im Grunde schon lange leid war), und die Stimmen der Draug. Ob ich das überzeugend herübergebracht habe, kann hier gern diskutiert und abgestritten werden - aber kurz gesagt finde ich nicht, dass es sich hier um ein rundes Happy End handelt. Und bedenke auch, es ist ein Jugendbuch, daher nur eingeschränktes Blutvergießen. Falls es für Erwachsene geschrieben wäre, klar: Medon tötet Pellinor für seine Naivität.

Liebesgeschichten, ok, Geschmackssache. Darüber kann man sich trefflich streiten ;)

Zu dem fiesen oder miesen Plottwist: Ich glaube, hier kommt es darauf an, wie man das Buch lesen will. Ich habe es nicht als einen Thriller oder Krimi angelegt, in dem der Leser das Rätsel lösen soll (was du aber so erfolgreich gemacht hast. Kein Wunder, dass du dir da betrogen vorkamst). Das Buch ist nicht aus der Sicht eines omnipräsenten und omniscienten Erzählers geschrieben, sondern sehr stark aus den Sichtweisen von Eolée, Pellinor oder den anderen Akteuren wie du ja vorher schon angemerkt hast. Das heißt, dass man gar nicht alle Hinweise bekommt, die man für die perfekte Auflösung braucht, weil alle Charaktere die Welt mit ihren Augen sehen und ideologisch oder religiös so eingenordet sind, dass sie manche Sachen sehen, andere übergehen – das meint ja Atho damit, dass die Berge den Alben die Wahrheit “ins Gesicht schreien”, sie sie aber einfach nicht wahrhaben wollen. Es mag frustrierend sein, aber ich finde, im echten Leben ist es meistens so. Pellinor tut das Richtige (Medon und Laurel nicht einfach abstechen), obwohl er denkt, es sei das Falsche. Genau darin, dass er nicht der offensichtlichen Antwort folgt, sondern seinen eigenen Gefühlen, liegt die Auflösung des Fluchs. (Pellinor fühlt sich am Ende vielleicht genauso besch*#%$§" wie du.) Es tut mir sehr leid, dass dich diese Wendung so enttäuscht hat. Und dass ich sie hier erkläre, spricht nicht gerade dafür, dass das Buch diese Gedanken auch überzeugend herüberbringt und für diese Einsicht bin ich sehr dankbar. Aber wenn ich schon mal die Möglichkeit zum Herumblubbern habe....!

Auf jeden Fall danke für deine ausführlichen und konstruktiven Kommentare :)

Originaldibbler

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran
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@Sunnyfiny

Happy End oder nicht ist natürlich genau wie Liebesgeschichte oder nicht reine Geschmackssache und für ein Jugendbuch ist es auch bestimmt nicht zu happy.

Ich habe das Ende gerade noch einmal gelesen und stelle nun fest, dass ich in meiner Erregung über das Ende das eine oder andere überlesen habe. So wird zum Beispiel doch deutlich, dass der sich verwandelnde Draug tot bleibt.

Und nochmal zum letzten Twist: Das Argument, dass es kein Krimi oder Thriller ist, finde ich gar nicht mal so schlecht. Allerdings geht es in Eolees Storyline ja fast außschließlich um das Rätsel der Mahre und Draugs. Von daher zeiht das Argument für mich nicht wirklich. Aber selbst wenn man das Element gelten lässt und sagt, dass es bei Fantasy um etwas anderes geht, bleibt es eine deus ex machina Lösung. Der Held tut das Richtige und erfährt eine nicht zu erwartende Hilfe... Also nein, mit diesem Twist kannst du mich nicht versöhnen. Aber im Endeffekt ist das ja auch nur eine Meinung. Mal sehen, vielleicht nehmen die anderen diese Wendung ja positiv auf und freuen sich, dass Pellinor dafür belohnt wird das richtige zu tun.

Jedenfalls freut es mich, dass du so positiv mit der Kritik umgehst.

PS: Die Rezi wird auch nicht so schlecht ausfallen. Kurz: Ein sehr gutes Buch mit einem Schluss, der mich nicht überzeugt hat. 4 Sterne.

Sunnyfiny

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran
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@Originaldibbler

Klar, diese Meinung akzeptiere ich völlig.

Schreib in der Rezi ruhig, was auch immer du denkst - es geht mir in dieser Leserunde wirklich nicht darum, Lob einzuheimsen, sondern darum, mich selbst als Schreiberling weiterzuentwickeln. Und wenn potenzielle Leser das Buch richtig einschätzen können, umso besser. :) Mit kritischen Rezensionen zu meinem ersten Buch konnte ich erst schwer umgehen, aber nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich aus solchen Rückmeldungen viel mehr mitgenommen habe als aus denen, die das Buch über den grünen Klee lobten (mit dem Zusatz "für das Alter der Autorin") und somit nicht wirklich ernst nahmen. Du hast das Buch dagegen völlig ernst genommen und alle Kritik ist daher sehr berechtigt. Wahrscheinlich stimme ich dir in ein paar Jahren in allen Punkten zu :)

MrsAmy

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran
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Nun ist das Buch beendet und alles hat seine Ordnung. Die Draug sind in Wahrheit das fünfte Volk und verwandeln sich am Ende zu mächtigen Drachen. Die anderen vier Völker derweil wurden ihr Leben lang betrogen. Ich fand es sehr schade, dass Nijal sterben musste - eigentlich war sie mir von allen Charakteren die liebste. Zunehmend hat man auch immer stärker gemerkt, dass sich zarte Gefühle zwischen Pellinor und Eolee entwickeln. Nun wollen sie also heiraten. Ein schönes Happy End, dem ich nicht viel hinzuzufügen habe. Ich muss sagen, dass ich mich in diesem Genre einfach auch viel zu wenig auskenne. Allerdings hätte ich mir ein Namensregister am Ende des Buches gewünscht, da es wirklich unglaublich viele waren (zuviele meiner Meinung nach). Auch wäre es schön gewesen, wenn in der Karte die Städte eingezeichnet wären. Gerne hätte ich mich oftmals genauer orientiert.
Meine Rezension folgt dann die nächsten Tage.

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esposa1969

vor 4 Jahren

Kapitel 21 bis Ende: Edran

Felipe und ich haben nun - passend zum Ferienbeginn nächste Woche auch zuende gelesen. Das oben abgesprochene Personenregister hattest du, liebe Eva, ja bereits angeregt und wir gerne willkommen geheißen. Wir wussten ja, dass es erst ab 13 Jahre geeignet ist (obwohl er eine riesige Leseratte ist --> siehe Foto) und zusammen mit mir hat sich mein knapp 11-jähriger Sohn dann rangetraut und gemeinsam konnte ich ihn dann in die Welt von Pellinor und Eolée einführen.

Herzlichen Dank nochmals für die Leserunde und für alles ;-))

Rezi folgt unverzüglich!!!

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