Eva Erben

 4,1 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Mich hat man vergessen, Mich hat man vergessen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Eva Erben, geboren 1930 in Děčín/Tschechien, lebte ab 1936 in Prag. Im Dezember 1941 wurde die Familie nach Theresienstadt deportiert, später nach Auschwitz. Nach dem Krieg kehrte Eva Erben nach Prag zurück, ließ sich zur Krankenschwester ausbilden und wanderte 1949 nach Israel aus. Heute lebt sie in Ashkelon, Israel. Eva Erben berichtet bis heute in zahlreichen Veranstaltungen, in Schulen, Zeitungsartikeln, Interviews und in Filmen als Zeitzeugin, besonders für Kinder und Jugendliche, über ihre Leidensgeschichte, die Shoa, ihre Rettung und wie sie neue Kraft fürs Leben fand. 2025 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Erben

Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407789563)

Mich hat man vergessen

(9)
Erschienen am 19.10.2005
Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407813978)

Mich hat man vergessen

(1)
Erschienen am 21.08.2025
Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407810342)

Mich hat man vergessen

(1)
Erschienen am 10.03.2008

Neue Rezensionen zu Eva Erben

Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407789563)
kidcat283s avatar

Rezension zu "Mich hat man vergessen" von Eva Erben

kidcat283
Erinnerungen, die nicht vergessen werden dürfen

Zeitzeugenberichte berühren mich immer wieder aufs Neue. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und genau deshalb lese ich solche Bücher so gerne. Auch Eva Erben erzählt nicht einfach nur, was damals passiert ist, sondern nimmt einen mit in ihre Kindheit. Sie erzählt ihre Erinnerungen ganz ruhig und chronologisch, als würde man mit ihr am Tisch sitzen und sie würde einfach aus ihrem Leben erzählen. Genau das hat mir unglaublich gut gefallen.

Besonders bewegend fand ich, dass man vieles durch die Augen des kleinen Mädchens erlebt, das sie damals war. Sie beschreibt keine großen Dramen, sondern die Gedanken und Gefühle, die sie in diesen Momenten hatte. Gerade das hat mich oft mehr berührt als jede ausführliche Beschreibung. Man merkt einfach, dass jedes Erlebnis echt ist und nicht ausgeschmückt werden muss.

Beim Lesen war ich traurig, aber auch wütend. Es macht mich jedes Mal fassungslos, wozu Menschen fähig sind und wie einer einzelnen Person so viel Macht gegeben werden konnte. Niemand sollte so etwas jemals erleben müssen. Gleichzeitig zeigt Evas Geschichte aber auch, dass es selbst in den dunkelsten Zeiten Menschen gab, die Mitgefühl gezeigt und geholfen haben.

Obwohl das Buch nur wenige Seiten hat, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Es hat mich berührt, nachdenklich gemacht und wird mir sicher noch lange im Kopf bleiben. Für mich sind genau solche Zeitzeugenberichte wichtig, weil sie Geschichte nicht nur erzählen, sondern greifbar machen.


Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407813978)
M

Rezension zu "Mich hat man vergessen" von Eva Erben

Malka
Ein bewegendes Zeugnis von Mut und Erinnerung

„Mich hat man vergessen“ von Eva Erben ist kein Buch, das man einfach liest und dann wieder weglegt. Es ist eine Geschichte, die einen beim Lesen begleitet und auch danach noch lange im Kopf und im Herzen bleibt.

Eva Erben erzählt von ihrer Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus – von Angst, Verlust und Einsamkeit, aber auch von unglaublicher Stärke und dem Willen zu überleben. Gerade weil alles aus ihrer eigenen Perspektive erzählt wird, fühlt sich das Buch sehr nah und ehrlich an. Man spürt beim Lesen, dass hinter jeder Seite echte Erinnerungen und echte Gefühle stehen.

Der Schreibstil ist einfach und direkt, aber genau das macht die Geschichte so kraftvoll. Die Autorin braucht keine komplizierten Worte, um zu berühren – ihre Erlebnisse sprechen für sich. Viele Stellen sind sehr emotional und bringen einen wirklich zum Nachdenken darüber, wie wichtig Erinnerung und Menschlichkeit sind.

Wenn man etwas kritisieren möchte, dann vielleicht, dass manche Situationen nur kurz beschrieben werden. Manchmal hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren, was genau in diesen Momenten passiert ist oder wie sich Eva gefühlt hat. Gleichzeitig passt diese Knappheit auch zur ehrlichen und klaren Art des Buches.

Für mich ist dieses Buch ein sehr bewegendes Zeitzeugnis und eine Geschichte, die zeigt, wie wichtig es ist, sich zu erinnern. Ein Buch, das man liest – und nicht mehr vergisst. 📚

Cover des Buches Mich hat man vergessen (ISBN: 9783407789563)
riegermilenas avatar

Rezension zu "Mich hat man vergessen" von Eva Erben

riegermilena
Erinnerungen einer Shoa-Überlebenden

Eva lebt mit ihren Eltern in Prag. Doch ihre Kindheit wird jäh unterbrochen, als die 11-jährige mit Ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert wird.
In diesem Buch schildert sie ihre Erlebnisse und wie sie, nach Jahren der Entbehrung, Armut und Leid, wieder zurück ins Leben findet.

Die Autorin beschreibt ihre Erinnerungen in kleinen Sequenzen. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, dass sie nach und nach einfach das erzählt, was ihr eben wieder in den Sinn kommt.
Wir erfahren, wie sie verschiedene Konzentrations- und Arbeitslager überlebt und schließlich auf unerwartete Art und Weise während einem Todesmarsch entkommt. Sie schildert von ihrem (zunächst mehr Über-)Leben nach dem Krieg und wie sie schließlich Heimat in Israel gefunden hat.

Was mich sehr getroffen hat, war die Reaktion ihrer Tante, auf die Schilderung eines Erlebnisses in Auschwitz. Ihrer Meinung nach war es unmöglich, dass dies wirklich so stattgefunden hat und so unterstellt sie Eva, dass diese Erinnerung vielmehr ihrer Fantasie entsprungen sei, statt der Realität.
Insgesamt hat mich das Buch sehr bewegt, aber auch zum staunen gebracht. Ich finde es immer wieder erstaunlich zu lesen, wie Überlebende der Shoa sich zurück ins Leben kämpfen.
Besonders schön fand ich die Worte die Eva Erben gegen Ende zum Wert von Kindern und Familie gefunden hat. Auch ein besonderes Wiedersehen nach vielen Jahren hat mir ein paar Tränen entlockt …

Im Anschluss an Eva Erbens Bericht folgt ein ausführliches Nachwort von Mirjam Pressler, mit weiteren Informationen und Ausführungen zu mancher Station im Leben der Autorin.
Darauf folgt noch ein Interview, welches manche Themen aus dem Buch noch einmal aufgreift und ergänzt.

Das Buch ist meiner Meinung nach auch wunderbar für jüngere Leser geeignet, um an Berichte von Überlebenden dieser Zeit heranzuführen.

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