Eva Gesine Baur Chopin

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Inhaltsangabe zu „Chopin“ von Eva Gesine Baur

Er galt als Liebling der Salons, doch er war scheu. Er galt als Frauenschwarm, fühlte sich jedoch einsam. Die Leichtigkeit seiner Stücke war hart erarbeitet. Heimweh, Sehnsucht, Melancholie kennzeichnen Chopins Musik und sein Leben. Detailliert und mit großer Empathie porträtiert Eva Gesine Baur den Romantiker par excellence, lässt ihn und seine Zeit lebendig werden und eröffnet einen von Klischees unverstellten Zugang zu Chopin und seiner Musik.

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  • Rezension zu "Chopin" von Eva Gesine Baur

    Chopin
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. February 2012 um 12:55

    Atmosphärisch dichte Lebensbeschreibung Ganz hervorragend nutzt Eva Gesine Baur in ihrer Biographie Chopins ihre sprachlichen Möglichkeiten der atmosphärischen Beschreibung. In Teilen wie ein bildkräftiger Roman versetzt sie den Leser „mitten hinein“ in das Leben des „Romantikers“, aber auch virtuosen Klavierkünstlers und ebenso durchaus auch „Charismatikers“ Frederic Chopin. Von der Kindheit in Polen an in gehobenen Verhältnissen über das frühe Schaffen, die großen Erfolge bis hin zu seinem Tod 1849 in Paris reicht der Reigen der Lebenseindrücke, die Eva Gesine Baur umfassend und kenntnisreich erzählt. Auch wenn von Chopin selber nicht allzu viele eigene Quellen vorliegen, in der Stimmung der Zeit, der inneren Entwicklung des Künstlers wirkt Baur durchaus „zu Hause“. Eines Mannes, der Zeit seines Lebens vor allem seine engen Beziehungen wert hielt. Auf dem Sterbebett ruft er dringlich seine Schwester aus dem fernen Warschau zu sich. „Wenn ihr könnt, dann kommt. Ich bin schwach und kein Doktor vermag mir so zu helfen, wie ihr“. Innere, enge Bindungen als wichtige und schützende „Lebensrahmung“ und ein freier Geist, versonnene Kompositionen und die Überschreitung von Grenzen, Melancholie und Empfindsamkeit, all dies kennzeichnet Chopin und findet Ausdruck im Buch, ebenso wie das entsprechende Zeitkolorit des endenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts atmosphärisch dicht in der Darstellung mitschwingt. Die eigenartige Konstellation eines oft kranken Körpers und eines wachen Geistes, der eben von „Sehnsucht“ nach einem nie zu erreichenden „Anderswo“ getrieben wurde, dies arbeitet Baur als Faszination der Person Chopin heraus. Wobei das reichhaltige Werk Chopins nicht den eigentlichen Schwerpunkt dieser Biographie bildet, hier wird vieles von Eva Gesine Baur doch eher am Rande erwähnt. Sie kreist erkennbar eher um die faszinierende, „Menschenfangende“ Persönlichkeit des Künstlers. Dieses Charisma deutlich herauszuarbeiten, seine Wirkung zu schildern und die Komplexität der Ausstrahlung Chopins zu benennen ist die eigentliche Stärke dieser Biographie. Ein Charisma, in das es gut hineinpasst, dass seine Schwester Ludwika nach seinem Tod sein Herz, den symbolischen Sitz eben jener „Stimmungen“, leibhaftig mit nach Hause nahm. Das sich speist aus wichtigen äußeren Verbundenheiten. Wie bedeutsam für Chopin z.B. seine „Behausung“ jeweils war, welch „elementare Bedeutung“ die jeweilige Wohnung hatte, wie schutzlos sich Chopin ohne jene wichtigen, äußeren Rahmungen fühlte, auch dies arbeitet Baur unter anderem im Blick auf Chopins Umzug nach Paris heraus. Solche Einblicke sind es, mit denen es Baur gelingt, dem Leser eine „Innenschau“ des Künstlers zu ermöglichen, die deutlich nachhaltiger ihre Wirkung entfaltet als vielfache Darlegungen und Interpretationen seines Werkes, die ahnen lassen, warum durchaus häufig die Moll-Tonart jene war, in der Chopin sich ausdrückte. Eine Wunderbare Biographie, die tatsächlich die Person und die Persönlichkeit, das innere Leben Chopins in den Mittelpunkt setzt und sich weniger im Äußeren der künstlerischen Hinterlassenschaft erschöpft. Mit großer, sprachlicher Ausdruckskraft bildet dieses Buch sicherlich die erste Wahl für jene, die sich eher dem Menschen Chopin als dem Kunstwerk Chopin annähern möchten.

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  • Rezension zu "Chopin" von Eva Gesine Baur

    Chopin
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    06. February 2012 um 14:11

    Im Jahr 2010 jährte sich der Geburtstag des Komponisten Frederic Chopin zum 200. Mal. Eine gute Gelegenheit, für die Freunde und Kenner seiner Musik, aber auch für Menschen, die seine Stücke einfach mögen, mehr über eine ganz besonderen Menschen zu erfahren, dessen Leben sich aus seiner Musik heraus erklärt. Eine Freundin und Zeitgenossin, die exzentrische, zigarrenrauchende und in Männerhosen wandelnde Schriftstellerin George Sand sagte einmal über Frederic Chopin: "Er ist Musiker, nichts als Musiker." Das Buch erzählt die Lebensgeschichte Chopins, eines Wunderkindes der Musik. Detailliertes Quellenstudium auf der einen und eine aufgelockerte, teilweise hinreißende Sprache auf der anderen Seite sind die beiden Pfeiler, auf denen Eva Gesine Baur ihre lesenswerte Biografie aufgebaut hat. Stellenweise nimmt das Buch Züge eines Romans an, und man wähnt sich als Leser mitten im Geschehen. Die Autorin beschreibt die handelnden Personen nicht nur, sie lässt sie regelrecht lebendig werden, plastisch konkret und sinnlich erfahrbar. Neben einer eindrücklichen Lebensgeschichte liefert das Buch aber auch eine überzeugende und lehrreiche Sozialgeschichte der Jahrzehnte, in denen Chopin wirkte, insbesondere vom Paris der 1830 -er und 1840 -er Jahre. Für Chopin-Kenner eine wichtige Ergänzung, für eher laienhafte Liebhaber seiner Musik eine lehrreiche Einführung in Leben, Werk und seine Zeitgeschichte, die ihnen Chopins Musik vielleicht noch mehr aufschließen kann als bisher.

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