Eva Herman Die Wahrheit und ihr Preis

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Wahrheit und ihr Preis“ von Eva Herman

Wie viel Meinungsfreiheit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden gibt es in den deutschen Medien? Eva Herman, beliebte Moderatorin und langjährige Nachrichtensprecherin der Tagesschau, vertritt öffentlich eine politisch unkorrekte Familienpolitik. Ihre Betrachtungsweise stimmt mit dem klassischen Feminismus nicht überein. Im Gegenteil: An vielen Stellen übt sie scharfe und fundierte Kritik an der feministischen Ideologie. Damit bricht sie ein Tabu und bringt die linksfeministische Szene gegen sich auf. Eva Herman soll aus der Tagesschau entfernt werden. Chef-Feministin Alice Schwarzer startet eine Denunziationskampagne gegen sie, die in den politisch korrekten Medien und bei Eva Hermans Arbeitgeber, dem NDR, ihre Wirkung nicht verfehlt. Es kommt zum Aufstand der Gutmenschen und zu einer regelrechten öffentlichen Hexenjagd gegen Eva Herman, bei der sie mit ungerechtfertigten Nazi-Vorwürfen konfrontiert wird. Eva Herman verliert daraufhin ihren Job als Nachrichtensprecherin der Tagesschau. In der inzwischen schon beinahe legendären Johannes-B.-Kerner-Sendung kommt es vor laufenden Kameras und unter den Augen eines Millionenpublikums zu einer Art »Inquisitionstribunal« gegen Eva Herman, das mit ihrem »Hinauswurf« durch Kerner endet - und erneut ein vernichtendes Medienecho findet. Ihr berufliches Leben ist zerstört, als Mensch wird sie zur »Persona non grata«. In diesem Buch gibt Eva Herman tiefe und sehr persönliche Einblicke in die schwerste Zeit ihres Lebens. Sie spricht offen über ihre Gefühle. Sie schildert die enttäuschenden und intoleranten Reaktionen sogenannter Freunde und Kollegen, und sie zeigt die rücksichtslosen Mechanismen einer fast unmenschlichen Medienwelt auf, die Züge einer Meinungsdiktatur offenbaren. Ein ungeahntes Maß an mangelnder journalistischer Sorgfalt, vor allem bei den sogenannten Leitmedien, lässt den Leser nicht unberührt. Eva Herman gewährt hier einen erhellenden Blick hinter die Kulissen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der deu

Hetz- (oder Hexen ?)jagd der Medien auf unliebsame ZeitgenossIn ...

— knacks1965
knacks1965

Stöbern in Sachbuch

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Einmaliges Buch voller autobiographischen Aufzeichnungen aus einer anderen Zeit.

lindenelmar

Homo Deus

Der Autor spannt einen Rahmen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sein Menschenbild ist gewöhnungsbedürftig.

mabuerele

Hygge! Das neue Wohnglück

Ein inspirierendes Buch, mit vielen Tipps, Interviews, und noch mehr Bildern, die das skandinavische Wohlfühlflair wiederspiegeln

Kinderbuchkiste

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Diffamieren statt diskutieren

    Die Wahrheit und ihr Preis
    R_Manthey

    R_Manthey

    26. June 2015 um 14:34

    Die Faktenlage ist inzwischen eindeutig: Eva Herman hat alle bisherigen Unterlassungsklagen gewonnen, die sie anstrengen musste, um sich vom Vorwurf einer Nähe zum Nationalsozialismus zu befreien. In diesem Buch erzählt sie recht emotional die Geschichte der medialen Jagd auf sie. Wenn man einmal die Hintergründe zunächst beiseite lässt, dann stellt sich die Angelegenheit ganz einfach dar. Auf einer Pressekonferenz anlässlich einer Buchvorstellung formuliert Frau Herman einen für manche Zeitgenossen zu komplizierten, aber grammatikalisch korrekten Schachtelsatz, aus dem eine Journalistin den bösartigen Schluss zieht, dass die Autorin das Naziregime gelobt hat. Diese falschen Behauptungen aus dem entsprechenden Artikel werden ungeprüft von allen Medien übernommen. Der NDR als Hermans Arbeitgeber entlässt daraufhin die Moderatorin. Frau Herman hat Bücher gegen eine politisch gewollte Meinung geschrieben und ihre Ansichten offensiv unters Volk gebracht. Da sie einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, machte sie sich damit, gewollt oder nicht, zur Galionsfigur. Sie erzählt ihre Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht. Das ist selbstverständlich ihr gutes Recht. Ob man nun ihre Ansichten teilt oder nicht, diese Art des medialen Umgangs mit ihr kann man einfach nicht hinnehmen. Wer das bis dahin nicht merkte, dem musste das spätestens beim Ansehen der Kerner-Talkshow begreifen, aus der Frau Herman wegen Uneinsichtigkeit frühzeitig verabschiedet wurde. Leider kann man der Autorin eine ziemliche Naivität nicht absprechen, denn als Medienprofi hätte sie sehen müssen, dass bereits die Gästeliste auf ein Tribunal schließen ließ. Es ging also von vorneherein nicht um eine Diskussion, sondern um eine diffamierende Verurteilung der Autorin. Dieser Versuch ging jedoch offensichtlich nach hinten los, denn die Öffentlichkeit ist eben doch nicht ganz so blöd, wie einige Meinungsmacher wahrscheinlich vermuten. Frau Herman widmet dieser Sendung fast ein Drittel des Buches und beschreibt neben der Darstellung der Diskussion auch ihre Empfindungen. Aus diesem Buch kann man eine Menge lernen. Zum Beispiel, dass es keinen investigativen Journalismus mehr gibt, denn auch die so genannten Qualitätsmedien übernahmen ungeprüft mediale Erfindungen. Niemand sah sich den Mitschnitt der Pressekonferenz an, auch nicht RTL-Redakteure, die das Material besaßen und folglich leicht zu Berichtigungen in der Lage gewesen wären. Bei dieser Sachlage kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Natürlich wird Frau Herman auch in diesem Buch nicht müde, ihre Ansichten zu vertreten, für die sie überhaupt erst in die Schusslinie geriet. Da ich ihre anderen Bücher nicht gelesen habe, kann ich mich nur zu diesem Werk äußern. Vielleicht ist ihr dies nicht bewusst, aber der Diffamierungsvirus ist auch an ihr nicht vorbeigegangen, wo sie doch eigentlich wissen müsste, wie er wirkt. Einen Tag vor ihrer Kündigung kommt sie abends in Dessau an. Wir lesen (S. 85): "Ach ja, Dessau, berühmt für seine Übergriffe. Na denn, mit meinem neuen Image hätte ich zumindest hier nichts zu befürchten." Und weiter, nachdem sie am Bahnhof auf die üblichen Schwachköpfe getroffen ist, die man an jedem größeren deutschen Bahnhof findet: "Schnell weg hier. Ob jene, die Deutschland gerade 750000 Krippen verordnen, dieses Elend hier kennen?" Das ist nicht nur gegenüber der Bauhaus-Stadt Dessau recht heftig, sondern stellt auch einen direkten Zusammenhang zwischen späterer Asozialität und Krippen her. Vielleicht hat Frau Herman nicht bedacht, dass von den vier zurzeit lebenden ostdeutschen Generationen drei in der Mehrzahl Krippen besucht haben. Für die ostdeutsche Bevölkerung hat die Familie jedoch keinen geringeren Wert als für andere Menschen. Das ganze Gegenteil ist wahr. Eine Fremdbetreuung während der Arbeitszeit führt eben nicht zwangsläufig zu einer fehlenden Bindung zwischen Mutter und Kind, genau so wie eine alleinige Betreuung durch die Mutter nicht zwangsläufig zu einer höheren Bindung führt. Nicht alles, was plausibel klingt, ist es auch. Fazit. Wenn man erfahren möchte, wie deutsche Qualitätsmedien arbeiten und wie Betroffene dies empfinden, dann ist man bei diesem Buch an einer guten, aber natürlich subjektiven Quelle angelangt. Man muss dazu Frau Hermans Ansichten zu Erziehungs- und Bindungsproblemen nicht unbedingt teilen, auch wenn sie die eigentliche Ursache für die Hetzjagd auf sie waren.

    Mehr